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Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt
DPA

Geringqualifizierten droht in Deutschland heute häufiger ein Leben in Armut als noch vor zehn Jahren. Mehr als 30 Prozent derjenigen ohne Berufsausbildung und mit höchstens einem Realschulabschluss sind demnach armutsgefährdet.

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ackergold 27.08.2015, 10:53
1.

Das ist nur die halbe Wahrheit. Armutsgefährdet sind auch eine große Zahl an Hochqualifizierten, nämlich diejenigen Akademiker, die sich von befristeten Halbstellen-Verträgen zu Halbstellen-Verträgen hangeln, um dann vom Akademiker-Zeitvertragsgesetz aussortiert und an Hartz-IV übergeben zu werden.

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wermoe 27.08.2015, 10:54
2. 2.000 € Brutto

für eine vierköpfige Familie zählt bereits als Mittelschicht ???? Übrigens, Bildung schützt vor Armut nicht ! Bereits 750.000 hochqualifizierte Fachkräfte der Generation 55 +
wurden in Hartz IV "entsorgt" !

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FrankDr 27.08.2015, 10:56
3. Skandal?

Also Fazit: Keine höhere Bildungseinrichtung besucht oder bestanden und auch keinen Beruf gelernt und nun feststellen, dass man armutsGEFÄHRDET sein könnte.
wie war das mit dem Land, wo Milch und Honig fließt?

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zynik 27.08.2015, 10:56
4.

ich liebe diesen Begriff. So wird dem Michel weiterhin schön vermittelt, dass von Armut nur ungebildete Schulabbrecher betroffen sind.

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lupenreinerdemokrat 27.08.2015, 10:57
5. Die Mittelschicht schrumpft

Und da wundert man sich, dass gerade die Mittelschicht, üblicherweise hochqualifizierte Leute und guter Bildung, dem System den Rücken kehren.
Wenn man sieht, wie Steuern und Abgaben ausschließlich von der Mittelschicht aufgebracht werden, während die Wohlhabenden den Hintern gepudert bekommen und von Abgaben völlig befreit sind, wie eben auch die Kapitalertragssteuern mit lächerlichen 25% abgerufen werden, während man als Normalverdiener bei > 40% Lohnsteuer landet, dann kann man diesen "Volksvertretern" nicht mehr so ganz abnehmen, dass sie das Volk vertreten.
Die ständig steigende Masse an Geringverdienern = Aufstockern und Sozialhilfeempfängern müssen ja auch finanziert werden und das werden sie ausschließlich durch die Steuern und Abgaben der Mittelschicht.
Warum findet gerade die Mittelschicht es nicht allzu gut, wenn der Zustrom an Menschen mit geringer Berufsqualifikation nach Deutschland besonders hoch ist?

Diese Fragen sollten gestellt und ausreichend sachlich beantwortet werden.
Bricht die Mittelschicht weg, ist es vorbei mit dem inneren Frieden in diesem Land.

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christian-h 27.08.2015, 11:06
6. Abschlüsse

Der Artikel ist leider wenig aussagekräftig.

Es sollte jedem klar sein, das man nur mit einem Schulabschluss, egal welcher Art (Hauptschule/Realschule/Gymnasium) kaum Chancen auf einen gut bezahlte Arbeitsstelle hat.

Entscheidende ist die Tatsache, ob man eine gute Ausbildung hat. Ob Handwerker z.B. Maurer, Zimmerer, Elektriker etc. mit einem Gymnasialabschluss automatisch besser sind wie welche mit Hauptschulabschluss ist fraglich.

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donadoni 27.08.2015, 11:07
7. Anders rum wird ein Schuh draus

Man kann die Aussage korrekter so formulieren, dass den Deutschen grundsätzlich Armut droht, es sei denn, er kommt in bestimmte Kasten hinein (Politiker, Klerus, Beamtenadel, Erben von Wirtschaftskapitänen, reiche Eltern).

Die Schulbildung ist grundsätzlich zweitrangig. Es kann besser sein bzgl. Armutsrisiko Erbe reicher Eltern mit Hauptschule als Uni-Absolvent ohne Vitamin B.

Unter Vitamin B könnte man auch Netztwerk sehen.

Für ca. 10% der Gesellschaft wird wie in der Vergangenheit niemals Armut drohen, allerdings bald 90% muss mit Armut rechnen.

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braindead0815 27.08.2015, 11:07
8. es sind alle gefährdet

ziel der politik ist es, arbeit so billig wie möglich zu machen, die menschen in einem brutalen wettbewerb dazu zu nötigen, jeden schlechtbezahlten dreckjob anzunehmen, damit man auch einen weg finden kann, die leistungen zu kürzen.
die aushöhlung des GG und gleichzeitiger akzeptanz der bevölkerung, die es nicht betrifft, ist erschreckend.
auch zu sehen (seit schröder) die steuererleichterungen, die senkung(zerstörung) der rente, einseitige beiträge bei sozialversicherungen , besteuerung bei gewinnveräußerungen, kapitalererträgen, usw.

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isar56 27.08.2015, 11:08
9. auch Behinderte mit Abitur sind betroffen....

... wie meine gehörlose Nichte.
Bachelor in Kommunikations- und Integrationswissenschaften für Hörbehinderte.
Da nützt das Studium gar nix.
Aber diese "Angehörigen einer Minderheit" (ca. 80 000 in der BRD) sind ein wenig attraktives Thema.
Und was ist mit dem Mindestlohn für alle?
Es ist vollkommen krank, wenn nicht mal mehr mittlere Reife für eine Fachausbildung und ein mittleres Einkommen genügt.
Stichwort: soziale Schere. Die Wirtschaft profitiert mal wieder durch Lohndrückerei und Facharbeiter fehlen.

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