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Gestoppter Kriegsschiff-Deal: Frankreich zahlt 949.754.849 Euro an Russland
AFP

Wegen der Ukraine-Krise stoppte Frankreich die Lieferung von zwei "Mistral"-Kriegsschiffen an Russland. Dafür zahlt die Regierung jetzt knapp eine Milliarde Euro. Die Gesamtkosten könnten laut einem Zeitungsbericht doppelt so hoch liegen.

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t.h.wolff 03.09.2015, 10:16
40.

Was für eine Bananenrepublik. Unter De Gaulle hätte es das nicht gegeben.

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politik-nein-danke 03.09.2015, 10:17
41.

Zitat von darmspiegelgabsschon
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Meinte er nicht, alle nationalen Armeen abzuschaffen und stattdessen eine kleinere europäische Vorwärtsverteidigungsarmee aufzustellen?
Und was soll das bringen bei den unterschiedlichen Leistungsstandards?

Da es keinen einheitliches Europa und vor allem keine Identifikation mit Europa gibt, wird das in offenem Nationalismus enden, das nämlich erstmal die Soldaten der anderen Länder auf die gefährlichen Missionen geschickt werden um die eigenen Verluste gering zu halten. Die Befehlshaber werden alle 2 Vorgesetzte (den direkten und die Heimat) haben...

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Schönwetterfrosch 03.09.2015, 10:18
42. richtig! ein verabschiedeter vertrag ist nötig

Zitat von regula2
Unterliegt dieses Geld nicht den internationalen Sanktionen gegen Russland ? Im Zweifel müsste es bis zum Abschluss der Prüfung eingefroren werden. So wird normalerweise mit Geld von Rechtsbrechern verfahren und das Russland das internationale Recht gebrochen hat, wird doch wohl niemand ernsthaft bestreiten..
er ermöglicht den legitimen Gläubigern Russlands, wie der ukraine einen international rechtsgültigen zugriff auf das geld und Frankreich ist für die Zukunft damit aus der Pflicht Russland jemals wieder dafür etwas zurück zahlen zu müssen.

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moev 03.09.2015, 10:21
43.

Zitat von Grafsteiner
"Ihre Lieferung an Russland stieß bereits vor der Ukrainekrise auf Vorbehalte bei osteuropäischen Ländern, die befürchteten, dass Russland die Schiffe für Landeoperationen nutzen könnte." Diese Schiffe waren als Träger für Kampfhubschrauber der Klasse K-52 geplant. Das Problem allerdings ist es, dieses etwas ungefügten und langsamen Pötte (18.5 kn) gegen Flugangriffe zu verteidigen. Wer sich die Bewaffnung anschaut, wird feststellen, dass diese Schiffe relativ einfach mit Drohnen zu versenken sind. Dann fallen die Hubschrauber in der Luft auch ins Wasser. Vom militärischen Sinnhaftigkeit gesehen, sind diese Hubschrauberträger reine Zielschiffe für den Gegner. Sie sollen als Kommandozentralen für eine Landeoperation dienen -sind dafür bekannt und dafür haben die vier Landungsschiffe an Bord- und jeder Gegner wird mit der Versenkung dieser Schiffe das Nervenzentrum des Angriffs versenken.
Und Sie glauben ernsthaft ein Flugzeugträger könnte sich mit den paar Last Resort Waffen die er zur Abwehr trägt ernsthaft verteidigen?

99% der Verteidigung übernimmt die Eskortflotte und mit den 1% die dann hoffentlich maximal durchkomme muss die Punktverteidigung des Trägers selbst fertig werden.

Bei den Hubschrauberträgern ist es genauso.

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Tommi16 03.09.2015, 10:21
44.

