Forum: Wirtschaft
Gewinne: US-Banken deklassieren europäische Konkurrenten
DPA

Gemessen am Gewinn spielen die US-Banken gegenüber ihren Wettbewerbern in Europa in einer anderen Liga. Der Rückstand ist aber nicht allein dem fehlenden Riecher für Gewinne geschuldet.

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curiosus_ 26.04.2019, 14:42
60. Sisyphos (Teil 4)..

Zitat von brasshead
Ich habe ausdrücklich gesagt, dass nicht Prognosen, sondern die Zusammenhänge in der buchhalterischen Analyse entscheidend sind. Eben diese habe ich für Ihr Beispiel QE aufgezeigt und das Ausbleiben von Inflation damit schlüssig erklärt. Ihr Einwand ist jetzt "Das ist aber keine Prognose!", business as usual... Sie machen "Wissenschaftlichkeit" oder "logisch-rationale Begründung" also nicht an der Qualität der Argumente fest, sondern daran, was die "Spezialisten" bei den währungspolitischen Autoritäten meinen. Sie prüfen meine Argumentation ausdrücklich nicht sachlich (wie unbequem), sondern verweisen lapidar auf die Einschätzung der Zentralbanken. Damit widersprechen Sie nicht nur Ihrem eigenen Anspruch "bei der Antwort darauf können Sie jetzt wirklich mal logisch-rational argumentieren! Aber bitte nicht mit Verweis auf Autoritäten, das Mittelalter ist (zumindest bei mir) schon rum", sondern offenbaren auch, dass es Ihnen nicht darum geht, einen möglichen Erkenntnisgewinn zu prüfen, sondern nur darum, mich als "Falschfahrer" zu diffamieren. Damit zeigen Sie klar genug, wie "klar" Ihnen ist, was wissenschaftlich und logisch-rational bedeutet. Die Naturwissenschaft ist sicher stolz auf Sie. Sie fordern eine argumentative und klar nachvollziehbare Darlegung, warum es nur so und nicht anders kommen kann. Vielleicht lesen Sie nochmal unter "2.". Sie haben offenbar nicht aufgepasst. Warum? Weil es Ihnen darum gar nicht geht.
Nein, Sie haben ausdrücklich gezeigt, dass Sie den Status hinterher wunderbar beschreiben können. Das ist völlig irrelevant, denn das ist Kindergartenniveau. Ob man etwas verstanden hat zeigt sich, wenn man in der Lage ist etwas korrekt zu prognostizieren.

Ich habe gezeigt, dass Ihre nachgeschobene "schlüssige Erklärung dafür, dass trotz QE Inflation ausbleibt" absolut nichts wert ist. Eben deshalb, weil Sie sich nicht zwangsweise aus Ihrer Buchhalterlogik ergibt. Denn, wenn dem so wäre, dann hätten die EZB-Spezialisten das ja schon im Vorfeld (vor der QE-Einführung) wissen müssen.

Aber genau das, dass dem nicht so war, habe ich Ihnen oben ja schon ausführlich dargelegt.

Und verschonen Sie mich bitte zukünftig mit Ihrem offensichtlichen (s. obige posts) Unsinn.

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Fragen&Neugier 26.04.2019, 14:50
61.

Zitat von seppfett
Das ist dieses fortwährende gejammert über die Niedrigzinsen. Asien: Japan mit negativem Zins. Schweiz mit negativem Zins. USA erst seit kurzem mit leicht positivem Zins. Erzählen sie mir nicht, dass China und Russland die grossen Vorbilder in der Zinspolitik sind. Zwei nicht freie Staaten. Die Niedrigen Zinsen liegen auf jeden Fall im Interesse derer die investieren wollen.
Die Schweiz hat negative Zinse wegen der "Frankenstärke" gegenüber dem Euro, weniger gegenüber dem Yen und dem US-Dollar. Der Schweizer Franken ist auch eine so genannte Fluchtwährung. Es sind auch Überlegungen wie der Kauf von Edelmetallen, die Gelder aus dem Ausland anziehen, nicht nur "Steuerprivilegien", die es so nicht gibt.

Die EU ist der grösste Handelspartner der Schweiz und die Schweizer Notenbank wendet Milliarden auf für Stützungskäufe für den chronisch schwachen €. Der Ersatz für die frühere Abwertung eine Währung.

Diese Geldpolitik ist in der Schweiz sehr umstritten, auch unter Ökonomen.

Die auf die EU ausgerichtete Export-Wirtschaft wünscht sich noch mehr Stützungskäufe, hätte am liebsten einen Wechselkurs von 1:1.
Die global Players und die grossen Konzerne, die in US-$ Rechnung legen, das Gegenteil.

