Forum: Wirtschaft
Generalabrechnung: Ackermann zerpflückt europäische Krisenpolitik

Falsch, spät, mutlos: In einer Grundsatzrede zu Europa rechnet Deutsche-Bank-Chef Ackermann mit dem Krisenmanagement der Euro-Staaten ab - und richtet einen dramatischen Appell an Bürger und Regierungen, nun endlich den Ernst der Lage zu erkennen.

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almabu! 02.12.2011, 14:55
60. Ackermann wird in einem halben Jahr weg sein

Zitat von antopus
...Er spricht für die Banken. Übersetzt für alle heißt das nämlich: "Liebe Merkelin, wenn du die Staatskohle nicht schnell genug herwirfst, tauschen wir dich und deine Mannen aus."
und am Zürichsee die Schwäne füttern! Der Schaden, den er durch die Deutsche Bank weltweit angerichtet hat, der wird uns "Hinterbliebene" um nicht zu sagen "Zurückgebliebene" noch lange Zeit beschäftigen.

Vielleicht sollte er zusammen mit Bernie Madoff in einer Zelle sitzen und ein paar Jahre sein Verhalten reflektieren?

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ricocoracao 02.12.2011, 14:56
61. Aus seiner Sicht..

..hat er ja recht aber wir wollen es nicht! Wir wollen demokratisch bleiben und alle Europäischen Nationen haben ein Recht darauf.. Diese EU ist absolut undemokratisch, kein Mensch will das, außer die Blutsauger.
Die sogenannten "EU Befürworter" wollen ein "neues Jugoslawien in Groß" und wo das endet weiss ja Jeder: Es sind dann die blutigsten & brutalsten Kriege.
Ein Fall wie Griechenland wäre früher anders verlaufen: Man hätte --freiwillig-- geholfen und hätte --Dankbarkeit-- geerntet. Nun erntet man nur Hass und hilft den Ertrinkenden soweit bis man selber absäuft.. Schöne neue Welt.

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häh? 02.12.2011, 14:56
62. Pfff

Ist schon lustig. Natürlich hat er recht mit dem, was er sagt. Aber das sind doch keine neuen Weisheiten. Diese Dinge hätten schon vor Jahrzehnten angegangen werden müssen, doch da hat es noch niemanden interessiert, weil die Geschäfte super gelaufen sind. Aber jetzt, wo es ans Eingemachte geht, stellt er sich hin und mahnt zur Eile. Muffensausen?

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robertll 02.12.2011, 14:56
63. Damals..

Als das 3te Reich zu Ende ging sagt der Führer: Die Deutschen haben mich verraten sie sollen alle sterben.
Heute sagt der mächtigste Bänker im Prinzip das selbe: Die Politik versagt und das Volk macht auch nichts.
Nun ja, nichts in seinem Interesse jedenfalls.

Uns sollte klar sein, das die Welt von Egomanen reagiert und kontrolliert wird, dennen Nichts aber auch gar Nichts an unseren Wohlergehen liegt. Vielleicht haben sie Angst, dass keine Brötchen mehr zum Frühstück kommen. Mehr aber nicht.

Weder Merkel noch Ackermann handeln im Interesse des Deutschen Volks. Vielleicht sind wir deshalb so betäubt. Vielleicht weil sie uns ein 70 Stunden Woche, bescheuertes Privatfernsehen und eine schlechte Bildung eingebrockt haben.

Machtmenschen scheiten immer an ihrer Macht. Was Deutschland will wird nicht gefragt, nur was die Investoren die ja eh ständig reicher werden, wollen, das wird uns jeden Tag gesagt.

Und ein Beispiel: Tut den einer was gegen die steigenden Kosten oder die Inflation? Nein im Gegenteil!

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peterhausdoerfer 02.12.2011, 14:58
64. Die VSE werden das Ergebniss der Krise sein

Zitat von mgerhard
Ackermann denkt in die richtige Richtung, aber nicht weit genug. Wir brauchen jetzt wirklich die Vereinigten Staaten von Europa mit ....
oder etwas ähnliches.
Die enormen Spaltkräfte die auf Europa einwirken zwingen es entgegengesetzte Kohesionskräfte zu entwickeln oder zu scheitern.
Die Finanzkrise wird enden, die Kohesionskräfte aber bleiben.

Vermutlich nennt sich das Gebilde noch EU aber mit der EU der Vergangenheit wird es wenig zu tun haben.

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Friedrich Wilhelm Preuß 02.12.2011, 14:58
65. mein Europa

Ackermanns Europa ist nicht mein Europa.

Mein Europa hat eine Verfassung, die aus zehn Artikeln besteht,
hat ein bürgerliches Gesetzbuch, das in allen Mitgliedstaaten gilt,
hat ein Strafgesetzbuch, das in der ganzen EU gilt,
hat ein Sozialgesetzbuch, s.o.,
hat eine Abgabenordnung, s.o.,
hat in allen Staaten dasselbe Steuerrecht!!