Zitat von auweia
Wer kauft den Franzosen die Schiffe ab? Für mich ein heißer Kandidat: Kanada. Die Kanadier müssen gerade inIhre Präsenz in der Arktis ausbauen und da sind die speziell eisverstärkten Träger eine ute Wahl. Auch in Südamerika gibt es Bedarf; Chile und Argentinien sollen interessiert sein, nachdem Brasilien vor kuzem auch ein französisches (Vorgänger-)Modell erworben hat. Neu im Rennen: Ägypten. Die haben von Russland gerade Kamov-52-Kampfhubschrauber erworben. Es handelt sich wahrscheinlich um die navalisierte Version die Putin jetzt nicht mehr benötigt. Genau für die waren die nach russischen Wünschen modifizierten Schiffe ausgelegt. Persönlich wäre ich ja immer noch für einen Kauf durch die deutsche Marine....
Sie könnten Recht haben:
ein Weiterverkauf der Träger ist mit den Abnahme der
Hubschrauber vertraglich festgelegt.
Wenn Ägypten die Hubschrauber schon hat, kann es auch die Schiffe kaufen.

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politikum? 03.09.2015, 10:22
45. Ein Gedankenspiel...

Warum übernimmt, und Nein ich bin kein Kriegstreiber, die BRD die beiden Hubschrauberträger? So könnte man zum einen die Franzosen unterstützen und zum anderen die Bundesmarine für etwaige Maßnahmen zeitgemäß ausstatten? Die Träger eignen sich im Übrigen nicht lediglich für einen möglichen Kampfeinsatz sondern ideal auch für die Durchführung von humanitären Hilfseinsätzen. Sie schließen schlichtweg die Lücke der Marine in Bezug auf Lufttransportkapazität und können verhältnismäßig lange im Einsatzgebiet verweilen.

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kurzschlussingenieur 03.09.2015, 10:29
46. Nutzlos

Es wurde im Vorfeld des franz. Vertragsbruches davor gewarnt, dass die Schiffe komplett auf russische Bedürfnisse ausgelegt sind und wohl nicht kompatibel mit "westlicher" Technik. Bleiben also nur die Schurkenstaaten von Amis-Gnaden die oft mit ehemals russischer Technik ausgestattet nun neuen Herren dienen. Bezüglich Frankreich (und die EU?) bleibt die Erkenntnis das, wäre ich in irgendeiner Form Entscheidungsträger eines Rüstungsdeals ich einen Bogen um die dort ansässige Industrie machen würde da die Gefahr des schwenkenden politischen Fähnleins unkalkulierbar bleibt.

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seine-et-marnais 03.09.2015, 10:35
47. Um Himmels Willen, nein

Zitat von christian10
Können diese beiden Schiffe nicht der Beginn einer europäischen Armee sein? Sie sind ideal für auslandseinsätze.
Auch dazu gab es in der Ausgabe der letzten Woche des Canard enchaîné einen Artikel. Sarkozy wollte in Syrien beweissen dass Europa imstande ist alleine 'Krisensituationen' zu meistern. Das Desaster das er gemeinsam mit Cameron unter Mithilfe der NATO heraufbeschworen hat kennen wir doch. Europa sollte sich bei 'Auslandseinsätzen' mitiltärischer Art zurückhalten. Schliesslich brennt rings um Europa die halbe Welt die man mutwillig in Brand gesteckt hat. Spon sollte öfter mal über Artikel im Canard berichten, da liest man ganz interessante Dinge.

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flaviussilva 03.09.2015, 10:35
48. Antwort !

Zitat von politikum?
Warum übernimmt, und Nein ich bin kein Kriegstreiber, die BRD die beiden Hubschrauberträger? So könnte man zum einen die Franzosen unterstützen und zum anderen die Bundesmarine für etwaige Maßnahmen zeitgemäß ausstatten? Die Träger eignen sich im Übrigen nicht lediglich für einen möglichen Kampfeinsatz sondern ideal auch für die Durchführung von humanitären Hilfseinsätzen. Sie schließen schlichtweg die Lücke der Marine in Bezug auf Lufttransportkapazität und können verhältnismäßig lange im Einsatzgebiet verweilen.
Weil die deutsche Marine, lt. Spiegel und SPON, schon heute einen personellen Fehlbestand von 2500 Mann hat.

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merkur08 03.09.2015, 10:37
49. Nicht schlecht....

Die Russen bekommen die Schiffe quasi umsonst.....
Allerdings auch eine Bankrotterklaerung von Russland, dass sie solche Schiffe nich tselbst bauen koennen.

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