Forum: Wirtschaft
Gleichstellung: EU-Kommission plant Frauenquote für Aufsichtsräte
AFP

40 Prozent aller Aufsichtsratsposten sollen künftig mit Frauen besetzt werden. Das geht aus einem Plan der EU-Kommission für hervor. Die Vorgabe gilt für börsennotierte Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern.

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gummiband 02.09.2012, 10:10
20. Persöhnlkichkeit?

Ich habe auf bei mir auf der Arbeit das Gefühl, dass sich am ehesten die lautesten, aggressivsten, und extrovertiertesten Schreihälse nach oben boxen. Ich kann gut verstehen, dass viele Frauen so eine Verhaltensweise nicht an den Tag legen wollen. Von mir und sicherlich vielen anderen Männern aber auch nicht. Für alle jene ist so eine Quote imho eine echte Benachteiligung. Frauen die genauso extrovertiert und aggressiv wie alpha-Männer auftreten, haben sicher keine so große Schwierigkeiten auch ohne Quote nach oben zu kommen. Das kann ich in meinem Bekanntenkreis beobachten.

Gerechter wäre eine Quote, die die Persönlichkeit als Merkmal heranzieht. Siehe einen Artikel über introvertierte Menschen, deren Potential zu wenig ausgeschöpft wird, im letzten Spiegel. Wenn überhaupt. Dies ist aber sicher nicht möglich, also dient so eine Quote wie von der Reading gefordert ausschließlich der Bevorteilung einer Bevölkerungsgruppe.

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t.w.adorno 02.09.2012, 10:14
21. Schmarrn? So einfach ist das nicht!

Zitat von karnevil
Eine Frauenquote ist auch Schmarrn. Die Besten sollen die Jobs bekommen. Erstens wäre eine Frauenquote "umgekehrte" Diskriminierung und zweitens könnte es der Wirtschaft schaden.
Das Ziel der Quote ist es. dass "die Besten den Job bekommen". Und das ist nicht schädlich - sondern extrem gut für die Wirtschaft.

Die Quote wird eingeführt, weil die Männer oft Jobs bekommen, weil sie Männer sind - und nicht weil sie besser sind.

DER Wiesengrund

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nobby_l 02.09.2012, 10:15
22. Eine Frauenquote...

... ist ein Schlag ins Gesicht jeder erfolgreichen Frau, die es auch ohne Quote geschafft hat.

In unserer (technisch ausgerichteten) Firma bewerben sich keine Frauen für die technischen Berufe. Wenn sich Frauen initiativ bewerben, dann als Assistentin, Empfangsdame, für das Sekretariat oder für Aufgaben im Marketing.

Ganz erstaunlich, dass deutsche Unternehmen weltweit erfolgreich tätig sind, obwohl es praktisch keine Frauenquote gibt.

Nebenbei: Ich persönlich schätze sehr die Fähigkeiten einer Frau, moderierend und pragmatisch in Situationen zu vermitteln, in denen Männer schon aufeinander losgehen würden.

Ich kann das Gejammere nicht mehr hören, dass Frauen bei Gehalt und Aufstieg das Nachsehen haben. Es stimmt einfach nicht. Natürlich gibt es die Old-Boys-Netzwerke - warum netzwerken denn Frauen nicht so konsequent. Muss man das den Männern vorwerfen?

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t.w.adorno 02.09.2012, 10:17
23. Quoten der TAZ?

Zitat von spongie2000
Wenn Unternehmen diese endlich in den Vorstand von Porsche und VW aufnehmen, dann haben wir endlich ein schreckliches Ende, als ein Ende ohne Schrecken. Die TAZ hat auch eine Frauenquote. Schaut, was sie davon haben: FAZ und Spiegel haben jetzt mehr Leser.
Seite dem ich denken kann, kämpft die TAZ mit Sympathie um die Exisitenz.
Die Auflagen von FAZ und Spiegel (als Wochenblatt eh) haben viel größere Auflagen - unabhängig von jedglicher Quote

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clausi1948 02.09.2012, 10:23
24. Ideologischer Unsinn

Ich kenne zwar die Regelungen anderer europäischer Länder nicht, aber in Deutschland ist der Aufsichtsrat einer AG ein Kontrollorgan, dessen Mitglieder von den Aktionären (gem. Aktienrecht) und von den Arbeitnehmern (Mitbestimmungsgesetz) bestimmt wird (und nicht von der EU!). Eine Frauenquote macht überhaupt keinen Sinn oder wie will man aus Brüssel den Aktionären und Arbeitnehmern erklären, dass sie aber min. 40 % Frauen zu wählen haben? Eine Wahl ist in Deutschland noch immer frei und ich (oder wer auch immer) kann wählen, wen er oder sie will.