Ein Europa, dessen Völker FREIWILLIG zusammenfinden, und dies durch eine Volksabstimmung dokumentieren, hätte Zukunft.

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Trivalent 02.12.2011, 14:58
66. Genau

Zitat von Baikal
.. "Gewinn" hatte Ackermann seinen Aktionären für dieses Jahr in Aussicht gestellt und damit gezeigt, dass er von den wahren Ursachen für die Krise nichts verstanden hat. Ein Unternehmen mit einer derartigen Gewinnmarge "gewinnt" nicht, es raubt.
Sicher, man kann Alles aus verschiedenen Sichtwinkeln sehen, aber Ihre Schlussfolgerung dürfte in mehr als 90% die Stimmigere sein.
Merke: Getroffene Hunde bellen

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OlGa 02.12.2011, 14:58
67. Schneller

Zitat von mgerhard
Ackermann denkt in die richtige Richtung, aber nicht weit genug. Wir brauchen jetzt wirklich die Vereinigten Staaten von Europa mit allen Konsequenzen, die damit zusammenhängen.....
So wichtig und richtig das Ziel ist - es ist zu diesem Zeitpunkt unrealistisch. Obwohl Deutschland das vereinte Europa am stärksten prägen würde, wollen selbst die Deutschen ihre nationale Souveränität nicht aufgeben. Die kleineren Länder tun's aus genau diesem Grund schon gar nicht.

Etwas mehr Europäisches Denken würde hierzulande aber nicht schaden. Unsere Politik ist immer noch national - für uns dreht sich alles um Berlin. Auch die Krise wird national bewältigt (oder auch nicht). Europapolitik bemerken wir nur am Rande, kümmern uns kaum drum, ärgern uns nur über "die da" in Brüssel und anderswo. Politiker, die auf Landesebene scheitern, die schicken wir in die Europapolitik - erst der Bund, dann die Länder, dann Europa - das sind unsere Prioritäten.

Schnell wird's nicht gehen, aber langsam geht's anscheinend auch nicht mehr. Möglicherweise müssen wir erst spüren, wie weit nach unten es gehen kann.

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Litajao 02.12.2011, 15:00
68. Also verrückt finde ich das schon, auch als etwas Außenstehender.

Seit hunderten oder sogar tausenden von Jahren, eigentlich schon immer, haben sich einzelne Länder dagegen gewehrt, von anderen Ländern beherrscht zu werden.
Es gab unzählige Kriege, nur um die Unabhängigkeit, die Macht, die Einzigartigkeit der einzelnen Länder zu sichern.
Es gab Millionen von Toten.

Und nun kommt eine künstliche Währung, der Euro, und plötzlich sollen all die Ressentiments, all die tiefen Gräben, all das Misstrauen verschwunden sein.

Plötzlich sollen sich alle Europäischen Völker lieb haben, zumindest erst mal die Euro-Länder, sollen ihre Souveränität aufgeben, sollen sich vollkommen verschiedene Länder vereinigen, allein für den Mammon = Euro.

Wie bescheuert sind denn diese Leute, die solch einen Wahnsinn propagieren oder sind das die, die dann die anderen Länder beherrschen wollen?

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amidelis 02.12.2011, 15:00
69. jep

Zitat von sysop
Falsch, spät, mutlos: In einer Grundsatzrede zu Europa rechnet Deutsche-Bank-Chef Ackermann mit dem Krisenmanagement der Euro-Staaten ab - und richtet einen dramatischen Appell an Bürger und Regierungen, nun endlich den Ernst der Lage zu erkennen.

wo er Recht hat, hat er Recht. Und im Recht ist er auch noch. Das ist die Kurzzusammenfassung sämtlicher Mahnungen seit 3 Jahren. Und ob seine Bank sich bereichert hat oder nicht (was im Wesen dieses Systems liegt) ist hier unerheblich.

Der lügt im Moment weniger als ganz Berlin zusammen. Wenn die EU zerbricht werden wir Probleme kriegen, von denen wir nur vom Hörensagen kennen - soziale Unruhen, Geldentwertung, Massenarbeitslosigkeit, extremistische Gruppierungen, Werteverfall und Unsicherheiten, steigende Lebensmittelpreise, Wirtschaftskrisen und politische Bedeutungslosigkeit.

Was die europäischen Staatenlenker in den letzten 4 Monaten zusammengepfuscht haben ist ein schlimmeres Paket als alle Hypothekenschuldverschreibungen sämtlicher Bad Banks zusammen.

Mit Geld lässt sich kein Vertrauen erwerben - nur mit entschlossenem Handeln!!! Und beides ist in Europa knapp geworden.

ICH jedenfalls lege keinen Wert auf das Vor-Europa Europa mit seiner jämmerlichen Kleinstaaterei, Grenzkrämerei und seinen unablässigen Händeleien bis hin zu Kriegsgeschen.

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