Forum: Wirtschaft
Gesetzliche Krankenversicherung: Immer mehr Versicherte schulden Kassen Beiträge
DPA

Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.

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hubertrudnick1 21.08.2012, 10:29
30. Dänemark

Zitat von philantrophy
Dort ist zwar die Mehrwertsteuer bei 25 %, aber hieraus wird die Krankenversicherung aller Bürger finanziert! Bei uns wird neben der Mehrwertsteuer von 19 % ein Beitrag von 15 % für die Gesundheitsversorgung fällig.
Man muss nicht immer alles so machen wie es andere tun, wobei sie auch so einige Problem mit der hohen MST haben.
Die Ursachen liegen doch ganz woanders und die muss man angehen.
HR

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pförtner 21.08.2012, 10:31
31. Und was schulden uns die Kassen

Dann reden wir mal davon was mir die Postbeamtenkrankenkasse schuldet, weil sie sich weigert die Krankenhauskosten bei Erkrankung an MCS - Multiple Chemical Sensitiyity zu bezahlen die ich dann selbst tragen musste.
Krankenhauskosten 2000,00 €
+ Krankenhaustagegeld ca. 600,00 €

Für die PBeakrk gibt es keine MCS ,für sie ist die Krankheit psychisch,obwohl die Krankheit unter der Kennziffer T.78.4 von der WHO als Umwelterkrankung anerkannt und Deutschland Mitglied in der WHO ist!

Prozeßkosten zahlt meine Rechtschutz ,den selbstverständlich habe ich die Kasse verklagt.

Denn ich zahle meine Krankenversicherung immer pünktlich, nur bin ich der Kasse als alter Mensch mit MCS zu Kostenträchtig. Aber der Spiegel, der sonst überalles schreibt ,darüber berichtet er nicht !

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xenoxx 21.08.2012, 10:33
32. Eu?

Zitat von paoloDeG
Die Außenstände in nur einem Jahr stiegen um 55 Prozent. Das passiert in Deutschland und was passiert in Griechenland und in anderen EU-Staaten ? Die EU ist ein Missgebilde !
Na ja - die EU ist gewiss an mancher Fehlentwicklung beteiligt. Aber was die EU mit den verschiedenen Krankenkassensystemen der einzelnen Länder zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht.

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Peter_Leipzig 21.08.2012, 10:35
33. Andere Erfahrung

Zitat von leuchturm
... Verdiene ich weniger als die Beitragsbemessungsgrenze muss ich das der Krankenversicherung durch meinen Steuerbescheid nachweisen. Überzahlte Beiträge bekomme ich nicht zurück. ...
Das ist aber komisch, meine Barmer GEK zahlte mir die zuviel gezahlten Beiträge nach Einreichung des Steuerbescheides zurück.


Zum eigentlichen Thema:
Wenn Kosten für die Krankenkassen nicht bezahlt werden können, dann kann man entweder sein Geschäftsmodell überdenken und etwas an der Situation ändern, oder weitere Schulden bis zur Privatinsolvenz ansammeln.
Bei der 2. Möglichkeit zahlen dann alle anderen dafür mit. Leider stehen beide Möglichkeiten oft in einem Zusammenhang.

Schönen Tag

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tobiash 21.08.2012, 10:35
34. Klaro,...

Zitat von rob72
Ich kenne alleine 2 Fälle die bis heute nicht krankenversichert sind, weil sie sich die absurden Strafzahlungen nicht leisten können. Nämlich einfach in die Kasse zurück geht nicht, für jeden Monat in dem man nicht versichert war muss man Strafzahlungen leisten und da kommen schnell ein paar Tausend Euro zusammen.
... das käme den Hochleistungssolidargemeinschaftlern gerade recht! Wenn sie gut verdienen die Solidargemeinschaft verlassen und ein Privatversichertensüppchen kochen, wenn es dann mal nicht so gut läuft, über hohe Strafzahlungen meckern!

Ich bin ein treuer Anhänger der freiwillig gesetzlichen Krankenversicherung und habe keinerlei Probleme, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück zu kehren. Dafür finanziere ich jetzt auch etwas weniger leistungsstarke Mitgleider, die bei gleicher Leistung deutlich weniger Beiträge entrichten.

Das kann man gerecht finden oder auch nicht - die Wahl hat man selbst!

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spon-facebook-10000198664 21.08.2012, 10:36
35. Strafzulagen.....

....ich pflichte beobachter999 voll und ganz bei. Wie soll jemand, der seine KV oder KfZ-Steuer oä. nicht bezahlen kann, auch noch Mahngebühren, Strafzulagen und sonstige von erfinderischen Beamten kreierte Grausamkeiten bezahlen können, wenn sie schon nicht in der Lage sind, die ursprünglich geforderte Summe aufzutreiben. Da werden Menschen mit finanziellen Problemen zu Kriminellen gemacht......ist das im Sinn der Allgemeinheit? - ganz zu schweigen von dem Individuum?
Oder anders ausgedrückt: Die Würde des Menschen ist von Staats wegen antastbar....

