Forum: Wirtschaft
Gewinnrückgang: Bund fordert Überprüfung von Bahn-Rabatten
DPA

Die Bahn wirbt mit zahlreichen Rabatten um Kunden. Offenbar lassen sich damit aber die Kosten nicht decken. Der Bahn-Beauftragte der Regierung will das System nun prüfen lassen.

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tombadil1 15.09.2018, 12:41
20.

Ich sehe nicht wieso ein Staatsunternehmen wie die DB überhaupt Gewinn machen sollte.
Der Staat sollte anstatt Gewinne aus dem Schienenverkehr zu ziehen lieber in das Netz und die Züge investieren. Die Züge sind sogar bei uns um Stuttgart rum teilweise von vor gefühlt 100 Jahren und alle Nase lang gibt es Störungen und Ausfälle.
Im Fernverkehr war ich fast nie mit der Bahn unterwegs ohne Verspätungen und im Großteil der Fälle habe ich deshalb auch Anschlüsse verpasst so dass die Fahrt nochmals deutlich länger gedauert hat.
Kein Wunder, dass so viele Leute lieber mit dem Auto fahren als die Bahn zu benutzen.

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trex#1 15.09.2018, 12:43
21.

Zitat von nn280
Blickrichtung man es betrachtet, die "Privatisierung" der Bahn war und ist eine Katastrophe
Die Bahn AG ist eine staatliche AG. Das hat mit "Privatisierung" nichts zu tun, sonst würde Enak Ferlemann als Politiker ebenso wenig im Aufsichtsrat sitzen wie Pofalla im Vorstand.

Ob die Bahn als staatliche Behörde erfolgreicher wäre, ist schwer zu sagen. Jedenfalls kann die Bahn nicht mehr wirtschaften wie 1964.

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kmgeo 15.09.2018, 12:46
22. mobiltät

wenn man ein Wirtschaftssystem haben will, dass nicht Güter, sondern auch Personen mobil haben möchte, muss man dies auch finanzieren wollen. Und Ungleichheiten zu fernbussen abbauen. Und Kosten un Management reduzieren.

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trex#1 15.09.2018, 12:48
23.

Zitat von Sibylle1969
Die Supersparpreise, bei denen man Ferntickets bereits ab 20 Euro bekommt, sind dem Preiswettbewerb mit den Fernbussen zu verdanken
Gerade geprüft. Normalpreis Hamburg - München mit der Bahn 142,50 Euro.
Flug Hamburg - München ab 32 Euro im Billigangebot.
Ohne kräftige Rabatte bleibt der ICE unattraktiv.

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Garigaa 15.09.2018, 12:56
24. "reguläre" Preise?! Wucher!

Wenn die Sparpreise nicht wären, würde ich definitiv nicht mehr mit der Bahn fahren, sondern ausschließlich mein eigenes Auto für längere Strecken nutzen. Der sogenannte Normalpreis für eine von mir häufig genutzte Verbindung von 500 Kilometern hin- und zurück beträgt 124 Euro. Mit dem Auto bewältige ich dieselbe Strecke als Alleinfahrer für knapp 65 € (etwa 35 € Sprit und 30 € weitere Kosten). Nehme ich per Mitfahrzentrale noch 2 Leute mit, kann ich die Kosten für mich fast halbieren. Ergo: Mehr als 50 € für diese Strecke im Sparpreis zu bezahlen, halte ich schlicht für inakzeptabel! Wenn das nicht kostendeckend sein sollte, muss die Politik eventuell darüber nachdenken, Subventionen von der Straße hin zu Bahn umzulenken.

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kerkermeistter 15.09.2018, 12:59
25.

Zitat von citi2010
Im übrigen sind die Konditionen der Super Sparpreise sehr viel restriktiver geworden seit 1. September.
Ist das wirklich so? Mir ist nur aufgefallen, daß auf meiner "Stammstrecke" (400 km mit Rumpel-IC, 1. Klasse, Mo abend) keine normalen Sparpreise für 30 Euro (mit BC50) mehr angeboten werden, sondern nur noch der Super-Sparpreis für ca. 55 und Business Flex für 70 Euro.

Tolle Auswahl: Beim Super-Sparpreis ist leider kein City+ dabei und die verlängerte Gültigkeit von Business Flex ist m.E. sinnlos, da man auch das normale Flex kostenlos umtauschen kann/konnte.

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malcom1 15.09.2018, 13:00
26. Preispolitik der DB

Man sollte bedenken das die DB den vollen Steuersatz (19% MWSt.) abführen muss. Rynair nicht da es um grenzüberschreiteten Verkehr handelt und Kerosin steuerfrei ist. Wie bezahlt Rynair bzw. Flexbus seine Mitarbeiter und wie die DB. Die DB muss ein Streckennetz unterhalten und Flexbus bezahlt keine Straßennutzungsgebühr und z.T. keine KFZ Steuer da der Bus aus Tschechien oder Polen kommt. Der Bund (Eigentümer da die DB eine AG ist) will eine Dividende. Und durch diese Unterschiede kann die DB preislich nur sehr schwer mit Rynair oder Flexbus mithalten.

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jbffm 15.09.2018, 13:04
27. Keine Ahnung

Nun, der Beauftragte der Bundesregierung hat keine Ahnung von der Anzahl der Rabatte. Das zeigt doch nur, dass er keine Ahnung hat und nicht Bahn fährt. Ach doch? Haben Abgeordnete nicht eine BahnCard 100? Nun geht es also Vielfahrern an den Kragen, die sich über Sparpreise freuen. Die Bahnpreise sind schon so keine Schnäppchen. Von Arbeitnehmern wird immer Mobilität verlangt, die Bahn hat da auch eine volkswirtschaftliche Aufgabe. Sich ein Auto zuzulegen, ist angesichts der Klimadebatte auch keine Lösung. Oder was meint Herr Ferlemann dazu?

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kraus_adam 15.09.2018, 13:18
28.

Zitat von einervondenen
(...) . Es lohnt sich schon fast, für gewisse Strecken mal nach Flugzeug oder Leihwagen zu schauen.
Es lohnt sich eigentlich immer bei spontan zu fahrenden Strecken über ~300km. Würde ich am Montag z.B. von Berlin nach Kiel und wieder zurück fahren wollen kostet das (Sparpreis!) 120 Euro.
Ein VW Polo kostet für 24 Stunden 55 Euro bei "meinem" Vermieter in Berlin. Berlin-Kiel sind einfach 350km. Kostet mit dem Polo hin und zurück um die 50 Euro Benzin.
Ich fahre also alleine(!) mit einem Mietwagen(!) günstiger als mit der Bahn!
Ich finde das absurd.

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Fuxx81 15.09.2018, 13:23
29. Rabatte

Sokange ich mit der bahn für das Ticket 90 Euro und mit dem Flixbus für die gleiche Strecke 19 Euro bezahle läuft was schief. Gut, der Bus braucht doppelt solange, dafür kann ich einen Tag früher fahren und von dem gesparten Geld ein Hotelzimmer mieten...

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