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GfK-Umfrage: Deutsche ignorieren Gefahr fallender Preise
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Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.

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kojak2010 25.02.2014, 18:46
410. heute ohne titel....

Zitat von RenegadeOtis
Es gibt seit 12 Jahren keine DM mehr. Warum rechnen Sie es nicht in Goldmark oder in niederländische Gulden von 1487 um?
es gibt verschiedene Methodiken um sich gut merkende Währungskörbe zu merken. es gibt z.b. Menschen die rechnen den aktuelle Dow Jones je Unze Gold um. genauso können sie gut aussagekräftig über zig Jahrhunderte sagen, wie viel ein guter Massanzug kostet. das geht mit Immobilien so, mit autos auch.

der Euro ist ein Bürokratengedankenfurz einer Elite, die sich täglich neu erfindern muss, um ihr jämmerliches Dassein zu rechtfertigen.

drum rechnen Leute mit etwas Wissen NICHTS in Euro. ham´sie`s`???

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karl-felix 25.02.2014, 18:46
411. Nein

Zitat von studibaas
Zitat: "... ,Bürger schieben Ausgaben aus Angst um ihre Jobs und in Erwartung weiterer Preissenkungen immer weiter hinaus (siehe Grafiken). Ich halte fest: Weil die Preise fallen und ich mehr für mein Geld bekomme kaufe ich mir nichts mehr? So was von sinnloser Aussage. Und einen sicheren Job gibt es schon lange nicht mehr. Deflation ist die Weitergabe des Produktivitätszuwachs an den Endverbraucher. Inflation ist die Verteilung von Geld von unten nach oben. Ich habe keine Angst vor Deflation.
das ist schon so. Sehen Sie im kleinen. In Warzenried sind die Hauspreise stark gefallen. Die jungen Leute ziehen fort. Der Gutachter hat das Haus auf 240 tausend Euro geschätzt, der interessierte Nachbar hat 150 Tausend geboten. Jetzt steht das Nachbarhaus, aus dem die jungen Leute ausgezogen sind leer und zum Verkauf.

Der interessierte Nachbar überlegt. Soll ich wirklich für 150.000 oder noch zwei Monate warten und mit 120.000 ....

Merken Sie was ?

Deflation ist die Unterversorgung einer Marktwirtschaft mit Geld. Wenn das erst einmal auf die Preise durchschlägt sind Massenentlassungen und Firmenpleiten unausweichlich und Geldbesitzer horten ihr Geld, da es von Tag zu Tag mehr wert wird. mag sein, dass das für Griechenland gut ist, für uns jedenfalls nicht.
Und tun Sie eine Jugendarbeitslosigkeit von 50% nicht so leicht ab.
60 Jahre Hirnwäsche der Arbeitgeber und Medien haben uns Deutsch die Inflation fürchten gelehrt, die Realität von 1929-33 war schlimmer als die von 1923. Sie erinnern sich, nach 1923 die goldenen 20er Jahre nach 1933 ...

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Foul Breitner 25.02.2014, 18:49
412. Kaum wird was billiger ?

Zitat von dr.haus
Geradezu pervers,uns einzureden ,Inflation müsse sein, zweimal im letzten JH sind unsere Familien durch Inflation enteignet worden,kaum wird mal etwas billiger,beschwört man Deflationsängste ,ich wüsste nicht, dass es Japan dabei in den letzten 20 Jahren schlecht gegangen ist. Die schleichende Inflation der letzten Jahrzehnte hat uns im Prinzip auch schon zum dritten Mal enteignet.
Im Supermarkt findet man vor lauter gelber Rabattpreisschilder ja teilweise kaum noch die gewünschten Waren. Also wann ich zum letzten mal für einfache Waren, Nudeln, Limo, Senf, Gummibären, Schokolade etc. den normalen Preis gezahlt hätte, kann ich gar nicht erinnern.

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andrians 25.02.2014, 18:50
413.

