Forum: Wirtschaft
Gesetzesänderung: Familien drohen 2013 deutliche Einbußen beim Elterngeld
dapd

Kleine Gesetzesänderung, gravierende Folgen: Wer 2013 ein Baby bekommt, muss mindestens sieben Monate vor Geburtstermin in die richtige Steuerklasse wechseln. Sonst drohen kräftige Einbußen beim Elterngeld.

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nachdenk71 25.12.2012, 18:20
60. Elterngeld

im Gegensatz zu den anderen Kommentatoren halte ich die Neuregelung für wesentlich gerechter, da nunmehr eine Gleichbehandlung stattfindet, während früher lediglich diejenigen profitierten, die sich im Steuerrecht gut auskannten.

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antizins 25.12.2012, 18:22
61. Tja,...

Zitat von sysop
Kleine Gesetzesänderung, gravierende Folgen: Wer 2013 ein Baby bekommt, muss mindestens sieben Monate vor Geburtstermin in die richtige Steuerklasse wechseln. Sonst drohen kräftige Einbußen beim Elterngeld.
...hauptsache fuer die Rettung der Zockerbanken ist Geld da. Hey, CDU/CSU koennt Ihr bitte endlich das C aus Eurem Namen verschwinden lassen, christlich seid Ihr schon lange nicht mehr. Ach, SPD, lasst bitte das S verschwinden, sozial seid Ihr auch schon lange nicht mehr. Aber jedes Volk hat die ReGIERung die es verdient, oder?

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Paul-Merlin 25.12.2012, 18:46
62. Wundert nicht

statt ein einfaches, verständliches Steuerrecht zu schaffen ist in Deutschland ein unübersichtliches und damit auch ungerechtes Steuersystem etabliert worden. Die Änderung beim Elterngeld ist eben ein Bausteinchen mehr. Gleichwohl wählt der deutsche Michel die dafür verantwortlichen Parteien immer wieder. Fazit: Selber schuld.

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baban 25.12.2012, 18:53
63. Sieben Monate vorher ist deutlich später als bisher

Komisch wie sich die Leute hier aufrgen, ohne auch nur wirklich eine Ahnung haben. Bisher musste man wenn man den gleichen Vorteil haben wollte die Steuerklasse schon 12 Monate vor der Geburt ändern, um die beste Auszahlung zu bekommen. Wer sich also jetzt aufregt, dass er nicht über die Änderung informiert wurde, der hatt sich auch vorhe rnciht informiert und kann hier nciht die Schuld auf die Änderung schieben. Zumal es in diesem Zusammenhang auch schon Urteile wegen Steuer betrug gegeben hat.

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doubtful 25.12.2012, 19:02
64. ... stolze 59 Euro ...

immer schön das Optimale aus dem Sozialstaat herausquetschen!!!! Wie bitte, ich könnte 7-10 Euro verlieren, wenn ich nicht CLEVER!!!!! bin? Das darf nicht sein. Bitte verabreicht mir ein steuerrechtliches Seminar, damit ich mir diesen stolzen Betrag monatlich sichern kann!!!! Ich sag es Euch ganz offen: diese Mentalität finde ich zum Kotzen. Man stelle sich vor: der Staat zahlt Eltern ohne jede Gegenleistung bis zu 1800 Euro JEDEN MONAT, wenn sich ein Paar selbst verwirklichen will und ein Kind in die überfüllte Welt setzt. Je mehr der jeweilige Partner verdient, destö HÖHER fällt die Sozialleistung aus. ALG-2-Empfänger erhalten selbstverständlich überhaupt kein Elterngeld! Aber es ist natürlich extrem wichtig, den Gutverdienern jeden möglichen Euro aus den Sozialkassen zu sichern! Daher vielen Dank, lieber SPON, für diesen ausführlichen Artikel zu diesem existentiell wichtigen Thema. Wir möchten doch auf keinen Fall, dass das betroffene Paar auf einmal auf einen Latte Macchiato verzichten muss! Richtig ist hingegen, dass sich die Sozialleistung Elterngeld nicht nach der Bedürftigkeit richtet, sondern der Staat hier auf den dicksten Haufen am kräftigsten scheißt. Und da das ja alles doch teuer ist, ist es um so wichtiger, auf die Hartz IV-Empfänger zu schimpfen und sie kräftig unter öffentlichen Druck zu setzen. Schließlich ist es ja sehr herrlich einfach, auf die sozial Schwächsten einzuschlagen, statt es sich mit den Gut- und Besserverdienern zu verderben... übrigens: kann mir jemand sagen, wieso gerade eine SPD eine solche Asozialleistung einführt, von der die Gutverdiener am meisten profitieren und die Schwächsten gar nicht? Und warum die SPD gleichzeitig auf das Gängelungssystem Hartz IV so stolz ist? Wußtet Ihr, dass das Kindergeld in Deutschland genauso teuer ist, wie alle Leistungen nach Hartz IV zusammen? Für alle, die keine Allergie gegen Fakten haben, empfehle ich die Daten des Ministeriums für Arbeit und Soziales zum Sozialbudget 2011: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a230-11-sozialbudget-2011.pdf?__blob=publicationFile

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Korken 25.12.2012, 19:03
65. Schlafkappen

Ja wo waren sie denn , die Medien, die sonst alles unwichtige bis zum gehtnichtmehr aufbauschen? Wenn es wirklich mal um etwas wichtiges geht, merkt man davon gar nichts.

