Forum: Wirtschaft
Geplante Volksabstimmung: Griechischer Premier entsetzt Europa

Die Börsenkurse stürzen ab, EU-Minister zeigen sich empört, selbst ein Euro-Aus für Griechenland ist plötzlich im Gespräch - weil die Regierung in Athen das Volk über den Rettungsplan der Europäer abstimmen lässt. Was treibt Premier Papandreou?

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DerBlup 01.11.2011, 12:32
140. Ich finds schön!

Endlich wieder ein bisschen Demokratie.
Und wenn sich Dax und Banken ärgern, freue ich mich!

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hurgelwurg 01.11.2011, 12:32
141. rechte und pflichten

Zitat von snoozer
warum ist Europa entsetzt, wenn die Griechen über ihr eigenes Schicksal entscheiden wollen? Ist doch toll, dass endlich mal die Leute gefragt werden. Das zeigt aber auch, wie wenig Demokratieverständis in Wirtschaft und Politik vorherrscht.
Dann brauchen die Griechen auch nicht entsetzt sein wenn es keine Kohle mehr gibt.
Wenn man (Europa) vorher Sicherheiten abgibt weil man sich drauf verlässt das Griechenland seine Schulden abbaut, fühlt man sich zurecht verarscht wenn Griechenland am Ende von diesem Schuldenabbau nix mehr wissen möchte. Und darauf wird es hinaus laufen!
Die Griechen haben das recht zu wählen was sie wollen, wir haben aber auch das Recht nicht alles bezahlen zu müssen.

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tbms 01.11.2011, 12:33
142. Nicht so schnell...

Zitat von sikasuu
. Das, was in Griechenland geschieht, geschehen muss ist nur dann möglich wenn eine STABILE Mehrheit der Bevölkerung dahinter steht. Es geht dort doch nicht mehr im "virtuelle" Staatsschulden, da geht es massiv an die eigene Geldbörse, Rente, den Arbeitsplatz....
Ich stimme Ihrem Beitrag zu AUSSER dass ich eine Volksabstimmung zu diesem Zeitpunkt für Augenwischerei und heuchlerisch falsch halte.
Der Zeitpunkt, dass man der EU erklärt, man würde über die Annahme von Rettungsgeldern basis-demokratisch abstimmen hätte VOR den allerersten Verhandlungen zu den Griechenlandhilfen liegen müssen und der besagte Volksentscheid hätte VOR der Annahme der allerersten Griechenlandhilfen liegenb müssen.
Außerdem hat Papandreou noch nichts über die Konsequenzen eines "neins" zum Rettungsschirm verlauten lassen.
Will er dann aus der EU austreten? Oder nur aus dem Euro (damit seine Bürger noch freie Ortswahl in der EU haben) oder will er dann einfach im Euro bleiben und die EU um bessere Konditionen erpressen? Die EU hat sich schon mit Milliarden für die Griechen verbürgt. Melden diese nun Insolvenz an, müssen sie diese Bürgschaften auch bedienen. Den schwarzen Peter hat nun anscheinend das griechische Volk. Papa kann nur noch gewinnen: entweder er bekommt das Volk hinter den Rettungsschirm und spart, oder es ist eben insolvent und muss auch sparen, wird aber von vielen EU Bürgern, sobald diese merken, auf wessen Kosten das Spektakel ging, verachtet werden.

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mrblond1981 01.11.2011, 12:33
143. Po Pofalla

Zitat von brasilpe
Ist dieser Freiheitsfeind Pofalla eigentlich immer noch Liebling der Bundeskanzlerin?
Höchstens von Kurt Köster und Co.
Wollte der Herr nicht mal eine Pro Pofalla Initiative starten?
Scheint wohl nix draus geworden zu sein.

http://forum.spiegel.de/showthread.p...52#post8850552

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malneanderesichtweise 01.11.2011, 12:34
144. worüber stimmen die Griechen eigentlich ab?

habe ich das richtig gelesen, die Griechen stimmen darüber ab ob sie die Sparmaßnahmen mittragen oder nicht? Wenn dem so ist, finde ich das durchaus in Ordnung. Nur bleibt dann für mich die Frage offen, was passiert wenn sie mit "nein" stimmen. Wird dann das Geld trotzdem gezahlt und die Banken müssen Griechenland ihre Schulden trotzdem erlassen?

Welche Gegenleistung bzw. guten Willen bietet das Land den anderen Staaten?

Noch eine Frage die ich noch nicht verstanden habe, warum werden die Millarden die Deutschland zahlt, nicht dazu verwendet im eigenen Land die Auswirkungen abzufedern, die durch den Ausstieg Griechenlands entstehen würden?

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bauagent 01.11.2011, 12:34
145. Papandreous Taktik!

