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GfK-Umfrage: Deutsche ignorieren Gefahr fallender Preise
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Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.

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Foul Breitner 25.02.2014, 19:30
461. Nochmal

Zitat von Patanjali
unverschämt abgezockt. Wenn dann sich die Preise (vielleicht) wieder dem richtigen Wert nähern, sollen die Verbraucher Angst bekommen? Lächerlich.
Die Preise sind viel zu niedrig. Viele Läden können nur noch existieren weil sich der Inhabereigentümer keine Pacht überweist und seine Frau auf 400 Euro mitschafft. Diese Läden gehen ein, weil mit der kleinen Gewinnspanne niemand einen Laden pachten und Leute anständig bezahlen kann. Es ist ja heute schon so, daß sich in vielen Dörfern nicht eine einzige Dorfpinte mehr findet wo früher 3 existieren konnten. Das liegt sicher nicht daran, daß sich die Wirtschaftswundergeneration nun für die Askese entschieden hat. Oder vereinfacht. Bei dem Preis, den ein Wirt für ein Pils berechnen muß, um seine Kneipe zu beleuchten, zu putzen, Steuern und Abgaben zahlen, Abschreibungen auf nicht getrunkenes Bier vorzunehmen, evtl. Aushilfsangestellte, Pacht, Heizung, Müll, Wasser, Kochgas, Live-Fußball ... zu zahlen, kommen viele Gäste nicht mehr, weil ihnen 8 Euro für 3 Halbe zu viel ist !!! Von Rückstellungen, Renovierungen, Gewinn gar nicht zu reden.

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egal 25.02.2014, 19:32
462. Was hier an freude über

Eine mögliche Deflation geäussert wird, zeigt wie unglaublich unwissend der geneigte Spon-stalinist ist. Die Japaner gehen seit 20 Jahren am Krückstock wegen ihrer Deflation. Aber der mob denkt nur supi Karlskrone für 35 statt 39 cent. Supi, kann ich mir eine mehr in den Kopf schrauben. Und der gemeine Sozi denkt, toll, da kann der Hartzer sich ne Dose mehr in den Kopf schrauben. Ich denke: Seelig sind die doofen, denn ihrer ist das Himmelreich.

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moby dick 25.02.2014, 19:33
463. Frau Lagards Problem...

ist einfach lösbar: Der "statistische Warenkorb", den die jeweiligen
Regierungen stolz vor sich her schieben, bedarf wohl einiger
Korrekturen.

Selbst bei Deutschlands bekanntestem Discounter sind die Lebensmittel-
preise in den letzten zweieinhalb Jahren um ca. 20% gestiegen. Nicht
sichtbar, sondern nach einfacher Regel: Zunächst werden "höherwertige"
Produkte zu höheren Preisen in neuer Verpackung parallel angeboten,
und nach einiger Zeit verschwindet das preiswertere Produkt aus den
Regalen. Qualitativ konnte ich noch keinen Unterschied erkennen,
abgesehen vom oft geringer Inhalt bei Stückpreispackungen.

Bei Textilien läuft die Masche andersrum: Für Produkt in der
Qualität der DM-Zeit, zahle ich heute den 3-bis4-fachen Preis.
Was preiswert angeboten wird landet oft nach 2 oder 3
Wäschen in der Altkleidersammlung. Schlecht verarbeitet,
minderwertiges Grundmaterial.

Meine Miete wurde gerade um 20% angehoben, von den
Nebenkosten ganz zu schweigen.

Und wenn ich auf der Autobahn bei 130kmH rasant überholt werde,
weiss ich: Aha, wieder ein Fahrzeug dass den Sprit von der
Steuer absetzt.

Aber die Statistiker werden ja auch aus Staats- bzw. Steuergeldern
bezahlt und werden auch sicher zukünftig die gewünschten
Statistiken erstellen damit die Regierungen dem Volke
mit jovialem Grinsen mitteilen können: Seht, uns Deutschen geht
es gut!

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sp0cky 25.02.2014, 19:35
464. Aufgeilen an einer Zahl

Und keiner fragt wie sie zustande kommt. Es ist faktisch so, dass die "Deflation" (haha) bei z.B. Unterhaltungs-Elektronik und Computern schon mit über den Warenkorb in die "Inflationsrate" eingerechnet wird. Und dabei werden nicht nur tatsächlich fallende Preise, sondern auch der "Produktivitätsgewinn" mitgerechnet. Wenn man also heute den gleichen Laptop zum gleichen Preis wie letztes Jahr nur mit einem schnelleren Prozessor und mehr RAM bekommt (weil die neue Software viel mehr braucht) dann ist das auch eine Preissenkung.
Nur kauft man sich halt nicht jeden Monat Computer, Fernseher, Handy, usw. neu.
So kann man sich die Inflation auf Energie und tägliche Verbrauchsgüter kleinrechnen.

