Forum: Wirtschaft
Gen-Kartoffel Amflora: Die Knolle, die keiner braucht

Deutschland streitet über grüne Gentechnik, am Konflikt um die BASF-Kartoffel Amflora wird das besonders deutlich. Jan Willmroth hat zwei Bauern besucht. Der eine gründete die erste "gentechnikfreie Region", der andere fuhr gerade die einzige deutsche Amflora-Ernte ein.

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StellaVella 06.10.2010, 13:47
40. aha

Zitat von ich_bins
Das Problem bei Genpflanzen sind nicht die Genveränderungen, sondern die Antibiotika-Marker in den Produkten. Außerdem sind alle Genpflanzen patentiert. Wenn ein Bauer Monsanto-Dreck anpflanzt und die Samen auf das Nachbarfeld fliegen, dann hat der Nachbar im nächsten Jahr ebenfalls Monsanto-Dreck auf seinem Feld und muss Lizenzgebühren bezahlen (so ist die Rechtsprechung tatsächlich!). Und das wollen Sie gutheißen? Sie sind wohl ein von der Genindustrie bezahlter Troll!
Das mit Samen und Blüten läuft bei Kartoffeln etwas anders, steht auch im Artikel.
Und wenn jemand mit einer eignen, sachlich fundierten Meinung, die offensichtlich von Ihrer eigenen abweicht, ein Troll für Sie ist, na schön, dann schuldig im Sinne der Anklage.

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fordp 06.10.2010, 14:07
41. man bist du witzig. es wird aber zu oft...

Zitat von Riff
Auch recht. Der kochende Riesenschnauzer vom Zett-Deh-Eff würde vielleicht sagen: "Ihh, bäh, nähh, dieset Kartöffelschen......
...von den gentechnik-freunden die lösung des welthungers durch diese produkte angeführt und da du sagtest du würdest die kartoffeln essen, wollte ich das mal anmerken.
von giftig habe ich nie gesprochen.

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fordp 06.10.2010, 14:08
42. danke!

Zitat von Celegorm
Jein. Worauf StellaVella vermutlich hinaus wollte ist, dass letztlich eigentlich jeder Stoff eine gewisse Toxizität aufweist und ab einer entsprechenden Dosierung schädlich oder gar letal wirken kann. Die Bezeichnung "Gift" ist deshalb eigentlich eine willkürliche Abgrenzung, die i.d.R. alles beinhaltet, was für uns Menschen in geringer Dosis eine Giftwirkung aufweist. Aber das ist selbst intraspezifisch unterschiedlich, erst recht interspezifisch. Was für uns giftig ist kann für andere Lebewesen unproblematisch sein oder sogar die Lebensgrundlage darstellen. Und: Viele Stoffe sind diesbezüglich überaus ambivalent, will heissen, was in einer gewissen Menge essentiell ist kann in höherer Dosierung durchaus toxisch werden, beispielsweise diverse Vitamine. Giftigkeit ist also durchaus relativ und sollte deshalb nur mit Vorsicht verwendet werden. Allerdings wird halt gerade in Bezug auf Agrarprodukte immer wieder haltlose Polemik damit betrieben.

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fordp 06.10.2010, 14:12
43. nein das prinzip ist eben nicht gleich

Zitat von Celegorm
Was für eine "natürliche Selektion"? Zucht impliziert ja gerade eine Selektion durch den Menschen, d.h. dass die gewünschten Eigenschaften selektioniert werden. Die generell .....
auszug , max planck institut für pflanzenzüchtungsforschung:

Worin liegen die Unterschiede zwischen Gentechnik und konventioneller Züchtung?
Prinzipiell sind die Zuchtziele, die mit der Gentechnik verfolgt werden identisch mit denen der klassischen .....

http://www.mpiz-koeln.mpg.de/oeffent...Bio/index.html

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Celegorm 06.10.2010, 14:20
44. ...

Zitat von fordp
Der Link funktioniert nicht. Aber klar geht es darum, auf was sich das "Prinzip" bezieht. Natürlich gibt es grundlegende, sprich prinzipielle Unterschiede zwischen den Methoden. Aber - hallo Kontext - ich bezog mich ja explizit auf die Aussage des zitierten Kommentars und damit auf Zucht im Generellen, die logischerweise das Gegenteil von natürlicher Selektion bedeutet. Und hier sind die beiden Methoden durchaus identisch, also prinzipiell gleich..

