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Gesetzesreform: Staat streckt Unterhalt für 714.000 Kinder vor
DPA

Viele Alleinerziehende bekommen von ihrem Ex-Partner keinen Unterhalt fürs Kind. Seit einer Gesetzesreform im Jahr 2017 springt der Staat immer öfter ein - bekommt das Geld aber später nur selten zurück.

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tales.dom 17.07.2018, 11:00
120. Lassen

Zitat von Trollfrühstücker
Bei der Kirchensteuer schafft unser Staat es, das Geld der Gläubigen gleich mit der Lohnsteuer abzugreifen. Warum nicht genau so im Namen der Kinder verfahren? Das würde ein unendliches Leiden beenden.
Sie sich einmal informieren, wie viele der Schuldner überhaupt einen Job haben. Die Darstellung ist leider nicht vollständig. Auch dieses System wird schamlos ausgenutzt, wie unser gesamtes Sozialsystem. Unsere Bürokratie ist gar nicht in der Lage, Missbrauch zu entdecken und abzustellen. Die sind froh, wenn sie ihre tägliche Arbeit einigermaßen fertig bekommen. Mit diesen Maßen hat doch kein Mensch gerechnet.

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Das dazu 17.07.2018, 11:04
121. Nachdenken

Zitat von Plasmabruzzler
"Bei manchen Ex-Partnern ist schlicht nichts zu holen." - dann stelle ich die Frage, wie es dazu kommt. Sind diese Leute nicht qualifiziert genug, einer geregelten Arbeit nachzugehen, um auch für ihre Lendenfrucht aufzukommen? Und wenn ja, warum lässt sich Frau ein Kind von solchen Leuten machen? Aus Verantwortungsgefühl gegenüber einem Kind oder der Gesellschaft würde ich doch ein Kind nur in gesicherten finanziellen Verhältnissen großziehen. Und wenn der Ex-Partner zu faul zum Arbeiten ist, um auch für sein Kind Unterhalt zu zahlen, sollten sofort sämtliche (Sozial-)leistungen eingestellt werden. Es ist ja kein Geheimnis, dass ein Kind eine enorme Verantwortung bedeutet und schlussendlich auch Geld kostet.
Man, wie kann man solche Parolen raushauen, ohne das Hirn einzuschalten?
Es gibt nicht nur Alleinerziehende, die "ungewollt" Schwanger wurden.
Wenn eine Ehe mit Kindern zerbricht, muss ein Partner eine neue Bleibe finden. Nun raten sie mal, wer das ist?
Derjenige, der ohne die Kinder gehen muss. Der darf an seine Ex Unterhalt zahlen, im Trennungsjahr sogar richtig viel.
Dann darf er Unterhalt an seine Kinder zahlen, nicht nach Leistungsfähigkeit, nein, nach Düsseldorfer Tabelle. Ob er Strassenfeger oder Manager ist, egal.
Dann muss er eine Bleibe zahlen plus Einrichtung, denn seine Einrichtung steht ja beim Ex-Partner.
Womöglich muss er ein neuen Wagen haben, da der Ex-Partner den einzigen Wagen behalten darf, da er ihn ja wegen der Kinder braucht.
Aber wie zur 50km entfernten Arbeit kommen, bei den tollen ÖPNVs?
Da schreiben Sie leichtfertig von gesicherten finanziellen Verhältnissen.
Noch nie mit Kindern geschieden worden, was?

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!!!Fovea!!! 17.07.2018, 11:04
122.

Zitat von Polemski
Sie nennen es verschuldet zu sein, ich nenne es Verantwortung zu tragen. Die Kinder können nämlich überhaupt nichts für die Trennung der Eltern! Was glauben Sie, wer den Unterhalt sonst zahlen soll? Der Steuerzahler? Machen Sie sich bitte nicht lächerlich, denn die Solidargemeinschaft hat dieses Kind nicht gezeugt. Punkt!
Na dann passen Sie mal auf, dass die Solidargemeinschaft nicht demnächst aufrechnet und die Rente bei Kinderlosen kürzt, am besten abschafft, denn warum sollen meine Kinder, die Solidargemeinschaft der Zeugungsfaulen finanzieren.
Kluge Sprüche machen ist eins, mal einen realistischen Gedankengang zu fassen ist das andere.

