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Gesundheitsversorgung: Private Krankenversicherung - für wen sie sich lohnt
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Schnelle Termine und Chefarztbehandlung: Private Krankenversicherungen versprechen tolle Leistungen. Doch sie lohnen sich nur für bestimmte Zielgruppen und bergen Tücken.

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accurat 09.05.2016, 16:23
1. nur die halbe Wahrheit

"Wenn der besserverdienende Ehepartner über dieser Grenze liegt, muss auch das Kind privatversichert werden."
Stimmt nur zum Teil: eine freiwillige gesetzliche Versicherung (mit eigenen Beiträgen) der Kinder ist auch denkbar.

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andjessi 09.05.2016, 16:26
2. Finanziell lohnt es sich auf das Leben betrachtet

wohl nicht in der PKV zu sein, aber neben dem Kostenargument bleibt der Vorteil, dass man nicht der (vor allem zukünftigen) Willkür des Gesetzgebers unterworfen ist, was bezahlt wird oder nicht, sondern seinen Versicherungsbedingungen. Das mag dem einem oder anderen ein gewichtiges Argument pro PKV sein.

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TS_Alien 09.05.2016, 16:27
3.

Man sollte sich eine PKV suchen, in der alle Versicherten einen großen Pool bilden. Dann bleiben auch die Beiträge im Alter bezahlbar. Leider machen immer noch viele Menschen den Fehler, in jungen Jahren bei den PKV-Beiträgen sparen zu wollen. Das ist nicht Sinn einer PKV.

Wenn die GKV einen Beamtentarif hätte, wären sicher etliche Beamte in der GKV. Denn es macht Arbeit, die Rechnungen zu sammeln und regelmäßig die Anträge an die Beihilfe und die PKV zu stellen. Mit dem Bezahlen der Rechnungen hat man genügend Zeit, so dass man kein Geld vorstrecken muss. Sammelt man die Rechnungen über einen längeren Zeitraum, muss man natürlich Geld vorstrecken.

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peterle3 09.05.2016, 16:36
4. Offene und geschlossene Tarife

Die PKV kennt offene und geschlossene Tarife. Ein Tarif wird geschlossen, wenn die Leute darin relativ alt und damit der Tarif teuer ist. Die bleiben dann unter sich und zahlen gemeinsam mehr. Dieser Tarif ist dann nach außen unsichtbar. Es wird ein neuer Tarif eröffnet, und das Spiel beginnt von vorn, so ähnlich wie die Dachziegel auf einem Dach übereinander liegen. - Die einzige realistische Chance auf einen günstigeren Tarif ist, nach § 204 VVG vom Versicherer einen Tarifwechsel in einen günstigeren Tarif zu verlangen (der Hinweis fehlt in dem Artikel). Wenn man Glück hat, sind die Leistungen nur wenig geringer, der Tarif aber deutlich günstiger, z.B. die Hälfte. - Die Versicherer zeigen einem die Tarifbedingungen i.d.R. erst mit fertigen Versicherungsschein, dann hat man 14 Tage Zeit vom Vertrag zurückzutreten. Also aufpassen.

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merlin 2 09.05.2016, 16:36
5. Lohnt sich sofort bis inkl. zwei Kinder.

Flotte Behandlung, fast alles inklusive, kaum Einschränkungen und stets höchste Standards.
Warum sollte auch ein Arzt, wenn sein Kassenbudget für den Monat voll ist, weitere Patienten ohne Abrechnung behandeln? Ich arbeite ja auch nicht umsonst. Hier liget der Fehler (Planwirtschaft) und nirgendwo sonst.

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Lesenkönner 09.05.2016, 16:37
6. Der Beamte MUSS

...in die private Krankenversicherung. Denn der Dienstherr würde den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen KV nicht bezahlen. Meine Frau müsste also anders als andere Arbeitnehmer den vollen KV Beitrag zahlen. Das kann sie sich nicht leisten.

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earnhardt 09.05.2016, 16:41
7. Was Sie nicht sagen ist,

dass ich als zukünftiger Empfänger von Versorgungsleistungen eines Versorgungswerks selbst bei freiwilliger Versicherung in der GKV den vollen Beitrag, also auch den AG-Anteil tragen muss, was den Beitrag auch dann mind. verdoppeln sollte.

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barbarine 09.05.2016, 16:43
8. PKVen freuen sich über jeden Rückkehrer in die GKV

Die GKV ist - bei allen Schwächen die sie hat - eine Solidargemeinschaft. Wer viel verdient unterstützt diejenigen, die wenig verdienen, wer jung ist unterstützt die Alten, Kinderlose die Kindereichen, usw. Wer sich in jungen Jahren davon stiehlt, der sollte grundsätzlich nur dann eine Rückkehrmöglichkeit bekommen, wenn seine PKV die Altersrückstellung an die GKV übergibt. Alles andere maximiert lediglich den Gewinn der PKV auf Kosten der GKV.

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circul 09.05.2016, 16:53
9. Vorsorge

Die in der GKV praktisch nicht vorhandene Vorsorgeuntersuchung ist für mich allein ein Grund in die PKV zu wechseln.
Sono Niere, Labor, Prostatauntersuchung - alles keine Problem.

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