Forum: Wirtschaft
Gewinne: US-Banken deklassieren europäische Konkurrenten
DPA

Gemessen am Gewinn spielen die US-Banken gegenüber ihren Wettbewerbern in Europa in einer anderen Liga. Der Rückstand ist aber nicht allein dem fehlenden Riecher für Gewinne geschuldet.

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bernteone 23.04.2019, 14:11
30. Die Europäer haben X Milliarden

an Washington überwiesen die als Strafen verpackt waren . Sicherlich nicht zu Unrecht , aber Fakt ist doch das die Amerikanischen Banken wohl genau so viel Dreck am Stecken haben , da hört man allerdings seltener von Strafen in Milliardenhöhen . Bankenregulierung ist auch ein Fremdwort in den USA . Da wird gezockt und der nächste Crash vorbereitet und alle sehen zu .

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mantrid 23.04.2019, 14:13
31. Und die Risiken?

Nicht vergessen, die US-Banken zocken schon wieder, was das Zeugs hergibt. Lehman-Brothers 2.0 ist da jederzeit drin. Anglo-amerikanische Unternehmen sind traditonell sehr kurzfrisitg orientert. Der Meinung von beefclub widerspreche ich entscheiden. Fast alle genannten Unternehmen verdienen ihr Geld mit Daten, sollte die EU in dieser Hinsicht ähnlich restriktiv wie China schon heute und Russland wohl demnächst vorgehen, war es das mit der Herrlichkeit, und zwar innerhalb kürzester Zeit. Dagegen ist Deutschland im Maschinenbau unverändert unangefochten absolute Weltspitze. Deutsche Ingenieurs- und Techniker-Mentalität kann man nicht so einfach kopieren. Firmen wie WhatsApp und eBay hingegen schon, wie China mit WeeChat und Alibaba beweist.

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freeclimber 23.04.2019, 15:07
32. Das steht doch in meinem Beitrag

Zitat von rrv.vogt
Bitte erklären Sie wer und warum bei ``UNS´´ mutlos war und was wohl passiert wäre, wenn die illiquiden Banken und Sparkassen ganz einfach geschlossen worden wären.
Mutlos waren unsere Politiker. Eine Zwangs-Kapitalisierung - wie in den USA - haben sie sich wegen des Geschreis der Strasse nicht getraut. Wäre aber der bessere und für den Steuerzahler auch der lukrativere Weg gewesen. Siehe die Entwicklung der US-Banken. Dagegen hat man die dringend notwendige aber viel zu knapp bemessene Kapitalerhöhung der Coba auf deren Bitten hin und ansonsten nur Bad-Bankgarantien mit entsprechendem Verlustpotential übernommen. Von einer Schließung der Banken ist in meinem Beitrag keine Rede.

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curiosus_ 23.04.2019, 15:44
33. Die ach so tolle..

Zitat von freeclimber
Mutlos waren unsere Politiker. Eine Zwangs-Kapitalisierung - wie in den USA - haben sie sich wegen des Geschreis der Strasse nicht getraut. Wäre aber der bessere und für den Steuerzahler auch der lukrativere Weg gewesen. Siehe die Entwicklung der US-Banken. Dagegen hat man die dringend notwendige aber viel zu knapp bemessene Kapitalerhöhung der Coba auf deren Bitten hin und ansonsten nur Bad-Bankgarantien mit entsprechendem Verlustpotential übernommen. Von einer Schließung der Banken ist in meinem Beitrag keine Rede.
..Zwangs-Kapitalisierung? Das riecht mir stark nach Milchmädchenrechnung. Die Staatsschuldenquote in den USA kennt nur einen Weg, nämlich den nach oben. Da wird der US-amerikanische Finanzmarkt vermutlich über eine ausufernde Staatsverschuldung gemästet, nur um groß tönen zu können "unsere tolle Zwangs-Kapitalisierung trägt Früchte, den Banken geht es wieder prima". Interessengesteuerte Scheuklappen-Argumentation ohne Berücksichtigung der Nebenwirkungen. Da hat die US-amerikanische Finanzlobby ganze Arbeit geleistet, auf dass die Profite weiter sprudeln mögen.

