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Gesundheitssystem Deutschland: Es droht der Ausgabenkollaps
DPA

Mehr Reformen gab es nie im Gesundheitssystem. Doch sie machen es teurer, statt besser. Ökonomen warnen vor dem bösen Erwachen - und der Zwist für eine neue Koalition ist vorprogrammiert.

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max-mustermann 28.09.2017, 10:12
1.

Schäuble weiß nicht wohin mit all seinen sprudelnden Steuermilliarden aber bei der Krankenversorgung der eigenen Bevölkerung wird wieder geknausert bis zum erbrechen. Ja ja aber Deutschland geht es gut, ja ne is klar.

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Mr Bounz 28.09.2017, 10:14
2. ganz einfach

1. die Private Krankenversicherung beenden und ALLE in das solidarische Gesundheitssystem einzahlen lassen.
2. Hokus Pokus wie Globulie, Heilpraktiker und anderen teuren Blödsinn aus dem Leistungskatalog streichen!
3. Ausnahmsweise mal KEINEN CDU oder FDP Gesundheitsminister bestellen, die hören einfach zu sehr auf Lobbyeinflüsterungen!

Ich werde es nie vergessen als zu P. Röslers Zeiten (FDP) der Pharmaverband meinte "Wir haben am neuen Gesundheits-Gesetz nichts auszusetzen, es wurde von unserem Entwurf abgeschrieben"!

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sir wilfried 28.09.2017, 10:18
3. Gesundheitliche Grundversorgung muss staatlich sein

Das unselige Wirken der Lobbyisten zeigt sich besonders krass im Gesundheitswesen. Kliniken und Altenpflege werden privatisiert, Pharmakonzerne können Mondpreise aufrufen, Apotheker genießen Konkurrenzschutz und obendrein ein Versicherungssystem, das bewusst unsolidarisch ist.
Für die nächsten 4 Jahre habe ich wenig Hoffnung, daß sich was ändert.

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medienfuzzi 28.09.2017, 10:22
4. Was zu erwarten war

Jetzt kommen all die bitteren Themen hoch, die im Wahlkampf ausgeblendet wurden.
Ob Jamaika, falls diese Koalition überhaupt zustande kommt, den entscheidenden Strukturwandel im Gesundheitswesen schafft, bezweifle ich.
Die Lobbyisten in Berlin werden schon dafür sorgen, dass es nur "Reförmchen" gibt.

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bluebill 28.09.2017, 10:24
5. Gesundheit darf nicht zur Handelsware werden

Es ist ein riesiger Fehler, das Gesundheitswesen in großen Teilen dem freien Markt zu überlassen. Dann kommt naturgemäß ein profitorientiertes Unternehmensgeflecht heraus. Die Folgen : Gute Versorgung gibt es nur noch da, wo sie Gewinn abwirft, in unprofitablen Regionen wird sie zurückgefahren. So ähnlich wie der privatisierte Nahverkehr. In ländlichen Gegenden ist das faktisch ein Rückschritt. Der nächste Arzt ist 30 km entfernt, das nächste Krankenhaus 60 km. Wer älter ist oder chronisch krank, der muss entweder in die (überteuerten) Metropolen ziehen oder viel Auto fahren. Wer einen Unfall hat oder einen Herzinfarkt, hat schlechte Karten. Schon weil die Krankenhäuser praktisch nur noch aus gewinnträchtigen Fachabteilungen bestehen, das nächste in Frage kommende Haus ist u.U. Stunden entfernt. - Ich glaube nicht, dass das unbedingt eine Verbesserung bedeutet, außer man hat eine sehr eingeengte, neoliberal-kapitalhörige Weltsicht.

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mwroer 28.09.2017, 10:26
6.

Vielleicht könnten die Kassen auch bei sich selbst sparen? Ich weiß die Idee ist abenteuerlich aber wenn ich bedenke dass ich für einen Krankheitsfall mit sage und schreibe 6 verschiedenen Sachbearbeitern bei der AOK zu tun hatte dann frage ich mich schon wo das Geld eigentlich hingeht.

