Forum: Wirtschaft
Generationenstudie: Die glücklichen Alten
DPA

So gesund und abgesichert waren Senioren nie in Deutschland. Das zeigt eine umfassende Befragung des Allensbach-Instituts. Das dürfte sich bald ändern.

Seite 1 von 25
observerlbg 01.03.2017, 13:13
1. Das dürfte sich bald ändern!

Genau, Mutti, Vati, freud euch. Wir dürfen später "aufstocken". Dank der Auswirkungen von Agenda 2010, Niedrigzinspolitik und der Abschöpfung von Kapital durch die High Society. Und der Versäumnisse der Kohladministration in den Neunzigern. Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Na, vielleicht gibts später ja ne Lösung für mich wie bei Soilent green, freu mich schon drauf.

Beitrag melden
Fxxx 01.03.2017, 13:14
2. Wer zahlt das alles?

Ich als junger Arbeitnehmer muss mehr als die Hälfte meines Einkommens für Steuer und Sozialabgaben lassen (Arbeitgeberanteil mit eingerechnet). Ca. 1/5 ist dabei allein die Rentenversicherung. Nebenbei muss ich noch privat vorsorgen, weil die Rentenkasse leer sein wird, wenn ich mit 70 Jahren in den Ruhestand gehe.
Schade dass die jüngere Generation keine Zeit hat, sich politisch gegen die älteren Menschen zu wehren, die in der Mehrheit sind und in Saus und Braus leben, ohne viel vorgesorgt zu haben.

Beitrag melden
Olaf 01.03.2017, 13:16
3.

Die heutigen Alten haben aber auch nicht bis 30 studiert, davon einen Teil im Ausland. Sie hatten kein Erziehungsgeld und keine 3 jährige Erziehungszeit. Was den Westen betrifft, mussten sie auch ohne Kitas und Kindergärten auskommen. Trotzdem bekamen sie mehr Kinder, als die jungen heute.

Man muss das ganze Leben betrachten, wenn man an die Altersversorgung denkt.

Auch wenn bei der Stimmungsmache heutzutage viel Zweckpessimismus dabei ist. Ich glaube nämlich nicht, dass es so schlimm wird.

Wieviele Beitragszahler einmal die heutigen Jungen im Alter finanzieren müssen, liegt übrigens ganz bei den jungen Leuten. Das Kinder kriegen müssen sie schon selber hinbekommen, dass können die Alten nicht auch noch für sie erledigen.

Beitrag melden
benny_na_lievo 01.03.2017, 13:16
4. @1.

Ja, die jungen Familien zahlen für die Kreuzfahrt, und das ist richtig so, ich tue das gern, haben doch die Rentner früher im aktiven Erwerbsleben für sie gesorgt. Das Problem ist eher, das die junge und die mittlere Generation wegen stagnierender Einkommen bei steigender Produktivität die Unternehmensgewinne mehrt, und diese bringen den Rentenkassen nichts. Darum bleibt den Jüngeren immer weniger, und nicht wegen der Rentner. Und darum werden die Jüngeren später schmale und auseinanderklaffende Renten haben.

Beitrag melden
_Nordlicht_ 01.03.2017, 13:20
5.

Die beschriebenen haben auch zum gro nur die Regelabgaben bezahlt im rahmen der Lohnsteuer etc..
Man selber (also Rente im besten Fall noch 30+ Jahre entfernt), sogar im besseren Segment hat natürlich zusätzlich noch private Absicherung etc und ballert incl. privater Rentenvorsorge und BU für den "Rentenfall" z.T. an die 200 extra raus, nur um im Alter ähnlich dastehen zu können.
Ist aber auch meckern auf hohem Niveau (schlimmer wohl für all die Leute die sich das nicht leisten können)

Artikel vergisst aber auch genug Rentner die weniger Kreuzfahrtlastig sind...

Interessant wohl auch, dass man noch viele Rentner hat die aus klassischen Situationen kommen (Ehe), gefühlt werden das in kommenden Generationen auch mehr "Singlerentner", was finanziell wohl auch schwieriger sein dürfte für solche Personen (Miete /2 ist immernoch weniger als /1).

Beitrag melden
reflexxion 01.03.2017, 13:22
6. Das ist aber eine bösartige Trivialisierung

kann man mit einem Experimnent vergleichen: rechte Hand in kochendes Wasser, linke Hand in Eiswasser -> Ergebnis alles Prima, weil es im Durchschnitt eine realtiv angenehme Temperatur ergibt - wie es den beidenHänden dabei geht ist wohl Nebensache.

Was soll dieser alberne Versuch der Union Wahlhilfe zu leisten? Allensbach ist traditionell nicht neutral sonder Unions-Nah.

Interessanter wäre doch die Frage wie geht es den Rentnern, die gerade in dieser Zeit ihre ersten Rentenzahlungen bekommen - denn das wird in Zukunft auch nicht mehr werden eher weniger.

Wer hat denn weit über 2400 Euro im Monat Rente? Ganz einfach, meine 92-jährige Mutter zum Beispiel, ihre Rente setzt sich aus Angestelltenrente aus öffentlichem Dienst (nicht Beamter), Zusatzversorgungskasse und Witwenrente zusammen.

