Forum: Wirtschaft
Geräteverschleiß: Warentester finden keine Belege für geplanten Produkttod
DPA

Hersteller beschleunigen gezielt den Verschleiß ihrer Produkte - dieser Verdacht steht schon länger im Raum. Doch selbst die Stiftung Warentest konnte keine Belege dafür finden. Dafür gab es interessante Antworten von Kundendiensten und von Konsumenten.

Seite 1 von 25
mimija 29.08.2013, 12:50
1. Ich habe da andere Erfahrungen!

ZB bei Kfz-Klimaanlagen wurden bis vor einigen Jahren Kopferwärmetauscher verbaut. Seit einigen Jahren werden jedoch Aluminiumwärmetauscher verbaut, was dazu führt, dass bereits nach 3-4 Jahren die Lamellen des Wärmetauschers marode sind, weil das Material korrodiert ist! Kosten: zwischen €400 und € 1.000! Kundenfreundlich ist das nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
orthos 29.08.2013, 12:56
2. Der Produkt-Tod ist nicht geplant!

Der Produkt-Tod ist nicht geplant! Natürlich nicht. Das kostet nur Geld.
Der Produkt-Tod wird einfach in Kauf genommen, solange damit etwas gespart werden kann.
Deswegen werden minderwertige Bauteile verwendet.
"Dafür stehe ich mit meinem Namen"zählt nicht mehr...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uachtaran 29.08.2013, 12:56
3. Der

Den wahren Hauptgrund für die (angeblich geplant) kurze Lebensdauer einiger Geräte liefert der Artikel am Ende: „Bislang scheint die Kalkulation der Unternehmen auch deshalb aufzugehen, weil viele Kunden nach recht kurzer Zeit ohnehin neue Produkte wollen. Bei einer repräsentativen Onlineumfrage der Stiftung Warentest gaben 42 Prozent der Befragten an, innerhalb von zwei Jahren ein neues Handy zu kaufen, innerhalb von drei Jahren waren es sogar 58 Prozent. Der am häufigsten genannte Grund war keineswegs Verschleiß: 40 Prozent sagten, das alte Gerät funktioniere noch, das neue sei jedoch schlicht besser.“

Nun, also: Wenn das so ist, warum sollten die Gerätehersteller heute Geld dafür investieren, damit die Geräte wie anno dunnemals unter Max Grundig 40 Jahre halten? Die stehen im Wettbewerb, und da wäre das wirtschaftlicher Selbstmord. Also hört auf zu jammern. Entweder, man macht Kapitalismus und lebt mit den Folgen, oder man lässt es.

(Davon abgesehen "können" die Geräte heute auch einfach mehr, aber das erwähnt auch keiner - man will sich ja die schön einfache Theorie einer Verschwörung der Hersteller nicht kaputt machen: Fernseher können heute auch Videorecorder, Internet, Radio und Videothek, und Autos sind längst fahrbare Wohnzimmer mit maximalem Komfort. Und wo viel "dran", also eingebaut ist, da kann auch viel kaputtgehen.)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rollerfahrer 29.08.2013, 12:58
4. Nun, das war zu erwarten...

... denn wie soll ein solcher Nachweis auch aussehen? Daß Bau und Entwicklung von Konsumergeräten immer auf Profitmaximierung hinausläuft, sollte klar sein. Und daß das immer auf Kosten der Haltbarkeit geht ist schlicht logisch. Was fehlt ist die Verbraucher-Rückkopplung. Dabei ist das so einfach wenn man wirklich will:
Es braucht dazu nur eine öffentliche Datenbank, in die jeder seine Reparaturen einstellt und einen auswertenden Zugriff darauf hat.. Dann regelt sich die Qualität letztlich von ganz alleine. Ich würde dazu gerne einige Euros beisteuern, denn die machen sich schnell bezahlt, und das Preis/Qualitätsverhältnis wird schnell sichtbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wqa 29.08.2013, 13:02
5. Zahnbürste

"So habe der Elektrohersteller Braun einem Kunden mitgeteilt, der Akku seiner defekten elektrischen Zahnbürste sei trotz eines Preises von 150 Euro auf etwa drei Jahre ausgelegt"

Genau dieses Problem hatte ich auch. Ich habe die Bürste dann aufgesägt und einen AA Akku, den es an jeder Ecke für 2,50 Euro gibt, vorgefunden.

