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Gescheiterter Konzernumbau: Thyssenkrupp will 6000 Arbeitsplätze streichen
DPA

Der Industriekonzern Thyssenkrupp will 6000 Stellen abbauen - 4000 davon in Deutschland. Das sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff, nachdem eine Aufspaltung des Unternehmens gescheitert ist.

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capote 10.05.2019, 17:05
10. Dauerkrise

Zitat von 1019
Wollen wir nur hoffen, dass Sie nicht einer/eine von diesen 6.000 sind. Wie auch immer, sage ich da nur 'pfui'. Rente mit 63? No risk, no fun? Wer bezahlt den Spass? Mein Schwiegervater 'musste' 1985 mit 58 Jahren bei Thyssen-Duisburg in Rente gehen. War so ein Gemeinschaftsprojekt von Thyssen und dem damaligen Arbeitsamt. Auch die Bezahlung betreffend.
Sie schreiben es selber, 1985 ist 34 Jhre her, 34 Jahre Dauerkrise und das war ja damals nicht der Anfang. Alle, die da heute arbeiten, haben nie etwas anderes als Krisen und Entlassungsgerüchte erlebt. Muss man zu so einem Unternehmen gehen? Wie das Kaninchen, welches auf die Schlange starrt und wartet, bis es gebissen wird.

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capote 10.05.2019, 17:08
11.

Zitat von realistico
Als vor wenigen Monaten noch alles völlig offen und somit voller Hoffnung war, dass es zum Joint-Venture zwischen ThyssenKrupp und Tata kommen würde, hieß es auch, dass es so kommen müsse, denn man habe bei ThyssenKrupp keinen „Plan B“. Jetzt sieht man, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Plan B bedeutet 6.000 Stellen abzubauen. Wirtschaft kann so einfach sein...
Glauben Sie, die 6000 Sellen wären nicht abgebaut worden, wenn es zu Deal mit Tata gekommen wäre? Ich glaube eher noch mehr.

Sanieren, Sparen und Umstrukturieren heisst IMMER Stellen abbauen, sonst nichts!

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thomas_linz 10.05.2019, 17:23
12. Vor 25 Jahren

haette die Schlagzeile gelautet, Uebernahme von Tata durch Thyssen Krupp gescheitert. Eine harmlos scheinende Meldung spiegelt den Untergang einer Industrienation wieder, die unfaehig geworden ist, sich anzupassen und langsam aber sicher an Bedeutung verliert. Und das ist kein Verdienst der Politik, sondern seiner Buerger.

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bernd0963 10.05.2019, 17:26
13. Schwache Zahlen

im ersten Halbjahr - da muss man ja die Notbremse ziehen.
Aktionäre hab dafür kein Verständnis, die wollen Geld und das möglichst viel.
Dann müssen eben mal ein paar Arbeitsplätze dran glauben - soziale Verantwortung hat man ja keine !
So ist das eben bei Aktiengesellschaften !

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1019 10.05.2019, 17:27
14. mr. mrs. capote

Alternativen bei Post Oder Bahn? - Heute eher traurig.
Die Thyssen-Arbeiter waren (auch) sehr stolz auf ihre Firma.
Kaninchen-Schlange: das ist schon jetzt Realitaet.
Warum wohl?
Gruesse.

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chicoalemão 10.05.2019, 17:32
15. @Bodo Freudlin

Der Markt, der sich selbst reguliert ist nicht der deutsche Markt, sondern der Weltmarkt.

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capote 10.05.2019, 17:36
16. Industrienation ?

Zitat von thomas_linz
haette die Schlagzeile gelautet, Uebernahme von Tata durch Thyssen Krupp gescheitert. Eine harmlos scheinende Meldung spiegelt den Untergang einer Industrienation wieder, die unfaehig geworden ist, sich anzupassen und langsam aber sicher an Bedeutung verliert. Und das ist kein Verdienst der Politik, sondern seiner Buerger.
Wir leben im Zeitalter der Ent-Industrialisierung ! Ein Beispiel: Blaupunkt war Anfang der Nullerjahre noch eine Firma mit 2700 Beschäftigten in Deutschland. Ende der Nullerjahre 85 In Deutschland und 380 in Malaysia und die stellen bestimmt genau so viele Radios her wie in den 90er Jahren, nur das geht heute anders.
Fernmeldeämte mit Tonnenweise Drehwählern gibt es nicht mehr und die Industrie, die das mal hergestellt hat, gibt es auch nicht mehr, bei uns nicht und nirgenwo auf der Welt.

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MarkusHenny 10.05.2019, 17:37
17. Mir ist nicht klar

Wie ein Konzern mit maroden Stahlwerken in Wales besser rentieren soll als die Stahlwerke von Krupp alleine. Und warum kann Thyssen-Krupp nicht die guten Stahlwerke in den Niederlanden von Tata abkaufen ? Mit dem Verkauf des Aufzugsgeschäftes hätten sie ja das Geld dazu. Und warum kann Frau Merkel nicht endlich einmal in Brüssel auf den Tisch hauen - ich sage das als Schweizer - wenn von der EU-Komission immer deutsche Firmen an ihrer Entwicklung gehindert werden (Börsenfusion Franfurt+US Börse, Fusion von Zugssparte Siemens und Asltom). Man hätte bei dieser Fusion die Führung den Franzosen überlassen sollen. Macron hätte das sicher durchgeboxt.

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christianu 10.05.2019, 17:43
18. Thyssen-Krupp hatte einige Jahre ein gutes Management

Heinrich Hiesinger hat es geschafft, Thyssen-Krupp vom Weg in die Pleite wieder nach oben zu führen. Einige berufsmäßige Randalierer, die auch Aktionäre sind, haben dann behauptet, dass alles viel zu langsam gehe und auch die Fusion mit Tata nur zum Nachteil von Thyssen-Krupp sei. Die Leiterin der Stiftung hat als Hauptaktionärin geschwankt, und dann haben der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende die einzig mögliche Antwort gegeben: Wenn Ihr uns nicht vertraut, gehen wir. Die Aktionäre hätten sie schützen können, aber Gier besiegt fast immer die Vernunft. Jetzt gibt es keine Fusion, keine Teilung, und der Aktienkurs ist am Boden. Es kommt wie immer: Die Belegschaft muss bluten, der Markt honoriert es, und die gierigen Randalierer ziehen weiter zum nächsten Opfer.

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capote 10.05.2019, 17:44
19.

Zitat von 1019
Alternativen bei Post Oder Bahn? - Heute eher traurig. Die Thyssen-Arbeiter waren (auch) sehr stolz auf ihre Firma. Kaninchen-Schlange: das ist schon jetzt Realitaet. Warum wohl? Gruesse.
Post ? Die Post besteht aus 2 Teilen:
Briefe und Pakete befördern, Briefe brauchts kaum noch und nachdem Mitte der 90er Jahre ein Brief oder Paket Stuttgart - Hamburg mehr als eine Woche brauchte, musste eine Alternative zur Post her.
Der Fernmeldesektor ist technisch obsolet geworden. Wo soll es da noch sichere Arbeitsplätze geben ?

Die Bahn ist ein Anachronismus, der auch in Deutschland verschrottet gehört, wird nur nicht gemacht, weil staatlich. Nur irgendwann wird der Bahnwahnsinn unbezahlbar und dann muss das weg.

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