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Gescheiterte Fusion von Kaiser's Tengelmann: Schuld hat diesmal wirklich der Chef
DPA

Tausende Mitarbeiter müssen die Folgen der geplatzten Übernahme von Kaiser's Tengelmann ausbaden. Wie es weitergeht? Soll ein Spitzentreffen klären. Für Branchenkennern steht der Schuldige an der Misere fest.

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crazy_swayze 22.09.2016, 14:55
1.

Tja, so ist das in einem Markt.
Wenn ich nichts verkaufen kann, verliere ich meinen Job.

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jupp78 22.09.2016, 15:02
2.

Egal wer nun die Läden bekommt bzw. bekommen hätte, unwirtschaftliche Filialen werden früher oder später immer dicht gemacht. Das lässt sich auch Edeka oder Rewe auf Dauer nicht bieten.
Zerschlagen wäre von vorne weg die richtige Variante gewesen. Die unseelige Ministererlaubnis von Gabriel hat wirklich nichts besser gemacht.

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nach-mir-die-springflut 22.09.2016, 15:17
3. Ein bisschen Planwirtschaft

Pro Einwohner so und so viel Supermarkt. Wie der Supermarkt heißt, ist ein Stück weit einerlei, so wie auch die Milch aus dem Euter derselben Kuh in verschiedenen Verpackungen in verschiedenen Märkten angeboten wird, so auch der Hering in der Dose. Die Pleite von Kaiser's scheint mir die Ursachen in der Unternehmensausrichtung zu haben, im Produktsortiment und in den Preisen, am Ende vielleicht zu viele unterschiedliche Produkte ohne klar erkennbare Muster.

Basta-Gabriel seine Minister-Erlaubnis war kartellrechtlich zwar wirklich fraglich, so hätte ein Minister nicht entscheiden dürfen, dann aber wäre mit der Ministererlaubnis wenigstens die Abwicklung in trockenen Tüchern gewesen und am Ende günstiger als jetzt das Insolvenzverfahren mit den vorerst zu Entlassenden.

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archi47 22.09.2016, 15:18
4. Schlußendlich

war die MInistererlaubnis die arbeitsplatzerhaltendere Alternative. Aber, sie wurde eben vom Konkurrenten und einem Gericht gestoppt. Auch wenn diese Option schon die ultima Ratio Gabriels war, nachdem der Eigentümer alle anderen besseren Lösungen selbst schon zuvor "versägt" hatte, weil er wohl auf den maximalen Gewinn spekuliert hat und dabei über Zeitdruck den "Arbeitsplatzhebel" bei einem SPD-Minister und der Gewerkschaft im Auge hatte. Ich hoffe, dass er nun wenigstens jetzt auch den maximal möglichen Verlust tragen muss, wenn er schon aus Jux und Tollerei viele Mitarbeiter um ihre Arbeit bringt. Für Standortdefizite und Firmenpolitik können die ja nun wirklich nichts!

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harwin 22.09.2016, 15:20
5. Wer kündigt den Chef?

Das Problem ist wieder mal so oft der Chef. Top Manager wirtschaften den Laden herunter und die Angestellten werden dann betriebsbedingt gekündigt. Die Politik sollte diesen Herrschaften besser auf die Finger schauen, und sie für das herunterwirtschaften haftbar machen. Das es zu einer Fluktation von Top Kräften kommt ist klar, die bekommen auch einfacher und schnellter wieder einen guten bezahlten Job, wohingehend die restliche Belegschaft oft Dumpinglöhne in Kauf nehmen muss.

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quark2@mailinator.com 22.09.2016, 15:22
6.

Das ist die logische Konsequenz der hießigen Praxis, wenn es darum geht, Monopole zu vermeiden. Wenn man erst eingreift, wenn nur noch paar wenige Unternehmen einer Branche übrig sind, dann ist das einfach zu spät. Natürlich wird irgendwann eines von 4..5 Unternehmen der Konkurenz der anderen unterliegen. Wenn die Übernahme dann verboten wird, geht der Laden natürlich in Konkurs. Was denn sonst ? Besser wäre es, wenn man schon viel früher Übernahmen verbieten würde, so daß noch z.B. 30 Unternehmen am Markt verbleiben, die alle ungefähr gleich groß sind.

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gemihaus 22.09.2016, 15:25
7. Rewe(Perfetto)-Edeka(Reichelt)-Kaisers-Tengelmann ...

egal wer und wie, der saturierte Markt wie seine automobil-bequemen Kunden zeitigen Wohlstands-Opfer: in Berlin gibt's auch von Edeka ein paar kleine, verschlampte Filialen in guten Lagen, deren Service gestrig und inakzeptabel ist.

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alois.hingerl 22.09.2016, 15:35
8.

So richtig bedenklich finde ich die Aussage zweier Fachleute, dass die Vorgehensweise von Haub nur dann verständlich ist, wenn er wohl schon vorher der Ministererlaubnis sicher war.

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alt+naiv 22.09.2016, 15:37
9.

die Ministererlaubnis hat nicht das Verwaltungsgericht suspendiert, sondern das Oberlandesgericht - kleiner Unterschied, allerdings nicht für die Klatsche, die sich S.G. damit eingehandelt hat

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