Also: immer her mit der "Deflation". Vielleicht auch mal bei Strom und Gas?

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Foul Breitner 25.02.2014, 19:35
465. Nicht zu vergessen

Zitat von Spiegelleserin57
Wenn ich mein Gehalt auch 1:1 umrechne stehe ich heute auf dem Stand von 1982! Die Kaufkraft ist einfach nicht da und deshalb herzlichen Dank an unsere Regierung!
die Maja-Regierung, die große Koalition und die Koalition aus Kleineleutepartei SPD und Friedens/Umwelt/Bürgerrechts- und Equal-pay-Partei, formerly known as Bündnis ´90/Die Grünen, in manchen Bundesländern als noch "linkere" GAL bekannt ...

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c++ 25.02.2014, 19:35
466.

Zitat von merberg
Schon seit Jahren habe ich den Eindruck, dass gerade die Güter des täglichen Bedarfs immer billiger werden, der immer gnadenloser werdende Preiskampf der Discounter macht es möglich.
Wenn man der Werbung glaubt, wird bei den Discountern alles billiger, weil sie dafür ausgiebig Reklame machen.
Werden Waren teurer, kein Wort.
Glauben Sie nicht den Werbekampagnen, suchen Sie mal eine Kassenquittung, die 5 Jahre alt ist, und suchen Sie dann, was bei den gnadenlosen Discountern heute billiger ist.
Natürlich sind die Lebensmittel bei den Discountern stärker gestiegen als die Einkommen der Arbeitnehmer oder die Renten.

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loki21 25.02.2014, 19:36
467. Artikel A widerspricht Artikel B

Zitat von sysop
Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.
Ich habe den Eindruck, als wenn man versucht die Leser/Bürger immer mehr irre zu machen. Hieß es nicht erst (heute od. gestern) bei SPON, daß die Energiekosten für viele Deutsche mittlerweile zu hoch geworden sind? In dem Fall würde eine Preisstagnation od. gar Preisrückgang (auch wenn es an anderen Stellen ist) die Binnenwirtschaft wieder ankurbeln. Wird denn nicht schon seit den 90igern über eine zu geringe Inlandsnachfrage gejammert? Wird denn nicht schon seit mehr als fünf Jahren über einen drastischen Rückgang der Reallöhne diskutiert? Würde den eine Preisbremse/stagnation hier mal dem ganzen etwas entgegenwirken und das Verhältnis von stagnierenden Einkommen der Bürger und hohen Preisen/Lebenshaltungskosten mal etwas entgegenkommen, und so die Reallöhne (also dem was man an Geld im Monat zur Verfügung hat und was man dafür bekommt) wieder etwas steigen? Sollte dies nicht letztlich den einfachen Menschen auf der Straße zugute kommen? Wer von den Lesern hier hat, wie unsere Volksvertreter, in den letzten Jahren eine Gehaltssteigerung von 10 % erhalten? Würde ich jedes Jahr eine Gehaltssteigerung von 2 bis 5 % bekommen, was aber nicht der Fall ist, dann wäre ich mit 2 % Inflation/Preissteigerung pro Jahr einverstanden. So aber kann ich Ihre Argumentation bzgl. einer drohenden Deflation und den negativen Auswirkungen für die Menschen nicht nachvollziehen.

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9_druids 25.02.2014, 19:38
468. Ente im Quadrat

Es ist völliger Unsinn zu behaupten, dass 2% Inflation irgendein ein Optimum darstellt, genauso falsch ist die Aussage, dass Deflation gefährlich ist. Autos wurden durch Massenproduktion billiger und dadurch der Bevölkerung preislich zugänglich, ist das gefährlich?..Was wirklich gefährlich ist sind die geschönigten Zahlen betreffend Arbeitslosigkeit und Inflation und die Manipulation der Märkte.

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madjas 25.02.2014, 19:38
469.

Die SPON widerspricht sich mit eigenen Artikeln, gestern noch steigende Energiepreise und plötzlich Deflation? Unglaubwürdige geht es nicht mehr. Ich frage mich so langsam warum ich diesen Blödsinn eigentlich noch lese. Meiner brodelnden Galle bekommt diese Verarscherei so sicher aber langsam nicht mehr.

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