Zitat von vwl_marlene
Nur falls Sie Zeit haben: Koennen Sie den Foristen hier erklaeren, dass vom Statistischen Bundesamt zwei auf dem hamonisierten Verbraucherpreisindex beruhenden Inflationsraten ermittelt werden: eine, die alle Gueter beruecksichtigt und dann eine, die alle Gueter ohne Nahrung und Energie beruecksichtigt. Letztere lag in den vergangenen Jahre stets ueber der ersten. Und koennen Sie den Leuten auch erklaeren, was es bedeutet, wenn zwar Energie und Nahrungsmittel im Schnitt teurer werden (Stichwort: notwendige Gueter, geringe Preiselastizitaet der Nachfrage), die Preise von nichtnotwendigen Konsumguetern und Dienstleistungen (Stichwort: hohe Preiselastizitaet der Nachfrage, Nachfrage erheblich vom Verhaeltnis von Einkommen und Preis abhaengig) aber kaum steigen?
kurzfristig ist genau das schlecht für die Bürger, insbesondere für die mit niedrigem Einkommen. Seit 2006 steigen die Lebensmittelpreise stark an uns sind wesentlicher Preistreiber im Warenkorb.

Davor waren Sie genau das im übrigen Jahrzehntelang nicht.
Da waren die Lebensmittelpreise Ewigkeiten kaum gestiegen.

Was man heute mit "Teller aufessen" als reine erzieherische Maßnahme noch kennt hatte einen sehr pragmatischen Hintergrund. Nämlich das Lebensmittel viel zu teuer und schade zum wegschmeißen waren.
Und da wurde der gute, echte Kaffee tatsächlich nur ausgepackt an Sonntagen wenn Besuch kam, wie man es nur noch aus der Werbung kennt.
Der Anteil den ein Haushalt für Lebensmittel aufwenden muss ist über die Jahrzehnte gesunken.

Was im übrigen auch den Wohlstand mit zum Ausdruck bringt.
Nicht nur das es zunächst Reallohnsteigerungen gab, es sank auch der Anteil der "Pflichtkäufe" so dass man mehr Möglichkeiten hatte sich zu entscheiden was man kaufte und so gefühlt mehr Geld.

Wo die Reallohnsteigerungen sanken und ausblieben stagnierten wenigstens noch die Lebensmittelpreise weitestgehend.

Selbstverständlich ist es gerade für Geringverdiener jetzt nicht angenehm wenn die Preise steigen.

Nur sollte man da nicht willkürlich Zeiträume herauspicken und von Preiselastizitäten erzählen.

Genau die Effekte, die über die Jahrzehnte für die einfache Bevölkerung den Wohlstand erhöht haben fangen jetzt wieder an ihn zu verringern.

Über stagnierende Preise für Lebensmittel wollte vor 2005 als zusätzlicher "Puffer" für die Bevölkerung nur keiner Reden.

Genauso war vor 2 Jahren noch Super Benzin ganz weit vorne dabei als Inflationstreiber in den Diskussionen.

Mag jetzt natürlich keiner mehr nennen nach Absinken der Preise von rund 1,65 auf tagesaktuelle 1,48.

Da war vor zwei Jahren auch noch viel von unausweichliche Kosten um überhaupt zur Arbeit zu kommen und das Geld verdienen zu können die Rede.

Wenn die Preise für lebensmittel sich hoffentlich wieder einpendeln wird sicherlich irgendwas anderes Kostentreiber im Warenkorb sein und herhalten dürfen um die echte, ware Inflation zu erklären.

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schreckgespenst 25.02.2014, 18:51
414.

Zitat von francois7
Die Preise für o.g. assets entstehen doch nicht im Rahmen einer realwirtschaftlchen Preisfindung, sondern in Verknüpfung mit Billionen von $ an derivativen Finanzinstrumenten die aus der Überschussliquidität kommen und Zinsen sehen wollen. Alles Realwirtschatliche ist nur noch ein underlying für Derivate
Was Sie schreiben ist empirisch nicht begründbar. Bisher gibt es noch keinen eindeutigen Anzeichen, dass der Terminmarkt die Preisführerschaft inne hat. D.h. aktuell werden immer noch die Derivatepreise von den Preisen der Basiswerte geführt.

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c++ 25.02.2014, 18:51
415.

Da wird mal wieder eine neue Sau durch das Dorf gejagt und wir müssen erkennen, wie dumm wir immer waren.
Waren im Stabilitätsgesetz des erfolgreichen Wirtschaftsministers Karl Schiller noch außenwirtschaftliches Gleichgewicht und Preisstabilität Ziele der Politik, sind es jetzt Exportüberschüsse und Inflation.