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Eluis 21.08.2012, 10:37
36. optional

Zitat von zeitmax
Wenn die Arbeitgeber 300 Mio schulden, die Versicherten aber nur 227 Mio., dann sollte das doch wohl heißen: "Immer mehr Arbeitgeber schulden Kassen Beiträge für ihre Beschäftigten" - oder?
Aber das ist nicht die einzige "Ungenauigkeit" in der Überschrift.

Denn es sind ja nicht nur Deutsche, sondern auch Nichtdeutsche, die als Mitglieder der GKV ihre Beiträge nicht leisten können, aber das wäre ja wohl auch nicht so reisserisch gewesen.

Weiterhin können es ja nur freiwillig Versicherte in der GKV sein, die den Arbeitnehmerbeitrag mit dem Gehalt ausgezahlt bekommen und dann den Gesamtbeitrag überweisen müssen, das können aber wohl nicht so viele sein, denn in den meisten Fällen werden die AN-Beiträge vom Arbeitgeber einbehalten und abgeführt.

Wohl eher sind es kleine Selbständige, die durch die KV-Pflicht gezwungen sind, in die Sozialkassen einzuzahlen und denen dann das Geld fehlt, ihr Geschäft zu betreiben. Der Mindestbeitrag hier ist wohl viel zu hoch, wie bereits weiter oben im Forum beschrieben.

Die kleinen Selbständigen haben leider keine Lobby in Deutschland.

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tobiash 21.08.2012, 10:40
37. Bei...

Zitat von edu28015
Jetzt kommen die Probleme einer halb-staatlichen Gesundheitsversorgung zum Vorschein. Gäbe es eine Universal-Gesungheits-Grundversogung, in die ALLE, die Einkünfte haben, einzahlen, dann hätten wir diese Auswüchse nicht. Es spricht ja nichts dagegen, dass der, der Extras haben will, dann Zusatzversicherungen abschließt. Aber in einem "Sozialstaat", ohne Versorgung dazustehen (und dann noch Strafen zahlen zu müssen, weil man arm ist) ist eigentlich ein Skandal.
Ihrer UGG gehe ich voll mit! Es darf in der tat nicht sein, dass sich die Besserverdienenden aus der Solidargemeinschaft verabschieden und ihre eigene Solidargemeinschaft schaffen.

Es stehen bei uns aber eben nur genau diese Personen ohne Versorgung dar, denn ansonsten zahlt der Staat. Und wer sich aus der Solidargemeinschaft verabschiedet, der sollte ihr dann bei Bedarf auch nicht einfach wieder beitreten dürfen. Das wäre noch unsoziaer als es heute schon ist!

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Ruhri1972 21.08.2012, 10:41
38.

Bei Freiberuflern und Selbständige in der gesetzlichen Krankenversicherung sollte der normale Beitragssatz für Arbeitnehmer Anwendung finden (Nachweis über Steuerbescheid) - gleichzeitig sollte aber die Beitragsbemessungsgrenze abgeschaft werden. Da die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse eh in einem gemeinsamen Topf gehen, könnte der Einzug der Beiträge auch gleich über das Finanzamt erfolgen (das spart Bürokratiekosten)

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ego_me_absolvo 21.08.2012, 10:42
39. Mumpitz!

Ein von den ach so armen Kassen aufgeblasener Popanz! Wenn ein zwischenzeitlich unversicherter in seine letzte Kasse zurück will – oder muss- bekommt er als erstes ALLE seit Beginn der Zwangsversicherungspflicht für ihn theoretisch aufgelaufenen Beiträge aufgebrummt, oft fünfstellige Summen. Und so lange diese Pseudo-Rückstände nicht bezahlt sind, erhält er –bestenfalls- den Minimalversicherungs“schutz“ der Notfallmedizin. Die Kasse macht, per Gesetz ermächtigt, einen Rückkehrer zum Schuldner und treibt ihn auch ohne Rücksicht in die Insolvenz. In der Zeit des nicht-versichert-seins hat dieser Rückkehrer aber keine Leistungen in Anspruch genommen (und auch nicht können, er war ja nicht versichert). Was bei unseren diätetisierten Pfründenpolitikern nie verstanden wurde ist die Tatsache, dass es Menschen gibt, die ihr Geld brauchen, um davon zu essen und zu wohnen. Krank ist man vielleicht zweimal im Jahr, aber wohnen muss man täglich und Essen tut auch Not. Aber wer sich, wie unsere gewählten Abgeordneten, um seine eigene KV keine Gedanken machen muss, dem ist das Schicksal und die oft bittere Not der „Nicht-zahlen-Könner“ sowas von Mumpe...Irgendwann wird den Herrschaften hoffentlich die Laterne aufgehen...

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