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Gesetzliche Krankenversicherung: Immer mehr Versicherte schulden Kassen Beiträge
DPA

Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.

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Indigo76 21.08.2012, 11:03
50.

Zitat von Traumflug
Im Beitrag geht es nicht um Arbeitslose, sonderun um (selbstständige) Geringverdiener. ALG II beinhaltet Wohnung, € 375.- zum leben und eben die Krankenversicherung. Berechnet wird die Zuzahlung zum Einkommen jedoch nur nach Wohnung und diesen € 375.-. Erwirtschaftet man nun ein wenig mehr, z.B. Wohnungskosten und € 450,-, fällt man aus der ALG II-Zuzahlung raus. Eine Differenz von € 75,- reicht aber vorne und hinten nicht, einen Krankenkassenbeitrag zu bezahlen, denn der liegt eher bei € 300,- aufwärts.
Alles richtig. Im Artikel stehen unter anderm aber AUCH Arbeitslose. Und nur darauf bezog sich mein Kommentar. Mir ist bewusst, dass es sich dabei nur um einen einzigen Satz im ganzen Artikel handelt, aber man muss auch den GANZEN Artikel lesen, um ihn KOMPLETT zu verstehen!

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DrSnow 21.08.2012, 11:03
51. Ungerechte Mindestbeiträge

Wer wundert sich denn noch bei diesem verkorksten und zudem hochgradig ungerechten Beitragssystem?
Bei Selbständigen wird ein sog. fiktives Mindesteinkommen von mittlerweile fast 2000 Euro monatlich ansetzt. Die GKV unterstellt sozusagen einen Monatsverdienst, der für viele Selbständigen und freiwillig Versicherten völlig illusorisch ist.
So schwanken die Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit in aller Regel beträchtlich - die monatliche Belastung von fast 300 Euro bleibt. Für diese Personengruppe ist es oft schwer überhaupt den Beitrag aufzubringen, wohingegen ALG-II Beziehenden ein viel geringerer pauschaler Beitrag von der Bundesagentur überwiesen wird, und bei geringfügig Beschäftigten dem Arbeitgeber ein lächerlich niedriger Pauschalsatz in Rechnung gestellt wird.

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ego_me_absolvo 21.08.2012, 11:08
52. Thema verfehlt!

Zitat von tobiash
falsch! Die gesetzliche Krankenversicherung lebt eben nicht nur von kranken Beitragszahlern, sondern auch von den Gesunden! Und wer sich in die private KKV verabschiedet, der verabschiedet sich aus der Solidargemeinschaft! Ansonsten würde es in der gesetzlichen KK von armen Kranken wimmeln und in der privaten KK von reichen Gesunden. Die Entscheidung trifft jeder selbst; es wird niemand gezwungen, die Solidargemeinschaft zu verlassen, dafür gibt es die . Wer aber meint, die gesetzliche KK bietet zu wenig Leistung bei zu hohen Beiträgen, der sollte sein Gehirn einschalten und ein klein wenig in die Zukunft schauen! Letztendlich muss jeder die Entscheidung selbst treffen, mit vor und Nachteilen!
Mit dieser "Antwort" ist nun wirklich gründlich das Thema verfehlt. Es war weder von der privaten KV die Rede noch von Leistungen der KV noch von Vor- und Nachteilen irgendwelcher Systeme. Das Posting hat etwa soviel Sinnbezug als ob jemand, nach der Uhrzeit gefragt, mit "Blau" antwortet!

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tom-rossi 21.08.2012, 11:11
53. Warum...

...machen wir das nicht wie bei der Griechenlandhilfe. Die sind auch schon lange pleite und trotzdem werfen wir denen die Kohle seit Jahren hinterher. Motto: "Geh´ pleite, und dir wird geholfen !". Ein Schelm, wer böses dabei denkt :-)

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stefansaa 21.08.2012, 11:12
54.

