Forum: Wirtschaft
Geringe Einkommen: Jeder Fünfte in Deutschland ist von Armut bedroht
DPA

Die Lebensverhältnisse in Deutschland haben sich verschlechtert. Laut Statistischem Bundesamt waren im vergangenen Jahr rund 16,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen.

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MutzurLücke 19.12.2014, 11:48
240. Paradies der Negativdefinition

Zitat von garfield
Richtig - z.B. die Unterstützung von Kultreinrichtungen. Und das verurteilen Sie? Denn Sie jammerten ja schließlich über die hohe Staatsquote.
Gejammert? Wo? Ich habe mich nur ein wenig darüber lustig gemacht, wie man bei einer so hohen Staatsquote wie der unseren von einer "Abschaffung des Sozialstaats" reden kann.

Zitat von
Welches denn? Wie sieht ein Bild aus, wo ein paar Prozent so viel besitzen wie die untere Hälfte der Gesellschaft?
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Einkommensverteilung

Aber klammern Sie sich ruhig weiter an Ihre Eigentumsstatistiken. Ich gehe derweil noch mal schnell vor Weihnachten für einen Tausi (oder zwei) konsumieren, um meinen Platz in der Hälfte der Besitzlosen abzusichern. Kann ja wohl nicht sein, dass so einer wie ich plötzlich aufhört, sein Geld auszugeben, statistisch relevantes Vermögen anhäuft und Ihnen damit das Weltbild durcheinanderbringt. Soll ich Ihnen vielleicht auch ein IPhone mitbringen? Eins in Reserve schadet bestimmt nicht...

Zitat von
Kleiner Tipp: nicht so wie die Anhänger einer aus dem Parlement gewählten Partei. Und eigentlich hatte ich meine Vorstellung doch bereits recht deutlich gemacht, sollte man meinen.
Nein, haben Sie leider nicht. Sie haben (wie auch hier wieder) ein paar Andeutungen gemacht, was Alles NICHT (schief)laufen sollte - keine Gleichmacherei, aber auch keine so extremen Vermögensunterschiede, Umverteilung möglichst nicht über Sozialleistungen, keine "neoliberale"/ FDP-Politik etc.. Aber wie Ihre Lösung genau aussehen soll, haben Sie nicht mit einem Wort erwähnt.

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MutzurLücke 19.12.2014, 12:30
241. Ist Gleichheit Selbstzweck?

Zitat von garfield
Dieses Verb ist mehr als ungenau. Denn man kann auch Privatvermögen vergesellschaften.
Ok, jetzt wird's ein wenig konkreter, aber bitte auch hier:
Wie stellen Sie sich das vor: Vermögenssteuer? Wenn ja, wie hoch? Zwangsverstaatlichung von Unternehmen?

Ihnen ist hoffentlich auch klar, dass Vermögen aus bereits versteuerten Einkünften entstehen und genährt werden. Wie wollen sie einen massiven Zugriff darauf mit dem bereits erwähnten Halbwertsatz des BVerfG vereinbaren?

Zitat von
Eben, und da haben wir wohl sehr unterschiedliche Vorstellungen von "gerecht".
Und was macht Ihre richtiger? Ist absolute Armut relativer Armut vorzuziehen (denn das war letztlich das Ergebnis aller bisher versuchten Modelle, die von Ihrem gleichheitslastigen Gerechtigkeitsverständnis ausgingen)?
Zitat von
Ich mach es doch nicht so wie Sie, der sich nur eine Steuer rauspickt. Ich betrachte das Gesamtbild.
Eben nicht. Sie betrachten den Teil, an dem Sie Ungleichheit sehen und erklären ihn für universell:
Zitat von
Und da gehören nicht nur Vermögen und Einkommen zusammen, das Vermögen macht auch den Löwenanteil an Ungleichheit aus.
Einkommen und Vermögen "gehören" gerade nicht zusammen. Sie ignorieren, in welchem Maße es eine Frage persönlicher Vorlieben ist, aus Einkommen Vermögen zu machen. Und Vermögen an sich macht auch nicht glücklich, oder?

