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Gesundheitssystem Deutschland: Es droht der Ausgabenkollaps
DPA

Mehr Reformen gab es nie im Gesundheitssystem. Doch sie machen es teurer, statt besser. Ökonomen warnen vor dem bösen Erwachen - und der Zwist für eine neue Koalition ist vorprogrammiert.

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tomsnap 29.09.2017, 10:16
150. In weiten Teilen ineffizient und Selbstbedienungsmentalität

Es wird genommen was da ist - wenn man sich anschaut was mittlerweile bei den Kindern therapiert wird, weil keine Zuzahlung oder sonstige Limitierung da ist, wird mir Angst und Bange. Habe Logopädie bei meinen Kindern beobachten können, kein Qualitätsmaßstab der Therapeuten vorhanden, keine Erfolgskontrollen oder Einbeziehung der Eltern, es ging lediglich darum wieder ein Anschlussrezept zu erhalten.

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tomsnap 29.09.2017, 10:40
151. Fehlendes Qualitätsmanagementsystem

Der schlechte Zahnarzt wird belohnt mit mehr Patienten im Wartezimmer, Pfusch im Krankenhaus wird praktischerweise im gleichen Hause "kuriert". Es braucht ein System vergleichbar mit dem System in der Luftfahrt, strenge gesetzliche Vorgaben und eine lückenlose Kontrolle. Die Pflegemafia oder der Bottroper Apotheker sind nur die Spitze des Eisbergs.

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lamblies 29.09.2017, 11:15
152. Mein Titel

Zitat von KaraBenFasel
Volle Zustimmung. Zu Bedenken ist dabei allerdings, dass die Verwaltungskosten der PKV nicht zu Lasten der Gesellschaft gehen, sondern einzig aus den Beiträgen der PK-Versicherten bestritten werden. Kann dem GK-Versicherten also völlig egal sein. Wirkliche Gesundheitsausgaben sollten uns wirklich viel Wert sein, richtig. Aber das Gesundheitssystem krankt eben an bürokratischen Vorgaben, die teuer mitbezahlt werden müssen. Hier sollten wir den Politikern auf die Finger klopfen. Man darf es fast nicht aussprechen, aber immerhin hat die FDP seinerzeit bei der Abschaffung der Praxisgebühr entscheidend mitgewirkt.
Die Krankenversicherung soll der Politik nach solidarisch sein.
Wie kann es dann sein, dass die Gutverdiener sich dem entziehen dürfen und ihr eigenes Süppchen kochen?
Es ist von daher nicht egal, dass es die PKV's gibt.

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karl-felix 29.09.2017, 11:23
153. Also

Zitat von tomsnap
Der schlechte Zahnarzt wird belohnt mit mehr Patienten im Wartezimmer, Pfusch im Krankenhaus wird praktischerweise im gleichen Hause "kuriert". Es braucht ein System vergleichbar mit dem System in der Luftfahrt, strenge gesetzliche Vorgaben und eine lückenlose Kontrolle. Die Pflegemafia oder der Bottroper Apotheker sind nur die Spitze des Eisbergs.
als ich sah, wie der Arzt aus dem Flugzeug geprügelt wurde, war es mir schon ein wenig anders. Das möchte ich Kassenpatienten im mWartezimmer nicht antun .
Im Gegenteil. Ich schätze unsere hochwertige Spitzenmedizin , die sich nicht zuletzt dadurch auszeichet, dass Sei ca. 10-15 Jahre länger leben als Ihr Vater und Großvater.
Bei Ihrem Post fällt mir nur ein : Undank ist der Welt Lohn .

Fragen Sie einmal die Menschen in Mc Pom , was sie davon halten , dass aus Kostengründen die letzte Kinderstation im Umkreis von 50 km geschlossen wird.

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mirror999999999 29.09.2017, 20:42
154. Na das sind wieder Reformen, welche dem Bürger

als ganz tolle Sache präsentiert werden.
Dabei geht es lediglich darum, die nimmersatten Ärtze, Pharmakonzerne, Apotheker, Pflegeunternehmen etc. die dritte Yacht zu ermöglichen. Die kriegen alle nicht den Hals voll. Die Kurve muß ja weiter nach oben zeigen. Dafür gibt es dann einfach eine neue Reform oder man setzt mal wieder Grenzwerte nach unten und schwups, haben wir wieder eine Mio mehr Abnehmer.
Aus meiner Sicht, nicht besser als die Mafia

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KaraBenFasel 29.09.2017, 21:50
155. Solidarisch

Zitat von lamblies
Die Krankenversicherung soll der Politik nach solidarisch sein. Wie kann es dann sein, dass die Gutverdiener sich dem entziehen dürfen und ihr eigenes Süppchen kochen? Es ist von daher nicht egal, dass es die PKV's gibt.
Solidarische KV ist nicht Thema des Artikels. Hier geht es um allgemein steigende Ausgaben des Gesundheitssystems und die eher kontraproduktive Einflussnahme der Politik darauf. Auch ohne PKV gebe es diese Probleme. Ich vermute sogar noch heftiger. Nur dass der Politik dann ein Buhmann abhanden gekommen ist. Dann schießt sich die Politik nur noch auf Ärzte und Apotheker (und damit deren Angestellte!) als Kostenfaktor ein. An die (von der Politik) privatisierten Krankenhäuser und die Pharmaindustrie will man nicht ran.
Meine Kritik richtet sich gegen jegliche zusätzliche Reglementierung, die angeblich zur Kostendämpfung beitragen soll. Dass diese erhoffte Kostendämpfung allerdings immer einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand bedeutet und damit den gewollten Einspareffekt gewaltig minimiert, wird von der Politik ignoriert.
Den Ansatz der PKVen, kostenbewusstes Verhalten spürbar zu honorieren, halte ich für zielführender. Dazu bedarf es keiner bürokratischen Reglementierung. Kinder lässt man aus naheliegenden Gründen außen vor.
Mir fällt kein Grund ein, warum die GKV nicht einen ähnlichen Ansatz verfolgen kann.

Mir persönlich ist es völlig egal, ob ich in der PKV, GKV oder Bürgerversicherung bin, wenn ich bei Bedarf angemessen medizinisch versorgt werde. Nicht egal ist es mir, wenn die Beiträge der Versicherten nicht für deren Gesundheit, sondern für bürokratische Maßnahmen verschwendet werden.

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