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Gesetzliche Krankenversicherung: Immer mehr Versicherte schulden Kassen Beiträge
DPA

Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.

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stevie76 21.08.2012, 10:08
20.

Zitat von sysop
Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.
nun ja, wer vor der krankenversicherungspflicht nicht versichert war war dies sicher nicht aus spass an der freud, sondern weil er keine kohle hatte.
warum sollte er nach einführung einer krankenkassenpflicht mehr kohle haben?

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berni-t 21.08.2012, 10:10
21.

Liebe SPON Redakteure,

Was mich an diesem Beitrag so stutzig macht ist, dass ich wieder einmal festgestellten musste, dass die journalistische Recherche sich wohl auf das abtippen von dpa-Nachrichten reduziert.
Selbstständiges Denken, am Ende sogar noch eigene Recherche gehören wohl nicht mehr zur Basis Arbeit eines Journalisten.
Wie sonst kann man als Ursache für die steigenden säumigen Beitragszahler Ula Schmidt angeben, die 2007 das Pflichtsystem eingeführt hat. Ich mag sie bei Leibe nicht, aber die Gründe für das jetzige Problem sind vielfältig: keine Lust etwas zu Zahlen und kein Geld mehr, um die zwei wichtigste Gründe zu nennen.

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Chimaere 21.08.2012, 10:14
22. Ach ja?

" Es liege "nicht in unserem Interesse, dass man Kioskbesitzer und andere Kleinunternehmer in Zahlungsprobleme treibt", sagte er."

Ach ja? Das ist ja eine urplötzliche Einsicht, denn natürlich war es doch bei Einführung der Versicherungspflicht absolut vorhersehbar, dass Krankenkassenbeiträge von EUR 500,- bis bis zu EUR 1000,- im Monate Selbständige mit geringem Einkommen, gerade auch, wenn diese sich eigentlich zur Ruhe setzen wollen, in den finanziellen Ruin treiben würden.

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magnusausonius 21.08.2012, 10:16
23. Ein Danaergeschenk, Frau Schmidt!

Das gilt im Übrigen auch für die privaten Krankenversicherungen. Es sind durchaus nicht nur "geringverdienende Selbständige, Arbeitslose und verarmte Personen" die ihre Beiträge nicht mehr bezahlen (können)... In vielen Fällen versuchen durchaus solvente Versicherte sich mit allen Mitteln ihren Beitragsverpflichtungen zu Lasten der Versicherungsgemeinschaft zu entziehen. Letztlich erhalten sie ja immer einen Grundversicherungsschutz umsonst. Auch ein Grund, warum für die Beiträge für alle anderen ständig steigen. Aber das konnten die gesundheitspolitischen Gutmenschen in der Sozialdemokratie ja nicht wissen.

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stevie76 21.08.2012, 10:18
24.

Zitat von TeslaTraX
wie können denn arbeitslose nicht zahlen ? das übernimmt doch die arbeitsagentur, oder? alg2 empfänger sind doch auch versichert, aber verarmte Personen zahlen die Beiträge nicht ? Verstehe ich nicht so ganz, in welchen fällen das so eintreten kann...
zb wenn sie alg 2 beziehen, mit arbeitendem partner wohnen und sie dann irgendwann als eheliche gemeinschaft eingestuft werden. dann soll ihr partner ihre krankenversicherung zahlen.
wobei, in den satzungen der krankenversicherungen steht auch, dass auf ausstehende beiträge verzichtet werden kann, wenn das eintreiben beim schuldner zu unbilliger härte führen kann. das hätte spon thematisieren können.

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helloworld1 21.08.2012, 10:20
25. diese entwicklung ist doch logisch

die kosten explodieren, weil man den lobbyisten im gesundheitswesen hörig ist. anstatt hier mehr wettbewerb zuzulassen (z.B. ausländische online-apotheken mit billigen deutschen medikamenten) oder völlige niederlassungsfreiheit von ärzten (keine gebietsmonopole mehr und damit setzt sich die bessere leistung beim besseren arzt durch), oder kostentransparenz zu schaffen (z.B. jeder bekommt eine rechnung und wenn es nur eine info-rechnung zur kontrolle bei den GKVlern ist), kommt man auf die idee, wieder mal die einnahmen bei der unorganisierten masse zu steigern. bei den kleinunternehmen hat man die richtigen entdeckt (sie zählen ja auch nicht zu den wählern, die man vertreten möchte). als nächstes müssen gerade sie auch noch pflichtrentenbeiträge zahlen, mit dem ergebnis, dass man die kuh schlachtet, die man melken möchte.

wenn es nach mir geht, könnte man das ganze system privatisieren und deregulieren. so wie es jetzt läuft, wird es am ende nur für viel, viel geld, den solidarischen hustensaft für lungenkrebs geben....sorry, aber unser gesundheitssystem ist ein synonym für erfolgreiche lobbyarbeit....genau wie es das seit 2008 erfolgreiche abmahnwesen der musikindustrie incl. beweislastumkehr für die betroffenen ist.

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gagavi 21.08.2012, 10:24
26. Ochsentour bei der Neuversicherung.

Der Weg in die private KK.

Ohne Versicherungsvertreter, dem man auch vertrauen kann, geht gar nichts.
Voraussetzungen (Stand 01.09.2012):
Einen Eurobetrag von (+/- 10%) 4.000 für den Prämienzuschlag.

Der Gesundheitscheck umfasst auch den Zustand der Zähne. Einen Zahnarzt sollte man vorab konsultieren und die schlimmsten Baustellen reparieren lassen. Zahlt man selbst.

Den allgemeinen Gesundheitscheck beim Hausarzt inkl. der Blutwerte. Dabei achten die KKs besonders auf den Gamma-GT (Leber) und Cholesterin. Kosten mit Labor ca. 220 Euro.

Wer ohne Krankenversicherung heutzutage ist, verstößt gegen das Gesetz. Deshalb hat man auch mehrere Jahre im Ausland (vorzugsweise England oder USA) gelebt und gearbeitet.

Sollte die KK nicht erlauben, dass man die Ärzte selbst auswählt, sondern den von der Versicherung bestellten Doktor nehmen muss, ist das Scheitern vorprommamiert.

Ich bin kein Versicherungsvertreter oder in dieser Branche tätig, habe aber diese Tour erfolgreich hinter mich gebracht.

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kdshp 21.08.2012, 10:25
27. Titel:Bürger

Zitat von sysop
Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.
Hallo,

das war doch nach den reformen der schwarz-gelben bundesregierung zu erwarten!

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TeslaTraX 21.08.2012, 10:26
28. optional

Zitat:"Wenn die Arbeitgeber 300 Mio schulden, die Versicherten aber nur 227 Mio., dann sollte das doch wohl heißen: "Immer mehr Arbeitgeber schulden Kassen Beiträge für ihre Beschäftigten" - oder?"

Ne, die haben sicher schon immer nicht gezahlt lese ich zwischen den Zeilen^^

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berns 21.08.2012, 10:28
29. Bitte erst mal richtig recherchieren!

Wer 2 Krankenkassenbeiträge nicht bezahlen kann, dem werden nicht "die Leistungen gekürzt", sondern dem wird gekündigt! Deshalb sind nach wie vor über 400.000 Menschen in Deutschland ohne jede Krankenversicherung.

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