Forum: Wirtschaft
Gescheiterte Verhandlungen: Tsipras fühlt sich für linke Politik bestraft
AFP

Nach dem öffentlichen Zerwürfnis mit Brüssel beginnen die Griechen zu begreifen, dass sie mit weiteren Zugeständnissen kaum noch rechnen können. Jetzt sucht die Syriza-Regierung den Schuldigen für die Misere - bei den Gläubigern.

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KV491 16.06.2015, 17:25
1.

"Anhänger der radikalen Linken rufen derweil im Internet zu Kundgebungen in ganz Griechenland auf. Ihr Motto: "Wir reißen die Austerität nieder"."

Schwer verständlich...scheinen doch gerade die radikalen Linken und Rechten richtig scharf darauf zu sein, Austerität einer ganz neuen Dimension zu erleben.
Ohne Geld, Kredit und Zugang zum Kapitalmarkt wird die griechische Regierung jedenfalls in Kürze alle Einsparvorgaben der verhassten Troika in den Schatten stellen. Könnte dann nur ein bisschen zu spät sein - aber Radikalität musste man sich schon immer leisten können.

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Gmorker 16.06.2015, 17:26
2. tja

Die Griechen können selbstverständlich jede Politik machen, die sie wollen.... sie müssen sie nur irgendwie finanzieren können... und wenn sie das nicht alleine hinkriegen, dann müssen sie Kompromisse eingehen und können ja wohl kaum erwarten, das andere Länder ihnen ihre Politik finanzieren. Das ist keine Strafe, das ist ganz einfach Realität.

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Strichnid 16.06.2015, 17:27
3. ...

Schon wieder so ein tendenziöser Artikel.

1. Die Griechen suchen nicht "jetzt" einen Schuldigen. Dass die neoliberale Politik der Gläubiger der Hauptgrund dafür ist, dass die Schulden nicht zurückgezahlt werden können, ist lange bekannt und wird von der jetzigen Regierung Griechenlands seit Jahren gesagt.

2. Nicht die Griechen "begreifen", dass die Gläubiger nicht einlenken wollen, sondern das wissen sie schon lange. Aber genauso "begreifen" die Gläubiger, dass die Griechen nicht zu weiteren zerstörerischen Maßnahmen bereit sind. So what?

Aufgelöst wird das alles eh erst, wenn es wirklich um die Pleite geht. Und das kann dauern.

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akkronym 16.06.2015, 17:29
4. Und ganz ehrlich..

Die Griechische Regierung hat recht, wenn sie aus den Geschehnissen und dem Verhalten der "Troika", dem Verhalten Junkers, Merkels, Schäubles, Gabriels, Schultzes etc. p.p. der letzten Monate die Erkentniss zieht, dass sie für ihre linke Politik bestraft wird.

Dies ist so offensichtlich, selbst ein dreifach Blinder, ohne Gehör und Tastsinn kann dies klar und deutlich resumieren kann.

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leidenfeuer 16.06.2015, 17:29
5. Wie es euch gefällt!

Varoufakis lässt alle Diplomatie fahren und bezeichnet
die Gläubiger als "Sadisten". Dann will er offenbar nichts
mehr von denen. Alles klar, die ganze griechische Reederei und Rederei war für die Katz, und was es gekostet hat, will fast gar keiner mehr wissen.

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Sonia 16.06.2015, 17:32
6. Das Desaster der Linken ist,

das sie glaubten, den riesigen Misthaufen, den die bürgerlichen Vorgãngerregierungen anhãuften, mit den Leuten abtragen kõnnen, die ihn mit verursachten. Weder die EU noch der IWF werden das tun. Die riesigen Vermõgen der Oligarchen wagen sie sich nicht anzutasten; deren Macht nicht herauszufordern. Neuwahlen u. dann gieren vielleicht wieder die an die Macht, die alles anrichteten. Es wird einen echten Rechtsruck geben, Deutschland dürfte nicht nur mit Flüchtlingen überflutet werden, der IWF zieht vielleicht auch unsere Bürgschaften. Es geht erst noch richtig los.

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knipser2013 16.06.2015, 17:32
7. Erniedrigt

Fühle ich mich auch, denn ich muss pünktlich liefern: meine Hypothek läuft, das Finanzamt hält immer die Hand auf und ob ich es bis 67 schaffe zu arbeiten (bzw man mich lässt?!)...Meine Altersvorsorgeaussichten sind auch bei Nacht und Nebel geändert worden - Direktversicherung mit doppelt Krankenkassenbeiträgen! Wenn dann den Griechen noch mehr hinterher getragen wird reicht es

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FIFA87 16.06.2015, 17:32
8. Nicht linke Politik!

Syriza macht eben NICHT linke Politik, geht NICHT gegen Steuerhinterziehung und Korruption vor, betreibt weiterhin Klientelismus fuer die eigenen Parteimitglieder, und reformiert auch nichts. DAS genau ist das Problem, nicht "Austeritaet". Andere europaeische Laender hatten auch Sparprogramme, reformierten aber auch gleichzeitig. Die Fruechte ernten sie nun in fallender Arbeitslosigkeit. Das Problem ist Sparen ohne gleichzeitige Reformen: Das bringt wirklich nichts... Schoene Gruesse

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vorsicht 16.06.2015, 17:33
9. Das Gefühl trügt nicht

... oder wie soll man sich er klären, dass der Pleitestaat Ukraine weiterhin vom IWF unterstützt wird? Naja, da sind die Gläubiger u.a. die RF und deshalb ist man hier für einen Schuldenschnitt.

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