Bei den Krankenkassenbeiträgen ist doch schon ein schöner Anfang gemacht, dass Kinderlose mehr einzahlen.

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kuschkusch 17.07.2018, 11:04
123.

Zitat von Plasmabruzzler
Die Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle und deren Einnistung fällt bei der Methode aber rapide. Außerdem kostet die Methode relativ viel Geld.
Die Kosten einer Vasektomie sind allerdings nur ein Bruchteil von dem, was jahre(zehnte)langer Kindes- und Geschiedenenunterhalt ausmachen!

Man kann es nicht oft genug wiederholen: MÄNNER EMANZIPIERT EUCH!!! Zeugt ihr ein Kind, seid ihr quasi rechtelos. Seid nicht unvernünftig und glaubt den Behauptungen der Damenwelt - laßt euch sterilisieren, denn erst dann hat das russisch Roulette Spiel ein Ende!

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currywurst_hans 17.07.2018, 11:06
124. Nicht verwunderlich

bei einer Gesetzeslage, die die Väter zu rechtlosen Zahlsklaven degradiert. Der Nachwuchs wurde von beiden Elternteilen in die Welt gesetzt. Wenn es um die Kosten geht, steht aber stets nur der Vater im Fokus. Bei der Frau reicht der Umstand 'sie betreut' um sie von allen sonstigen finanziellen Konsequenzen ihres Nachwuchses frei zu stellen. Was bei Kinder bis fünf Jahren vielleicht noch akzeptabel ist, wird bei höherem Lebensalter der Kinder zur Farce. Die Betreuungsleistung nimmt immer weiter ab, der Unterhaltsanspruch steigt weiter an. Die Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Frau bleiben gänzlich unberücksichtigt. Warum obliegt es der Frau nicht genauso, sich um die finanzielle Versorgung und Absicherung ihres Nachwuchses zu kümmern?

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herm16 17.07.2018, 11:07
125. ja

ist wahrscheinlich so, dass das ganze Problem bei niederschwelligem Personen auftritt. Also müssten Psychologen darauf dringen, dass sterilisiert wird.

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nafisa 17.07.2018, 11:08
126.

Als Betroffene bin ich da zwiespältig.
Mein Expartner zahlt auch nicht. Verpflichtet wäre er, aber:
Der Mindestbehalt für den Ex-Partner liegt bei 1080 Euro, das ist nicht viel. Ich habe schon während der Ehe deutlich mehr verdient als er, bin also auf das Geld nicht angewiesen. Mir geht es insgesamt finanziell mit zwei Kindern sicher nicht schlechter als ihm ohne.
Ich klage das nicht ein und beantrage auch keinen Unterhaltsvorschuss. Kümmern tut er sich um die Kinder, aber es ist auch nicht so regelmäßig, wie eigentlich vereinbart.
Nun habe ich mich eben dazu entschlossen, ihn sein Leben leben zu lassen, und ich lebe meins... Ja, ich entlasse ihn damit irgendwie aus der Verantwortung, aber für mich ist das einfacher als nun den Rosenkrieg weiter zu führen.
Für mich persönlich wäre eine weitergehende steuerliche Entlastung von alleinerziehenden Berufstätigen hilfreicher - und natürlich gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, dann würden gar nicht erst so viele Notlagen entstehen.

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misterknowitall2 17.07.2018, 11:09
127. Alles bedacht?

