Forum: Wirtschaft
Generationenstudie: Deutsche Senioren genießen das Alter
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Ältere Menschen in Deutschland sind sportlich aktiv, mobil, engagiert und zufrieden mit ihrem Leben. Das zeigt eine umfassende Befragung des Allensbach-Instituts. Materiell geht es der Seniorengeneration demnach so gut wie keiner vor ihr - und wohl auch keiner nach ihr.

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schreckgespenst 28.11.2012, 15:30
110. Blubb

Zitat von Schalke
Klar, vor allem die Heerscharen von Geringverdienenden, die aufstocken müssen, um überhaupt ALG2-Niveau zu haben. Die können noch so "schlau" sein, von nix kommt nix, wenn man kein Moos hat, sich "unabhängig" zu machen. Mit der Schröder'schen Agenda 2010 hat sich ein Phänomen aufgetan, auf das die Politik nicht im Ansatz eine Antwort weiß. Zum einen die Aufstocker, zum anderen die gebrochenen Lebensläufe, die es vorher in dem Maße nicht gab. In 20-30 Jahren werden wir eine Generation Rentner haben, die 40 oder 45 Jahre Vollzeit geschafft haben, es aber für private Vorsorge nie gereicht hat.

Die Agenda hat die Problematik der gebrochenen Lebensläufe erst ans Licht gebracht. Dabei muss man zwischen freiwillig und unfreiwillig gebrochenen Lebensläufen unterscheiden. Wer freiwillig das Erwerbsleben unterbricht um " sich selbst zu verwirklichen" wird nun klarer von den Konsequenzen getroffen, als in früheren Jahren.

Bei der zukünftigen Rentenproblematik muss man wiederum differenzieren. Es wird eine Generation geben, die sehr schwer den Turn around in die private Vorsorge schaffen wird (Die derzeitige Generation 35+).
Die jüngere Generation versäumt stellenweise durch eigenes Verschulden die private Absicherung. Viele meiner Freunde starten aktuell ins Berufsleben bzw. sind seit 1-2 Jahren berufstätig. Die meisten sorgen trotz guter Bezahlung nicht vor, weil sie für sich entscheiden das Geld derzeit zu "verleben". Einerseits verständlich nach einer Zeit (Studium/Ausbildung) mit wenig verfügbaren einkommen. Andererseits bringt die Vorsorge in jungen Jahren durch den Zeiteffekt die höchste Rendite, selbst wenn es nur wenige 100 Euro pro Monat sind..

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karlomari 28.11.2012, 15:30
111. Die armen Beamten

Zitat von herbert
im übrigen müssen die Beamten den vollen Krankenkassensatz zahlen. Die Rentner nur einen kleinen teil. Zudem werden die Beamtenpensionäre voll versteuert! Lieber Schreiberling bitte kein Neid aufkommen lassen. Sie hätten ja auch im mittleren Dienst bei der Polizei anfangen können und laufend am Wochenende Dienst schieben.
Die Rentner müssen ihre Rente auch jetzt schon versteuern lassen, bekommen aber keine 13 Renten und haben ihre eigene Rente mitfinanziert, was man von den Beamten nicht behaupten kann.
Es gibt genug Rentner die auch Schicht gearbeitet haben und trotzdem nur eine mickrige Rente beziehen.
Wir sollten uns doch nichts vormachen, Pensionäre sind Renter mit einem goldenen Handschlag bei der Verabschiedung.

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hr_schmeiss 28.11.2012, 15:34
112. ...tja, das ist schon erstaunlich...

Zitat von roland56
... immer am Besten: Teile und Herrsche sowie Brot und Spiele. Hat schon immer gut funktioniert um das Volk mit sich selbst beschäftigen zu lassen. Feudalherrschaft vom Feinsten.
Wie bereitwillig auch viele das Wörtchen "Generationenkonflikt" übernommen haben.
Komisch, wenn man ein Baby füttert, die Kleinen in den Kindergarten bringt oder überteuerte Klamotten kauft, dann redet keiner vom "Generationenkonflikt". Warum ist das Alter bloss zum Konflikt geworden?

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vielflieger_1970 28.11.2012, 15:37
113.

Zitat von return33
erster Schritt wäre endlich Renten bei 2500 Euro brutto zu deckeln (Penisionen im Netto dann aufs gleiche) - das "Zuviel" vom oberen ende könnte man nutzen um unten aufzufüllen.
Deckeln Sie doch auch noch die Einkommen, und schon haben wir Sozialismus pur! Ich bezahle seit sehr vielen Jahren den Hoechstbeitrag ins System und finde es daher auch gerecht, spaeter eine entsprechend hohe Altersversorgung zu erhalten. Schliesslich arbeite ich auch u.a. dafuer.