Als gewöhnlicher Bürger und nicht Exportorientierter Unternehmer leidet man natürlich unter der Frankenstärke, dieser ewigen Null-Zinsrunde, die die Sparer enteignet und es wird einem einfach nur schwindlig, wenn man in den Medien erfährt, dass sich eine Änderung der €-Aufkäufe der Schweizer Notenbank selbst in den Börsen in Singapur usw. niederschlägt und man fragt sich, was die Finanzwirtschaft denn überhaupt noch mit der Realwirtschaft zu tun habe.

Früher war Geldpolitik ein Instrument der STAATLICHEN Wirtschaftspolitik - heute ist die ganze reale Wirtschaft und die Menschen, die daran hängen, ein Spielball der privatwirtschaftlichen "Märkte", der Börsen.

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brasshead 26.04.2019, 22:54
62.

Zitat von curiosus_
Nein, Sie haben ausdrücklich gezeigt, dass Sie den Status hinterher wunderbar beschreiben können. Das ist völlig irrelevant, denn das ist Kindergartenniveau. Ob man etwas verstanden hat zeigt sich, wenn man in der Lage ist etwas korrekt zu prognostizieren. Ich habe gezeigt, dass Ihre nachgeschobene "schlüssige Erklärung dafür, dass trotz QE Inflation ausbleibt" absolut nichts wert ist. Eben deshalb, weil Sie sich nicht zwangsweise aus Ihrer Buchhalterlogik ergibt. Denn, wenn dem so wäre, dann hätten die EZB-Spezialisten das ja schon im Vorfeld (vor der QE-Einführung) wissen müssen. Aber genau das, dass dem nicht so war, habe ich Ihnen oben ja schon ausführlich dargelegt. Und verschonen Sie mich bitte zukünftig mit Ihrem offensichtlichen (s. obige posts) Unsinn.
Wo Sies plötzlich so mit dem Vertrauen auf die Aussagen der obersten geldpolitischen Autoritäten haben:

Vor ein paar Jahren schrieb die Bundesbank in ihren Schülerheften noch, dass Banken Intermediäre sind, die vorhandene Spareinlagen weiterreichen. Diese Sichtweise wurde inzwischen von einem Professor empirisch widerlegt, indem er sich die internen Buchungsvorgänge einer Bank einfach mal angeschaut hat. Das Ergebnis: Die Darstellung der Bundesbank war falsch, Banken schöpfen jede Kreditsumme durch die Kreditvergabe und keine anderen Konten werden während des Kreditvorgangs belastet.

Die Buchhaltung (der Bank) hat die BuBa-Spezialisten also glatt widerlegt. Interessanterweise passte diese ihre Darstellung im selben Jahr an das Ergebnis der Studie an. Seitdem beschreibt sie die Geldentstehung zutreffend. Jetzt die Preisfrage: Glauben Sie, Ihre Bundesbankspezialisten haben das vorher nicht gewusst - wo das doch alles nur simple Buchhaltung ist?

Die Zentralbanken wollen also per QE die Inflation ankurbeln und gehen anscheinend davon aus, dass das funktionieren kann. Es funktioniert aber nicht, so überhaupt gar nicht. Buchhaltung hin oder her, warum haben das Ihre Bundesbankspezialisten nicht schon vorher gewusst? Warum wissen sie es 10 Jahre später immer noch nicht?

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er den Darstellungen einer bestimmten Obrigkeit glauben schenkt, oder sich von logisch-rational hergeleiteten Argumenten überzeugen lässt. Ich für mich habe eine logisch schlüssige, zwingende und simple Erklärung dafür gefunden, die über alle möglichen Komplexitäten konsistent und mit der Realität konform ist (da pfeif ich drauf, ob Sie darin "Prognosefähigkeit" erkennen oder nicht). Haben Sie auch eine? Oder können Sie nur den (empirisch widerlegten und damit offensichtlichen) Unsinn aus Wikipedia zitieren...

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curiosus_ 27.04.2019, 11:48
63. Nein, Sie haben..

Zitat von brasshead
Ich für mich habe eine logisch schlüssige, zwingende und simple Erklärung dafür gefunden, die über alle möglichen Komplexitäten konsistent und mit der Realität konform ist..
..sich in Ihrer kleinen Scheinwelt mit selektiver Wahrnehmung bequem eingerichtet und blenden alles aus was nicht ins Raster passt.

Im Gegensatz dazu sind Sie in Ihrer Argumentation höchst flexibel, Motto "Was geht mich mein dummes Geschwätz von vor 5 Minuten an". Und was nicht passt wird passend gemacht. Beispiele? Hier:

Sie:

"Haben Sie mal daran gedacht, dass Zentralbanken genau wissen, was sie da tun und welche Effekte (nicht) zu erwarten sind, wenn jemand wie ich das in drei Sätzen aus dem System heraus begründen kann?"

