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Gleichstellung: EU-Kommission plant Frauenquote für Aufsichtsräte
AFP

40 Prozent aller Aufsichtsratsposten sollen künftig mit Frauen besetzt werden. Das geht aus einem Plan der EU-Kommission für hervor. Die Vorgabe gilt für börsennotierte Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern.

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observerd 02.09.2012, 18:10
120. Woher sollen die denn kommen ...

Zitat von Herr Hold
Es gibt genug Frauen, die die Qualifikation haben.In diese Position bewerben Sie sich aber nicht, Sie werden kontaktiert.Weil Sie im Netzwerk sind. Oder glauben Sie, Frau Piech ist wegen Quote oder Qualifikation im Aufsichtsrat? "Der VW-Aufsichtsrat ist um ein weibliches Mitglied reicher: Ursula Piëch folgt ihrem Mann Ferdinand in das Kontrollgremium des Konzerns. Von Aktionären hagelt es Kritik."
ich habe ja schon darauf hingewiesen (Schröder-Köpf) dass bei einigen auch die Fähigkeit "Ehegattin" ausreicht, sie liefern nur ein zweites Beispiel. Kennen Sie auch einen Ehemann der auf diese Art und Weise in einen Aufsichtsrat kam ?

Ja Sie werden kontaktiert, richtig, weil "man" sie kennt aufgrund ihrer Tätigkeit in einer Vorstandsposition ... und in diesen Positionen finden Sie heute halt fast keine Frauen ...

Wie ich geschrieben habe : liegt eine gefühlte oder vermeintliche oder eventuelle Diskriminierung vor ? Oder haben Sie "harte" Fakten ?

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observerd 02.09.2012, 18:41
121. Da habe ich mich falsch ausgedrückt

Zitat von papierloser
Das mit den 90 % kann nicht so ganz stimmen, da knapp die Hälfte des ARs in Deutschland mit Arbeitnehmervertretern besetzt ist. Bei verdi und Co. sind ja keine Ex-Vorstände beschäftigt. Aber so wenig, wie die hohe Zahl an Arbeitnehmervertretern im AR bewirkt hat, dass die Vorstandsgehälter bescheiden bleiben, werden Frauen im AR dafür sorgen, dass Frauen gefördert werden. Mir scheint, Frau Redding möchte nach ihrer Politik-Karriere gerne als Aufsichtsrätin arbeiten. Anderen erklären, wie sie ihren Job machen sollen, kann sie ja schon heute.
ich meinte 90% der Vertreter der Kapitalseite ... die AN-Vertreter kennt man halt ausserhalb der Unternehen weniger bis gar nicht. Warum tut sich eigentlich hier nichts ? Die werden doch ausserhalb von "Netzwerken" vorgeschlagen und gewählt ...

Frau Redding ist als studierte Anthropologin und Berufspolitikerin sicher bestens geeignet für eine Aufsichtsratsposition ... in ihrer Selbsteinschätzung. Wozu Bilanzen lesen und verstehen können, wird hoffentlich ein paar geben die sowas können.

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Wotan 279 02.09.2012, 18:43
122. Gleichstellung - Frauenquote

Das ist doch keine Gleichstellung, sondern was im angelsächsischen Raum als "positive discrimination" bezeichnet wird. Es geht nicht mehr um Leistung, Können, Ausbildung und Qualifikationen, sondern um die Hautfarbe oder das Geschlecht.

Der Kreis der EU-Kommissare besteht ausschließlich aus abgetakelten, intellektuell minderwertigen Personen, die 300 Mio. Europäern ihre unsinnigen Vorstellungen aufzwingen wollen. Warum lassen wir uns das gefallen?

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ginivonOnyx 02.09.2012, 18:55
123. Frauenquote

Die Dummheit grassiert nicht nur in Deutschland zu Hauf, auch in Brüssel ist die Dummheit ohne Ende, wie man an dieser Forderung sieht.
Das traurige ist, dass diese Dämlichkeiten auch noch von vielen gewählt werden.
Wo soll das noch hinführen???????

Zitat von sysop
40 Prozent aller Aufsichtsratsposten sollen künftig mit Frauen besetzt werden. Das geht aus einem Plan der EU-Kommission für hervor. Die Vorgabe gilt für börsennotierte Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern.

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M. Michaelis 02.09.2012, 19:17
124.

Zitat von t.w.adorno
Quoten sind daher (höchtsens) dann ein gangbarer Weg, wenn die oben genannten Punkte zutreffen.
Quoten sind unter der Zielsetzung einer Abschaffung von geschlechtspezifischer Diskriminierung kein gangbarer Weg weil diskriminierend. Ganz einfach.