Zitat von
Aha, und deswegen lässt man den ersten Teil lieber gleich unter den Tisch fallen, oder wie?...
Nein. Aber anerkennen, dass das individuelle Gewinnstreben der Motor des ganzen ist und die ganze Umverteilung überhaupt erst möglich macht, wäre schon angebracht. Es gilt halt, das richtige Maß zu finden, das diesen Motor am Laufen hält, ohne Jemandem im Regen stehen zu lassen. Und für mich ist dabei wesentlich, dass auch die Verlierer des Systems Versorgungssicherheit haben, weniger die statistische Verteilung von Reichtum. Der darf aus meiner Sicht ruhig weiter die Belohnung dafür sein, dass man es in dem System zu etwas gebracht hat.

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garfield 19.12.2014, 21:55
242.

Zitat von MutzurLücke
Gejammert? Wo? Ich habe mich nur ein wenig darüber lustig gemacht, wie man bei einer so hohen Staatsquote wie der unseren von einer "Abschaffung des Sozialstaats" reden kann.
Das hatten wir schon. Ich hatte Ihnen ja Ihr Eigentor bereits erklärt.
Zitat von MutzurLücke
Kann ja wohl nicht sein, dass so einer wie ich plötzlich aufhört, sein Geld auszugeben, statistisch relevantes Vermögen anhäuft und Ihnen damit das Weltbild durcheinanderbringt.
Oje, oje, da muss aber ein ganz andere kommen. Sie haben es nicht durcheinander gebracht, sondern bestens bestätigt.
Zitat von MutzurLücke
Soll ich Ihnen vielleicht auch ein IPhone mitbringen?
Nein danke, ich habe ein Smartphone mit weitaus besserem Preis-Leistungsverhältnis. Sie würden neidisch werden, wenn Sie Features und Preis hören würden. Aber IPhones sind genau für solche Leute wie Sie, die gern mehr bezahlen als nötig.

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garfield 19.12.2014, 22:16
243.

Zitat von MutzurLücke
Ok, jetzt wird's ein wenig konkreter, aber bitte auch hier: Wie stellen Sie sich das vor: Vermögenssteuer? Wenn ja, wie hoch?
537621,48 Euro.
Zitat von MutzurLücke
Ihnen ist hoffentlich auch klar, dass Vermögen aus bereits versteuerten Einkünften entstehen und genährt werden.
Na und? Sie haben noch kein Geld in der Hand gehabt, das nicht bereits MEHRFACH besteuert wurde. Auch das Geld, mit dem Sie im Supermarkt Umsatzsteuer bezahlen, wurde bereits mehrfach besteuert - so what?
Über dieses dümmliche "Argument" muss ich jedesmal aufs Neue grinsen.
Zitat von MutzurLücke
Nein. Aber anerkennen, dass das individuelle Gewinnstreben der Motor des ganzen ist und die ganze Umverteilung überhaupt erst möglich macht, wäre schon angebracht.
Und mit welchem Satz hätte ich das je bestritten?
Der Rest ist wieder substanzloses Geschwurbel, der keiner Antwort wert ist. OK, Ende der Lehrstunde. Ich sehe, Sie haben den Artikel gar nicht gelesen, geschweige denn verstanden. Die Vermögensverhältnisse in dem Land nehmen Sie auch nicht zur Kenntnis. Wer in seiner eigenen Realität lebt, ist taub für andere Positionen. Sie haben das letzte Wort.

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teacher20 20.12.2014, 18:24
244. Nicht verallgemeinerbar

Zitat von alangasi
in Madrid. Land:Straßen und Öffentliche Verkehrsmittel deutlich sauberer als in Deutschland. Menschen: Homogene Bevölkerung, viele Kinder, Menschen gut gekleidet. Offene Blicke, freundliches miteinander. Vor drei Wochen war ich in Dresden: Was soll ich sagen, von allem das genaue Gegenteil. Deutschland ist wirklich arm!
Von "Madrid" schließen Sie auf das ganze Land (?). Dabei sagen alle belastbaren Zahlen, dass Spanien wirtschaftlich wesentlich schlechter dasteht als die Bundesrepublik (Staatsverschuldung, extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit). Was waren noch gleich die Gründe, warum viele akademisch gebildete junge Spanier Arbeit in Deutschland: das sonnige Wetter, die "offenen Blicke" und das "freundliche Miteinander" können es ja wohl nicht sein.
Was die "vielen Kinder" angeht: Neben Italien und Griechenland hat auch Spanien ein massives Demographieproblem.
Madrid selber, als Hauptstadt "Aushängeschild" des Landes (wie im Übrigen alle Hauptstädte wirtschaftlich gebeutelter Staaten) zeigt dabei die relativ geringsten Krisensymbole und ist nicht mit einer mittleren Großstadt wie Dresden vergleichbar (auch wenn Dresden in einem vergleichsweise prosperierenden Staat liegt).