Zitat von philantrophy
Dort ist zwar die Mehrwertsteuer bei 25 %, aber hieraus wird die Krankenversicherung aller Bürger finanziert! Bei uns wird neben der Mehrwertsteuer von 19 % ein Beitrag von 15 % für die Gesundheitsversorgung fällig.
Das Dänische Steuersystem ist in der Tat besser. Jedoch kann dieses System nicht 1:1 auf Deutschland projiziert werden. Die Volkswirtschaftlichen Unterschiede (Alterspyramide, Bevölkerungsanzahl, Einwanderer etc. Wohlfahrtsstaat usw. usf) sich zu stark unterscheiden. Das System würde hier nicht funktionieren.

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der_gehetzte 21.08.2012, 11:14
55. Das tatsächliche Problem ist...

...die sinkende Geburtenrate - von Jahr zu Jahr gibts hier neue Negativrekorde zu vermelden. Aber der Politik ist dieses Problem anscheinend nicht wichtig genug, um es endlich mal anzugehen. Weil man durch kurzfristige Maßnahmen auf Wählerstimmen hoffen kann. Ein Problem, dessen Lösung sich erst in mehren Jahrzehnten bezahlt macht ist schlicht nicht attraktiv für die Politik - daran kann sich schließlich niemand profilieren. Dabei ist die sinkende Geburtenrate eines der größten Probleme die Deutschland hat. Und die Politik schaut dem seit Jahrzehnten tatenlos zu.

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jdm11000 21.08.2012, 11:15
56. Zwang zur Krankenkassenpflicht - Unfreiheit

Zitat von sysop
Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.
Mit der Einführung einer Krankenkassenpflicht wurde nunmehr postuliert, daß die freie Entscheidung, ob man Geld verdienen will oder nicht, entgültig gesetzlich verankert wurde.
Wenn jemand kein Geld verdienen will - dann muss er oder sie dennoch Geld für einen Krankenkassenbeitrag aufbringen. Die freie Entscheidung also, für das Geldverdienen oder gegen das Geldverdienen, hat nunmehr der immer mehr übermächtig werdende Staat abgekommen.
Wir haben jetzt eine Pflicht zur Krankenkasse - es fehlt noch die Pflicht zur Rentenkasse (die gibt es nur bei festen Angestellten) usw, muss noch kommen.
Und irgendwann sind wir so durchverwaltet, daß wir vor lauter Unfreiheit gar nicht mehr wissen, wie es ist, eine freie Entscheidung für oder gegen etwas tun zu können.

So sieht ein morderner Gewaltstaat aus: die Menschen wollen einen Despotisch auftretende Demokratie.

Nur ein Glück, das hoffentlich auch dieses System eines Tages in sich zusammenbricht.

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watermark71 21.08.2012, 11:16
57. Verwirrende SPON Darstellung

Die Zahl der Bürger OHNE Krankenversicherung sinkt???? Wie kann das sein, denn Bürger ohne Krankenversicherung darf es nicht geben!

Eine KV ist seit einigen Jahre Pflicht. Für jeden Bürger. Eine KV Pflicht gehörte immerhin zum Volksbeglückungspaket der SPD Regierung . Und wer nun noch ohne herumrennt, kann mit mächtig gewaltigen Nachzahlungen in bis zu 4stelliger Höhe rechnen. Kurzum: Haus und Auto können schon mal verpfändet werden, wenn man sich jetzt erst entschließt eine Versicherung einzugehen!

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TheK79 21.08.2012, 11:17
58. Wenn man überlegt...

...dass alle, die nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen, mindestens knapp 150€ bezahlen müssen, wundert das nicht.

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Demokrit 21.08.2012, 11:20
59. Es ist noch viel grotesker!

Selbständige die mehr verdienen wie die fast 2000 Euro, werden nachträglich zur Kasse gebeten, rückwirkend werden die Beiträge angepasst und angehoben. Stellt sich aber heraus, das Jahr ist schlecht gelaufen, werden die Beiträge nicht angepasst. Tja Pech gehabt..dumm gelaufen. Ich verstehe nun wirklich nicht, wieso die Beitrage zur Krankenkassen nicht dem realen Gewinn angepasst werden können. Ein fiktives Einkommen als Grundlage zu nehmen ist doch realitätsfremd.

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