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c.gass 23.04.2019, 16:32
34. Was genau ist der Treiber der höheren Gewinn?

Das ist aber nicht ernst gemeint? Das Zinsumfeld alleine kann nicht Treiber dieser Gewinne sein. Risikobereitschaft und Eigengeschäfte. Beim nächsten Crash wird man die Zurückhaltung der Europäer dann wieder loben. Die Gleichen, die heute den Leistungsausweis und die Renditen der US Banken hervorheben. Eine Wissenschaft, die vielfach ohne Wissen schafft...

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lomax3030 23.04.2019, 17:13
35.

Ich seh da kein Problem. Trump hat den Banken die Fesseln genommen und die Steuern machen die Reichen noch Reicher. Beides wollen wir in D nicht. Sollen Sie doch wieder in den Abgrund stürzen. Banken kennen keine Vernunft. Früher oder später wird es so kommen.

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Watschn 23.04.2019, 17:31
36. Kein Wunder, der Euro killt die EUROpäische Bankenwelt....

Durch die Einführung des für die EUrozone verfehlten Euro, hob man die Risikosicherungen auf (genereller Niedrigzins EURO-weit, und somit Bahn frei für eine unverantwortl. Schuldenpolitik (Massive Erhöhung der Löhne u. Gehälter wie in Griechenland, Portugal, Italien, Frankreich; Gewaltige Erhöhung der Bauspekulation, Bankenhypotheken, Baukredite insb. in Spanien; Erdrückende Bankeninstitutenaufblähung, Papierspekulation auf Kredit in Irland). Nun wurden die riesigen faulen Bilanzen in die EURO-Banken verschoben (insb. Spanien, Griechenland, Italien), wo man sie nun seit Jahren liegen hat, und somit die Kreditausgabe insb. der südl. EURO-Banken (auch an vitale Unternehmen) sehr negativ beeinflusst..

Die EZB kann aus diesen defacto Überschuldungs-Gründen, schwäche der Banken, überbordende EU-Staatsverschuldungen u. Deflationserscheinungen kaum die Zinsen erhöhen. Die Bank of England (BOE) u. die Schweizerische Nationalbank (SNB) leiden darunter u. müssen mit der Zinstiefhaltung nachfolgen, ansonst die Währungen zu stark würden. Die SNB hat infolgedessen den höchsten Devisenbestand aller globalen Zentralbanken, u. versucht mit Euroverkäufen europ. Sachwerte (Aktien, Aktienbeteiligungen, Immobilien, Pfandbriefe ua.) zu erwerben.

Die Banken der USA können nach der Banken-Bereinigung (US-Banken-Rückzahlung des öffentl. 2009-Zwangskapital) mit Volldampf - den wie Kaninchen vor der Schlange sitzenden Europäern - mit den chinesischen Banken davonrauschen. Das könnte schlimm für die Eurozonen-Banken ausgehen. Das Ganze überträgt sich auch auf die Aktienwelt. Die USA (Dow, S&P, NASDAQ) rauschen in Riesenschritten davon, während die Eurozone (EURO-STOXX) auf dem Stand von 2004 umherdümpelt...

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brasshead 23.04.2019, 18:56
37.

Zitat von curiosus_
Tja, irgendwo müssen die 900 Millionen US-$ Zinsen, die die USA pro Tag auf ihre Staatsschulden zahlen, ja bleiben.
Wie eigentlich immer ist Ihre Angabe unvollständig und manipulativ. Etwa 40% der Anleihen werden von Staatsgesellschaften oder der FED gehalten. Die FED zahlt ihre Gewinne an die Regierung aus. Fast die Hälfte Ihrer Zahl geht also direkt an den Staat zurück. Dramatisch? Meinetwegen. Aber nur halb so dramatisch, wie Sie es darstellen.

Zitat von curiosus_
Diese Art von "Deklassierung" kann ich persönlich sehr gut verschmerzen. Mal was richtig gemacht.
Was auch immer Sie damit meinen. Jedenfalls: Umso mehr Anleihen man nicht an Banken, sondern an die Zentralbank verkauft, umso weniger profitieren die Banken und umso mehr die Bürger. Einfachste Logik.