Mein Gegenbeispiel ist meine Rente, dank später Scheidung von einer Frau die praktisch nie gearbeitet hat blieb mir nur etwas mehr als die Hälfte. Das sind dann ca. 820 Euro, ohne meine auch "fair" geteilten betrieblichen Zusatzrenten stände ich noch dümmer da, so kommen da noch mal 197 Euro dazu. Von den Zusatzrenten wird auch freundlicherweise der volle Krankenkassenbeitrag sowie Pflegeversicherung abgezogen, bei der normalen Rente ist das nur der halbe Krankenkassensatz. Ich hab das hier schon rausgerechnet.

Das Problem ist nur, das man nur sehr schlecht von etwas über 1000 Euro leben kann, da darf nichts schiefgehen. Ich muss ja alles so bezahlen wie jemand der einige tausend Euro verdient, also Rundfunkbeitrag (besser bekannt als GEZ-Abzocke), Zuzahlung zu Medikamenten, dazu Strom, Telefon und wenn man das noch hat so was wie Haftpflicht- und Hausratversicherung. Ich habe keine extra Versicherung, schon früher hatte ich keine und das aus Prinzip.

Nach Abzug meiner relativ niedrigen Miete bleibt da weniger als die Hälfte übrig. Ich habe ja nie Hartz IV bekommen, aber jetzt liege ich irgendwie schon verdammt nah an der Grundsicherung.

Wie sagt der alte Spruch, zum sterben zu viel - zum leben zu wenig. Alos ich kann die Überschrift dieses Artikel nur unter extrem zynisch und absolut bösartig abheften. Da sollte der Spiegel etwas mehr auf Distanz zu den gefakten Zahlen gehen. Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefäschst hast!

Beitrag melden
observerlbg 01.03.2017, 13:22
7. DAS halte ich für ein Gerücht.

Zitat von bronck
Das heutige Rentner regelmäßig in Saus und Braus leben, passt aber nicht wirklich zur Mär der Altersarmut allerorten. Da sollte man schon auf Konsistenz der Geschichte achten. Was auch keiner hören will ist, dass die Alten diesen Lebensstandard auf Kosten der Jungen genießen. Keine Bevölkerungsgruppe hat so wenig verfügbares Einkommen wie junge Familien. Die bezahlen nämlich für die Kreuzfahrten...
Nein, die jungen Familien zahlen nicht für die Kreuzfahrten. Suchen Sie die Ursachen für die geringen Einkommen junger Familien mal an der richtigen Stelle und machen Sie hier keinen neuen sozialen Kriegschauplatz auf, Alt gegen Jung.

Beitrag melden
Maverlized 01.03.2017, 13:26
8. Generationenvertrag ...

Zitat von bronck
Das heutige Rentner regelmäßig in Saus und Braus leben, passt aber nicht wirklich zur Mär der Altersarmut allerorten. Da sollte man schon auf Konsistenz der Geschichte achten. Was auch keiner hören will ist, dass die Alten diesen Lebensstandard auf Kosten der Jungen genießen. Keine Bevölkerungsgruppe hat so wenig verfügbares Einkommen wie junge Familien. Die bezahlen nämlich für die Kreuzfahrten...
... heißt das Stichwort.
Und verbrochen hats der Adenauer mit deiner Bemerkung: "Kinder kriegen die Menschen immer".
Das kann man den heutigen rentnern aber nicht anlasten. Sie haben ja auch die Rente der vorigen (Nachkriegs-)Generation bezahlt. Es ist überhaupt so eine Sache, die Aufwendungen für den sozialen Ausgleich (hier zwischen den Generationen) gegeneinander aufwiegen zu wollen.
Ihr Lebensstandard heute gründet sich natürlich auf Ihre Arbeit und das Einkommen dafür. Aber die Rahmenbedingungen dazu (Demokratie, Frieden, Infrastruktur, Industriealisierung, Kindergärten, Bildung, Kultur, ...) haben die Generationen vor Ihnen geschaffen - auch, damit Sie mit Ihrem Geld überhaupt etwas anfangen können.
Es ist sehr ungerecht, der heutigen Rentnergeneration das politische Versagen der letzten 30 Jahre anzuhängen, gegen den demografischen Wandel etwas zu unternehmen bzw. die Sozialsysteme daran anzupassen.
Ich selbst habe übrigens noch bis 67 zu arbeiten und beschwere mich nicht, dass meine Eltern ihren Ruhestand sehr genißen können.
Sind Sie vielleicht ein wenig neidisch?

Beitrag melden
spontanistin 01.03.2017, 13:28
9. Mal wieder

Journalisten scheinen in der Mehrzahl nicht die Grundlagen der Statistik verstanden zu haben. Entscheidend und aussagekräftig ist bei einer in der Regel nicht der Normalverteilung (Gauss) entsprechenden Verteilung nicht der Mittel-(Durchnitts-)wert. Aussagefähiger ist der Medianwert im Zusammenhang mit der Standardabweichung. Im Grund ist aber allein die Verteilungskurve aufschlussreich. Und hier zeigt sich die enorme Spreizung der Altersbezüge, erst recht, wenn man auch noch die Pensionen mit einbezieht. Wie sähe die Situation aus, wenn man nur das verfügbare Einkommen der Rentner betrachtet, die kein Wohneigentum haben?

Beitrag melden
Seite 1 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!