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#Nachgedacht 21.12.2014, 23:37
245. Armut ist gewollt!

Natürlich sind die Zahlen am Wachsen. Man versucht es ständig zu verdecken. Als man mit mehr Studenten anfing (Bachelor) wollte man nur verhindern das mehr Jugendliche in die H-IV Statistiken eingehen. Bessere Zukunftsperspektiven waren der offizielle Sprachgebrauch. Und heute suchen Akademiker verzweifelt Stellen, mit Studienabschlüssen, die Ihnen mit super Zukunftsaussichten angeraten wurden.

Der Staat verschärft mit seiner Politik die Armut.
Rentner die trotz kleiner Renten KK-Zuschüsse und immer höhere Zuzahlungen für die Gesundheit leisten müssen, wo andererseits so genannte Gesundheitsprogramme (Fitness) und Willkommenspakete für Schulkinder etc. vergeben werden.

Wer arm ist zahlt drauf und das bei fast Allem! Steigende Preise für Verkehr, für Energie, Miete treffen gut Verdienende weit geringer als die unteren 20 %.
Zahlen soll auch (GEZ/KK/Gebühren) wer kein Geld trotz Anrecht bekommt. Also erhöht man künstlich die Verschuldung aus Willkür!
Dieser Personenkreis bekommt kein kostenloses Girokonto und Bonuszahlungen für höheren Umsatz, kann nicht seine verschleierten Privatkosten als Werbekosten bei Firmenkonstrukten gegen rechnen.
Wer arm ist kann sich Energiespargeräte nicht leisten.
Es hat sogar den Anschein als wenn manche Gesetze unter Berufung auf Verhinderung von Missbrauch gemacht werden um den Geringverdiener und Rentner mit Kleinstrenten von Dingen auszuschließen. Z.B. die KFZ-Steuer muss für 1 Jahr im Voraus gezahlt werden (Beträge für Stundung/Raten sind extrem hoch angesetzt!)
Der Geringverdiener und Minirentner kann sich keine Spritgünstigen Fahrzeuge leisten Ein Kurzkennzeichen zum Kauf eines gebrauchten PKW gilt nur 5Tage und kann nur am Wohnort geordert werden und gilt für nur 1 Fahrzeug! 20 Fahrzeuge ansehen ja aber Probe fahren nein (arbeitet wem in die Hände?). In kleinen Gemeinden wo es nur einen Schilderanbieter gibt sind auf Grund der Monopolstellung diese extrem hoch. Während man z. Zt. noch immer unter 5,00 EUR/h-Lohn zahlt. Doch gerade Kleinstverdiener und Rentner mit kleinen Renten können sich nur so ein Auto leisten. Und brauchen es in abgelegenen Orten.

Danke liebe Politiker, das ihr so eine perfekte Politik macht!
Wer arm ist soll die Klappe halten und Euch ins Kuschelbett bringen und wie der erste Beitrag zeigt funktioniert die Verblödungsindustrie noch immer perfekt!
Armut ist für viele die an der "richtigen" Stelle sitzen ein Gewinn, sieht man wie viele sich gute Posten in Le(e)(h)reinrichtungen gesichert haben, Unternehmen auf der Basis von Praktikanten betreiben oder geförderten AN, Aufstockern u.u.u. in Anspruch nehmen.
Man könnte eine lange Liste schreiben und unendliche Beispiele bringen warum Armut gewollt ist und gefördert wird.
So lange es aber gelingt die Wahrheit über das Konstrukt Armut zu verschleiern und Hilfeempfänger als Schmarotzer darzustellen und auf Willkür mit H-IV-Streichung ein Loblied zu singen geht es noch Vielen zu gut.
Die Wahrheit wird so lange verdrängt bis sie einen einholt!

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