Forum: Wirtschaft
GfK-Umfrage: Deutsche ignorieren Gefahr fallender Preise
Getty Images

Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.

Seite 11 von 73
naklar? 25.02.2014, 15:55
100. Und was verkaufen dann die Händler ...

Zitat von mcmercy
Deflation ist erst einmal die Folge von Überproduktion. Damit man auch noch das 5. Handy und den 3. Fernseher an den Mann bringen kann muss man halt kräftig die Preise senken. Bei Produkten des täglichen Bedarfs z.B. Lebensmitteln und Energie gibt es keine Deflation. Deflation ist also erstmal ein Alarmsignal für sinnlose Verschwendung von Resourcen. Da diese Konsumartikel eh meist aus dem Ausland kommen, ficht das den deutschen Arbeitsmarkt erstmal kaum an. Der Markt reguliert sich am Ende selber.
... um selbst am Markt zu überleben. Deutsche Produkte vielleicht, welche nicht vorhanden sind oder wenn vorhanden inzwischen für sehr viele Bürger im Lande einfach zu teuer sind. Dank der Super-Politik Agendapolitik von CDU_SPD in den letzten 2-Jahrzehnten. Die heutige Globalisierung wurde nämlich erst durch die Politik in diesem Ausmaß geschaffen. Die war nicht gottgegeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
privat78 25.02.2014, 15:55
101.

Zitat von Zaphod
Juhu, endlich können diejenigen, die akribisch Haushaltsbücher führen, uuns wieder vorrechnen, dass die Preise für 5 kg Nussaufstrich (aber kein teures Markenprodukt) in dem letzten Jahr von 4,5 Euro auf 6 Euro gestiegen sind und daher eine galoppierende Inflation herrscht. Derartige Beiträge sind immer so lächerlich, da sie nur die spießige Realität der Haushaltsbuchführer abbilden, nicht jedoch die tatsächlichen Verhältnisse.
Woher wissen sie Schlaumeier denn was die wirklichen Verhältnisse sind. Ich bin Volkswirt und kann ihnen aufgrund der bewussten Desinformationen nicht einmal sagen wie die wirklichen Verhältnisse sind. Aber als Konsument kann ich ihnen sagen dass die Preise weiter klettern und gleichzeitig die Leistungen immer schlechter werden. Ich rede von wichtigen Preisen wie Strom, Lebensmittel oder bei den Dienstleistungen von Pflegekosten. Ich brauche nicht ständig neuen Elektroschrot und kaufe mir keinen neuen Wagen wenn die Aschenbecher voll sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kufu 25.02.2014, 15:55
102. Nomen est omen

Zitat von ekel-alfred
Guckst Du hier [...] Um es mit Ihrem Niveau zu erklären: Wenn an der Tanke die Preise über Nacht fallen, ist es noch keine Deflation. Fallen sie über einen langen Zeitraum ins Bodenlose, dann ist es Deflation.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erich21 25.02.2014, 15:56
103. cui bono,

wer bestellt denn solche meldungen? voorgestern gab es noch zu lesen, dass 2013 das erste mal seit 2009 die realloehne wieder gefallen seien. wenn ich meinen beamtenhaushalt betrachte, fallen die seit jahren. und die guenstige elektronic brauch ich kaum zum lebensunterhalt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andi/// 25.02.2014, 15:56
104. Finanzierung

Mit Blick auf mein Immobiliendarlehen sehne ich mich nach einer Dekade galoppierender Inflation ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Udo Buschmann 25.02.2014, 15:56
105.

meine herren. furcht vor deflation. sollen wir jetzt freiwillig mehr bezahlen? jeder der knapp dran ist, wird sich jetzt ein wenig erholen. man kann es auch herbeiquatschen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
libertarian2012 25.02.2014, 15:57
106.

Zitat von studibaas
Zitat: "... ,Bürger schieben Ausgaben aus Angst um ihre Jobs und in Erwartung weiterer Preissenkungen immer weiter hinaus (siehe Grafiken). Ich halte fest: Weil die....
Trotz staatlicher Zwangsbeschulung herrscht in Deutschland komplettes oekonomisches Unwissen.

Die Preise fallen, weil Sie und Ihre Mitbuerger lieber "sparen". Dazu kommt, dass Firmen kaum investieren, da es keine Planungssicherheit gibt, die Politik jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf jagd und mit immer neuen Steuern und Auflagen auf jede Pressemeldung und diversen Schwachsinn reagiert.

Auch wenn Sie das hier auch nicht verstehen werden: Die Lage ist sogar einiges schlimmer, als hier dargestellt, wenn man sich mal ueberlegt, was in den letzten Jahren fuer eine Geldpolitik betrieben worden ist (weltweit). Bei dem zusaetzlichen Volumen wuerde man erwarten, dass die Leute nur so um sich schmeissen mit Geld und es eine normale bis hohe INflation gaebe. Ist aber nicht der Fall. Und wenn das erst mal richtig los geht, haben die Zentralbanken kaum noch wirksame Moeglichkeiten einzugreifen.

Ich sag das schon seit einigen Jahren und bin dann immer verlacht worden von all den Schlaumeiern, die mir was von Hyperinflation erzaehlen wollten und dass man doch nur ordentlich viel Gold kaufen muesse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
goodand 25.02.2014, 15:58
107.

Zitat von Dampfwalze
Nur bei 1.5% liegt, allerdings sollte man dabei auch zu Grunde liegenden Zahlen betrachten. Hüte, Fernseher und Computer kaufe ich mir allerdings nur selten. Strom, Wasser, Müll, Miete usw. bezahle ich allerdings jeden Monat. Essen .....
Herrgott nochmal, dann schauen Sie sich doch mal den Warenkorb an. Der durchschnittliche deutsche Besserwisser tut ja gerade immer so als würde der Warenkorb zu 50 aus Flatscreens, PCs und Smartphones bestehen! Tut er aber nicht, er bildet den durchschnittlichen Haushalt ganz gut ab!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tambol 25.02.2014, 15:58
108. optional

.... fallende Preise in Deutschland - wo?
Die BIO-Gurke in Platik eingeschweißt zu 2,59€ - großartig(das Wort "BIO" allein nervt - alles Schummel). Schwarzen Tee kann ich nur bei türkischen Supermärkten kaufen - hier stimmt der Preis. Z.B.!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Theo Haenzi 25.02.2014, 15:58
109. Verfehlte Geldpolitik

Das von den Zentralbanken in den Markt gepumpte Geld fliesst nicht in die reale Wirtschaft. Es wird von den Banken zu rein spekulativen Zwecken missbraucht. Durch den Kreislauf Zentralbanken -> Banken -> Staatsanleihen entsteht eine Art Perpetuum mobile der Geldvermehrung.

Dagegen müssen die Unternehmen ihre Produkte immer günstiger in den Markt drücken, um noch Umsätze erzielen zu können. Die Konsumenten kaufen nicht, da sie nicht über das dafür notwendige Geld verfügen. Zudem besteht ja auch die Möglichkeit, dass die Produkte noch günstiger werden.

Um der akuten Gefahr einer Deflation zu begegnen, gibt es nur eine Möglichkeit: die öffentliche Hand muss in den über Jahre aufgeschobenen/vernachlässigten Unterhalt der Infrastruktur investieren. Dieses so investierte Geld fliesst in Form von Unternehmensumsätzen/Gehältern direkt an die Verbraucher. Die höhere Staatsverschuldung kommt direkt der lokalen Wirtschaft zu Guten und wird nicht für sinnlose Bank-Rettungsaktionen verpufft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 73