EZB:

"..quantitative Lockerung (Quantitative Easing - QE) genannt .. tragen dazu bei, die Inflation auf ein Niveau von unter, aber nahe 2 % zurückzuführen."

Sie:

"Glauben Sie, Ihre Bundesbankspezialisten haben das vorher nicht gewusst - wo das doch alles nur simple Buchhaltung ist?
..Die Zentralbanken wollen also per QE die Inflation ankurbeln und gehen anscheinend davon aus, dass das funktionieren kann. Es funktioniert aber nicht, so überhaupt gar nicht. Buchhaltung hin oder her, warum haben das Ihre Bundesbankspezialisten nicht schon vorher gewusst? Warum wissen sie es 10 Jahre später immer noch nicht?
"

Von da ist es nicht mehr weit zur Verschwörungstheorie (die ich in dem Fall auch habe, QE dient nicht dazu die Inflation anzuheizen, sondern dazu die Staaten, z.B. Italien, vor der Staatsinsolvenz zu bewahren. Was aber nicht heißt, dass die EZB den Inflationseffekt nicht auch für realistisch hält. Es ist aus ihrer Sicht nur nicht der Hauptgrund für QE).

Oder Ihre Behauptung von "Ich habe Prognosefähigkeit" (""Kann keine Auswirkungen haben" ist bereits eine Prognose") und kurz darauf das exakte Gegenteil ("Achja? Wo? Das zeigen Sie mal.")

Und das Beste, immer mal eine Autosuggestion einschieben, vielleicht hilft`s:

"Die Zentralbanken wollen also per QE die Inflation ankurbeln und gehen anscheinend davon aus, dass das funktionieren kann. Es funktioniert aber nicht, so überhaupt gar nicht. Buchhaltung hin oder her, warum haben das Ihre Bundesbankspezialisten nicht schon vorher gewusst?"

"warum haben die Bundesbankspezialisten das nicht schon vorher gewusst?":

Ganz einfach: Weil man das nicht wissen kann, weil das simple Buchhaltungs-Modell das eben genau nicht hergibt. Weil da viele Parameter fehlen, und die haben ganz konkret jetzt zufällig zu dem Verhalten geführt das Vorliegt: QE erhöht nicht die Inflation. Die hätten bei einem anderen Parametersatz aber (zufällig eben, aus Sicht des Buchhaltungsmodells, das diese Parameter ja gar nicht berücksichtigt!) zum gewünschten Ziel geführt. Was wissenschaftliche Theorienbildung betrifft sind Sie ein absoluter Laie. Womit wir wieder bei der Frage nach der Quelle Ihrer Kompetenz wären. Mit der Antwort halten Sie (warum wohl?) hartnäckig hinterm Berg.

Was Sie betreiben ist Hokuspokus in einer eng begrenzten (Modell-) Scheinwelt, die Realität ist aber unendlich viel komplexer.

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brasshead 29.04.2019, 12:46
64.

Zitat von curiosus_
Ganz einfach: Weil man das nicht wissen kann, weil das simple Buchhaltungs-Modell das eben genau nicht hergibt. Weil da viele Parameter fehlen, und die haben ganz konkret jetzt zufällig zu dem Verhalten geführt das Vorliegt: QE erhöht nicht die Inflation. Die hätten bei einem anderen Parametersatz aber (zufällig eben, aus Sicht des Buchhaltungsmodells, das diese Parameter ja gar nicht berücksichtigt!) zum gewünschten Ziel geführt. Was Sie betreiben ist Hokuspokus in einer eng begrenzten (Modell-) Scheinwelt, die Realität ist aber unendlich viel komplexer.
Und genau das ist (in diesem Fall) falsch.

Ich habe gesagt, dass die QE-Geldschöpfung nur den Interbankengeldmarkt betrifft und im gegebenen systemischen Aufbau keinen Weg in die reale Wirtschaft finden kann. QE erhöht Bankreserven und Bankreserven werden nicht an die Wirtschaft ausgeliehen - fertig. Diese Feststellung ist unabhängig von sonstigen Parametern oder irgendwelchen Komplexitätsgraden. Auf dieser simplen systemischen Ebene ergibt sich bereits zuverlässig die Prognose, dass QE nicht zu allgemeiner Inflation führen kann.

Nach unendlicher Komplexität zu schreien, wenn eine logisch zwingende Lösung bereits auf der simpelsten systemischen Ebene existiert, ist kein Ausweis wissenschaftlicher Theoriebildungskompetenz. Im Gegenteil, es offenbart das systemische Verständnis eines Laien, der sich laienhafte Theorien über ein System zusammenbastelt, dessen Aufbau er nicht kennt, der die einfachen Antworten nicht sehen will und sich auch noch dazu versteigt, denen, die weiter sind als er, jegliche Kompetenz abzusprechen. Die Wissenschaft ist stolz auf Sie.

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