Forum: Wirtschaft
Gewerkschaftsfrust bei AKW-Mitarbeitern: Die Zweifach-Verlierer der Energiewende

Der Frust*bei*den Mitarbeitern der Atomkraftwerke ist groß.*Schließlich gefährdet*die Energiewende*ihre Arbeitsplätze. Richtig erzürnt sind viele aber* über die*Rolle der Gewerkschaften. Sie*fühlen sich von den selbsternannten Arbeitnehmervertretern*alleine gelassen.

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Tom-d 20.08.2011, 14:14
1. +

Zitat von sysop
Der Frust*bei*den Mitarbeitern der Atomkraftwerke ist groß.*Schließlich gefährdet*die Energiewende*ihre Arbeitsplätze. Richtig erzürnt sind viele aber* über die*Rolle der Gewerkschaften. Sie*fühlen sich von den selbsternannten Arbeitnehmervertretern*alleine gelassen.
Ist schon wie Satire. Durch das Eintreten gegen Kernenergie zerstören die Gewerkschaften die deutsche Wirtschaft und beklagen sich dann über die entlassenen Arbeitnehmer

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suchenwi 20.08.2011, 14:28
2. Konstruktiv

Es ist nun einmal so, dass in stillgelegten KKW viel weniger Personal (und wohl hauptsächlich Werkschutz) gebraucht wird. Es fallen also schon jetzt etwa die Hälfte, und in 10 Jahren ziemlich alle dieser Arbeitsplätze weg. "Brückentechnologie" stimmt, sowohl für Kernkraft wie auch mittelfristig für Kohleverstromung.

Was soll ver.di dagegen machen? Streiken? Eher fände ich es sinnvoll, konstruktiv mit dem Problem umzugehen. Analyse der Zahlen (z.B. nach Altersstruktur), Vorschläge für Umschulungen, öffentliches Brainstorming..

Probleme löst man nicht durch Schuldzuweisung. Probleme löst man durch Lösungen :)

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caecilia_metella 20.08.2011, 14:31
3. Ähnliches wird auch passieren, wenn die Rüstung in die Knie geht

Nur so. Man kann sich also so oder so ins eigene Fleisch schneiden.

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Europa! 20.08.2011, 14:32
4. Würde mich nicht überraschen,

Würde mich nicht überraschen, wenn die Atomwerker ihre eigene Gewerkschaft gründen. Was die Fluglotsen können, können andere auch. Mit der dreisten Laufzeitverlängerung einerseits und der nachfolgenden dumpfen Anti-Atom-Hysterie andererseits wurde der Boden der deutschen Konsensgesellschaft verlassen. Höchste Zeit, dass die SPD unser Land wieder zusammenflickt.

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Europa! 20.08.2011, 14:56
5. Man kann auf sehr verschiedene Weise dumm sein

Zitat von Achim
Der Frust bei den Mitarbeitern der Landminenhersteller ist groß. Schließlich gefährdet das Verbot der Antipersonenminen ihre Arbeitsplätze. Richtig erzürnt sind viele aber über die Rolle der UNO. Sie fühlen sich von den selbst ernannten Menschenrechtsvertretern alleine gelassen.
Haben Sie sich schon mal überlegt, dass es genau die von Ihnen so hämisch verhöhnten Atomwerker sein werden, die als erste (und letzte)ihr Leben aufs Spiel setzen müssen, wenn tatsächlich mal etwas passiert? Ich hoffe, dass wir nie über die "Helden von Grundremmingen" oder so etwas reden müssen, aber ich hoffe auch, dass Sie sich über Ihre menschenverachtenden Worte ein bisschen schämen.

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karlgutknecht 20.08.2011, 15:18
6. Einfache Antworten auf komplexe Probleme…

Zitat von suchenwi
Es ist nun einmal so, dass in stillgelegten KKW viel weniger Personal (und wohl hauptsächlich Werkschutz) gebraucht wird. Es fallen also schon jetzt etwa die Hälfte, und in 10 Jahren ziemlich alle dieser Arbeitsplätze weg. "Brückentechnologie" stimmt, sowohl für Kernkraft wie auch mittelfristig für Kohleverstromung. Was soll ver.di dagegen machen? Streiken? Eher fände ich es sinnvoll, konstruktiv mit dem Problem umzugehen. Analyse der Zahlen (z.B. nach Altersstruktur), Vorschläge für Umschulungen, öffentliches Brainstorming.. Probleme löst man nicht durch Schuldzuweisung. Probleme löst man durch Lösungen :)
Da bin ich aber gespannt, wie diese Lösungen aussehen sollen und wer für diese Lösungen bezahlen wird?!

Oder denken Sie ernsthaft, dass all diese wunderbaren Computeranimationen, der nur an Rendite interessierten Unternehmen, wirklich real werden?

Es gab da mal jemanden der viel, sehr viel Geld in wunderbare Träume steckte, die besten und hellsten Köpfe dieser Welt wurden zusammengeführt, um einen Traum zu erfüllen.

