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Gender Pay Gap: Die Scheinargumente der Machowissenschaftler
DPA

In kaum einem EU-Land ist die Lohnkluft zwischen Männern und Frauen größer als in Deutschland. Das IW Köln behauptet, Frauen nähmen die Benachteiligung freiwillig in Kauf. Das ist nicht nur falsch - es verstört.

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theanalyzer 20.06.2016, 12:59
60. Es ist nicht so.

"IW Köln behauptet, die Ungleichheit der Löhne zwischen Männern und Frauen in Deutschland beruhe zum größten Teil auf "freien Entscheidungen" der Bürger und Bürgerinnen"

Gehaltsverhandlungen basieren doch nicht auf freien Entscheidungen der Verhandlungsparteien - da sind doch sicher obskure Mächte am Wirken... Oh Mann, schon mal eine Frau kennengelernt, die als gutbezahlter Auslandsmonteur arbeiten möchte? Ich ja: EINE in 32 Jahren Berufsleben. Und die hat bei der ersten Baustelle hingeschmissen.

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Lutscher1904 20.06.2016, 13:00
61. Jaja

selten so ein Blödsinn gelesen.
Vielleicht sollten Frauen mal weniger in Pflege oder Erziehungsberufe gehen.
In der Industrie wird weit aus mehr bezahlt als in den Typischen Frauenberufe. Bloß ich sehe da kaum junge Frauen, trotz Girls Day und reichlich Werbung.

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omop 20.06.2016, 13:05
62. Herr Fratzscher im Dunstkreis der Bundesregierung..

daher sollte man seine Aussagen sehr kritisch sehen..der Mann ist Berater der Bundesregierung und besetzt daher natürlich jedes Thema mit einer Position/Empfehlung, die im Interesse der Ministerien liegt. Tolles Wort..Gender Gap..nur leider ohne Inhalt. Zur Zeit haben wir wieder eine "Gleichmachereihysterie", nur beim Thema Bezahlung gibt es de facto kein Problem. In vielen tarifgebundenen Unternehmen gibt es keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau..der ganze angebliche Unterschied relativiert sich, wenn man Teilzeitarbeit herausrechnet. Aber Herr Fratzscher muss natürlich auch die Sau (Gender) durchs Dorf treiben..

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Robert Mitchum 20.06.2016, 13:10
63. Guter Punkt

Zitat von Dualist
Bei uns in der Firma arbeiten Leute an ähnlichen Jobs dessen Gehälter von ERA 7 bis AT reichen. Unterschied ist einfach, dass es früher viel leichter war, mit einer bestimmten Quali eine hohe Bezahlung zu erreichen als jetzt. Keiner unserer ERA 7 Kollegen wird jemals so wie andere AT werden.
Bei "uns" genauso. Bestversorgte Altkader (meisten Männer), die vom akademisch gebildeten Fußvolk durchgefüttert werden. Mag statistisch einen Gehaltsvorteil eines Mannes innerhalb der Firma bedeuten, aber innerhalb einer Altersgruppe existiert der Pseudo-Vorteil definitiv nicht.

Und da diese Leute teure Altverträge haben und schlichtweg nicht gehen bzw. gegangen werden, wird sich diese Statistik nur über die Populationsbilanz langsam korrigieren. Was halt 15-20 Jahre dauern wird.

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marcw 20.06.2016, 13:11
64.

"Wenn Frauen in den vergangenen Jahrzehnten in traditionelle Männerberufe vorgedrungen sind, entwickelten sich die Löhne in diesen Branchen besonders schwach."

Das nennt sich Markt. Angebot und Nachfrage. Frauen drängen in ein Berufsfeld -> erhöhtes Angebot, niedrigerer Marktpreis. Das kleine 1x1 der Volkswirtschaft sollte man schon beherrschen, wenn man meint zu diesem Thema etwas beitragen zu müssen.

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florafauna 20.06.2016, 13:14
65.

Zitat von g0r3
Gleich ist hier wieder alles voll mit Statistikern, die von ihrer Wohnzimmer-Couch aus genau beurteilen können, dass die Gender-Gap nicht existiert. Grad nachdem sie damit fertig sind, Claudia Neumann die primitivsten Anschuldigungen an den Kopf zu werfen, da man es doch tatsächlich gewagt hat, eine Frau Fußball kommentieren zu lassen.
Ja, ich stimme Ihnen vollkommen zu.
In vielen Männerköpfen ist Lohngap nicht vorhanden.

