Forum: Wirtschaft
Gesellschaft: Nichts ist mehr sicher, wursteln wir uns durch
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Flüchtlingskrise, Wirtschaftskrisen, Terror, technologische Revolutionen - die Welt ist in Bewegung, Vorhersagen sind schwierig geworden. Die Folge: Das Leben wird immer weniger planbar und wir müssen das Improvisieren lernen.

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m.w.r. 08.11.2015, 13:02
140.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Damit wird das Leben ineffektiver und wie verschwenden viel mehr Zeit für Überflüssiges und Belangloses. Das wird der nächsten Generation sehr viel Lebensfreude rauben. Urlaub planen für nächstes Jahr? Vergesst es ....
Sicher, wessen streben effizienz ist der wird entäuscht werden. Aber wer z.B. mit Liebe die nicht efffizient sein muß oder mit Phantasie und Überraschungen lebt kommt jetzt schon macmal besser klar und dann erst recht. P.S.: Zeit kann man nicht verschwenden. man kann in der Zeit nur Sachen tun die länger oder kürzer dauern, subjektv sinnvoll sind oder nicht und kommt nicht gerade Lebensfreude auch z.B.: aus der Natur oder Kunst die alles andere ist als effizient?

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joomee 08.11.2015, 13:08
141. Artikel lesen!

Zitat von rainer432
Schuld an der Unsicherheit ist die Regierung, welche nicht mehr die Interessen des gemeinen Mannes vertritt, sondern nur noch die Interessen des internationalen Großkapitals. Die Flüchtlingsbewegungen und andere Unsicherheiten, wie zum Beispiel unsichere und schlecht bezahlte Jobs sowie eine allgemeine Unsolidität in der Gesellschaft, werden gezielt durch das internationale Großkapital (IGK) gefördert, um das Selbstbewusstsein der Menschen zu untergraben und sie so noch besser versklaven zu können. Das IGK möchte natürlich die Nationalstaaten zerstören, weil sie der eigenen Machtentfaltung Widerstand entgegensetzen. Dafür kommt eine Flüchtlingsbewegung gerade recht, weil das die betroffenen Völker schwächt und den Arbeitsmarkt für einfache Tätigkeiten unter Druck bringt . Es ist entscheidend, die Macht der Nationalstaaten zu stärken, auf dem Arbeitsmarkt die Waagschale zugunsten der Arbeitnehmer zu verschieben, dann gibt es auch Nachhaltigkeit. Dafür brächte es natürlich einen nationalen Gestaltungswillen, den die Regierung Merkel nie hatte. Entscheidend ist, dass das Volk wieder an die Macht kommt und die Macht der Konzerne gebrochen wird.
Der Verfasser schreibt von weltweiten Veränderungen und Einflüssen und Sie schreiben Schuld daran ist die einer Kanzlerin eines mittlergrossen Staates.

Sie sollten den Artikel nochmal in Ruhe lesen. Merkel macht ja vieles richtig und vieles falsch. Aber dass sie für alle Krisen und Herausforderung der Welt verantwortlich ist, glauben wohl nicht einmal Sie selber, oder doch?

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enzio 08.11.2015, 13:09
142.

Da fehlt doch noch etwas Herr Müller , was Sie stereotyp immer bringen: die Ausweitung der Kompetenzen für die EU. Dann wird alles besser.....

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Gaztelupe 08.11.2015, 13:12
143.

Zitat von Kosmolan
[...] Die Welt war schon immer in Bewegung. [...]
So ist es.

Man kann darüber streiten, inwiefern die Veränderungen dieser Tage emotional an ein Geschwindigkeitsempfinden gekoppelt sind, das wiederum das Gefühl der Unsicherheit verbreitet. Ich weiß allerdings nicht, welches Erlebnis die Generationen der Vergangenheit hatten.

Nüchtern betrachtet kann man jedoch auch eine gewisse Stabilität diagnostizieren. Vor hundert Jahren etwa hat sich das Leben des Einzelnen jedenfalls weitaus umfangreicher geändert, als das heute der Fall ist.

Mobilität, Kommunikationsmöglichkeiten, Teilhabe an gesellschaftlicher Entwicklung durch Bildung, medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhygiene ... die Liste der Umwälzungen ist ziemlich lang, vor allem die Diskrepanz zu den Zuständen vorher.

Für meine Generation war Telefonie bereits selbstverständlich. In jedem Haushalt standen ein oder mehrere Apparate; die Erfindung des Mobiltelefons für jeden wurde schon als kleine Sensation empfunden, das ist wahr. Als kleine Sensation, wohlgemerkt.

Flugreisen standen ebenso jederzeit zur Verfügung. Dass sie heute erheblich billiger sind, ist lediglich ein quantitativer Nebeneffekt. Bahnreisen, die auch für den kleinen Mann erschwinglich waren, sind hingegen eine der großen Veränderungen des letzten Jahrhunderts. Noch im 19. Jahrhundert kam ein Großteil der Landbevölkerung so gut wie nie aus dem Heimatdorf heraus.

Die Spätmoderne mit der Industrialisierung hat die Welt weit mehr verändert als die zur Revolution aufgeblasene Digitalisierung. Für Letztere gilt: Der sie begleitende Jubel geht auf die Nerven, denn den hat sie nicht verdient.

Der Menschheit geht es nicht so schlecht im Vergleich zu früher: 1960 waren bis zu 40 % der Weltbevölkerung unterernährt, heute geht nur noch 1 von 9 Menschen hungrig ins Bett. Insofern leben wir viel, viel sicherer.