Zitat von lubinca
Die Presse finanziert sich heutzutage fast ausschließlich über Werbung, nicht mehr über den Verkauf von Zeitungen oder Magazinen. Da kann wohl niemand glauben, dass die Journalisten wirklich schreiben dürfen, was sie wollen. Die .....
Zitat SPON:
"Griechenlands Regierungschef hat überraschend angekündigt, die eigene Bevölkerung über das Euro-Rettungspaket abstimmen zu lassen."
Huch, was geht denn in Griechenland ab, läßt man etwa ein Volk darüber entscheiden, ob die Hochfinanz und Industrieoligarchie sich die Taschen weiter voll stopfen darf? Zu Lasten von 1.000,-- € Lohnsklaven, die dann in Zukunft für 500,-- € ihr Dasein fristen sollen, weil zum Systemerhalt die anderen 500,-- € ( als Zinsdienst ) gebraucht werden?

Das Zitat der SPON zeigt die Menschenverachtung, die heute ein Maß erreicht hat, dass man ohne Prophet zu sein konstatieren kann, es ist die Endphase einer überdehnten Situation, die so kaum weitergehen kann.

Über die 600 Mrd., fast doppelt soviel wie der Staat schuldet, die nur ein paar Familien unter EU Duldung außer Landes geschafft haben, redet keiner dieser elitären, gierigen und abgrundtief dummen Schmutzfüße.

Hat jemals einer dieser " Nazi-Kontrolleure " geprüft, warum Papandreou in 2009 die Hellenic-Bank angewiesen hat, CDS für 800 Mio. an eine Gesellschaft zu verkaufen, deren Eigentümer unter anderem sein Bruder ist? Diese CDS sind bei einer Pleite schlappe 27 Mrd. wert.

Liebe SPON Mitarbeiter, das kann man zwar nicht bei Reuters abschreiben, aber leicht recherchieren.

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weltbetrachter 01.11.2011, 12:34
146. vorher nachfragen hilft ... !

Bevor man sich künftig aufmacht um Staaten zu retten, muß man diese fragen ob die das überhaupt wollen. Mag komisch klingen, ist aber wohl so.
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Hätten wir das alles vorher gewußt, wäre uns der Transfer von vielen Steuermilliarden erspart geblieben. Was bleibt also übrig von all den vollmundigen Reden der Frau Merkel und des Herrn Schäuble im Bundestag. Weniger als heiße Luft.
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Dabei ist es ja nicht das erste mal, das Griechenland seinen Rettern in den Rücken fällt. Da gab es doch diese Sache mit dem "Pfand für Hilfen". Vielleicht erinnert sich jemand noch daran. Das ist noch gar nicht so lange her.
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Solidarität in Europa ist wohl doch nur eine Einbahnstraße, die mit Steuergeld gepflastert ist.

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christian.steinmetz 01.11.2011, 12:34
147. ‎..., seit langem das Beste, was dieser "Krise" passiert ist,...

Und alle europäischen Staatschefs outen sich als Diktatoren. Kriegt er aber wider Erwarten eine Zustimmung, ist das für Griechenland besser als alles andere zuvor.

Und wenn nicht, sie werden nicht am nächsten Tag tot umfallen. Vielleicht ein paar gierige Bankchefs, die sich schon gefreut hatten, ihre Verluste über die Steuer abzuschreiben, es ihnen wieder nicht gelungen ist, sich widerstandslos zu bereichern und ihre Luftgeschäfte in Bares umzuwandeln.
Auf jene können wir getrost verzichten.

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GR46 01.11.2011, 12:34
148. Nein,

Zitat von KnoKo
Was Papandreou da treibt, bezeichnet man wohl landläufig als "Selbstmord aus Angst vor dem Tod".
sondern Papandreou wendet Aspekte der Spieltheorie praktisch an: Ein kluger Zug, denn was sollen die Euroretter dagegen einwenden, die so große Angst vor dem Scheitern des Euros haben und den Unsinn verbreiten "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa.". Diese Strategie eröffnet die Chance, dass GR auch ohne Sparmaßnahmen "gerettet" werden wird, denn an Verträge haben sich die Länder der Eurozone in der Vergangenheit kaum gehalten.

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Adam Weishaupt 01.11.2011, 12:34
149. Opfer der eigenen Propaganda

Zitat von sysop
Die Börsenkurse stürzen ab, EU-Minister zeigen sich empört, selbst ein Euro-Aus für Griechenland ist plötzlich im Gespräch - weil die Regierung in Athen das Volk über den Rettungsplan der Europäer abstimmen lässt. Was treibt Premier Papandreou?
Die Presse hat es mal wieder geschafft, zum Opfer der eigenen Propaganda zu werden: Nur weil sie permanent reißerisch über die Unruhen berichten, glauben Journalisten inzwischen selbst daran, dass die Mehrheit der Griechen gegen den Plan sind. Das Gegenteil ist der Fall. Das Referendum hat lediglich den Zweck, die Regierung zu stärken und die Troika unter Druck zu setzen und wird, falls es stattfindet, mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv ausgehen, wie Umfragen zeigen.

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