Und: solange so ein Shitstorm über weibliche Fußballkommentatorinnen niedergeht, ist die Gleichberechtigung nicht abgeschlossen.

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123456789abc 20.06.2016, 13:15
66. Herr Fratzscher ist ein bedeutender Ökonom?

Bei so einem langen Text mit sowenig Zahlen hätte ich eher auf Soziologen getippt. Noch dazu, wenn man
Wissenschaftler als Machos abgewatscht werden, ohne sich mit ihnen empirisch auseinanderzusetzen.

Überhaupt, wenn Hr F. Interesse an einer sachlichen
Diskussion und nicht nur seinem politischen Weiterkommen hätte, dann würde es sich mit der zentralen Frage auseinandersetzen, warum die Wochenarbeitszeit von Frauen eben soviel kürzer ist -
gerade in D und nicht in anderen europäischen Ländern. Dann klingelt es vielleicht, dass man nicht Kollegen verleumden oder der Staat zu unsinnigen
Eingriffen in die Gehälter auffordern sollte. Stattdessen die Infrastrukturen schaffen, so dass Familie und Beruf vereinbar werden. Mit solch
langfristigen Konzepten ist der Spitzenökomom aber
wohl schoh überfordert.

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paulvernica 20.06.2016, 13:15
67. Betroffenheit

Zitat von DerAndereBarde
Selten so eine schlechte Erklärung von statistischer Signifikanz gelesen, von einem der es besser wissen müsste. Aber dann wäre die eigene Argumentation wohl rhetorisch insignifikant geworden. Kindergartenzoff zwischen Wirtschaftsinstituten?
Es gibt nicht nur eine Betroffenheitspolitik,Betroffenheitsjournalismus sondern offensichtlich auch eine Betroffenheitswissenschaft.

Ist das eigentlich so eine Art mentale Selbstbefriedigung ? Man sucht sich irgend eine vermeintliche Opfergruppe heraus, jubelt es in die Medien, erschafft Betroffenheit und die Politik ändert
die Gesetze.

Und dann glaubt man man sei ein Nachkomme von Robin Hood !!!

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nobby_l 20.06.2016, 13:16
68. Aber nein

Zitat von g0r3
Wenn wir alle den Beruf "wählen" würden, wären wir vermutlich alle hochbezahlte Vorstandsvorsitzende. Leider kann der Arbeitgeber, der die Stelle ausschreibt, einen sehr großen "Einfluss" auf die "Wahl" des eigenen Berufes haben. Ihr letzter Punkt dreht sich um den Punkt, ob man (übertriebenes) Selbstbewusstsein eher als die Stelle relevanten Fähigkeiten honorieren sollte. Ich sage nein. Schon alleine deswegen, da sich der Arbeitnehmer in der Regel ohnehin in einer Schwächeposition gegenüber dem Arbeitgeber befindet.
Auf keinen Fall wäre ich lieber hochbezahlter Vorstandsvorsitzender. Ich bin mit meinem Job ganz zufrieden. Ich sage eigentlich nur, dass sich die meisten Frauen einen eher niedriger bezahlten Job aussuchen. Und das ist dann eine freiwillige Entscheidung.

Mein letzter Punkt ist tatsächlich Ansichtssache. Wenn ich aber zum Beispiel eine Position im Vertrieb zu vergeben habe, suche ich mir den Menschen aus, der selbstbewusst auftritt und sich gut verkauft - in der Hoffnung, dass er dieses Selbstbewusstsein auch gegenüber den Kunden beweist.

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huebif 20.06.2016, 13:17
69. Warum werden falsche Dinge behauptet?

21% beträgt der Unterschied wenn man Vollzeit und Teilzeit vernachlässigt! Sonst ist der Unterschied "nur" 7%. Auch dieser wird noch kleiner, wenn man innerhalb von Branchen vergleicht. Bestimmte Branchen zahlen halt besser: Chemie, Auto, andere Ingenieurberufe... das liegt daran, dass dort i.d.R. die Wertschöpfung höher ist. Da wo der Staat besonders viel tun könnte, also in sozialen Berufen in Schule, Verwaltung und Krankenhäusern arbeiten besonders viele Frauen! Also hätte er die Chance dem Gap anzupassen. ... macht er aber nicht. ... er versucht sich mit Fingerpointing!

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