Bei allen Sorgen ums Wohlstandsidyll: es gibt auch gute Gründe optimistisch zu sein.

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Mikel 08.11.2015, 13:12
144. Mit einer Grundeinstellung des Durchwurstelns

erreicht man kurzfristige Lösungen kurzfristig auftretender Probleme. Das birgt die Gefahr, dass diese kurzfristigen Lösungen qua mangelnder Übersicht auf lange Frist fatale Folgen haben können. Ich erspare mir hier die Nennung von Beispielen. Wenn sich alle nur noch durchwursteln und mögliche Planbarkeit noch nicht einmal mehr in Betracht gezogen wird, wird das Maximum an Unüberschaubarkeit erreicht sein. Letztlich aber wird in solch einer Gemengelage doch wieder der gewinnen, der in seinen Handlungen mehr Faktoren und größere Zeitabschnitte in Betracht zieht.

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kandana 08.11.2015, 13:13
145. ohne Titel

"Viele Menschen sind davon offenbar so schockiert, zumal in ihrer eigenen Partei, dass sie ihr die Gefolgschaft aufkündigen."
Ich glaube nicht, dass das der Grund ist, warum etablierte Parteien ihre Wähler verlieren. Entweder an Parteien, die man als Protestwähler wählt oder durch Nichtwählen.
Es ist nur merkwürdig, wenn ich die vielen Foren lese, dass die Entwicklungen für die Politik überraschend kommen und leider auch bis zum letzten Augenblick verleugnet werden. Währenddessen fühlt sich der normale Bürger verschaukelt, weil die Entwicklung mitunter so deutlich vorhersehbar war, dass man sich nur wundern und dann abwenden kann von einer Politik, die den Wählerwillen so permanent ignorieren, dass man sich degradiert fühlen muss. Degradiert vom mündigen Bürger zum Wahlschaf und/oder Melkkuh für Steuern.
Ob der Wille des Volkes richtig oder falsch ist, ist in einer Demokratie nicht wirklich relevant. Will das Volk keine ungeregelte Zuwanderung, aus welchen Gründen auch immer, dann hat ein Volksvertreter dies zu respektieren und entsprechend zu handeln.
Ebenso sollten Medien die Meinungsfreiheit respektieren. Werden radikale, rassistische oder einfach nur dämliche Kommentare veröffentlicht, steht es jedem frei, sie zur Diskussionsgrundlage zu nehmen oder mit Kopfschütteln zu ignorieren. Doch eine Zensur (Netikette) wie hier im Spiegel, wo einzelne Personen über andere Meinungen urteilen und sie gegebenenfalls sperren, ist ebenfalls nichts anderes als das Ignorieren des Bürgerwillens. Ihr solltet nicht bestimmen, was ich lese.

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uch 08.11.2015, 13:15
146. und wer hat es verbockt?

Jedenfalls nicht der ehrliche Steuerzahler, der abzüglich von 30 Tagen Jahresurlaub ab 5.00 Uhr morgens die Sterkassen füllt. Da sitzen dilettantische Politiker aller Parteien, konzeptlos und dem Großkapital dienend und spielen Monopolie. Nur weichgespülte Versager,mit geklauten Doktortiteln, die in der Wirtschaft zu nicht zu gebrauchen wären. Ja lieber Autor, Sie haben völlig recht, unberechenbar, weil die Unfähigkeit vieler Entscheidungsträger das Land und Europa destabilisiert, Demokratie nur noch eine Floskel ist!

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salsabiker 08.11.2015, 13:16
147.

Improvisieren in Deutschland, nein Danke, dafür waren die Deutschen nie schlau und flexibel genug.

Die Leute hier kann man in eine Bude sperren und sagen "konstruier das hier, nach Shema F", aber flexibilität war noch nie Deutschlands Stärke, schon gar nicht in gesellschaftlichen Dingen.

Das war schon immer eine Katastrophe.

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maxuli 08.11.2015, 13:17
148. Entropie

„Die Entropie nimmt halt zu.“ sagt die Physik. Auf menschliche Gesellschaften bezogen. Das menschliche Wesen ist so organisiert, das Leben – getrieben durch Neugier - immer noch komplexer zu gestalten. Das nennt man Fortschritt. Damit dies nicht ins Chaos führt, werden Gesetze und Institutionen zur Durchsetzung der Gesetze geschaffen. Neue Gesetze, die neues Chaos verhindern sollen, sind in einer Demokratie allerdings nicht leicht durchzusetzen, daher können chaotische Zustände, also Unsicherheiten, unter Umständen mal länger bestehen bleiben. Das ist das Wesen einer Demokratie. Um anthropogene Unsicherheiten in einer Gesellschaft auszuschließen, sollte man eine Diktatur einführen.

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binismus 08.11.2015, 13:17
149. Gesellschaft: Nichts ist mehr sicher.

Ja, das ist so, wenn man immer mehr und mehr haben will. Denn dann werden auch die Probleme und die Unsicherheiten größer.
Das ist als wolle man einen Verdränger ins Gleiten bringen.
Etwas mehr Bescheidenheit, Ruhe und somit Ausgewogenheit wäre besser. Denn die Ausgewogenheit ist das oberste Naturgesetz der göttlichen Energie. Weil nur dadurch eine echte Existenz und Weiterentwicklung möglich ist.
Aber es ist ein weiter Weg vom Homo sapiens, dem Vernunftbegabten, hin zum, von Vernunft geleiteten. Der Mensch denkt halt nicht logisch sondern psychologisch.

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