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GfK-Umfrage: Deutsche ignorieren Gefahr fallender Preise
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Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.

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c_santander 25.02.2014, 21:53
580. @c++

Nein. Inflation ist ein Wertanstieg sämtlicher Realgüter (~Preisniveau aller Realgüter). Wenn dies nur bei einzelnen der Fall ist kann nicht von einer Inflation gesprochen werden. Dies ist dann einfach ein Preisanstieg oder in einem extremeren Fall eine Blase, insbesondere wenn diese Güter ganz stark auf Kredit finanziert werden. Oder haben Sie etwa den gleichen Preisanstieg auch bei anderen Gütern wie Commodities, und Verbrauchsgüter gesehen. Nachgelagert steigen bei einer Inflation auch die Löhne ungefähr im selben Mass. Hat sich Ihr Lohn so ähnlich wie die Immobilienpreise entwickelt? Das eigentliche Problem ist dass sehr viele Leute tendenziell über ihre Verhältnisse leben und Immobilien kaufen, die sich gerade noch so knapp finanzieren lassen. Beim kleinsten Problem jedweder Art werden diese Leute ihre Immobilien nicht mehr halten können (Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, sinken der Immobilienpreise etc.).

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enhardir 25.02.2014, 21:53
581. Unsere täglich Dosis Gehirnwäsche...

Nein Danke - braucht keiner.
Man kann es ganz einfach auf den Punkt bringen: Für Konsumenten, das einfache Volk is Deflation gut und Inflation schlecht. Für Fiat-Money Banker ist Inflation gut und Deflation schlecht. Wie üblich versuchen uns die Propagandamedien einzureden, dass das was für die Abzocker gut ist, auch für alle anderen gut ist. HIstorisch gesehen herrschte während des gesamten 19. Jhd überwiegend Deflation - Technischer Fortschritt zeigt eben seine Wirkung. Dieser positive Beitrag zum Fortschritt wird duch das Fiat-Money system und seine Exzesse seit der Aufhebung der Gold-Bindung zu Beginn der 1970er komplett ad absurdum geführt. http://goldsilverworlds.com/wp-content/uploads/2014/01/inflation_deflation_US_Fed_200_years.gif Es wäre toll, wenn jemand dazu auch eine Europäische Statistik posten könnte. http://www.zerohedge.com/news/guest-post-if-you-want-help-poor-and-middle-class-encourage-deflation

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fabcccc 25.02.2014, 21:55
582. Ja,

Zitat von Peter.Lublewski
Bin gespannt, wann die ersten Leute mit dem Gebrüll "Oh mein Gott, die Deflation kommt, wir werden alle sterben" durch Fußgängerzonen rennen.
Selbstmord wäre eine Lösung.

ghet schon mal vor-- ich mache es mir hier noch etwas gemütlich, :-)

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Foul Breitner 25.02.2014, 21:56
583. ++gg++

Zitat von tomita
Wess Brot ich fress, dess Lied ich sing :-) Als Kaufkraftforscher im Ruhestand amüsier ich mich schon seit Jahren darüber, dass die Herren "Konsum-Forscher" im Voradvent Kaufrausch predigen, während nach dem Fest immer nur noch vom Kater die rede ist.
Das denke ich auch immer wenn ich in der Tagesshow die Herren von Einzelhandel sehe:

Wir erwarten einen starken 4. Advent reiht sich nahtlos ein in die Meldungen übers Jahr.
- Ski und Rodel gut
- Am Langener Waldsee sind die Parkplätze belegt
- Mutter und Kind sind wohlauf
- Die Butterpreise sind gestiegen
- Griechenland ist auf einem guten Weg
- Stau zwischen St. Augustin und Bonn-Beuel
.
.
.

