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GfK-Index: Kauflaune der Deutschen steigt trotz Euro-Krise
DPA

Die Sorge der Deutschen vor einem Abschwung wächst, die Kauflaufe trübt das aber offenbar nicht. Der GfK-Konsumklimaindex für Juli kletterte überraschend von 5,7 auf 5,8 Punkte. Für die nahe Zukunft der deutschen Wirtschaft sehen die Verbraucher allerdings schwarz.

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maximixa 26.06.2012, 10:00
40. den euro raushauen, solange es noch was dafür gibt

Zitat von
"Auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen legte zu. Durch das fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte und historisch niedrige Zinsen hielten es viele Konsumenten derzeit für nicht sehr attraktiv, ihr Geld auf die hohe Kante zu legen. , sagte GfK-Experte Bürkl."
tendenz zu werthaltigen anschaffungen:
ein riesenflachbildschirm, ein smartphone, eine multifunktionsmaschine nicht mehr nur für mutti, sondern für die küche oder ein neues auto.
alles werthaltig und wertbeständig! - für zwei, drei, vier oder gar mehr jahre?

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stefansaa 26.06.2012, 10:01
41.

Zitat von kuddel37
Nicht "trotz" der Eurokrise, sondern "wegen" der Eurokrise. Bei uns werden im Moment alle Anschaffungen gemacht und Dinge ersetzt die sonst nicht umbedingt erforderlich gewesen wären. Das Geld lieber ausgegeben als dies noch auf irgendwelchen Konten oder Sparbüchern liegen zu haben. Warum dies den Banken noch für mikrige Zinsen zur Verfügung stellen, mit dem Risiko des Wertverlustes. Ein Fremdwährungskonto wäre vielleicht eine Alternative, aber man kann ja auch so die nicht benötigten Euros direkt in NOK umtauschen.
Ihr Fremdwährungskonto kann auch schnell dicht gemacht werden, vor allem wenn es bei einer der lokalen Banken ist. Dann lieber in Bargeld unterm Kopfkissen oder in Edelmetallen im Schrank aber sicherlich nicht bei der Bank.

Meine Frau und ich denken ähnlich, da wir aktuell ein Haus kaufen wollen aber seit 6 Monaten nichts passendes finden. Irgendwie hat man das Gefühl, die Luft wird immer dünner.

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stefansaa 26.06.2012, 10:02
42.

Zitat von starkebaerin
Die Kauflaune der Deutschen steigt w e g e n der Eurokrise, weil viele lieber im Vorrat kaufen, als ggf. zuzusehen, wie ihr Geld immer weniger wert wird. Ich habe ein Auto gekauft!
Neuwagen haben bereits nach einem Jahr einen Wertverlust von 50%. Von daher war das nicht die unbedingt beste Investition. Es sei denn das Auto ist 30 Jahre alt, dann könnte es im Wert wieder steigen ;)

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sfb 26.06.2012, 10:05
43.

Zitat von josian
Bilder des Tsunamis 2004 kommen in Erinnerung. So wie Minuten vor dem Unglück sich das Meer zurückzog, sinkt eben nochmals kurzzeitig die Inflationsrate, um dann mit umso größerer Wucht zuzuschlagen.
Man muss unterscheiden zwischen den Verbraucherpreisen und den Preisen für Vermögenswerte wie Immobilien etc.:
"Zudem hat die heute verbreitete Praxis, Inflation anhand von Konsumentenpreisindizes zu erfassen, den Blick auf die sogenannten Vermögenspreise verstellt." (Geldreform)

Diese steigen wesentlich stärker, also bedeutet Inflation neben Enteignung durch Kaufkraftverlust auch Umverteilung von den Geldbesitzern und Beziehern fester Einkommen zu den Vermögensbesitzern.

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inhabitant001 26.06.2012, 10:11
44. Titelzwang

Zitat von postmaterialist2011
Die gute Konsumlaune hat nichts mit der Eurokrise zu tun, sondern eher hiermit . Das private Vermögen steigt sehr viel schneller als die Staatsschulden und dies macht sich auch beim Konsum bemerkbar.
Unfug! Der private Reichtum steigt, aber das betrifft knapp 10% der Bevölkerung. Das "Vermögen" der restlichen 90% stagniert bzw. fällt sogar. Von "Vermögen" kann man bei den unteren 50% der Bevölkerung sowieso nicht sprechen, denn die haben nichts auf der hohen Kante. Ich empfehle Ihnen sich mal Daten zur Vermögensverteilung in Deutschland anzusehen. Oder auf Youtube "Die Ästhetik der Vermögenverteilung" von Georg Schramm anzuschauen.