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hellerim 25.12.2012, 19:04
66. Missverstandene Steuerklasse

In Diskussionen um Steuern fällt immer wieder auf, dass das Instrument der Steuerklasse völlig missverstanden wird. Sie dient dazu, auf halbwegs realistische Art den Umfang laufender Vorauszahlungen festzulegen. Es kann durchaus sein, dass durch den Wechsel der Steuerklasse zunächst mehr Steuern entrichtet werden müssen. Nachdem jedoch die Steuererklärung eingereicht ist, wird die tatsächliche Steuerschuld ermittelt und mit dem abgeglichen, was auf Basis der Steuerklasse tatsächlich gezahlt wurde. So kommen Rückerstattungen oder Nachzahlungen zu Stande. Im Falle einer Rückerstattung wurde dem Staat also ein zinsloser Kredit gewährt. Dort, wo der Umfang des Kindergelds eine Rolle spielt, dürften die entgangenen Zinsen für so einen Kredit allerdings kaum eine nennenswerte Größe ausmachen.
Die Aussage, dass man ggfs. höhere Steuern in Kauf nehmen müsste, trifft so also sicherlich nicht zu. Was mir dagegen mehr als befremdlich erscheint, ist, dass die Höhe des Kindergeldes an einem solchen Hilfskonstrukt, wie es die Steuerklasse ist, festgemacht wird. Spätestens im Rahmen der Einkommensteuererklärung sollte solch ein Unsinn korrigiert werden können.

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irreal 25.12.2012, 19:19
67. Ich glaube Sie haben bei spiegel-online

Zitat von sysop
Kleine Gesetzesänderung, gravierende Folgen: Wer 2013 ein Baby bekommt, muss mindestens sieben Monate vor Geburtstermin in die richtige Steuerklasse wechseln. Sonst drohen kräftige Einbußen beim Elterngeld.
das alles nicht richtig verstanden. Kinder haben noch nie Vorteile in Geldmittel gebracht, die Vorteile sind anderer Natur.

Zudem wer bekommt ein Kind als Frau, wenn sie 2000€ brutto verdient?

Der sieht vermutlich eh keinen finanziellen Vorteil mehr. Und nachdem nun die Frauen die am Existenzminimum sich herumschlagen müssen in unserem so reichen Land (sprich Hartz4) sowieso kein Elterngeld mehr bekommen (durch die Anrechnung) ist bei denen nun gar nigs mehr zu sparen, um die Banken zu retten.

Nun geht es peu a peu die Einkommensleiter rauf.

Auch eine Form von Gerechtigkeit, also Proteste der sozial abgehängten Mütter kann da dann keiner mehr erwarten, weil wo waren da die anderen um die es jetzt geht?

Das hat auch System!

Meine Meinung und frohe Weihnacht wünsche ich von herzen.

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chbtwin 25.12.2012, 19:25
68.

Finanzielle Anreize erzeugen nicht mehr Kinder.
Diejenigen, die Kinderreichtum als kulturell traditionellen Wert erachten, helfen uns in Deutschland auch nicht weiter. Jene, die Kinder als Einkommensbereicherung sehen erst recht nicht.
Unser Beamtenstaat wird offenbar von Kinderlosen verwaltet. Das Verständnis für wahre Bedürfnisse junger Familien fehlt.

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gustavsche 25.12.2012, 19:36
69. Die Mitnahmegesellschaft.

Den Artikel sollte man ausdrucken und in eine Zeitkapsel stecken. In 50 Jahren werden sich die Menschen wundern, was die Deutschen im Jahre 2012 so umtreibt: Möglichst viel Sozialleistungen abgreifen.

Ich bin gegen das Elterngeld, genauso wie ich gegen das Kindergeld und die Herdprämie bin. Ich halte diese ganzen Einrichtungen für unnötig. Man sollte diese Leistungen abschaffen und die Steuern senken, sodass (angehende) Eltern mehr Spielraum haben, um zu sparen. Warum nicht 20000 € sparen, weil man ein Kind anno 2013 erwartet? Dann hätte man erstmal ordentlich Cash, sodass sich Vater oder Mutter ein, zwei Jahre um das Kind kümmern kann.

Nun haben wir leider diese Sozialleistungen und es gilt, das beste daraus zu machen. Ohne Bürokratie kann man diese Leistungen nicht umsetzen und letztendlich muss es auf solche irrwitzigen Regelungen hinauslaufen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Dass die Leute sich trotzdem beklagen, ist erbärmlich, denn sie bekommen ja nach wie vor ihre Sozialleistung.

Und dass man 7 Monate vor Geburtstermin die Steuerklasse wechseln muss, ist auch typische beamtisch. Beamte planen minutiös ihren Arbeitsalltag durch. Die wissen, wann sie morgens anfangen, wann die Mittagspause ist und wann Feierabend ist. Ich beispielsweise weiß es nicht. Ich lasse nicht alles um 17:30 Uhr stehen und liegen, sondern mache meine letzte Aufgabe des Tages zu ende und gegen vielleicht fünf Minuten später. Ein Telefonat mit dem Kunden kann ich auch nicht 17:30 beenden, mit der Begründung "Feierabend". Und Mittagspausen werden dann auch schonmal verschoben für ein Telefonat mit dem Kunden. Dann esse ich halt 15 Minuten später.

Aus der Lebenswirklichkeit eines Beamten erfolgt zwingend, dass der Geburtstermin frühzeitig bekannt ist. Auch eine Schwangerschaft ist schnell festgesellt. Frauen, die ihre Schwangerschaft erst nach dem dritten Monat feststellen (wie kürzlich in der Lindenstraße zu sehen), gibt es in der Beamtenwelt nicht.

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