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erzengel1987 28.09.2017, 10:28
7. Ist das ein Bericht von der FDP?

Also wir schließen alle Krankenhäuser und bauen ein Großkrankenhaus in der Mitte Deutschlands
dort arbeitet 1 Arzt und versorgt alle Patienten. Betten werden aus konstengründen zu Stehplätzen umgewandelt. Praktikanten dürfen unter Anweisung des 1 Arzt Operieren und die Pflege übernehmen.

Sehr überspitzt formuliert!

Doch die andere Seite der Medaille ist die. Pflegenotstand in Deutschland. Unterbezahlte Pfleger die in unterbesetzten Einrichtungen arbeiten. 1 Pfleger kommt teilweise auf 50 Einwohner Klienten Patienten egal. Bekommt dafür ein kleines Gehalt. Die einzigen die einigermaßen gut Bezahlt sind sind Chefärzte und einige Ärzte mit eigener Praxis. Teilweise sogar sehr sehr gut bezahlt^^.

Wir haben ein Problem dass sich ressistente Keime wegen der Sparpolitik immer weiter ausbreiten. Schon heute werden Krankenhäuser unzureichend von irgendwelchen Putzkolonnen gereinigt die einmal drüberwischen und die Keime höchsten verteilen. Bei MRSA und Co. ist das fatal. Die hygienischen Zustände sind in unserem Land katastrophal wir könnten das wesentlich besser.

Also was will uns der Bericht sagen? Noch mehr sparen? Wie?
Soll man die Beiträge ins unermässliche steigen lassen?


Also nochmals an alle BWL Hirnies da draußen. Ein Gesundheitssystem muss nicht wirtschaftlich sein, sondern für den Menschen da sein.

Was bringt es mir wenn alle Betten voll sind und man ewige Wartezeiten hat? Eine schlechtere Gesundheitsversorgung!
Natürlich muss es irgendwo mal Grenzen geben, aber... Deutschland ist am untersten Limit angekommen. Man könnte allerdings die Medikamente deutlich billiger anbieten das wäre ein erster Schritt :-). Dazu muss man nur den Markt weiter öffnen und es ermöglichen die Medikamente zu preisen aus dem EU Ausland einzukaufen. Das senkt auf sinnvolle Art und Weise die kosten.

Aber ansonsten Bildung Gesundheit und Straßenverkehr sind einfach eine Versorgung die der Staat anbieten muss. Wir zahlen soviele Steuern das ist wohl absolut drin. Zur Not muss eben wieder die Vermögenssteuer reaktiviert werden.

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UnitedEurope 28.09.2017, 10:28
8.

Weg mit dem Privileg der Apotheken bei Medikamenten, Schließung oder Zusammenlegung der vielen Wald-und-Wiesen Krankenhäuser, ehrliche Debatte welche Maßnahmen und OPs bei welchem Patienten oder Alter noch sinnvoll ist, Zusammenlegung der privaten und gesetzlichen Krankenkassen, Abschaffung der Fallkostenpauschale, die Liste ließe sich endlos erweitern.

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diplpig 28.09.2017, 10:28
9. Zu viele Kliniken?

Ja sicher, nur die Kliniken selber braucht man da sicher nicht zu fragen. Die Bürger auch nicht, weil "ihre" Klinik um die Ecke natürlich nicht geopfert werden soll. Der Landrat wird nicht wiedergewählt, wenn er einen wichtigen Arbeitgeber und die Gesundheitsversorgung in der Region "opfert" und so quält die Politik unter dem Deckmantel der Qualität die Kliniken zum Schaden aller.
Nach der Schließung von Kliniken würden übrigens sämtliche Mitarbeiter in Windeseile einen Job bei anderen Häusern finden, weil man mit den Stellenausschreibungen ganze Wände tapezieren kann.
Weitere Einsparpotenziale liegen sicher bei den Kassen, die völlig unsinnige Präventionsmaßnahmen, Homöopathie und anderen Mumpitz finanzieren (dürfen).

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