Zitat von Greenspan
Es wird sie kümmern, wenn der Zahltag kommt.
Wann kommt der Zahltag? Warum genau kommt er? Was genau bedeutet "er kommt"? Wie genau sieht das aus?

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brasshead 23.04.2019, 19:14
38.

Zitat von curiosus_
Die ach so tolle Zwangs-Kapitalisierung? Das riecht mir stark nach Milchmädchenrechnung. Die Staatsschuldenquote in den USA kennt nur einen Weg, nämlich den nach oben. Da wird der US-amerikanische Finanzmarkt vermutlich über eine ausufernde Staatsverschuldung gemästet, nur um groß tönen zu können "unsere tolle Zwangs-Kapitalisierung trägt Früchte, den Banken geht es wieder prima". Interessengesteuerte Scheuklappen-Argumentation ohne Berücksichtigung der Nebenwirkungen. Da hat die US-amerikanische Finanzlobby ganze Arbeit geleistet, auf dass die Profite weiter sprudeln mögen.
Szenario 1: Man "rettet" die faulgewordenen Banken mit "Steuergeld".
Effekte: Rettung der Banken auf Kosten der Bürger. Staatsverschuldung rauf, öffentliche Versorgung runter.

Szenario 2: Die Zentralbank kauft den Banken alle faulen Papiere zum Nennwert ab.
Effekte: Gesundung der Banken ohne Verlust. Die Kapitalverschiebung betrifft ausschließlich den Innerbankensektor, keine Inflation.

Davon ab betonen Sie bei jeder Gelegenheit, dass wir "zum Glück" ein System haben, in dem ein Staat seine Anleihen am Kapitalmarkt verkaufen muss. Genau das ist Ihre "Mästung" des Finanzmarktes.

Milchmädchenrechnungen kommen vor allem von Ihnen, siehe voriger Beitrag.

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curiosus_ 23.04.2019, 19:59
39. Wie eigentlich immer..

Zitat von brasshead
Wie eigentlich immer ist Ihre Angabe unvollständig und manipulativ. Etwa 40% der Anleihen werden von Staatsgesellschaften oder der FED gehalten. Die FED zahlt ihre Gewinne an die Regierung aus. Fast die Hälfte Ihrer Zahl geht also direkt an den Staat zurück. Dramatisch? Meinetwegen. Aber nur halb so dramatisch, wie Sie es darstellen. Was auch immer Sie damit meinen. Jedenfalls: Umso mehr Anleihen man nicht an Banken, sondern an die Zentralbank verkauft, umso weniger profitieren die Banken und umso mehr die Bürger. Einfachste Logik. Wann kommt der Zahltag? Warum genau kommt er? Was genau bedeutet "er kommt"? Wie genau sieht das aus?
...haben Sie mal wieder viel zu kurz gedacht:

"Etwa 40% der Anleihen werden von Staatsgesellschaften oder der FED gehalten" - mag ja sein. Aber das Geld der Anleihen ist beim Anleihengeber (dem Staat) und damit im Markt. Oder hat der das auf der Hohen Kante liegen? Und damit ist es marktwirksam, es läuft um, dient zu Spekulationen, pumpt Blasen auf usw. usw.. Und die Banken freuen sich - irgend wo her müssen ja die Gewinne der Banken kommen. Gegenbeispiel: Der US-amerikanische Staat baut drastisch Schulden ab. Was würden da wohl die Gewinne der Banken dazu sagen?

Man sollte halt nicht nach dem ersten Schritt das Denken einstellen.

Sich nur auf die Zinsen der Anleihen zu beziehen ("Die FED zahlt ihre Gewinne an die Regierung aus") ist naiv. Mal angenommen, die USA würden pro Jahr zehn mal mehr neue Staatsschulden aufnehmen als heute, und alle würden von der FED gehalten. Dann würden sicher die Gewinne des US-amerikanischen Finanzsystems drastisch höher ausfallen als derzeit. Einfachste Logik - zugegeben, etwas anspruchsvollere Logik. Nicht jedermanns Sache.

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