Ich kann nur hoffen, dass sich niemand, weder die Aktiengesellschaften, die Aktionäre und auch nicht die ArbeitnehmerInnen sich diesen ideologischen Unsinn gefallen lassen.

Was kommt als nächstes? Ein Gesetz, dass auch der Bundespräsident das nächste mal weiblich zu sein hat? Eine Frauenquote für Landtage und den Bundestag?

Früher war ich ein großer Befürworter der EU, aber was in den letzten Jahren auf den Weg gebracht wurde, spottet teilweise jeder Beschreibung. Ich bin Rentner... Frauenquoten interessieren/stören mich eigentlich nicht, aber wenn ich so einen Unsinn lese, kann ich nicht mehr hinter dem Berg halten.

Sollte diese Quotenregelung kommen, hagelt es hoffentlich Klagen in Karlsruhe! Deutschland (und auch die anderen EU-Staaten) muss seine Souveränität bewahren!

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eduardschulz 02.09.2012, 10:26
25. Nervig? Aber sicher doch.

Zitat von dubmaid
Liebe Männer, liebe Jungs: seht es doch endlich als das an, was es ist: Wettbewerb. War er vorher schon hart, wird er nun noch etwas härter - aber denkt doch daran, dass er nun immerhin gleichverteilt ist. Viele Frauen kämpfen einfach nicht um gute Jobs, wenn sie sich in der Männerwelt, in der teilweise merkwürdige Regeln wie gemeinsamer Puffbesuch - ist das ein Kriterium? - ausschlaggebend ist. Es soll um reine Leistung gehen? Für Frauen ist das nur mit der Quote als Einstieg möglich, bis Frauen endlich anerkannt werden. Und nein, es herrscht keine de-facto Gleichberechtigung, weder in den Gehältern noch in der Jobvergabe. Deswegen die Quote.
Liebes Mädchen, warum sollte irgendjemand einsehen, dass ihm selbst bei besserer Qualifikation eine Stelle verwehrt bleibt, nur weil ein/e Mitbewerber/in das richtige Geschlecht hat? Als Konsequenz bleibt, sollte tatsächlich eine flächendeckende Quote (nicht nur für Aufsichtsräte) eingeführt werden, fürderhin nur der Abschluss einer Rechtschutzversicherung, um bei einer quotenbedingten Nichtberücksichtigung zu klagen, bis der Arzt kommt.

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kandary 02.09.2012, 10:28
26. Männerdiskriminierung auf höchstem niveau

Zitat von sysop
"Wenn die Länder Europas international wettbewerbsfähig bleiben wollen, dann geht das nicht ohne Frauen an der Spitze"
Es ist unglaublich was man hier mittlerweile um die Ohren geworfen bekommt, ein Unternehmen ist also ohne Frauen nicht Wettbewerbsfähig wie andere internationale Unternehmen?

Es tut mir wirklich leid aber ich kann diese Argumentation wirklich überhaupt nicht nachvollziehen, viel wahrscheinlicher sieht es doch so aus, dass umso weniger Frauen in einem Unternehmen beschäftigt sind, desto erfolgreicher ist dieses Unternehmen. Die Politik in Deutschland trägt ebenfalls nicht zu einem guten "Frauen machen alles besser " Bild bei, eher im Gegenteil, Frauen machen hier alles schlechter.

Die Deutsche Bank hatte erstmals eine Frau in den Vorstand berufen, dann gingen die Zahlen bergab (Zufall? kann ja passieren), kurz darauf wurde sie gefeuert. Siemens hatte erstmals eine Frau in den Vorstand gehoben, nun müssen sie wegen "schlechter Auftragsphase" tausende von Mitarbeiter entlassen. Henkel besitzt bereits über 30% Frauen in Führungspositionen, ist immer noch eine GmbH, musste ebenfalls tausende Mitarbeiter entlassen um die Zahlen schwarz halten zu können (zufall?). Auch hier ist eine Frau Aufsichtsratvorsitzende und dem Unternehmen geht es schlecht.

quelle: Frauenquote: Henkel-Aufsichtsrats-Chefin lehnt Frauenquote ab - Career-Women.org

Oder die HRE Bank ist ebenfalls mit einer Frau an der Spitze untergegangen. Weiter im Text, Deutschland ist das Land, dass die wenigsten Frauen in Führungspositionen hat und ist vermutlich auch deswegen das wirtschaftlich erfolgreichste in der EU, denn andere Länder wie Norwegen, die sich auf ihren Öl Reserven das leben leicht machen, können nicht mit diesem flächenmäßig kleinen Deutschland mithalten.

