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Girokonto und Tagesgeld: Bankkunden lassen sich Milliarden-Zinsen entgehen
DPA

Ob Commerzbank oder Deutsche Bank - die großen Finanzinstitute zahlen ihren Kunden kaum noch Zinsen. Doch es gibt Möglichkeiten, sein Geld attraktiver anzulegen.

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godfader 09.01.2016, 17:10
1. Die Isländische Landesbanki hat 2007...

..mal 12% Zinsen gezahlt. Und die mauen Zinsen der behäbigen Dt. Grossbanken lagen bei lächerlichen 4%. Und dann ging Landesbanki pleite.

Laiki Bank aus Zypern hat mal 9% gezahlt, das war 2011. Dann gingen sie Pleite.

Herr Tenhagen versteht offensichtlich nicht, dass Zinssätze immer in der Relation zum Kreditrisiko zu sehen sind. Wenn ich mein Geld bei irgendeiner Bank auf ein Festgeldkonto lege dann gebe ich der Bank Kredit. Und Zinssätze werden über Angebot und Nachfrage gesteuert. Wald- und Wiesenbanken (genauso wie insolvente Kreditnehmer) müssen i.d.R. höhere Zinsen bieten als Banken die die höchste Bonität genießen. "Die besten Angebote im Markt" so wie Herr Tenhagen so schön sagt sind also nicht unbedingt die sichersten.

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jujo 09.01.2016, 17:12
2. ...

Den Banken entgehen doch auch Zinsen. Wer Geld flüssig hat, so wie ich, gibt der Tochter Geld, sodaß sie nicht zur Bank gehen muss für einen Zwischenkredit zum Kauf einer größeren Wohnung.

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CobCom 09.01.2016, 17:13
3. Dringend die Zwischenüberschrift korrigieren!

Den Kunden entgehen nicht "50 Milliarden Euro" sondern nur die Zinsen darauf (im Text ist es ja richtig).

Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. Die Redaktion.

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hf-mg 09.01.2016, 17:17
4. Geld

sollte ein Tauschmittel ohne eigenen inneren Wert sein. Zins und Zinseszins widersprechen den Naturgesetzen auf eklatante Weise. Das wusste Aristoteles schon

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herumnöler 09.01.2016, 17:19
5. Eine ganz andere Methode...

... um zu "sparen" ist: auswandern. Nach Suedafrika zum Beispiel, an das sichere Westkap. Dort sind die Preise fuer Lebenshaltungskosten 60 % der deutschen, die Preise fuer Haeuser weniger als die Haelfte. Und ermordert wird man neuerdings ueberall in der Welt.

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titus_livius 09.01.2016, 17:39
6. Altruist Tenhagen

1. Sind Banken nicht dazu da, um Kunden "reich" werden zu lassen, so wie Tenhagen auch nicht altruistisch in Bezug auf Geld unterwegs ist.
2. War die hier empfohlene ABN Amro nicht der Finanzkrise zum Opfer gefallen und musste gestützt, um schlussendlich verkauft zu werden
3. Ist die Eröffnung eines Kontos einfach teurer, als die paar Zinsen für einen begrenzten Zeitraum. Zeitaufwand zum Vergleich, Fahrt zur Post wegen Postident usw. Müssen ja gegengerechnet werden.

4. Mal wieder ein typischer Tenhagen, der den Schinken der Bratwurst hinterherwirft

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mmlng 09.01.2016, 17:56
7. schwachsinn

Ich arbeite bei einer Bank und Ihr Artikel ist schwachsinnig und schlecht recherchiert. Man merkt deutlich, dass Sie nicht aus dem Bereich kommen. Der Tageszins der EZB liegt im Minuszeichen.was sollte die Bank hier an Habenzins weitergeben? In der Schweiz gibt es bereits Minuszinsen für Kunden. Wäre Ihnen das lieber? Sämtliche Habenzinsen sind zurzeit subventioniert.

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Yangster 09.01.2016, 17:57
8. Deutsche Staatsanleihen,

Die ich als ziemlich sicher erachte, rentieren bis zu einer Laufzeit von rund 5 Jahren unter Null. Wie soll man ohne Risikoaufschlag einen höheren Zins erhalten?
Vor der Lehman-Pleite 2008 haben Sparer einen Zinsaufschlag von ca 0,20% beim Kauf der Papiere erhalten. In der damaligen Zeit eigentlich eine adäquat verzinste Risikoprämie.
Was passiert ist wissen wir. Und die, die alles besser wussten waren viele Journalisten.
Sorry, wenn ich dem einen oder anderen Journalisten mit meiner Verallgemeinerung unrecht tue!

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ernstmoritzarndt 09.01.2016, 18:04
9. Richtig?

Ich habe erhebliche Zweifel ob die von Herrn Tenhagen propagierte Linie zutreffend ist: Zum einen benennt er zwar europäische aber immerhin noch Auslandskreditinstitute. Wie soll Otto-Normalverbraucher, der allenfalls auf Deutsch seinen Namen schreiben kann in Frankreich oder Holland Anlagen tätigen oder von dort aus zu gegebener Zeit zurückerhalten. Herr Tenhagen übersieht auch ganz klar, daß die Rspr. der Obergerichte zu Verbraucherbelehrungen inzwischen derartig eng ist, daß reelle Kreditinstitute die Anforderungen praktisch nicht erfüllen können. Bei jeder Anlage verbleibt das Restrisiko, daß anschließend das Kreditinstitut in die Haftung gerät. Nicht daß ich Kreditinstitute in Schutz nehmen will, das haben die nicht nötig, aber wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, daß "Lehmann" in die Krise geraten könnte mit den jetzt erkennbaren drastischen Konsequenzen. Bleibt also nur noch (um es auf den Punkt zu bringen) die Anlage über sog. Strukturvertriebe. Ich nenne bewußt keinen Namen, aber wenn ich eines dieser Unternehmen vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, das es besonders auf Akademiker abgesehen hat, mit seiner so nachdenklichen eine nachdenkliche Vater - Figur immitierenden Werbeperson, dann habe ich Bedenken, ob diese Leute überhaupt bereit sind, die Risikobelehrungen ordnungsgemäß auszufüllen, halte ich nämlich für zweifelhaft. Wenn ein Verbraucher die Dinger einmal richtig und gründlich, ohne "Einblasungen" irgendeines "Beraters" ("... das müssen Sie alles nicht so eng sehen, alles das Gerede von Juristen und solchen Spinnern, soetwas passiert niemals ..") wirklich lesen würde, müßte er nämlich schreiend davonlaufen. Es bleibt festzuhalten, daß jede höhere Rendite automatisch eine Risikoerhöhung zur Konsequenz hat. Insofern halte ich die Überlegungen von Herrn Tenhagen für problematisch. Sie sind nicht verkehrt, aber auf keinen Fall "passend" für den sprichwörtlichen Kleinen Mann, der seine 50.000,-- zum Ende seiner Berufszeit rentenerhöhend gewinnträchtig anlegen will.

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