Und die Daten der GfK haben *nichts* mit der Realität zu tun. Die Einzelhandelsumsätze stagnieren seit 10 Jahren, genauso wie die Reallöhne seit 10 Jahren stagnieren. Das eine hängt mit dem anderen zusammen. Laune ist nicht Kaufentschluß.

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aras62 26.06.2012, 10:26
45. Kauflaune?

.....wer glaubt das denn? Mit solchen Berichten möchte man nur zum Kaufen ermutigen. Selbst "Saturn" - "Media" und andere große und kleine Händler müssen zusätzlich ihre Ware preiswerter bei "ebay" "verschleudern".
Sonst bleibt der Handel ganz darauf sitzen.

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beobachter23 26.06.2012, 10:28
46. Blöder Index!

Wie bei allen Befragungen kommt es nur darauf an, wen man
befragt, ich wurde noch nie befragt - mein Index ist im Sinkflug!

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hartholz365 26.06.2012, 10:29
47. GfK-Index widerspricht regelmässig der Statistik

Vergleicht man den GfK-Index mit den realen Umsätzen des Einzelhandels so decken sich diese praktisch nie.

Während die Umsätze des Einzelhandels seit Jahren stagnieren bzw. nach unten gehen, kommt aus dem GfK-Glaskugelinstitut eine Jubelmeldung nach der anderen und immer wenn es wirtschaftlich bergab geht. Als die Krise vor ein- zwei Jahren so richtig eingeschlagen hat kamen die dollsten Jubelmeldungen von der GfK-Propagandaabteilung, die realen Umsätze im Einzelhandel waren aber massiv eingebrochen. Beim Weihnachtsgeschäft stimmen die Jubelmeldungen auch nie mit der Realität.

Das ist doch gezielte Stimmungsmache, sonst nichts.
Deshalb: GfK-Index -> Tonne

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gbartkowiak 26.06.2012, 10:31
48. Titel

Zitat von stefansaa
Meine Frau und ich denken ähnlich, da wir aktuell ein Haus kaufen wollen aber seit 6 Monaten nichts passendes finden. Irgendwie hat man das Gefühl, die Luft wird immer dünner.
Immobilien sind in der Tat derzeit keine schlechte Wertanlage, vorrausgesetzt Sie investieren in das richtige Objekt. Im langfristigen Druchschnitt sind viele Lagen z.Zt. bis zu 20% unterbewertet. Dazu gibt's Finanzierungen um 2-2.5% p.a., also durchaus im Rahmen der Inflationsrate. Verglichen mit den Alternativen (Anleihen real -1-2%, Aktien -10+X%) also gar nicht mal so schlecht.

Einzige Vorraussetzung: Genügend Eigenkapital (>30%) und mindestens 10 Jahre Geduld.

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maximixa 26.06.2012, 10:33
49. währungszusammenbrüche gab's auch ohne verschwörungstheorien - immer wieder

Zitat von postmaterialist2011
Die gute Konsumlaune hat nichts mit der Eurokrise zu tun, sondern eher hiermit . Das private Vermögen steigt sehr viel schneller als die Staatsschulden und dies macht sich auch beim Konsum bemerkbar. Anstatt dass sich der deutsche Michel einmal Gedanken macht bei wem dieser Zuwachs eigentlich ankommt und ob dies denn noch gerecht sein kann, werden Verschwörungstheorien zum Untergang des Euros aufgewärmt, nach allerbester Bildzeitungsmanier aber ohne viel Verstand.
ihr optimismus in allen ehren.
bisher hat jede vorgängergeneration bis zu meinem ur-opa, jahrgang 1889 - weiter reicht die erzählte erinnerung nicht zurück -, den totalzusammenbruch der landeswährung mindestens einmal erlebt.

für niemanden, bis auf die "bucklige" verwandtschaft von drüben vor zwanzig jahren, war das ein zuckerschlecken - stehen wir nun davor, gemeinsam die nächste bittere erfahrung zu machen, so wie unsere altvorderen?

im übrigen, "ungerechte" reichtumsexzesse sind kein neues phänomen, anfang der zwanziger jahre des vergangenen jahrhunderts gab's auch millionenschwere unter dreißigjährige bankbesitzer - für ein paar jahre.
danach ging man mit einer schubkarre voller geldscheine ein pfund brot kaufen... .

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