Zitat von Manuel R.
...nicht reichen. Zunächst halten wird mal fest, dass der MINDESTunterhalt (Zahlbetrag) in der untersten Einkommensstufe des Unterhaltspflichtigen aktuell wie folgt betragen: 251€ (0-5 Jahre), 302€ (6-11 J.) und 370€ (12-17 J.). Dazu kommt beim Unterhaltsempfänger noch das Kindergeld von 194€ je Kind. In Summe sind das für EIN Kind je nach Alter also schon mal zwischen 445€ und 564€. Das ist eine Stange Geld. Mir kann niemand erzählen, dass in "nicht getrennten" Familien jeden Monat um 500€ für EIN Kind ausgegeben werden. Und jetzt komm mir bloß keiner mit "...alleine die Hälfte der Miete sind ja schon...". Das ist Schwachsinn. Die Mehrkosten einer Wohnung mit einem Zimmer mehr als der Erwachsene alleine benötigt liegen inkl. Nebenkosten je nach Wohnort vielleicht bei 150€. Die meisten Alleinerziehenden veranschlagen hier aber gerne 50% der Miete (ha ha ha). Nach Abzug des Mietanteils bleiben also für EIN Kind noch gute 350€ MONATLICH für alles andere. Und nein: Es gibt im Normalfall auch niemand 100€ jedem Monat für Kleidung aus. Auch Schulbücher fallen nur einmal im Jahr an. Und Pubertierende futtern zwar gerne mal ordentlich, aber auch nicht für 350€ monatlich. Und damit das niemand in den falschen Hals bekommt: Ich zahle schön jeden Monat 740€ insgesamt für meine zwei Jüngsten, habe aber sieben Jahre lang nicht einen Cent von der Mutter für die Älteste bekommen (inzwischen ist sie volljährig). Trotzdem ist das Kind - oh Wunder - nicht verhungert und hatte alles was ein Teenager so braucht.
Hmmmm, ich weiß nicht, aber natürlich bezahlen sie auch die Mutter mit, die letztlich ja auch ihr Kind betreut. Natürlich will das kein (geschiedener) Vater hören, aber denken sie mal dran, was der Vater für Betreuung aufwenden müsste, wenn die Mutter nicht wäre. Und dabei geht es um ganz alltägliche Sachen wie kochen, waschen, putzen, saubermachen, Hausaufgaben und was weiß ich nicht noch alles. Das sind nach wie vor Aufgaben, die der Vater gegenüber seinem Kind zu leisten hat und zwar zu 50%.

Bitte nicht falsch verstehen, ich meine nicht sie persönlich. Ich kenne sie ja gar nicht.

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upalatus 17.07.2018, 11:10
128.

Zitat von ideologiefreier-Realist
Und durfte meinen Sohn nicht sehen. Leider war die Gesetzeslage so, nur die Mutter bestimmte. Trotzdem habe ich immer gezahlt. Auch als ich arbeitslos war. Nannte sich Pflichtbewusstsein. Würde mir heute nicht mehr passieren. Allerdings war mir der Staat damals auch nicht so egal wie heute. Da der das Geld überall verbrennt, ja sogar an Leute massenhaft verteilt, die uns verachten und die meisten Deutschen das auch noch völlig in Ordnung finden, braucht man keine Rücksicht mehr nehmen. Nehmen was man kriegen kann ist die Devise. Soziale Denke ist was für Schwache oder Dumme. Und was sind 1,1 Mrd gegen 50 Mrd Kosten für das Menschengeschenk.
Sie wären der allererste in meinen 50 Lebensjahren, der so zahl/unterstützungs/mittragfreudig dem Staat gegenüber wäre oder gewesen sein will .........

Ich seh hier Klage, Gründe für Verantwortungsnegierung suchen, und Hauptsache ein trübes Süppchen anbringen können.

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pittiken 17.07.2018, 11:12
129.

Zitat von Spiegelleserin57
"Für meinen Sohn benötige ich im Monat nie und nimmer 300 € (Kita nehme ich mal raus, da die oft einkommensabhängig ist) und das ist ja nur der Teil vom zum Beispiel Vater. " die Kitagebühren gehören aber dazu. Kleidung, , Windeln etc incl Bücher und Spielsachen gehören auch dazu , ebenso wie regelmäßige Besuche vom Schwimmbad etc. da kommt sehr schnell dieser Betrag zusammen, besonders wenn man dann noch die Zuzahlung zu Medikamenten dazu rechnet. Das Geld sollte schon für das Kind verwendet werden und nicht die Haushalskasse aufbessern!
Ich weiß zwar nicht, was bei Ihnen alles unter Haushaltskasse läuft.

In unserem Haushalt waren die Ausgaben immer Teil der Haushaltskasse. Also warum soll dann der gezahlte Unterhalt nicht als Einnahmen in der Haushaltskasse verbucht werden?

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