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Gesetzliche Krankenversicherung: Immer mehr Versicherte schulden Kassen Beiträge
DPA

Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.

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ariette 22.08.2012, 14:19
160. Kann ich bestätigen

Zitat von Galik
Ich bin Student, inzwischen über 25 und damit versicherungspflichtig. Die letzten 2 Jahre war ich im Ausland (wo keine Versicherungspflicht besteht) und aus finanziellen Gründen nicht versichert. Jetzt bin ich ieder in Deutschland, möchte mich versichern und bekomme daraufhin mitgeteilt, dass ich mich rückwirkend versichern muss. Insgesamt soll ich etwa 1600€ nachzahlen und natürlich zusätzlich meinen Beitrag von 76€ monatlich bezahlen. Bitte... wie soll ich das machen? Mit Wohnung, Verpflegung, GEZ, usw. komme ich selbst mit Job neben dem Studium so grade hin. Wenn ich nicht zahle, dann kommen Strafen auf mich zu und der Schuldenberg wird noch größer. Aber wo soll ich sonst sparen? Bei der Wohnung sicher nicht, sonst sitze ich bald auf der Straße. Mein Studium ist nächstes Jahr beendet, aber bis dahin muss ich mich irgendwie durchbeißen.
Nur war ich glücklicherweise im Ausland versichert und konnte das dann auch auf Anfrage nachweisen. Am besten nochmal persönlich mit denen reden, vielleicht kann der Rückzahlungsbetrag bis nach dem Studium gestundet werden.

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ariette 22.08.2012, 14:28
161. Die Frage zu den Arbeitslosen und so

Also eingie hatte es gewundert, dass Arbeitslose Rückstände ansammeln können, weil die Beiträge ja normalerweise das Amt übernimmt. Das ist allerdings nur teilweise richtig. Die übernehmen dass für privat oder freiwillig versicherte für den Basistarif. Hat man einen anderen, der teurer ist, muss man die Different selber zahlen. Das gleiche gilt für Zusatzbeiträge (Risiskoaufschläge), die vor allem bei älteren Versicherten oft erhoben werden. Wer es genauer wissen möchte, hier eine schöne Zusammenfassung: Jobcenter übernehmen PKV-Beiträge
Wenn man sich das durchliest, wird auch klar, dass nicht nur die assozialen Besserverdiener, die nun Hartz4 bekommen (aha...passiert sicher ständig) privat versichert sind und daran ja selbst schuld - auch Hartz4 Empfänger, die vor Einführung der Versicherungspflicht nicht versichert waren, müssen sich nun privat versichern.

Und auch trotz Versicherungspflicht gibt es immer noch Menschen, die nicht versichert sind. Das ist nicht recherchiert von SPON, sondern naiv, wer das glaubt. Ein gutes Beispiel ist das von Galileo(?) - also im Ausland gewesen, nun möchte die KV einen Nachweis über die Versicheurng im Ausland oder sämtliche Beträge nachgezahlt bekommen (dass ist auch so, wenn man richtig abgemeldet war in D, ich hatte keinen Wohnsitz in D und musste das trotzdem nachweisen oder hätte zahlen müssen)... also wird sich der eine oder andere einfach nicht versichern. Das gleiche gilt für Studenten, die nicht mehr familineversichert sein können. Lebensgemeinschaften, bei denen einer Hartz4 erhält und der andere ein relativ geringes Einkommen hat....es gibt hier ne Menge Möglichkeiten, wie man in D nicht krankenversichert sein kann. Meist ist es nicht freiwillig sondern hat mit einer gewissen Not zu tun....Aber die rauchen, saufen und telefonieren ja die ganze Zeit, deswegen sind sie selbst schuld.....

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spartakus59 23.08.2012, 12:58
162. Das wohl korrupteste System; Das Gesundheitswesen

Über 200 Einheitskrankenkassen! Der TK-Vorstand gönnt sich z.B ein Gehalt von über 400.000 EURONEN. Die Gutverdienenden GKV-Mitarbeiter sind womöglich auch noch in der wesentlicheren Privaten KK. Ein tolles Solidaritätssystem!

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sandra87k 27.12.2012, 14:18
163.

Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.