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nouwo 25.02.2014, 21:58
584. Gibt mein Laptop

Zitat von TrojaA
Was halten Sie denn von den richtigen Anführungszeichen? („ und “, sekundär auch ‚ und ‘). Nur falls Sie mal wieder wen belehren wollen. ;)
nicht her.
Wer sind Sie denn überhaupt?
Schon mal was Qualifiziertes hier abgegeben?
Oder auch nur ein erfolgloser Philosophiestudent?
Oder beim spon beschäftifgt?
Leute wie Sie amüsieren mich immer wieder ;)

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altmannn 25.02.2014, 21:59
585. Was

Zitat von muellerthomas
Ja genau, die Jungs von Destaits unterstellen, dass Sie jeden Monat ein Brot, ein Pfund Butter, einen Computer und einen Fernseher kaufen. Glauben Sie das wirklich?
die Unterstellen, entzieht sich meiner Kenntnis. Man sieht aber an den Äußerungen der Foristen, dass die berichtete Wirklichkeit mit der erlebten Wirklichkein nicht wirklich übereinstimmt.

Dazu empfehle ich folgendes Vorgehen: Lassen Sie die Destatisfachleute ermitteln was sie wollen und wenden Sie sich den lebenden Menschen zu.
Von diesen nehmen Sie das Medianeinkommen und betrachten dessen Veränderung über einen längeren Zeitraum, z, B. seit der Euro-Einführung. Dann betrachten Sie die Preisentwicklung im gleichen Zeitraum, zuerst für die überlebensnotwendigen Dinge: Essen und Trinken, Miete, Strom, Heizung, Wasser, Abwasser, Versicherungen, GEZ und andere Zwangsabgaben.
Vielleicht werden Sie dabei feststellen, dass nach Bezahlung dieser lebensnotwendigen Kosten für die Luxusgüter wie Reisen, Restaurantbesuche, Theater, Unterhaltungselektronik etc. gar nichts mehr übrig ist.
Das erklärt dann auch, warum die erlebte Lohn- und Preisveränderung mit der berichteten Lohn- und Preisveränderung für die meisten Menschen herzlich wenig zu tun hat.
Der Destatiswarenkorb ist bestimmt prima geeignet, Preisniveauveränderungen für ein definiertes Warenkonglomerat zu beobachten, aber nicht zur Beschreibung der Situation für die Menschen. Ausgenommen ist der Mustermensch, der den Desatiswarenkorb konsumiert.

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Foul Breitner 25.02.2014, 22:00
586. Griechenland ist

doch auf einem guten Weg

Olympiakos - ManU 2 : 0 ;-)

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francois7 25.02.2014, 22:00
587.

Zitat von Hirsch1
Was ist, wenn das Thema Deflation nur dafür hinhalten muss, die Zinsen niedrig zu halten, in dem man zur Staatsfinanzierung durch die EZB Anleihen kaufen lässt? Fakt ist, bei einem Zinssatz von 8% wären Länder wie Frankreich und Italien in spät. 10 Jahren pleite. Das kann man so aber nicht sagen. Deshalb die Deflation. So können Politiker später sagen, es ging doch um die Bekämpfung der Deflation. Die Journalisten sind leider nicht in der Lage, die Realität zu erkennen. Dazu müsste man gegen den Strom schwimmen können. Schwarmfische können das nicht.
Das war auch mein erster Impuls. Taugt als schöne Begründung dafür, dass Draghi den Einlagensatz ins Negative bringt und den Leitzins auf 0.10 senken muss

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fuenfegeradeseinlassen 25.02.2014, 22:01
588.

Zitat von Hirsch1
Was ist, wenn das Thema Deflation nur dafür hinhalten muss, die Zinsen niedrig zu halten, in dem man zur Staatsfinanzierung durch die EZB Anleihen kaufen lässt? Fakt ist, bei einem Zinssatz von 8% wären Länder wie Frankreich und Italien in spät. 10 Jahren pleite. Das kann man so aber nicht sagen. Deshalb die Deflation. So können Politiker später sagen, es ging doch um die Bekämpfung der Deflation. Die Journalisten sind leider nicht in der Lage, die Realität zu erkennen. Dazu müsste man gegen den Strom schwimmen können. Schwarmfische können das nicht.
Sorry, steh' gerade auf dem Schlauch, könnten Sie bitte den Zusammenhang zwischen Refinanzierungszinsen und Deflation ausführlicher darlegen?

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dagobert65 25.02.2014, 22:04
589. Vom Aufschwung...

hatten die Bürger schon nix, warum sollten Sie jetzt plötzlich beim Abschwung (oder Deflation) Anteil nehmen? Wenn immer nur die Oberschicht kassiert, was sollen dann die kleinen Leute denken und tun?...

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