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Herr Hold 02.09.2012, 19:51
125. Keine Quote

Zitat von Criticz
Ob es genug qualifizierte Frauen gibt? Woher wissen Sie das? Unterstellt Sie haben recht, was durchaus sein kann, warum sollen die dann gegenüber den ebenfalls qualifizierten Männern bevorzugt werden? Gerade im MINT-Bereich dürften die weiterhin die große Mehrheit stellen. Das mit FRAU Piech ist bein besonders "interessantes" Beispiel. Es zeigt, dass es also doch nicht so sehr aufs Geschlecht ankommt sondern wie Sie ja sagen, auf Beziehungen. In diesem Beispiel passt der Begriff ja besser den je (-: (vgl. a. Fr. Schröder im AR von Karstadt). Dann sind doch aber alle Frauen UND MÄNNER benachteiligt, die nicht im Netzwerk sind? Warum also eine Frauenquote? Sollten Sie dann nicht für eine "bin-nicht-im-Netzwerk-quote" plädieren? Ihr Beispiel taugt leider gar nicht, um für eine Frauenquote zu bewerben...ist trotzdem lehrreich. Danke.
Ich bewerbe nicht die Frauenquote, da ich weiss, dass die Frauenquote mit der Zeit sowieso erfüllt sein wird. Das mit der Qualifikation weiss ich, weil ich in der Personalberatung tätig bin. Aus diesem Grunde weiss ich auch, dass ein MINT-Studium keine Rolle spielt und letzlich diese Posten aus ganz anderen Gründen (s,vorherigen Beitrag) an den ein oder anderen vergeben werden. Da spielt dann auch die Qualifikation keine große Rolle.Ist leider so.

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quotenmann 02.09.2012, 19:53
126. Dazu kommt, diese Leute

Zitat von Wotan 279
Das ist doch keine Gleichstellung, sondern was im angelsächsischen Raum als "positive discrimination" bezeichnet wird. Es geht nicht mehr um Leistung, Können, Ausbildung und Qualifikationen, sondern um die Hautfarbe oder das Geschlecht. Der Kreis der EU-Kommissare besteht ausschließlich aus abgetakelten, intellektuell minderwertigen Personen, die 300 Mio. Europäern ihre unsinnigen Vorstellungen aufzwingen wollen. Warum lassen wir uns das gefallen?
wurden irgendwie nicht gewählt oder doch von gewählten bestimtmt. Aber ist das Demokratie? Wer beruft diese Typen ab, wenn die nur Mist machen? Was ist mit meiner Forderung danach, dass im Parlament eine Quote gelten muss, nach der das Parlament das Volk repräsentiert und nicht nur aus bestimmten Berufsgruppen besteht. Wie schon Lambsdorf sagte: Das Parlament mal voller, mal leerer, aber immer voller Lehrer. Quote jetzt!!!!!!

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Herr Hold 02.09.2012, 19:59
127. Falsch

Zitat von observerd
ich habe ja schon darauf hingewiesen (Schröder-Köpf) dass bei einigen auch die Fähigkeit "Ehegattin" ausreicht, sie liefern nur ein zweites Beispiel. Kennen Sie auch einen Ehemann der auf diese Art und Weise in einen Aufsichtsrat kam ? ... und in diesen Positionen finden Sie heute halt fast keine Frauen ... Wie ich geschrieben habe : liegt eine gefühlte oder vermeintliche oder eventuelle Diskriminierung vor ? Oder haben Sie "harte" Fakten ?
Sie werden kontaktiert, weil Sie im Netzwerk sind.Da reicht es schon, dass jemand Sie vorschlägt, Sie müssen nicht selbst im Vorstand sitzen.Ich kenne viele, die über solche " wohlwollenden Gönner" Karrire gemacht haben. Und ja, es gibt viele Ehemänner, die haben ihren Posten weil sie die Schwiegersöhne von einflussreichen Personen sind...

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derlogiker 02.09.2012, 20:12
128. Warum diese diskrimierende Halbherzigkeit?

Man könnte der Sache ja zustimmen, wenn man gleichzeitig eine Frauenquote bei den katholischen Priestern durchsetzt und eine bei den Maschinenbauingenieur-Postionen oder bei den Kraftfahrzeugmechanikern und eine Männerquote bei den Einzelhandelsverkäufern und bei den Friseuren.

So alleine ist kein Diskriminerungsproblem gelöst.

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Criticz 03.09.2012, 10:08
129. Konsens

Zitat von Herr Hold
Ich bewerbe nicht die Frauenquote, da ich weiss, dass die Frauenquote mit der Zeit sowieso erfüllt sein wird. Das mit der Qualifikation weiss ich, weil ich in der Personalberatung tätig bin. Aus diesem Grunde weiss ich auch, dass ein MINT-Studium keine Rolle spielt und letzlich diese Posten aus ganz anderen Gründen (s,vorherigen Beitrag) an den ein oder anderen vergeben werden. Da spielt dann auch die Qualifikation keine große Rolle.Ist leider so.
Wenn Sie letztlich auch "keine Quote" sagen, haben wir ja Konsens. Dass die (MINT)-Qualifikation "keine (grosse) Rolle" spielt...na ja, das dürfte in der Pauschalität meiner Meinung nach, und ich kenne mich da berufsbedingt auch recht gut aus, so nicht richtig sein. Sicher, Netzwerk ist auch ganz entscheidend, hatte ich ja schon gesagt...dem gehören aber auch viele Männer nicht an.

Dass sich die Quote ohnehin mit der Zeit erfüllt - da bin ich bei Ihnen. Im Prinzip läuft es ja so: EU/vdLeyen setzen Unternehmen Pistole auf die Brust, entweder ihr stellt Frauen bevorzugt ein oder es kommt eine Richtlinie/Gesetz. Könnte man auch Erpressung nennen. Und die Unternehmen stecken jetzt in einer Zwickmühle..und weisen verstärkt, vielleicht kennen Sie das ja auch, Personalberater an, zielgerichtet vorrangig/nur nach Frauen zu suchen.....

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