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Gesetzliche Krankenversicherung: Immer mehr Versicherte schulden Kassen Beiträge
DPA

Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.

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wasnyxq 22.08.2012, 10:13
150.

Zitat von kdshp
Hallo, das war doch nach den reformen der schwarz-gelben bundesregierung zu erwarten!
Ulla Schmidt war soweit ich mich erinnere Mitglied eines Rot-Grünen Kabinetts.

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wasnyxq 22.08.2012, 10:15
151.

Zitat von berns
Wer 2 Krankenkassenbeiträge nicht bezahlen kann, dem werden nicht "die Leistungen gekürzt", sondern dem wird gekündigt! Deshalb sind nach wie vor über 400.000 Menschen in Deutschland ohne jede Krankenversicherung.
Nein. Seit 2007 nicht mehr. Da wird ihr Leistungsanspruch "ruhend" gestellt bei voller Beitragspflicht und 5% Säumniszuschlag pro Monat.

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wasnyxq 22.08.2012, 10:43
152.

Zitat von nebenjobber
mit Einführung der Krankenversichwerungspflicht ist das nicht mehr möglich. Sie dürfen lediglich in eine Art Basistarif eingestuft werden, der zumindest notwendige medizinische Behandlungen erstattet.
Diese Notfallversorgung ist reine Willkür und umfasst nicht mal Metformin oder Insulin für Diabetiker. Die meisten niedergelassen Ärzte verweigern bei "ruhendem Leistungsanspruch" die Behandlung bzw. verlangen eine Kostenübernahmezusage oder Vorkasse.

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wasnyxq 22.08.2012, 10:47
153.

Zitat von TheK79
...dass alle, die nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen, mindestens knapp 150€ bezahlen müssen, wundert das nicht.
Seit 2009 300,- € und seit 2011 eher 350,- €

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wasnyxq 22.08.2012, 10:55
154.

Zitat von Klopsdrops
Der Arbeitnehmer zahlt auch den gesamten Beitrag, genau so wie es bei Selbständigen auch der Fall ist. Augenscheinlich zahlt der Arbeitgeber im Falle eines Arbeitnehmers ja die Hälfte, aber real muss der Arbeitnehmer diesen Anteil ja sowieso auch durch seine eigene Arbeitskraft erstmal selbst erwirtschaften, bevor der Arbeitgeber diesen vom Arbeitnehmer erwirtschafteten Anteil zur Krankenversicherung bezahlen kann.
Und der Beitrag wird monatsweise an den tatsächlichen Verdienst angepasst. Bei Selbstständigen maximal halbjährlich.

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wasnyxq 22.08.2012, 11:00
155.

Zitat von David Soulomon
Nun sollte ich eine Art Schuldanerkenntnis mit Ratenzahlungsvereinbarung unterschreiben, in der ein Zinsdienst von 5 Prozent pro Monat(!) draufgeschlagen wird. Das würde einem Zinsaufschlag von 60% p.a. entsprechen.
Es sind mit Zinseszins 80%, denn 1,05 ^12 = 1,7959

Zitat von David Soulomon
Auf Nachfrage bei der Krankenkasse, hiess es, "so steht es im Gesetz".
Ja. Blos keine eigene Verantwortlichkeit zugeben. Mein ernstgemeinter Tipp an Sie: drohen Sie mit einer eigenen Insolvenz mit Nullplan. Lassen Sie eine "geeignete Stelle" den Vergleichsvorschlag erarbeiten.

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naklar? 22.08.2012, 11:24
156. Ob KV oder RV ...

Der Staat will keine Kleinselbständigen trotz aller anderweitigen Wahlkampfreden. Am liebsten sind Ihm Zeitarbeiter, Arbeitnehmer und Großkonzerne.

Vor 50 Jahren hatte der kleine Handwerksmeister ein größeres Jahreeinkommen als die Sesselpupser aus der Politik. Man will einfach keine unabhängigen Kleinselbständige mehr. Erpressbar muß das Volk sein, damit man morgen auch noch ein Pöstchen inne hat. Notfalls fahren die Panzer vor den Reichstag auf.

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ariette 22.08.2012, 13:38
157. Das Problem irgendwie nicht erfasst?!

Zitat von janne2109
Karte wie bei einer Bankkarte sofort erst eimmal ungültig machen, für die Handygebühren haben die Leute nämlich immer noch Geld.
Wer sind denn die Menschen, die ihre Krankenversicherung selbst zahlen müssen? Hauptsächlich Selbstständige?! Oder ehemailge Selbstständige, die nun zum Amt müssen und nicht einfach so zurück in die gesetzliche können. Die Leute, von denen Sie sprechen, deren KV-Beiträge werden meist vom Amt gezahlt.

Auch wenn es im Einzelfall sicher richtig ist - ich glaube kaum, dass das in der Mehrzahl der Fälle richtig ist. Abgesehen davon, werden Leute, die ihre Beoträge nicht zahlen so gut wie nicht behandelt. Vieleicht sollten Sie sich mit Ihren Stereotypen im Kopf ein anderes Thema zum kommentieren suchen.

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ariette 22.08.2012, 13:41
158. Stimmt nur zum Teil

Zitat von Indigo76
Die Krankenkassenbeiträge von ALG I und II - Empfängern werden vom Staat entrichtet. Wie kann es dann sein, dass Arbeitslose bei den Zahlungen säumig werden? Die Zusatzleistungen der Arge sind das letzte, was eingestellt wird. Da muss sich ein Arbeitsloser schon extrem arbeitsunwillig zeigen. Das durfte eigentlich nur ein winziger Prozentsatz sein.
Wenn jemand privat versichert ist (Selbstständiger) und dann zum Amt muss, zahlen die erst seit kurzem die Beiträge und auch nur einen bestimmten Tarif. Will man nicht wechseln, z.B. weil die Leistungen gen Null tendieren, sammeln sich Schulden an. Nur als Beispiel.

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ariette 22.08.2012, 14:03
159. Sie haben noch nicht von ALG 2 gelebt?!

Zitat von Indigo76
Ich möchte wirklich nicht wie der unsägliche Sarrazin klingen, aber jemand, der es sich leisten kann zu rauchen, der kann auch 8€ im Monat für seine Gesundheit aufbringen. Der Rückkehrschluss wäre dann nämlich, dass einem arbeitslosen Raucher die Zerstörung seiner Gesundheit wichtiger ist als die Erhaltung - sojemand braucht auch keine Krankenversicherung. Natürlich gibt es auch arbeitslose Nichtraucher. Aber die müssten rein rechnerisch ein paar Euronen übrig haben.
Da bleibt nicht viel - auch nicht als Nichtraucher, so einfach ist das. Und bei einigen geht es auch nicht "nur" um 8€

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