Ambitionierte Aminationen zeigten den Menschen, wofür ihre Steuermittel verbrannt wurden… und dann am Ende mussten alle einsehen das SDI, eine wunderbare Fiktion in der Realität nicht funktionieren konnte.

Warten Sie ab, wenn noch einmal 50 – 60 Milliarden Euro zu den jetzt schon fälligen 100 Milliarden Euro für die Einspeisevergütung des Solarwahns durch den ungebremsten Ausbau fällig werden.
Wenn mindesten 200 – 300 Milliarden Euro für Überlandleitungen heute kalkuliert werden und nach Wutbürgerprotesten, sich die Summe um ein vielfaches erhöhen werden.

Warten Sie ab, welche Schwierigkeiten und Kosten das verlegen von Seekabeln in das gelobte Land Norwegen machen werden.

Warten Sie einmal ab, welche Kosten und welche Klagefluten der Bau von Pumpspeicherkraftwerke bei der Bevölkerung entfachen wird.

Warten Sie einmal ab, wenn die Stromintensiven Unternehmen, oder Konzerne, deren zweithöchster Kostenverursacher schon heute Energie heißt ihre Standorte verlegen.

Vielleicht vergeht Ihnen dann das Lachen, wenn Sie am schwarzen Brett Ihres Arbeitgebers zu einer außerordentlichen Krisensitzung eingeladen werden...

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NormanR 20.08.2011, 15:36
7. Die Gewerkschaften kann man eh in die Tonne treten

die machen nix für Mindestlohn und schon gar nicht für gleichn Lohn bei Leiharbeit. Überhaupt gar gar nix.
o.k. das sind halt die Armen, die sich keinen Beitrag leisten können.
Das heißt diese Großmäuler "verwalten" nur die Leute mit sicheren, gutbezahlten Jobs.
Tolle Gewerkschaft. Hauptsache mir geht`s gut.

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sub_zero 20.08.2011, 15:50
8. Die deutsche Wirtschaft wird sicher nicht zerstört

Zitat von Tom-d
Ist schon wie Satire. Durch das Eintreten gegen Kernenergie zerstören die Gewerkschaften die deutsche Wirtschaft und beklagen sich dann über die entlassenen Arbeitnehmer
Durch das Eintreten für irgend etwas wird zunächst einmal gar nichts zerstört. Nichtmal unbedingt durch den Abbau der Kernenergie zugunsten von anderen, hoffentlich regenerativen Energien. Es findet lediglich eine Arbeitsplatzverlagerung statt. Wie das per Saldo letztlich aussehen wird, bleibt abzuwarten. Klug wäre es, denjenigen, deren Jobs nun abgebaut werden, Möglichkeiten zu eröffnen, im Bereich der neuen Energien Fuß zu fassen, z.B. durch Umschulungen etc.

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bürgerschreck 20.08.2011, 15:52
9. Im Westen nichts neues.

Zitat von sysop
Der Frust*bei*den Mitarbeitern der Atomkraftwerke ist groß.*Schließlich gefährdet*die Energiewende*ihre Arbeitsplätze. Richtig erzürnt sind viele aber* über die*Rolle der Gewerkschaften. Sie*fühlen sich von den selbsternannten Arbeitnehmervertretern*alleine gelassen.
Was für eine Überraschung! Die großen DGB-Gewerkschaften kümmern sich nicht um ihre Mitglieder? Hoppla, hat ja lange gedauert, bis dass in so manchen Bevölkerungsteilen angekommen ist.

Letztendlich sind Bsirske & Co normal gierige Funktionäre, die genau wie Chefs von Krankenkassen oder Wohlfahrtsverbänden primär erst mal die eigenen Interessen im Blick haben.

Als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Lufthanse genehmigt man sich dann schon mal einen Freiflug (2008), wenn es um die Gehälter bei Verdi-Angestellten geht, wird mit Methoden gearbeitet, die die sich keine Unternehmen wegen Angst von Verdi-Kampagnen rantrauen

2010:http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...irske-1.16557;

1/3 der Mitarbeiter mussten in den letzten 10 Jahren gehen), wenn es um Verhandlungen für "seine" Gewerkschaftler geht sind im Jahre 2011 1,5 bis 1,9 % "ein sehr ordentliches Ergebnis".... komisch nur, dass Bsirskes eigenes Gehalt 2003 um 60% angehoben wurde

(http://www.focus.de/finanzen/boerse/...id_248247.html)

und seit dem auf einem Niveau liegt, von der "seine" Beitragszahler nur träumen können. (2005: 13000 Euro im Monat:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,369274,00.html)

Für Bsirske ist verdi nur eine Plattform für seine eignen linken politischen Ambitionen, der ist ein Polit-Funktionär, der nicht gewählt werden muss. Kein Wunder, dass ihm dann die AKW-Mitarbeiter am Arsch vorbeigehen. Erstaunlich, dass noch 10-15% der MA so blöd sind für diesen Laden Mitgliedsbeiträge zu zahlen.

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