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Geprellte Minijobber: Was tun, wenn der Mindestlohn verweigert wird?
DPA

Viele Minijobber verdienen weniger als den Mindestlohn, obwohl er ihnen zusteht. Doch Betroffene können sich wehren. Der Überblick.

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Crom 01.02.2017, 10:30
10.

Zitat von dr.eldontyrell
Und klar, der aufstockende Hartz4 Empfänger, der Zeitarbeiter und die alleinerziehende Mutter haben den finanziellen Background und die mentale Kraft, gegen so einen Ausbeuter in den Rechtsstreit zu treten. Die sind mit überleben beschäftigt, und am Ende des Geldes ist noch Monat übrig.
Artikel überhaupt gelesen? Man kann sich auch (anonym) beim Zoll melden. Das kostet gar nichts.

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dr.eldontyrell 01.02.2017, 10:40
11.

Zitat von ahartmann
Einfach den Arbeitgeber wechseln. Dieser Tipp ist besonders hilfreich in Verbindung mit beruflicher Weiterbildung sowie dem erwerben/ erneuern/ erhalten von Qualifizierungen.
Da ist er wieder, der Trollkommentar "Neuen Job suchen, besser lernen, Vorsicht bei der Burufswahl, besser alle selbstständig machen, selber Schuld, blablabla"
Es muss auch Müllmänner, Lagerarbeiter, Gartenpfleger, Verkäufer,.. sprich einfache Arbeiter und Angestellte geben. Die haben es nicht verdient, würdevoll zu leben, bei voller Arbeitszeit? Nicht jeder kann und will BWL/Jura studieren um dann big abzusahnen. Wer macht dann den Müll, wenn alle auf Chef machen? Wer pflegt Sie, wenn sie auf der Intensivstation liegen? Der Oberarzt?
Diesen Leuten, die zum Teil Knochenjobs zu miesen Löhnen machen, spucken Sie mit solchen Kommentaren mitten ins Gesicht.
Vielleicht bräuchte es mal einen Generalstreik von genau diesen Leuten, bis die Ratten durch die Straßen ziehen und der Müll sich auftürmt.

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dr.eldontyrell 01.02.2017, 10:43
12.

Zitat von Crom
Artikel überhaupt gelesen? Man kann sich auch (anonym) beim Zoll melden. Das kostet gar nichts.
Schön, dann zeige ich anonym beim Zoll an. Und jetzt? Bekomme ich dann vom Zoll das ausstehende Gehalt? Klagt der Zoll das auf seine Kosten für mich Anonymen ein? ;)

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wasistlosnix 01.02.2017, 10:43
13. Wo sind die Gewerkschaften

oder andere Organisationen die eine Sammelklage für 3.5 Millionen Menschen auf den Weg bringen. Oder die Gerichte mit 3.5 Millionen Verfahren zuschütten.

Das ist wohl so nicht gewollt. Soll mal jeder selber Klagen.

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christian-h 01.02.2017, 10:48
14. Angabe

Zitat von ahartmann
1)Einfach den Arbeitgeber wechseln. 2)Dieser Tipp ist besonders hilfreich in Verbindung mit beruflicher Weiterbildung sowie dem erwerben/ erneuern/ erhalten von Qualifizierungen.
1) Kann man machen, man muss aber auch erstmal einen neuen AG finden der mehr bezahlt und Bedarf an dieser Arbeitskraft hat.

2) Ein sehr schöner Tip. Ist allerdings auch nur dann hilfreich, wenn man weiß welche Weiterbildung/Qualifikation für den neuen AG interessant sind.
Man kann sich auch am Bedarf vorbei weiterbilden, das wäre dann weniger sinnvoll.

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amadeusalstertal 01.02.2017, 10:54
15. Richtigstellung

Es ist unrichtig bzw. zumindest unvollständig, wenn im Artikel behauptet wird, dass man bei einer Klage vor dem Arbeitsgericht entweder seinen Anwalt immer selbst bezahlen oder eine Rechtsschutzversicherung haben müsse. Man kann nämlich auch Prozesskostenhilfe beantragen. Zwei Voraussetzungen müssen gegeben sein: Bedürftigkeit (bei Minijobbern problemlos) und Erfolgsaussicht (bei Schaffung der im Artikel genannten Beweismittel auch kein Problem). Das Verfahren beim Arbeitsgericht in erster Instanz ist gerichtskostenfrei. Und den gegnerischen Arbeitgeber-Anwalt muss man unabhängig vom Ausgang des Prozesses nie bezahlen.

Wichtig ist nur, dass man den Anwalt gleich mit der Klage beauftragt, denn eine vorgerichtliche Korrespondenz mit dem Arbeitgeber erzeugt eine Geschäftsgebühr, die nicht von der Prozesskostenhilfe erfasst wird.

