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Gesetzliche Krankenversicherung: Immer mehr Versicherte schulden Kassen Beiträge
DPA

Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.

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roterwildfang 21.08.2012, 11:44
80. optional

Ich kenne NIEMANDEN, der aus Jux und Dollerei seine Krankenkassenbeiträge nicht bezahlt, sondern es oftmals schlichtweg nicht kann. Jahrelang wurden Selbstständige und Angestellte mit Verdienst über BBM in die privaten Krankenversicherungen gedrängt.... weil die gesetzlichen Kassen bei frewilliger Weiterversicherung horrende Beträge erhoben haben. Viele Arbeitslose haben sich aus der Not (Man denke bitte an die so ach geförderte ICH-AG seitens des Staates) in die Selbstständigkeit geflüchtet um eben nicht in HarztIV zu landen.... heute? Bekommen sie dafür die Rechnung in Form von horrenden KV-Beiträgen die dann im Alter gar nicht mehr stemmbar sind. Wer nicht bis spätestens bis 55 Jahre wieder zurück in die gesetzliche KV (inkl. horrender Beträge) geht, hat im Alter die Kostenfalle der privaten KV, die Beiträge dann in unglaubliche Höhen schraubt, daß von der oft kleinen Rente nichts mehr übrig bleibt. Und weils so schön ist? Werden Zwangs- und Strafgelder, horrende Zinsen (und der Staat beschwert sich über böse Banken mit bösen Dispo-Zinsen, aber das Finanzamt darf z.B. 12% Zinsen berechnen) inkl. weiteren Versäumniszuschlägen auf eine schon unbezahlbare Summe draufgeschlagen. Wo nix zu holen ist? Wird noch mehr verlangt... ein tolles System. Renten? Werden besteuert, weil man ja sein ganzes leben nicht schon seinen gesamten Arbeitsleben Lohn - oder Einkommenssteuer bezahlt hat. Wir besteuern doppelt, dreifach, vierfach und damits noch schwerer gemacht wird, gibts obendrauf noch Zwangsgelder. Das dieses System irgendwann zusammenbricht und wir viele Menschen ohne eine Mindestversorgung auf dem Gesundheitssektor haben werden, ist mit Ansage. Und für jeden, der hier nach hartem Durchgreifen schreibt, kann ich nur wünschen, daß er selber niemals in diese Spirale hineingerät..... wo am Ende nur eines steht: Armut! Obwohl man vielleicht in seinem ganzen leben hart für ein paar Euro gearbeitet hat.

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Bex13 21.08.2012, 11:44
81. Pkv

In der privaten Krankenversicherung ist es ähnlich schlimm und grenzt schon an Betrug. Ich (freiberuflich) konnte ein Jahr keine Beiträge zahlen und es kam zur Pfändung. Da es geschäftlich wieder besser lief konnte ich einen monatlichen Betrag zur Rückzahlung der säumigen Beiträge aushandeln. Diese zahle ich neben meinen normalen monatlichen Beiträgen immer pünktlich. Soweit so gut. Aber vollständig mit allen Leistungen versichert bin ich erst wieder wenn die Restschuld beglichen ist. Es kann doch nicht sein, dass während der Zeit, in der die vollen Beiträge gezahlt werden, bis auf Notfälle, kein Versicherungsschutz besteht, also man Beiträge für keine Gegenleistung bezahlt.

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warndtbewohner 21.08.2012, 11:45
82. Augenwischerei

wieder so ein beispiel wie hirnlos Gesetze gemacht werden. Da wird eine Versicherungspflicht von der SPD einfgeführt und glaubt damit einfach das Problem gelöst zu haben. Ja haben die denn nicht vorher schon gewußt dass hunderttausende Menschen mangels Einkommen die Beiträge gar nicht zahlen können? Die Politik geht auch hier völlig an den Problemen vorbei. Herr lass Hirn auf unsere Politiker herabregnen...

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docbien 21.08.2012, 11:47
83. Daran führt kein Weg vorbei!

Schließlich kann die darbende Pharmaindustrie nicht auf ihr Notopfer verzichten.

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hesse 21.08.2012, 11:48
84. Verstehe ich nicht.

Zitat von sysop
Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.
Damit können doch nur die privat Versicherten und die Beamten gemeint sein. Denn bei den gesetzlich Versicherten zieht doch sofort der Arbeitgeber ein.