Sinkende Preise bedeuten zunächst einmal mehr Reallohn, Realrente und Realzins und damit mehr Kaufkraft, mehr Nachfrage, mehr Wachstum. Und auch die Realgewinne steigen. Investitionen werden preiswerter, damit kann auch die Nachfrage nach Investitionsgütern steigen.

Natürlich muss das nicht zwangsläufig so laufen, es gibt viele weitere Faktoren, die zu berücksichtigen sind.
Aber mir ist nicht bekannt, dass seit der Preissenkung bei Eiern um über 20% die Nachfrage nach Eiern zusammengebrochen ist, der Markt am Boden liegt und massenhaft Notschlachtungen bei Legehennen vorgenommen werden.

Übrigens ist die Höhe der Inflationsrate, so wie Arbeitslosenquote und andere Kennziffern, letztlich eine Frage der statischen Methoden, die angewandt werden. Es gibt daher viele denkbare Inflationsraten. Mit Statistik kann man alles beweisen. So sind die geringen Inflationszahlen seit Einführung des Euro (2002) vielleicht auch eine Folge des Methodenwechsels mit Euroeinführung, Stichwort hedonische Methode
http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonische_Methode

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Foul Breitner 25.02.2014, 18:52
416. Die Inf

Zitat von Dampfwalze
Nur bei 1.5% liegt, allerdings sollte man dabei auch zu Grunde liegenden Zahlen betrachten. Hüte, Fernseher und Computer kaufe ich mir allerdings nur selten. Strom, Wasser, Müll, Miete usw. bezahle ich allerdings jeden Monat. Essen muss ich auch noch! Und hier steht ja wohl außer Frage, dass die Kosten explodieren. Vielleicht sollte man bei der Berechnung der Inflationsrate die wirklich wichtigen Dinge stärker gewichten. Anstatt uns mit einer an den Haaren herbei gezogenen Inflationsrate für dumm zu verkaufen.
lationsrate ist nur die Inflationsrate für die dumm gehaltenen und die Tagesschau. Die richtige Inflationsrate kann man beim Statistischen Bundesamt ermitteln. Ich habe gehört, man könne den "Warenkorb" dort gewichten und an seine Realität anpassen.

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Social_Distortion 25.02.2014, 18:52
417.

Zitat von maxxi12
sollten einfach mal in Deutschland Bei Bäckern, Fleischern und in Supermärkten einkaufen gehen....., zudem die die ständig rasant steigenden Preise für z.B. Strom, Flüssiggas, Gas, Schuhe, Kinderkleidung, völlig überteuerte Medikamente aller Art etc. etc. ins Auge fassen. Vielleicht gewinnen Sie dann Erkenntnisse jenseits des "statistischen Warenkorbs" . Fallende Preise ? Aber gern !
Es fällt - oder besser schrumpft - eigentlich eher klammheimlich bei vielen Produkten die Verpackungsgröße bzw. das Gewicht bei gleichem oder höherem Preis. Kann natürlich sein, dass ich noch einmal gewachsen bin, aber mir kommen z. B. die Kinderschokoladenriegel erheblich kleiner vor, als vor 10 Jahren. Das nennt sich wohl nicht mehr Deflation, sondern eher klandestine Volumenzirrhose ;)

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kojak2010 25.02.2014, 18:52
418. heute ohne titel....

Zitat von Shaft13
Milder Winter = Wenig Heizöl wird benötigt somit auch Spritpreise niedirger als sonst. Schon hat man 1 % Inflation weniger als wenn wir einen harten WInter hätten. Ansonsten freue ich mich über fallende Preise. War heute bei der Bank,dort gab es eine Broschüre für Festgeld. 0.85% Zinsen für 6 Monate. Sprich,ich lege Geld an und mache Verluste von der realen Kaufkraft. Aber Kredit aufnehmen darf ich für 6.20%,wo die Bank nur 0,25% an die EZB zahlt.

aber erzählen Sie diese Geschichte mal dem Typen hinter dem Schreibtisch mit Kravatte....

der glaubt felstenfest die Sparkasse würde IHNEN echtes Geld verleihen....


*ggg*

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THINK 25.02.2014, 18:52
419.

Zitat von sysop
Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.
Ich habe keine Angst vor fallenden Preisen. Ich warte seit Jahren darauf, dass Ferrari seine Preise an mein Budget anpasst.

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