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Geringe Inflation: Reallöhne steigen - aber nicht für alle
DPA

Die niedrige Inflation macht es möglich: In Deutschland sind die Reallöhne 2014 so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebungen. Aber nur manche profitieren von dem Plus.

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i_guess 26.03.2015, 12:46
1. Schön!

Ein weiterer Beweis dafür, dass die die ,,Schere" zwischen arm und reich weiter auseinander geht. Traurig!

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n.nixdorff 26.03.2015, 13:01
2. Dieses

Ungleichgewicht bei der Entlohnung mehr und weniger sinnvoller Tätigkeiten wird uns wohl auf ewig erhalten bleiben. Mit welcher Berechtigung verdient ein Kreditsachbearbeiter bei einer Bank doppelt so viel wie eine Krankenschwester? Ein Versicherungsdrücker erheblich mehr als ein Altenpfleger? Von den Investmentbankern will ich gar nicht erst anfangen. Es ist etwas stinkefaul in unserem System, weil der volkswirtschaftliche Nutzen der Tätigkeiten keine Berücksichtigung in der Bezahlung findet. Dass wir uns richtig verstehen, ich predige hier nicht den real existierenden oder gebe mich Illusionen hin, dass es ein besseres System als unseres gibt. Es fällt mir nur gerade die Ungerechtigkeit auf.

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Amadís 26.03.2015, 13:06
3.

Zitat von
. So war der nominale Verdienstzuwachs der Arbeitnehmer in leitender Stellung mit einem Plus von 4,1 Prozent überdurchschnittlich hoch. Die Verdienstanstiege Angelernter und Ungelernter lagen mit 1,5 und 1,2 Prozent deutlich unterhalb der Gesamtentwicklung.
Mit anderen Worten: Der Reallohn der Geringverdiener ist NICHT gestiegen.

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royal_flush 26.03.2015, 13:07
4.

Der Durchschnittswert ist für sich genommen mal wieder nicht sehr aussagekräftig. Er sollte zumindest um den Medianwert ergänzt werden ...

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hirsnemehism 26.03.2015, 13:15
5. Damit...

...nicht genug. Es gibt auch Berufsgruppen, die nicht nur kein Reallohnplus bekamen, sondern sogar deutlich abgeben mussten. Sogar beim Brutto! ...nebst Streichung einiger Urlaubstage!

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Sal.Paradies 26.03.2015, 13:16
6. Qualitätsjournalismus?

Macht es SPON eigentlich Spaß seine Leser ein wenig auf den Arm zu nehmen? Ihr bringt eine dramatische/suggestive Headline, welche mit der Realität leider nix zu tun hat. Diese sollte eher "Reallöhne steigen leider nur für die Wenigsten" lauten! Und dann noch dieser zynische Kommentar "Zeit mal wieder ordentlich shoppen zu gehen"? Bei diesen Steigerungen? Wer denkt sich so einen Blödsinn eigentlich aus?

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forsell 26.03.2015, 13:23
7. Mit solcher...

"Reallohnentwicklung" -Statistikakrobatik soll bewusst von der Entwicklung der Bruttolöhne abgelehnt werden. Denn nur diese ist in einer VW als Input-Größe für alle Sozialversicherungssysteme relevant.

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brdistmist 26.03.2015, 13:24
8. Traurig

Ich finde es traurig, dass es hier Menschen gibt, dieschönrechnerrei von Zahlen bzw. Mathematisches Lügen auch noch sehr viel Geld bekommen.
Für viele sind Begriffe wie Sonderzahlung, Urlaubs/Weihnachtsgeld oder der gesetzliche Mindestlohn blanker hohn.
Zitat: Die niedrigsten durchschnittlichen Bruttojahresverdienste bekamen Arbeitnehmer im Gastgewerbe mit 26.455 Euro-Zitat Ende
Als Dozent und Ausbilder bekomme ich bei einem Bildungsträger in Vollzeit ! keine ! 2204 Euro im Monat (wie viele andere Kollegen auch).
Das zeigt mir doch schon das diese Berechnungen vom Statistischen Bundesamtes hinten und vorne nicht stimmen können.
Solange Gewinne auf Lohn-Kosten der Arbeitnehmer gemacht werden, und somit Leistung nicht mehr gerecht honorriert wird, solange bleibt eine gewisse Unruhe im Land.Von einem Verdienst von 46.575 Euro brutto im Jahr ist die mehrheit der Bevölkerung weit weg. Den bei einem Gehalt vom 3881,25 € im Monat, hätte ich keine Bange, wie ich durch die Rente komme.Rücklagen und Vermögensbildung (der eigentliche Sinn der Arbeit) kann ich mir nicht Leisten, obwohl ich gut Ausgebildet bin, welches niemand mehr bereit ist dieses auch gerecht zu Entlohnen.
Armut trotz Arbeit...ein modernes Phänomen in Deutschland, welches durch die AGENDA 2010 und der einführung von Hartz 4 erst möglich gemacht haben.

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JenKo 26.03.2015, 13:25
9. *Alle* profitierten

Wenn die Löhne ungelernter Arbeiter immer noch um 1.2 Prozent gestiegen sind und die Inflationsrate bei 0.9 Prozent lag, dann haben *alle* Arbeitnehmer höhere Löhne in der Tasche gehabt.

Entweder sind also die Zahlen falsch, oder die Überschrift ist verlogen und populistisch.

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