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Spr. 21.08.2012, 11:48
85. Aus Nichtversicherten wurden Scheinvericherte

Zitat von sysop
Die Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt - doch die scheinbar positive Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Immer mehr Versicherte können ihre Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände in einem Jahr um 55 Prozent.
Die haben nach wie vor keinen Versicherungsschutz, dafür steigen aber die Schulden zwangsweise von Monat zu Monat.

Dazu kommt, das bei Selbständigen der Beitrag eben nicht nach dem Einkommen berechnet wird, sondern automatisch der Höchstbeitrag gefordert wird. Den kann man dann zwar auf Antrag verringern lassen, aber auch dann wird für die Berechnung des Beitrags ein festgelegtes Mindesteinkommen herangezogen, dass viele kleine Selbständige nicht erreichen.

Während ein Arbeitnehmer, der 1.000 Euro im Monat verdient, davon knapp 100 Euro für Krankenversicherung und Pflegeversicherung bezahlt, wird dem Selbständigen mit gleichem Verdienst von den gesetzlichen Krankenkassen dafür mindestens 350 Euro monatlich berechnet.

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warndtbewohner 21.08.2012, 11:50
86. So ist`s

Zitat von johannesmapro
Was soll man machen, wenn man kein Geld hat, der Arzt arbeitet ja Gott sei dank weiter, wenn man eine Karte hat, viel schlimmer ist, wenn man zwischenzeitlich nicht krankenversichert war und dann die Beiträge nachbezhalen muß, wenn man wieder in die Kasse zurück kommt zwangsweise. das aussortieren der Mittellosen aus den kassen ist ja auch kein ausweg, der ausweg ist eine kostenlose Krankenversicherung für alle oder ein Bedinungsloses Grundeinkommen und jeder der sich jetzt wieder aufregt dem sind zwei dinge gesagt, auch die Bürokratie kostet geld und Einrichtungen wie das Jobcenter Neukölln vernichten Geld ohne ende durch falsche Bescheide und alles was daraus folgt, Menschen die hilfe vor zu enthalten die iHnen zusteht spart nicht Geld sondern schafft nur höhere Kosten.

oder wie wäre es wenn man keinen Mindestbeitrag zahlen kann sondern nur nach der jeweiligen Einkommensituation einen Prozentsatz, dann könnten sich auch Geringverdiener versichern..

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warndtbewohner 21.08.2012, 11:52
87. Genau das ist der Punkt

Zitat von stevie76
nun ja, wer vor der krankenversicherungspflicht nicht versichert war war dies sicher nicht aus spass an der freud, sondern weil er keine kohle hatte. warum sollte er nach einführung einer krankenkassenpflicht mehr kohle haben?

diese Frage hätte man die Politiker der SPD in dem Fall fragen sollen, aber da sieht man mal wie hirnlos hier Politik gemacht wird..

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M.D.U.S2 21.08.2012, 11:53
88. Politiker beschweren sich nicht

Zitat von Traumflug
So ist das eben. Selbst für Leute, die nur alle 10 Jahre einen Arzt sehen, ist die Krankenversicherung inzwischen ein grösserer Posten als die Wohnungsmiete. Die Politiker haben das so eingefädelt, also sollen sie sich nicht beschweren.
Unsere Politiker beschweren sich nicht, sondern lassen nur zahlen. Egal ob sich das jemand, der den Schritt in die Selbständigkeit wagt, sich das leisten kann oder nicht.

Deshalb würde ich jungen Leuten, die diesen Schritt tun wollen, nicht empfehlen das hier in Deutschland zu tun. Die aktuelle Regelung sorgt dafür, dass diejenigen, die nicht sofort erfolgreich sind, sehr schnell in den Ruin getrieben werden und in wenigen Jahren vor einem Schuldberg stehen, der zu einem großen Problem werden kann.

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Klopsdrops 21.08.2012, 11:55
89.

Zitat von beobachter999
Sie reden nicht von Leuten die nicht zahlen wollen, sondern nicht können. Und gesetzlich gezwungen sind etwas zu tun was sie eben nicht bezahlen können. Was erhoffen sie sich also von ihrer Vorstellung?
Der Forist anders_denker ist Marktfaschist und sollte sich eigentlich nicht_denker nennen. Also einfach ignorieren. Ist nur ein einsamer Tropf ohne Familie, der jeden Tag allein vorm Rechner sitzt, um mal ein bissl Wut auf die Welt rauszulassen.

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