Beitragsschulden bei gesetzlichen Krankenkassen um 55 Prozent erhöht - SPIEGEL ONLINE[/QUOTE]
Für die Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit durch die behandelnden Ärzte und den Anspruch auf Krankengeld bei einer Krankenkasse sind die Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien anzuwenden. Das bedeutet jedoch auch, dass nicht jeder Arbeitslose einen Anspruch auf krankengeld im Falle einer Arbeitsunfähigkeit hat. Dies ist Fakt. Warum soll ein Ablehnungsbescheid erteilt werden? Nur dann, wenn die Krankenkasse diese Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien nicht beachtet hat, kann bei dieser Krankenkasse Widerspruch eingelegt werden. Krankenkassenvergleich | Privatekrankenversicherung Preisvergleich

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gandalf_guevara 27.12.2012, 14:31
164.

Zitat von janne2109
Karte wie bei einer Bankkarte sofort erst eimmal ungültig machen, für die Handygebühren haben die Leute nämlich immer noch Geld.
Geht, mangels zentraler DV-Infrastruktur, mit den Versichertenkarten nicht.
werden beim Arzt "eingelesen" - aber ein Online-Abgleich irgendeiner Art findet nicht statt.
Wer Karte hat - wird behandelt.

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spon-facebook-10000214707 26.01.2013, 17:14
165. Es kommt noch schlimmer

Betroffen sind Erwerbslose ebenso wie Zeitarbeitsnehmer oder Aufstocker.

Ziel der Gesetzesreform ist, die Klagemöglichkeiten deutlich einzuschränken, um die Klageflut an den Sozialgerichten einzuschränken. Hierfür wurden drei wesentliche Eckpunkte eingefügt. So sollen einkommensschwache Bürger keinen direkten Zugang mehr zu Rechtsanwälten erhalten. Stattdessen muss ein Rechtspfleger einen entsprechend begründeten Antrag bewilligen. Die Einkommensschwelle soll für den Zugang zu Rechtshilfen um rund 100 Euro in Richtung Hartz-IV-Niveau abgesenkt werden. Die Rückzahlung der Kosten soll laut Entwurf auf sechs Jahre verlängert werden.

Erwerbslosen-, Juristen und Sozialverbände kritisieren den Entwurf scharf. Vor allem Frauen, Hartz-IV-Empfänger und prekär Beschäftigte wären durch die Reform stark benachteiligt. "Gerade für Hartz-IV-Empfänger gelten fast alle Jobs als zumutbar. Das neue Gesetz würde es ihnen deutlich erschweren, gegen die zunehmenden Sanktionen der Jobcenter juristisch vorzugehen und sich einen Anwalt zu nehmen", erklärte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Statt die Gesetzgebungen zu reformieren, soll nunmehr der Klageweg deutlich erschwert werden, um die steigende Klagewelle zu minimieren.

"Die Absenkung des Schwellenwertes für den Zugang zur Beratungs- und Prozesskostenhilfe um nahezu 100 Euro und die Verkomplizierung von Verfahren betrifft vor allem die Erwerbstätigen mit Niedriglöhnen und auch solche, die ihren Lohn durch Arbeitslosengeld II aufstocken müssen“, berichtet der Bereichsleiter für Arbeitsmarkt- und Erwerbslosenpolitik im verdi-Bundesvorstand Bernhard Jirku gegenüber „Telepolis“. Der Niedriglohnsektor wird in Deutschland immer größer. Daher sind zunehmend Mini-Jobber, Schein-Selbstständige, Zeitarbeitsnehmer und Zeitvertragsarbeitsnehmer von den Neuregelungen betroffen. „Es trifft auch Familien, die auf den Kindergeldzuschlag angewiesen sind, und zahlreiche Kinder, deren Eltern mittlere Einkommen haben“.

Der Bundestag ist aufgefordert, die momentan gültige Version der Beratungs- und Prozesskostenhilfe für HARTZ IV-Betroffene und Einkommensschwache NICHT anzutasten.

Quelle der Hauptinformation: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-betroffene-sollen-nicht-mehr-klagen-9001269.php

BITTE UNTERZEICHNEN SIE DIESE PETITION!
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_12/_30/Petition_38829.nc.$$$.a.u.html

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