Forum: Wirtschaft
Geringer Verdienst: Teilzeit treibt viele Frauen in die Armut
dapd

Die Zahl der Frauen mit Job steigt, doch jede elfte gilt als armutsgefährdet. Der Grund: Viele verdienen trotz Vollzeit zu wenig - und immer mehr arbeiten nur Teilzeit.

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genugistgenug 02.03.2015, 08:41
10. egal ob Teilzeit

oder Vollzeit - man landet immer in Altersarmut.
Bereits April 2011 mußte die ReGIERung zugeben, dass 10,- €/Std gerade für die Mindestrente reicht - 2013 kam das VDL mit 2500,- €/Monat.
Nicht vergesen: Minirente plus private Vorsorge plus Aufstockung = Grundsicherung = Altersarmut

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TPunkt 02.03.2015, 08:46
11. Tja...

... die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist und bleibt eben eine Lüge.
Hervorragender Artikel dazu: http://www.wiwo.de/erfolg/zukunftderarbeit/familie-und-beruf-die-luege-von-der-vereinbarkeit/11331314.html
Es ist ein Skandal, dass in dieser Gesellschaft das Wohl der Wirtschaft über das Wohl der Kinder (und eigentlich aller Menschen) gestellt wird. Einer Familie bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als dass beide Elternteile arbeiten. Denn mit einem Gehalt alleine wird's dünn... sehr dünn (denn gleichzeitig soll man ja auch noch sparen und konsumieren und Häusle bauen und sanieren und und und).
Immer noch wundert sich die Politik, dass trotz aller Geldgeschenke (Elterngeld, Kindergeld, Betreuungsgeld, Ehegattensplitting, Kinderfreibeträge...) nicht mehr Kinder gezeugt werden. Wann kapieren die Knallköppe da oben endlich, dass beides einfach nicht geht: Arbeiten UND gleichzeitig für die Kinder da sein.
(Leider) utopische Idee: Die Betreuung und Erziehung von Kindern durch ein Elternteil (Mutter ODER Vater) und das Haushaltsmanagement (sprich: Hausfrau oder Hausmann) als Beruf anerkennen und durch ein "Staatsgehalt" mit Rentenanspruch fördern. Was denkt ihr, wie die Geburtenrate nach oben ginge!
Kindererziehung ist Arbeit! Einen Haushalt führen ist Arbeit! Aber anerkannt in Deutschland? Eher: "Das bisschen Haushalt macht sich von allein..."

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Gela2006 02.03.2015, 08:46
12. 450 Euro-Jobs...

...sollten verboten werden, weil die Wirtschaft damit nicht umgehen kann - die Situationen ausnutzen. Ich dachte lange Zeit, dass Menschen, die einen solchen Job annehmen, auch wirklich diese Summe verdienen. Leider ist das ganz und gar nicht so - sie stellt nur die Obergrenze dar. Es passiert also in vielen Fällen, dass die Ärmsten in unserem Lande für 200.- Euro oder weniger eine solche Anstellung antreten und dann auch noch die Unkosten für die Fahrten davon abzuziehen haben.

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da_pheles 02.03.2015, 08:51
13. Armut durch Arbeit?

Statistiken hin oder her. Frauen in Ehe im Zuverdienstmodell können wohl kaum in Armut verfallen. Besser als daheim bleiben ist das doch allemal. Unterm Strich bleibt am Ende trotzdem mehr. Frauen in Vollzeit können sich ja kaum zeitlich mit Kindern arrangieren, weil es mangels Kinderbetreuung oder unflexibler Betreuungszeiten nicht anders möglich ist. Der Trend ist also eine Konsequenz der Realität in Deutschland!

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categorical 02.03.2015, 08:56
14. Staatlich gewollt.

Das Ergebnis wundert ja nun niemanden. Mit Familienversicherung, Rentensystem und Steuerklassen sorgt der Staat nach wie vor dafür, dass es sich für Familien lohnt, ein Haupteinkommen zu haben, während der andere Ehegatte nur geringfügig beschäftigt ist oder in Teilzeit arbeitet. Verschiedenste Umstände, die alle noch das traditionelle Familienbild zugrunde legen, lassen eine angemessene Altersversorgung für beide Partner eigentlich nur dann zu, wenn beide in Vollzeit tätig sind. Sobald Kinder ins Spiel kommen, ist Vollzeit für beide aber schlichtweg illusorisch, wenn wenigstens noch die Illusions eine Familienlebens aufrecht erhalten werden soll.

Dazu dann noch das Gehaltsgefälle zwischen Männern und Frauen wegen der unterschiedlichen Berufswahl...
und hohe Scheidungsraten, die das System so nie eingeplant hat.

Funktioniert nur eingeschränkt. Das sollte jedem klar sein.

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crazy_swayze 02.03.2015, 08:57
15.

Der Mann wird von Männern und Frauen eben immer noch als Versorger wahrgenommen, bei der Frau ist Arbeit ein "nice to have", aber kein Muss.
Man sollte gesellschaftliche Realitäten anerkennen bevor man mit Gender-Murks irgendwelche Gesetze an der Realität vorbei zusammenschustert.

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gardinchen 02.03.2015, 09:18
16. Altersarmut

natürlich wäre es schön, mehr Zeit für die Kinder zu haben. aber ehrlich, wenn beide 0rtner nicht das Rieseneinkommen haben, ein Haus abzubezahlen ist und man mobil zu sein hat, dann ist es schon besser, in Vollzeit zu bleiben. unsere Eltern haben es doch auch gepackt und wir Kinder sind ohne Schaden selbständig groß geworden.

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Der_Franke 02.03.2015, 09:18
17. Der wahre Grund wird verschwiegen

Der wahre Grund ist nicht die Teilzeit für die Armut, sondern die Scheidungs- oder Trennungsraten. Ein (Ehe)Paar kommt meist mit 1,5, Verdiensten gut über Runden. Wenn dann aber sich mal wider getrennt wird, kommt es zu dem geschilderten Effekt. In dem Bericht werden Ursache und Wirkung verschwiegen.

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Shantam 02.03.2015, 09:19
18. Dieser Staat will das so!

Altersarmut ist Politischer Wille!
Wen man als klein Selbstständiger mehr als 17 500 verdient geht eine Welle von mehr kosten hoch die Unglaublich ist! Von~ 1400 ist eine Rentenversicherung nicht möglich.
Alle 3 Monate eine Steuererklärung und das für mindestens 5 Jahre. Extreme Mehrkosten ( Steuerberater, Krankenkasse) für nichts und niemanden! Staatliche Willkür auf Kosten des Kleinen. Ob Menschen die mehr als 100 000 Verdienen auch so Kontrolliert werden, möchte ich bezweifeln!

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DidiViefie 02.03.2015, 09:21
19. Bei allen Aktionen

wie Frauenquote etc. wird vergessen, dass es eine biologische Konstante gibt. Frauen bekamen und werden auch in der Zukunft die Kinder bekommen. Um etwas zu aendern muesste man einmal ueber andere Wirtschafts Modelle nachdenken. Aber da wird leider seit meiner Zeit Anfang der 70er an den Unis immer noch der gleiche Muell gelehrt. Das Prinzip ist das ANGLO/SAXEN MODEL! Ein auf mathematischen Formeln basiertes System mit Annahmen, die am Markt NIE existieren.

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