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Geplanter Abbau von 6900 Stellen: Schulz nennt Siemens-Vorgehen "asozial"
DPA

Vor 2000 demonstrierenden Siemens-Mitarbeitern hat Martin Schulz den Konzern hart kritisiert. Zugleich räumte der SPD-Chef ein, dass der Einfluss der Politik auf solche Entscheidungen begrenzt ist.

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vanderil 23.11.2017, 12:25
1. Das kann man so sehen...

und es passt gut zu den vielen anderen Unternehmensentscheidungen in unserer Wirtschaft in den letzten Jahren. Leider hat die SPD in der GroKo nichts gegen dieses Verhalten der Unternehmen getan. Worte statt Taten. Anders wäre es mir lieber.

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Nobody X 23.11.2017, 12:27
2. ... wenig Möglichkeiten für die Politik ...

Ja, das weiß man auch ohne diesen Beitrag. So traurig diese ganze Geschichte ist - auch eine noch so linke Regierung unter SPD-Führung könnte daran nichts ändern.

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der_rookie 23.11.2017, 12:29
3. Hm

Hr. Schulz kennt anscheinend nicht den Unterschied zwischen asozial und unsozial. Das ist fuer einen SOZIALdemokraten peinlich

Inhaltlich: Was Schulz fordert gab es in mittelalterlichen Zuenften: Festhalten am Alten um des nicht-Veraendern willens. Wir sind aber im 21. Jahrhundert: Siemens stellt zigtausende Mitarbeiter ein (viel mehr als sie jetzt abbauen) weil Siemens eben so handelt wie es handelt. Wuerde Siemens alles Geld in Problemsparten stecken, dann koennte Siemens nicht in Zukunftssparten investieren. Das ginge ein paar Jahre gut. Aber dann muss Siemens irgendwann noch viel mehr Arbeitsplaetze abbauen - denn dann gibt es Siemens gar nicht mehr.

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Septic 23.11.2017, 12:29
4. Politiker agieren lokal, Firmen dagegen global

Das ist das Hauptproblem der Globalsierung. Die Firmen können Rosinen picken, Standorte wechseln. Politiker und ihre Länder sind nunmal dort wo sie sind und können nur lokal beschließen. Solange wir keine Weltregierung haben bleiben Politiker ziemlich zahnlose Tiger in der globalisierten Welt. Eine Tatsache welche keiner ändern kann egal von Links, Mitte oder Rechts. Wenn man sich a la AfD abschottet wird man langfristig zu einem Kuba oder Nordkorea bei dem die Zeit stehengeblieben ist und der Wohlstand zerstört wird. Politiker müssen sich globaler vernetzen und gemeinsame Gesetze haben, so dass die Firmen nicht immer neue Schlupflöcher finden (siehe Apple und Irland oder alle herstellenden Firmen und China).

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the_rover 23.11.2017, 12:35
5. Gerdae die SPD

Ist die SPD nicht mit dafür verantwortlich, dass Strom aus sogenannten "erneuerbaren Energien" übermäßig gefördert wird und der Betrieb von Kraftwerken deswegen immer unrentabler wird?
Erwartet Herr Schulz etwa, dass Siemens in dieser Situation "auf Teufel komm raus" auf konventionelle Kraftwerkstechnik setzt? Oder gar auf Kernkraftwerkstechnik?

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Askari 23.11.2017, 12:35
6. Nicht reden, handeln

Eine wirklich Hilfe bestünde darin, dass die SPD einige Kraftwerke bei Siemens bestellt, so dass die Werke ausgelastet sind.

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dumb nut 23.11.2017, 12:36
7. Ach kommt schon,

seit wann zählt denn der Arbeitnehmer? Der wird doch nur als Geisel benutzt, wenn ein Konzern Steuern sparen oder Zuschüsse will. Das hat sich doch nun bewährt. Da kann man doch jetzt nichts anderes erwarten.

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Listkaefer 23.11.2017, 12:36
8. Mir gefällt der SPD-Chef!

Er versprüht soziale Empathie und handelt und denkt auch so. Das ist kein Narzissmus, kein Pathos, keine hohle Show, sondern ehrlich empfundene Entrüstung über sozialfeindliche Auswüche des Raubtierkapitalismus. Schulz als Bundeskanzler ist zudem auch überzeugter Europäer. Ich wünsche mir für ihn und die SPD eine führende Rolle in der deutschen Politik.

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Trench 23.11.2017, 12:36
9. Scheinheilig

Die Politik legt die Kraftwerke still und die Hersteller legen in der Folge ihre Kraftwerksbranche still. Es ist also mitnichten so - Herr Schulz! - dass hier der politische Einfluss begrenzt ist! Auch die SPD betreibt nach Kräften die Träumerei von der "dekarbonisierten Wohlstandsgesellschaft" - also einer ohne böse Kraftwerke, wie sie auch von Siemens gebaut werden. Niemand mit einem Rest ökonomischen Verstandes würde bei der derzeitigen energiepolitischen Geisterfahrt hierzulande in konventionelle Kraftwerkstechnik oder deren Produktion investieren. Macht aber nix - die entfallenden ökonomisch wertvollen Jobs werden ja durch subventionierte EEG-Jobs ersetzt. Das ist Planwirtschaft pur - und wohin die führt, kann man an allen Ecken der Welt bewundern und in Geschichtsbüchern darüber lernen.

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