Wenn man dies berücksichtigt, wird deutlich, dass diese gesetzlichen Regelungen für den Arbeitnehmer sinnvoll sind, denn selbst bei einem Verlust des Prozesses drohen dem Minijobber keinerlei Kosten.

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gammoncrack 01.02.2017, 10:56
16. Das Problem wäre einfacher

zu lösen, wenn der Gesetzgeber Arbeitgebern, die mit Trickserei die Zahlung des Mindestlohns umgehen, mit solchen (Geld)strafen belegen würde, dass diese auch in Zukunft die Ersparnis nicht mehr aufholen können. Das würde, sofern nicht der Konkurs in Sicht ist, vielleicht zu einem Umdenken führen.

Dass ausgenutzt werden kann, dass bei einer Meldung und Nachzahlung mit dadurch verbunderer Überschreitung der 450.- Euro - Grenze dann auch auf die 450.- Euro Steuern und Sozialabgaben in voller Höhe gezahlt werden müssen, ist die Krux an der ganzen Sache. Das hält natürlich von der Geltenmachung ab, wenn sich dadurch zwar eine Nachzahlung ergibt, aber in Summe man sogar Geld verliert. Hier sehe ich nur die Lösung, dass in einem solchen Fall der Arbeitgeber den benachteiligten Arbeitnehmer von allen Forderungen aus Sozialangaben und Steuern freistellen muss.

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karin_mainz 01.02.2017, 10:59
17.

Zitat von dr.eldontyrell
Da ist er wieder, der Trollkommentar "Neuen Job suchen, besser lernen, Vorsicht bei der Burufswahl, besser alle selbstständig machen, selber Schuld, blablabla" Es muss auch Müllmänner, Lagerarbeiter, Gartenpfleger, Verkäufer,.. sprich einfache Arbeiter und Angestellte geben. Die haben es nicht verdient, würdevoll zu leben, bei voller Arbeitszeit? Nicht jeder kann und will BWL/Jura studieren um dann big abzusahnen. Wer macht dann den Müll, wenn alle auf Chef machen? Wer pflegt Sie, wenn sie auf der Intensivstation liegen? Der Oberarzt? Diesen Leuten, die zum Teil Knochenjobs zu miesen Löhnen machen, spucken Sie mit solchen Kommentaren mitten ins Gesicht. Vielleicht bräuchte es mal einen Generalstreik von genau diesen Leuten, bis die Ratten durch die Straßen ziehen und der Müll sich auftürmt.
/einmisch

Grundsätzlich hat der Forist durchaus Recht, mit Bildung/Know How erhöhen sich die Chancen auf einen besser bezahlten Job.

Und ja, natürlich: "Augen auf bei der Berufswahl", wie die Aussichten in bestimmten berufen aussehen kann man vor der Berufswahl problemlos in Erfahrung bringen.

Wer hat denn behauptet, das Müllmänner, Lagerarbeiter, Gartenpfleger, Verkäufer,.. sprich einfache Arbeiter und Angestellte nicht würdevoll leben sollen?
Sie stellen mangels Argumente einen Strohmann auf.

Und weiterhin ja, Streik ist das Mittel der Wahl um für bessere Löhne zu kämpfen. Nur zu!

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jackberlin 01.02.2017, 10:59
18. Augenwischerei

der Mindestlohn wird völlig legal durch die Jobcenter ausgehebelt. Arbeitslosen wird der Leistungsbezug auf Null gekürzt, wenn ein Job abgelehnt wird. Selbst erlebt, bei einem 5 Euro Job. Gegen wen sollen die Leute dann klagen? Gegen die Jobcenter? Viel Erfolg!

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dreamrohr2 01.02.2017, 11:07
19.

Zitat von wasistlosnix
oder andere Organisationen die eine Sammelklage für 3.5 Millionen Menschen auf den Weg bringen. Oder die Gerichte mit 3.5 Millionen Verfahren zuschütten. Das ist wohl so nicht gewollt. Soll mal jeder selber Klagen.
ich meine, in D sind Sammelklagen nicht zulässig, dafür haben die schon vorgesorgt. In einem mir sehr gut bekannten fall ist es so, dass ausstehende, durch die IG Metall letzte durchgeboxte Gehaltserhöhung, der Arbeitgeber nicht anerkennt und so sind die Arbeitnehmer zwar per Betriebsrat vertreten, aber müssen quasi EINZELN ihre Forderungen anzeigen.
Wäre ja noch schöner, wenn man hier als Arbeitnehmer den Luxus hätte, in Sammelklage da was zu bewirken.

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