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katzenheld1 28.11.2012, 15:37
114. Der Unterschied zwischen Rentner und Pensionären

Zitat von sysop
Ältere Menschen in Deutschland sind sportlich aktiv, mobil, engagiert und zufrieden mit ihrem Leben. Das zeigt eine umfassende Befragung des Allensbach-Instituts. Materiell geht es der Seniorengeneration demnach so gut wie keiner vor ihr - und wohl auch keiner nach ihr.
In diesem Artikel wird nur über die Pensionäre berichtet, nicht aber über Rentner (wahrscheinlich eine kleines Wissensdefizit beim Allensbach-Institut, offensichtlich kennen die dort den Unterschied gar nicht).
Die durchschnittliche Regelaltersrente betrug 2011 in den alten Bundesländern für Männer EUR 746 und für Frauen EUR 353. In den neuen Ländern EUR 1.118 für Männer und EUR 653 für Frauen (Quelle: Deutsche Rentenversicherung).
Durchschnittlich EUR 2.200 erhalten Pensionäre, und das ist schon verdammt viel. Aber an die Beamtenpensionen wagt sich ja keiner der gutversorgten Politikerbeamten heran.

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hauser kd 28.11.2012, 15:42
115. die höchsterreichbare Rente

Zitat von MrGold
Die prozentualen Steigerungen der Renten sind der Grund für die wachsende Ungleichheit auch bei Rentnern. 5% von 700€ sind nunmal wesentlich weniger als 5% von 3000€. Warum nicht einfach mal eine Rentenerhöhung um pauschal 100 € für jeden Rentner (der weniger als 2000€ bekommt :) )
ist ca. 2500€. Das ist aber ein theoretischer Wert. Ich hätte (Versorgungsausgleich) nach 49J 9M, davon ca 30J Höchstbeitrag, ~2350€.

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idealist100 28.11.2012, 15:42
116. Richtig

Zitat von verdi49
Mit diesen unsäglichen Neiddebatten will man nur von den zukünftigen Zahlungen des Staates an die Pensionen seiner Staatsdiener ablenken, SPON mischt hier auch noch kräftig mit. Eine Frage darf noch erlaubt sein: Wann haben die heutigen Senioren mit der Einzahlung in die Rentensysteme begonnen und wann denn endlich tun das die heutigen Schulabgänger?
Bei den Pensionen rollt ein Schuldenberg von ca. 5.000 Milliarden also 5 Billionen € an Verbindlichkeiten auf den Steuerzahler zu. Viel Spass.

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peddersen 28.11.2012, 15:43
117.

Zitat von Adam_Sapfel
Hier im Forum kann jammern wer will, den Rentnern geht es gut und das ist auch richtig so, denn die haben nach dem Krieg den Spaten in die Hand genommen, damals gab es kein Hartz 4, keine Wohnung auf Kosten der Allgemeinheit, keinen Lohn fürs Nixtun und Rumhängen und eine 6 Tage Arbeitswoche. ....
Den Spaten in der Hand hatten nur manche - wie z.B. meine Eltern. Die andern ließen sich in den späteren Jahren im Fernsehen als die feiern, die Deutschland wiederaufgebaut haben.
Und damals gab es kein Hatz IV, dafür für praktisch jeden eine Arbeit für auskömmlichen Lohn - und die gesellschaftliche Anerkennung traf den Bauunternehmer genauso wie den Hilfsarbeiter. Und die Preise waren entsprechend - und klar war immer - nächstes Jahr gibts mehr.

Und damals gab es auch keine nichtsnutzige "Unternehmer", die ein Geschäft aufmachen konnten, ohne den Leuten ein Gehalt bieten zu müssen, da ja der Staat aufstockt.

Und es gab keine Regierung, die mit Hartz IV und anderen Stillhalteprämien dafür sorgen musste, daß sie nicht abgefackelt wird ob ihres verbrecherischen Tuns.

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idealist100 28.11.2012, 15:46
118. Sie haben

Zitat von karlomari
Die Rentner müssen ihre Rente auch jetzt schon versteuern lassen, bekommen aber keine 13 Renten und haben ihre eigene Rente mitfinanziert, was man von den Beamten nicht behaupten kann. Es gibt genug Rentner die auch Schicht gearbeitet haben und trotzdem nur eine mickrige Rente beziehen. Wir sollten uns doch nichts vormachen, Pensionäre sind Renter mit einem goldenen Handschlag bei der Verabschiedung.
noch vergessen, 71 % vom "letzten" Brutto und nicht < 50% von dem gesamten Arbeitsleben.

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makro72 28.11.2012, 15:50
119. Die Zeitbombe tickt schon

laut Thüringer Allgemeine von heute werden die Ausgaben für Beamtenpensionen bis zum Jahr 2030 von 90 Millionen Euro auf 760 Millionen Euro steigen, sich also verachtfachen. Die Zahlen auf die Kommunen, Bundesländer und gesamte Bundesrepublik bezogen dürften ähnlich ausfallen. Man kann sich relativ sicher sein, dass bis dahin die Beamtenpensionen nicht mehr annähernd auf ähnlichen Niveau liegen werden wie heute und dass den Beamten zudem die private KV auf die Füsse fallen wird. Die Demografie erledigt bei Erwerbsrentnern den Rest. Da auch private Vorsorge immer bei den Finanzinsituten landet, deren Dasein schon einmal vom Steuerzahler gerettet wurde und die aufgrund der weltweiten Finanzlage (Bankenkrise, Staatsschulden, inflationäre Geldpolitik, Wachstumszwang), letztlich auch nicht sicherer sind als ein Fach im Nachtschrank, ist auch diese Option ein Totalausfall. Ergo: die heutige Generation der 30-40jährigen wird, bis auf wenige Ausnahmen, kollektiv verarmen.

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