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GfK-Umfrage: Deutsche ignorieren Gefahr fallender Preise
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Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.

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rageagainstthemachine 25.02.2014, 18:59
430. Das wird es

Zitat von HuHa
Die Fed macht vor, wie das geht: Staatsfinanzierung mit der Notenpresse, genannt "Quantitavive Easing". Wir sind nicht mehr weit davon entfernt mit dem ESM und den unkündbaren Garantien, die wir dafür geben mußten. Irgendwann in nicht allzuferner Zeit wird uns das alles spektakulär um die Ohren fliegen.
Das wird es.

Und das ist auch genau der Grund für die in immer kürzeren Abständen erscheinenenden Artikel über die angeblich ach so niedrige Inflation und das kommende "Schreckgespenst" Deflation.

Die Bürger sollen reifgeschossen werden für das was unweigerlich noch vor uns liegt. Die böse angebl. Deflation soll als Argument zur künftigen "alternativlosen" Fortführung der Geldentstehung aus dem Nichts durch unendliche Verschuldung und Zwangsbürgschaften für uneintreibbare Forderungen dienen.

Ausserdem ist Inflation immer die vermeintlich grosse Gelegenheit wie Staaten glauben sich ihrer Schulden entledigen zu können.
Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, wie praktisch.
Dass dabei der Wert des Geldes immer mehr gegen Null geht u. Bürger die vorgesorgt u. gespart haben dadurch ihres Vermögens beraubt werden, hat überschuldete Staaten noch nie interessiert.

Jedes Ponzi-System funktioniert nur solange bis es eben nicht mehr funktioniert.

Ach übrigens, es ist noch kein Staat oder kein Geldsystem an Deflation zugrunde gegangen, das war letzten Endes noch IMMER (Hyper-) Inflation.

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karl-felix 25.02.2014, 19:00
431. Ein

Zitat von Nasenbär-HH
...wenn ich nun fürchterliche Angst vor der Deflation bekommen und alle anderen Deutschen auch, was ändert sich, wenn ich die Tatsache anders bewerte? Nichts! Also habe ich keine Angst....
bewährtes Mittel ist der Dreh an der Steuerschraube. Bekommt unser Staat Angst vor einer Deflation, lockert er die Steuerschraube um mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Ähnliches mit den Zinsen.

Bei Inflationsgefahr/Ängsten erhöht er die Steuern und die Zinsen.

Für Sie selber bedeutet Angst vor Deflation Flucht in Geld, Inflationsangst Flucht in Sachwerte.

Machen das Millionen Marktteilnehmer macht sich die Bewertung schon bemerkbar. Im einen Falle bekommen Sie nur noch die Hälfte für Ihr ererbtes Häuschen, im anderen Fall müssen Sie das doppelte für Ihr Reihenhäuschen bezahlen.

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cosifantutte 25.02.2014, 19:00
432. Das Problem mit der Deflation

Es gabe jahrhundertelang keine Inflation in Europa. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung produzierte man Massenware, ständig mehr bis heute. Viele Produkte, die niemand braucht und die trotzdem verkauft werden müssen. Dass das nicht ewig so weiter gehen kann, ist eigentlich klar, der Konsument passt sich halt an seine finanzielle Situation an. Wenn die Zinsen auf Erspartes sehr niedrig bis negativ sind, können natürlich auch die Preise nicht steigen, die Konsumenten kaufen einfach nicht mehr. Cosifantutte.

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Foul Breitner 25.02.2014, 19:01
433. Lebensmittel

Zitat von gilles027
und eine Tüte Chips jetzt 1,99. Vor 3 Jahren noch 1,39. Leider hab ich noch nicht herausgefunden wie mein Flachbildschirme zubereitet.
sind vergleichsweise preiswert, nur empfinden die Leute 12 oder 13 Euro für ein normales Schnitzelgericht als teuer, weil die Lohnerhöhungen weggebissen wurden. Man sieht es auch daran, daß es kaum noch normale Restaurants gibt, in denen man auch Familien trifft. Gemessen an den Preisen von 1990 müßte eine Pizza, je nach Standort, ~15 Euro kosten und die Löhne müssten entsprechend angezogen haben.

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tyskie 25.02.2014, 19:02
434.

Hoffentlich sinken die Strompreise nicht weiter in diesen Maßen! Dann weiß ja Otto Normal gar nicht mehr, wohin mit dem Geld! :O

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JoschSche 25.02.2014, 19:02
435. So ein Kappes...

