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GfK-Umfrage: Deutsche ignorieren Gefahr fallender Preise
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Die Inflation ist so gering wie lange nicht, Experten wie IWF-Chefin Lagarde warnen gar vor Deflation. Doch den Deutschen ist das egal: Laut einer GfK-Umfrage für SPIEGEL ONLINE fürchten sie fallende Preise nicht. Dabei zeigt das Beispiel Schweiz, dass die Gefahr real ist.

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Vielfaltiger 27.02.2014, 14:40
720.

Zitat von gazettenberg
Ja, und? Aus der Geschichte können Sie doch sehen, dass weder eine Hyperinflation noch eine Deflation sonderlich erstrebenswert sind.
Der Meinung bin ich auch. Aber ging es nicht darum eine Deflation in geringem Maße zu verteufeln während man der Meinung ist, dass eine kleine Steigerung der Inflation in Ordnung geht?

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del_mar 27.02.2014, 15:05
721. Ein Witz...

Eine Deflation ist i.d.R. eine Folge bzw. Begleiterscheinung einer Depression...das problematische ist vor allem das deflationäre Kaufverhalten (Die Erwartung, dass morgen oder nächstes Jahr alles billiger ist), das den Konsum einbremst. Dieses Szenario trifft heutzutage bestenfalls auf die Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik zu,..was allerdings schon seit Jahrzehnten der Fall ist. Demgegenüber steht ein ständiger Anstieg der Lebenshaltungs- und Energiekosten. Diese geschürte Deflationsangst ist in meinen Augen nichts anderes als EU-Meinungsmache für eine Akzeptanz der expansiven und damit inflationären Geldpolitik der EZB. Danke SPON

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Vielfaltiger 27.02.2014, 15:21
722.

Zitat von gazettenberg
Ja, und? Aus der Geschichte können Sie doch sehen, dass weder eine Hyperinflation noch eine Deflation sonderlich erstrebenswert sind.
Der Meinung bin ich auch. Aber ging es nicht darum eine Deflation in geringem Maße zu verteufeln während man der Meinung ist, dass eine stetige langsame Inflation, die irgendwann in einer Hyperinflastion endet in Ordnung geht?

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del_mar 27.02.2014, 15:28
723. Ein Witz...

Eine Deflation ist i.d.R. eine Folge bzw. Begleiterscheinung einer Depression...das problematische ist vor allem das deflationäre Kaufverhalten (Die Erwartung, dass morgen oder nächstes Jahr alles billiger ist), das den Konsum einbremst. Dieses Szenario trifft heutzutage bestenfalls auf die Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik zu,..was allerdings schon seit Jahrzehnten der Fall ist. Demgegenüber steht ein ständiger Anstieg der Lebenshaltungs- und Energiekosten. Diese geschürte Deflationsangst ist in meinen Augen nichts anderes als EU-Meinungsmache für eine Akzeptanz der expansiven und damit inflationären Geldpolitik der EZB. Danke SPON

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Paul-Merlin 27.02.2014, 21:33
724. Die kopfzahlmässigen Mehrheit

Zitat von Meerkönig
Das ist richtig, da kommen aber dazu Mieten + 6%, Lebensmittel +3,5%, Grundstückpreise, Baupreise inkl. Planungskosten, Wasser ,Müll, Abwasser. All diese Kosten machen in den meisten Haushalten 80%-100% der Kosten aus. Zeigte sich am letzten Weihnachtsgeschäft. Die Umsätze für Lebensmittel stiegen um 2% die Umsätze für alle anderen Artikel lagen 4% unter dem Vorjahr. Also das Weihnachtsgeschäft war um 2% gesunken. Das war zum totlachen beinahe: Vor Weihnachten die Hauptnachricht auf Seite 1: „Die Leute kaufen wie verrückt“! „Merkel und ihre gesamte Clique soll hochleben“! Nach Weihnachten, im Februar, auf der 22. Seite : Das zuvor von mir Geschilderte. Also Weihnachtsgeschäft wieder gesunken!
in diesem schönen Lande muss sich immer mehr einschränken. Der Lebensstandard sinkt. Demgegenüber gibt es aber zweifellos aber auch eine breite Schicht der es (noch) gut geht und deren Wohlstand steigt. Die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland ist leider aus dem Lot geraten. Dumm nur, dass eben die meisten fleißigen Rädchen die diesen Wohlstand erwirtschaften nicht mehr vom Wirtschaftswachstum profitieren sondern stetig aber unaufhaltsam nach unten abrutschen und sich als Rentner bei den Grundsicherungsempfängern einreihen dürfen.

