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Geplante Abstandsregel für Rotoren: Windjammer
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Die von Wirtschaftsminister Altmaier geplanten Mindestabstände von Windrädern zu Wohnhäusern sorgen für Streit in der Koalition. Das Vorhaben gefährdet nicht nur eine Branche - sondern auch die Energiewende.

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MisterD 21.11.2019, 15:51
1. Wenn wir in Deutschland in 10 Jahren noch im Wohlstand leben wollen...

trotz Energiewende, Mobilitätswende, mehr Konkurrenz aus Asien, usw...
... dann müssen wir zu folgendem Prinzip übergehen:

Wer etwas nicht will, muss eine gleichwertige Alternative vorschlagen. Kann er das nicht, muss er damit leben oder er bekommt die Dienstleistung, die er verhindert, nicht mehr oder zu einem deutlich höheren Preis...

Kurz und knapp:
Wer keine Windräder vor der Tür haben will, muss eine gleichwertige Alternative vorschlagen, wo der Strom sonst herkommen soll. Allerdings nicht in der Form, dass der Tübinger sagt "Baut die Windräder doch in Reutlingen".

Wenn man keine Windräder will, dann muss seinen Strom eben selbst produzieren, der Hausanschluss wird dann halt stillgelegt.
Das gilt für einzelne Haushalte, kann aber auch für Bundesländer gelten. Wenn Bayern keine Windräder und keine Trassen aus dem Norden haben will, dann müssen die Bayern sich halt selbst umschauen, wie sie ohne Kohle und Kernkraft noch Strom produzieren wollen.
Kann uns im Norden egal sein...

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chefmacher 21.11.2019, 15:52
2. Was ein Gejammer...

Da werden von der Braunkohleindustrie ohne zu fragen, die Einwohner diverser Orte Zwangsenteignet...
Dann wird das Klima mit der Verbrennung der Braunkohle zerstört...
Und dann wird bei Windkrafträdern über die Abstände zu Ortschaften so ein polemisches Geschwätz veranstaltet...
Gehts noch?

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itzenflitz 21.11.2019, 15:56
3. Wir haben

schlichtweg keinen Bedarf an zusätzlicher Windenergie. So lange bezahlbare Speicher und Energiefreileitungen fehlen und der Anteil an der Versorgungssicherheit auf Grund fehlender Grundlastfähigkeit bei unter 10% liegt.
Im übrigen gibt es eine klimafreundliche Alternative, die zudem kein Konflikte mit dem Artenschutz hervorruft. Die Alternative heißt Atomkraft.

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social10 21.11.2019, 15:56
4. Es ist nun mal laut.

Schon mal in der Nähe eines Windrads gewohnt? Gerade die neuen großen machen sehr störende flapp, flapp Geräusche. Das drückt schon sehr auf die Psyche wenn der Wind gut steht. Da wohne ich jetzt lieber an einem der größten Bahnumschlagplätze der Region, da ist wenigstens nachts fast nichts los und man kann entspannt schlafen und tagsüber hört man nur mehrmals in der Stunde einen Zug.

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vox veritas 21.11.2019, 15:59
5. Es geht noch einfacher

Man kann auch ganz einfach die eigenen Ansprüche reduzieren und unnötige Stromverbraucher abschaffen.

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syracusa 21.11.2019, 16:01
6. die wenigsten Klagen und Beschwerden gibt es

Die wenigsten Klagen und Beschwerden gibt es dort, wo die meisten Windräder stehen: in Schleswig Holstein. Alle Gründe, die zu Beschwerden der Anwohner oder gar zu Klagen vor Gericht führen, sind eigentlich nicht tragfähig:

Lärm: der Lärmpegel der Windkraftanlagen ist auch in 500 Meter Entfernung weit niedriger als der der üblichen Haushaltsgeräte wie z.B. Kompressoren von Kühlschränken

Infraschall: der durch Windkraftanlagen verursachte Infraschallpegel liegt weit unter dem üblicher Hauhaltsgeräte und sogar unter dem von Wäldern. Im Übrigen dürften die Beschwerden über Infraschall nur ein Ergebnis des "Nocebo-Effekts" von Gegnern der Energiewende sein.

Schattenwurf: in 500 Metern Enfernung gibt es nach Süden selbst bei tiefststehender Sonne im Winter keinen Schattenwurf auf's Haus mehr

Wertminderung: Ja, der Wert der Immobilie kann durch nahe gelegene Windkraftanlagen gemindert werden. Aber der wird auch durch andere Infrastrukturprojekte gemindert. Damit muss jeder leben, der nicht alleine auf der Welt lebt.

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k.u.m. 21.11.2019, 16:01
7. Energiewende-Wahnsinn

Die sogen. Energiewende war schon bei ihrer Ausrufung eine der fatalsten politischen Entscheidungen der letzten 40 Jahre. Denjenigen, die derzeit so vehement für das Zupflastern unserer Landschaft mit monströsen Windrädern eintreten, sollten verpflichtet werden, selbst 5 Jahre lang in unmittelbarer Nähe einiger Windräder zu leben. Wenn sie nach 5 Jahren immer noch für die Verschandelung von Wald, Feld und Wohngebieten eintreten, dann kann man sie zumindest ernst nehmen - und sei es als einen Fall für ärztliche Behandlung.

Herr Hofreiter warnt vor der "Zerstörung einer Schlüsselbranche". Diese Branche entstand aber erst durch eine politische Fehlentscheidung - geleitet von der Sorge der Bundeskanzlerin, die CDU könne die damals anstehende Wahl in Baden-Württemberg verlieren. Geholfen hat es der CDU bekanntlich nicht, aber der Hofreiterschen "Schlüsselbranche". Ich warne hingegen vor einer Zerstörung unseres Lebensraumes.

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BellSouth 21.11.2019, 16:02
8. Verlogen

Jeden einzelnen Gegner der Abstandsregelung sollte man für 2 Jahre, samt der kompletten eigenen Familie, in 500m Abstand zu Windrädern wohnen lassen! Ich bin gespannt ob 1stens diese Familien dann noch zusammen leben, sprich existent sind und 2tens ob diese Damen und Herren dann noch immer ihre Lobby-Meinung vertreten! Sorry aber ein solch unverschämtes Mass an Verlogenheit von dieser Lobby hat selbst die Autobranche nicht gebracht!

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kenterziege 21.11.2019, 16:02
9. Das ist, wie bei der Pendlerpauschale eine Stadt-Land .....

.....- Auseinandersetzung. Ich bin auf der Seite derer, die eine unterbaute Landschaft haben wollen. Das hätte man vorher wissen können. Einfach mal hochrechnen, wieviel Windräder man braucht, um konventionelle Energie zu ersetzen. Dabei bleibt Windenergie volatil. Man kann ja auch mal zugeben, daß die gesamte Energiewende für eine Kugel Eis pro Woche gescheitert ist!

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