Zitat von rageagainstthemachine
Ach übrigens, es ist noch kein Staat oder kein Geldsystem an Deflation zugrunde gegangen, das war letzten Endes noch IMMER (Hyper-) Inflation.
Es existiert NICHT EINE ökonomisch zwingende Notwendigkeit zu Inflation oder Deflation. Wir könnten in D z.B. deutlich höhere Löhne haben - dann wäre auch mehr Geld für sekundäre Märkte da - und u.a. (sehr verräterisch..) auch dafür, mal wieder Listenpreise zu zahlen - anstatt -20, -30,-50% Rabatte. Die Export-Industrie wäre davon kaum berührt - schließlich zahlen die dortigen Unternehmen meist bis heute ja noch ordentliche Löhne.

Schieflagen - die später als Inflation verbrämt wurden - ergaben sich meist aus vom Finanzmoloch bewusst induzierten Verknappung des Geldes in Massenhand. Entwertete Geldsysteme und kollabierende Wirtschaften waren somit Folgen irgendwelcher Eliten-Kungeleien in Hinterzimmern... Insbesondere in D Ende der 20er Jahre gab es fatale Entscheidungen im Finanzbereich, die nur dadurch erklärbar sind, dass es offenbar mächtige Interessen gab, die genau diese wollten.

Und das ist bis heute so: Griechenland wurde durch Zinsen zugrunde gerichtet - ebenso erging es linken Regierungen in Portugal oder Spanien - und jetzt in Frankreich...

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Patanjali 25.02.2014, 19:03
436. Erst wurden die Deutschen mit Einführung des Euro...

Zitat von sysop
Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.
unverschämt abgezockt.
Wenn dann sich die Preise (vielleicht) wieder dem richtigen Wert nähern, sollen die Verbraucher Angst bekommen?
Lächerlich.

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lupenreinerdemokrat 25.02.2014, 19:03
437.

Zitat von Zaphod
Juhu, endlich können diejenigen, die akribisch Haushaltsbücher führen, uuns wieder vorrechnen, dass die Preise für 5 kg Nussaufstrich (aber kein teures Markenprodukt) in dem letzten Jahr von 4,5 Euro auf 6 Euro gestiegen sind und daher eine galoppierende Inflation herrscht. Derartige Beiträge sind immer so lächerlich, da sie nur die spießige Realität der Haushaltsbuchführer abbilden, nicht jedoch die tatsächlichen Verhältnisse.
Dann können Sie, als ausgewiesener Dreisatz-Akrobat doch sicher vorrechnen, wie es zu sinkenden Preisen in den letzten Jahren gekommen ist, oder?

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Spiegelleserin57 25.02.2014, 19:04
438. Das Interessanteste an der ganzen..

Zitat von sysop
Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.
Angelegenheit ist doch immer noch die Umrechnung der Löhne und Gehälter und die Umrechnung der Warenpreise., nämlich 1: 1 obwohl das auch bis heute immer offiziell bestritten wurde ABER durchgeführt wurde.
Wenn ich mein Gehalt auch 1:1 umrechne stehe ich heute auf dem Stand von 1982! Die Kaufkraft ist einfach nicht da und deshalb herzlichen Dank an unsere Regierung!

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schreckgespenst 25.02.2014, 19:07
439.

Zitat von megamekerer
Ich kann einfach nicht glauben. Meine Frau hält alle Kassenzetteln und wenn ich die von letzten Jahr oder vorletzten Jahr vergleiche, sehe ich eine Preissteigerung von mindestens 11 % . Also bei alle Wirtschaftswirrwarr die uns jeden Tag erzählt wird, komme ich zu völlig anderes Ergebnis als eine Deflation. Es ist zur Zeit so dramatisch, trotz günstige Hypothekenkredite können sich die Normalverdiener kein Eigentum leisten, ein kleines Haus von große 100 qm² kostet in günstige Lagen über 300,000 Euro. Ein neues Auto über 20,000 Euro. Von Gas, und Strompreise brauche ich niemanden erzählen, wie schrecklich hoch sie der Zeit sind. Auch Klamotten, Schuhen, und Kinokarten wurden erhöht. Die Gemeinden und Städte erhöhen Steuer auf alles erhöht, Grund und Grunderwerbssteuer, Hundesteuer, Autosteuer,..... Ich verstehe nicht, welche Preise sind jetzt gefallen? Selbst beim Aldi kostet jetzt ein Liter Milch 3 Cent mehr. Alles Lügen....
Trinken Sie nur Milch? Wie können Sie die Inflation anhand eines Produktes berechnen?

Insgesamt frage ich mich, welche Personen hier im Forum unterwegs sind und wo sie einkaufen.
Der durchschnittliche Quadratmeter-Preis für den Kauf einer Eigentumswohnung in Deutschland liegt bei ca. 2.000 EUR/qm, d.h. die Immobilie erwerben sie zu 66% des von Ihnen genannten Preises. Des Weiteren bekommen Sie auch einen Neuwagen ab 10.000 EUR. Es kommt immer auf den Anspruch an.

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