Woher kommt also diese Argumentation, dass mit Frauen alles besser werden würde? Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall. Ebenso empfinde ich es als ziemlich ungerecht, Firmen die von Männern gegründet werden nur dann per Gesetz zu "übernehmen" als Frau
wenn dieses Erfolgreich ist (siehe Argument "nur Börsennotierte Firmen" im Artikel), reicht es nicht schon, dass Frauen per Gesetz vor den körperlichen Vorteilen der Männer in Schutz genommen werden und auch beim Sorgerecht um Kinder die Frauen die Macht per Gesetz zugesichert bekommen?

Ich verstehe diese ganze Förderei und in Schutz nehmerei sowieso nicht, wieso investiert man darin soviel Geld, Mühe und Zeit um einem Geschlecht permanent unter die Arme zu greifen, dass sich nicht mal selbst helfen kann, sondern auf eine höhere Macht wie den Staat angewiesen ist während ihre Konkurrenten, trotz besserer Qualifikation nicht mehr befördert werden dürfen weil sie Männer sind? Der Mann hat sich noch immer selbst geholfen, auch ohne Gesetz, denn er ist schliesslich der Erfinder, der Geschäftsmann, der Taktiker und eben der starke, der keine Hilfe braucht ohne danach zu Fragen... es sind seltsamerweise nur die Frauen denen man ständig helfen muss, also das eher schwache Geschlecht, dass sich sein Dasein in der Berufswelt auf dem Silbertablett überreichen lässt anstatt darum zu kämpfen wie es die Männer tun müssen.

Aber gut macht nur weiter mit dieser Männerdiskriminierung, die Männer lassen sich sowas nicht Ewigkeiten gefallen wie es die Frauen getan haben.

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GerhardFeder 02.09.2012, 10:31
27. Welche Quote bitte?

Zitat von sysop
40 Prozent aller Aufsichtsratsposten sollen künftig mit Frauen besetzt werden. Das geht aus einem Plan der EU-Kommission für hervor. Die Vorgabe gilt für börsennotierte Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern.
Diese Form der Quotenregelung ist ausgemachter Blödsinn. Die meisten AG sind im weitesten Sinne technische Unternehmen. Eine Quote müsste sich dann auf geeignete Absolventinnen der entsprechenden Fachrichtungen beziehen. Sonst hat die einzige Ingnieurin der 100 Ingenieure alleine die Chance auf den Aufstieg - was ist daran Gleichstellung?

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karnevil 02.09.2012, 10:33
28. Ein einfaches Beispiel aus Südafrika

Hier gibt es BEE, ein Zwangsprogramm, dass mit Quoten sicherstellen soll, dass während Apartheid diskriminierte (Schwarze, Mischlinge, Inder, Frauen) Jobs bekommen. Alle Unternehmen (auch kleinere) müssen diesem Standard entsprechen. Versuchen Sie als High-Tech-Unternehmen dann einmal Kandidaten zu finden. Quoten sind Gift für die Produktivität. Ob Frauen-, Geschlechterquote oder BEE, es klingt gut, scheint gerecht zu sein und auch anfänglich Sinn zu machen und ehrenwert zu sein. Im Nachhinein schadet es nur.

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Aktiong 02.09.2012, 10:35
29. optional

Man sollte das Kind doch mal beim wahren Namen nennen.
Es ist nichts anderes als sexuelle Diskriminierung von Männern.

Und wie bei jeder anderen Diskriminierung auch sollte dem entsprechend die Reaktion darauf folgen.
Nur mit der Einstellung nichts dagegen zu machen und einfach abzuwarten.
Wird nur dazuführen das immer mehr Gruppen von Personen diskriminiert werden mit fadenscheinigen Argumenten. Also wer gegen eine Benachteiligung und einer Diskriminierung anhand seines Geschlechts ist. Wehrt euch dagegen und zwar aktiv. Und wartet nicht ruhig ab ...

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