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felisconcolor 06.10.2010, 14:30
45. es ist schon toll

wie die Leute zuhören oder Artikel lesen
und sich dann überaus ausschweifend darüber auslassen...

Also wer richtig gelesen hat ist Amflora keine Speisekartoffel
sonder eine Industriekartoffel zur Stärkeherstellung
leider hat es BASF versäumt jeder Kartoffel anzuzüchten "für den menschlichen Verzehr nicht geeignet"
damit es auch der letzte Dummbacks mitbekommt.
Ich bin sicher kein Verfechter der Gentechnik, ich brauche auch kein Rind- oder Schweinefleisch was mittels Dopingmitteln
hochgezüchtet ist.
Aber ich kann schon sehr wohl zwischen Industrie und Genussmitteln unterscheiden.

Bitte liebe Foristen erst lesen, dann denken, dann schreiben.
Oder sind tatsächlich (wie ich insgeheim befürchte) 80% aller Bundesbürger "Hansa-pils Trinker"

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Thomas Kossatz 06.10.2010, 14:31
46. 600 Jahre

Zitat von fordp
auszug , max planck institut für pflanzenzüchtungsforschung: Worin liegen die Unterschiede zwischen Gentechnik und konventioneller Züchtung? Prinzipiell sind die Zuchtziele, die mit der Gentechnik verfolgt werden identisch mit denen der klassischen .....
Richtig, nur brauchte der Mensch 600 Jahre, um der Karotte die Vitamine anzuzüchten, die der "Goldene Reis" per Gentechnik angezüchtet bekam. Vitaminmangel ist für die Erblindung von Jährlich 500.000 Menschen in Asien verantwortlich.

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Trivalent 06.10.2010, 14:40
47. Zurückgehen

Zitat von fordp
gibt es doch auch mir raiffeisen einige probleme, da die nicht nur das saatgut und die spritzmittel liefern, sondern auch kreditgeber sind und die abhängikeit der bauern verstärken und zementieren. genau dieses system wird durch die patente der gentechnik noch ausgebaut.
In der heutigen Zeit haben sich viele Genossenschaften natürlich weitgehend dem Alltag angeglichen.
Gedacht war mein Beitrag in Bezug zur Zeit (vor 1900).
Es wird auch Heute in der 3. Welt dort zunehmend besser, wo sich Gemeinschaften zusammentun um Probleme zu meistern, die der Einzelne nur schwer, oder gar nicht, erreichen kann.

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Riff 06.10.2010, 14:41
48. Einmal Amflora-Pommes und ein Hansa, bitte

Zitat von felisconcolor
...80% aller Bundesbürger "Hansa-pils Trinker"
Wenn das nach dem "Reinheitsgebot" in die Aludose kam!
Nicht, dass da Gen-Alkohol drinne ist. Der wär dann ja
giftig. Aber Bio-Alkohol aus "natürlich hart selektierter" Gerste mit Handaufzucht.
Das macht doch nicht dumm im Kopf, oder?

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BeitragszahlerwiderWillen 07.10.2010, 16:54
49. .

Zitat von Riff
Das gilt für alle Nutzpflanzensorten. Das hat nichts mit der Züchtungsmethode zu tun. Der Mensch züchtet seine Nutzpflanzen selbstverständlich nach seinen Bedürfnissen: Ertrag, Geschmack, etc. Dafür sorgt er für sie. Hat also mit dem Thema hier gar nichts zu tun. Haue, haue, haue: Man, was rauchst du denn zum Frühstück? Wenn man sich die Kerne bei Vollmond in die Ohren steckt - oder habe ich den Beipackzettel nicht richtig gelesen? wenn ich nur wüßte, wie ich die verdammten Pfirsichkerne in die Ohren bekomme ....
Leider züchtet der Mensch die Pflanzen oft so, daß wertvolle Inhaltsstoffe verlorengehen und sie für die menschliche Ernährung kaum noch Wert haben. Geschmack? Meist nur noch nach Wasser und Seife (eingesetzte Chemie).

Und wohin Sie sich die Kerne stecken, ist mir eigentlich egal. Ich hingegen esse die Kerne von Äpfeln, Birnen etc. einfach mit...die vom Pfirsich knackt man vorher wie eine Nuß und ißt dann nur das Innenleben. Manche Menschen schaffen das sogar ohne Beipackzettel - stellen Sie sich das vor!

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