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melialhope 01.03.2014, 09:47
725. Propaganda-GfK und die Ergebnisse

Sobald ich einen fallenden Preis sehe, werde ich laut Gefahr rufen und erst kaufen, wenn der Preis wieder steigt, versprochen!

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kojak2010 03.03.2014, 08:28
726. Hier könnte Ihre Werbung stehen.

Zitat von karl-felix
das ist schon so. Sehen Sie im kleinen. In Warzenried sind die Hauspreise stark gefallen. Die jungen Leute ziehen fort. Der Gutachter hat das Haus auf 240 tausend Euro geschätzt, der interessierte Nachbar hat 150 Tausend geboten. Jetzt steht das Nachbarhaus, aus dem die jungen Leute ausgezogen sind leer und zum Verkauf. Der interessierte Nachbar überlegt. Soll ich wirklich für 150.000 oder noch zwei Monate warten und mit 120.000 .... Merken Sie was ? Deflation ist die Unterversorgung einer Marktwirtschaft mit Geld. Wenn das erst einmal auf die Preise durchschlägt sind Massenentlassungen und Firmenpleiten unausweichlich und Geldbesitzer horten ihr Geld, da es von Tag zu Tag mehr wert wird. mag sein, dass das für Griechenland gut ist, für uns jedenfalls nicht. Und tun Sie eine Jugendarbeitslosigkeit von 50% nicht so leicht ab. 60 Jahre Hirnwäsche der Arbeitgeber und Medien haben uns Deutsch die Inflation fürchten gelehrt, die Realität von 1929-33 war schlimmer als die von 1923. Sie erinnern sich, nach 1923 die goldenen 20er Jahre nach 1933 ...

das haus ist neben der ehe, der grösste blödsinn den man sich antun kann. warzenried. der name ist ja schon programm. ein haus besteht aus steinen, holz, und andere materialien um dem menschen eine annehmliche behausung zu bieten.

die immobilien, die ausgeburt aller blasen, heranzunehmen um deflation zu erklären... die meisten häuser in warzenried haben selbst bei einem verkauf von 100.000 euro noch eine verdammte gute inflation auf sicht von 30 oder 50 jahren erfahren...

häuser kauft man einmal im leben, manche vll. 3x

dafür muss ich täglich geld für gas strom wasser scheisse bezahlen. jede woche muss ich LEBENSmittel einkaufen. da kostet annehmliche gemüse mittlerweilen 10 DM pro KG.

selbst ein Dacia kostet mittlerweilen schon 30.000 ,- DM


wenn die bei der EZB schon analkerzen anzünden, dann sollte die dabei nicht auch noch koksen.... ;-)

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dipl.phys.dietmarhanke 17.03.2014, 06:06
727. Wirtschafts -

Muss man erst Wirtschafts-"Wissenschaftler" sein, um Angst zu schüren, wenn die gesetzmäßige Produktivitätssteigerung nicht nur zu Gewinnerhöhung sondern auch zu Preissenkung führt. Das ist der Anteil des Verbrauchers an der Produktivitätssteigerung durch Wissenschft, Technik und Technologie. Das sage ich als Physiker. Wer Relativitätstheorie und Heisenbergsche Unschärferelation verstanden hat, dem erscheint wirtschafts "wissenschaftliches" Wortgeprassel wie geschürte "Angst vor Preissenkung" als Nebelkerze.
Ich vermute, die Bundeskanzlerin sieht das ähnlich, wenn sie "Ratschläge" von ihrem Wirtschaftflügel erhält. Elemente ihrer Politik lassen naturwisschaftliches Denken erkennen - das zeigt sich nicht in "Visionen" - sondern in realen Ergebnissen - und da sind Preisenkungen, die jedem "kleinen Mann" zugute kommen, stabilisierender als Gewinnmaximierung

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sacco 21.04.2014, 12:11
728.

Zitat von jensow
so redet man es dem Michel seit Euro-Einführung ein. Ich fühle also, dass ein halbwegs anständiges Familienauto 100.000 DM kostet, dass eine vernünftige Wohnung in einer deutschen Großstadt 1.000.000 DM kostet, dass ein Körnerbrötchen beim echten Bäcker 2 DM kostet, dass ein Liter Super 3,50 DM kostet... Jetzt treibt man die Gehirnwäsche auf die Spitze - Deflation! Ist ja lächerlich.
auf den punkt gebracht!

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