Seit dem kaufe ich nichts mehr von dieser Firma.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tiananmen 29.08.2013, 13:03
6.

Schon 1928 ging George Bernard Shaw davon aus, dass es eine Monoppl-Gesellschaft namens "Bruch-GmbH" gäbe, die dafür sorge, dass Maschinen und Geräte vorzeitig zu Bruch gingen ("Der Kaiser von Amerika"). Man muss kein Warentester oder Hellseher sein, um festzustellen, dass die Betriebsdauer von Maschinen gezielt durch den Einkauf von Billigmaterial und -fertigung begrenzt werden, nach dem Motto: "Was bringt uns das teuerere Material? Längere Nutzungsdauer? Dann soll der Einkauf das andere kaufen!".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
z_beeblebrox 29.08.2013, 13:03
7.

Dann sollte Stiftung Warentest mal im Internet recherchieren - z.B.: Panasonic Projektor PT AE-900E (Beamer). Da wird die Heißluft exakt über das Netzteil geleitet, damit die dortige Elektronik noch besser bruzzeln kann.
Resultat: Nach 2 bis 3 Jahren (also nach Garantiezeit) ist das Netzteil kaputt. Eine Reparatur kostet etwa 370,- Euro (Neupreis des Panasonic PT AE-900E rund 1000,- Euro). Neue gute Beamer gibts heute allerdings schon ab 450,- Euro. Wer lässt da noch reparieren?
Und Bastler, die es selber machen könnten, die werden dadurch behindert, dass i.d.R. ein Elektronikteil am Netzteil des Panasonic PT AE-900E defekt ist, welches entweder gar nicht oder nur über größere Stückzahlen erhältlich ist.

Im Internet stehen zig Berichte über diese Fehlerart der Beamer Panasonic PT AE-900E sowie PT AE700E.

Im TV gab´s letztens auch Berichte zur geplanten Obsoleszenz mit zig Beweisen. Aber Stiftung Warentest hatte damals den Beamer Panasonic PT AE-900E als besten angeben. Dann darf man wohl später das Urteil nicht revidieren.
Ich verfolge die Berichterstattung der Stiftung Warentest seit Jahrzehnten. Seriös, sind die schon lange nicht mehr, denn viele Produkte, die ich aufgrund der Testergebnisse gekauft hatte, waren größtenteils eher Schrott. Verbraucherberichte im Internet bei diversen Plattformen sind inzwischen aussagekräftiger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bertram.huber 29.08.2013, 13:03
8. Testet doch mal einen OPEL ...

Vor 30 Jahren bauten die noch fast unkaputtbare Autos. Jetzt fallen Lichtmaschinen, Klimaanlagen und Drallklappengestänge selbts bei eigentlich als robust geltenden dieselgetriebenen Fahrzeugen (in meinem Fall ein Zafira B, unter 100000km) schon nach recht kurzer Laufzeit total aus. Wer meint ich lüge ... schaut mal in die entsprechenden Foren. Die Stiftung Warentest findet keine Belege dafür? Hoffentlich wurde da kein Schweigegeld gezahlt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
graph13 29.08.2013, 13:04
9. kommt bei mir vorbei

ein Beweis steht im Keller und der 2. wurde vor einem Monat abtransportiert. eine Waschmaschine rostete(deutsche Marke made in china) nach 4 Jahren durch und dann hat die Elektronik aufgehört zu funktionieren und die Spülmaschine(made in Germany!) hat aufgehört nach 5 Jahren zu funktionieren, ebenso Elektronik...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 25