Forum: Wirtschaft
Globale Studie: Weltweite Vermögen erreichen Vorkrisenniveau

Tschüs, Finanzkrise! 2009 gab es weltweit Vermögenswerte in Höhe von 111,5 Billionen Dollar - so viel wie 2007. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung BCG hervor. Von dem Plus profitieren auch die Reichen: Die Zahl der deutschen Millionärshaushalte ist stark gestiegen.

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jojocw 10.06.2010, 18:12
1. Ist logisch, die Verluste wurden ja sozialisiert

Ist nicht anders zu erwarten. Die Verluste der Banken etc. wurden entweder aus den Büchern gestrichen (ausgelagert), und oder der Allgemeinheit aufgeladen.

Davon profitieren natürlich vor allem die Reichen mit den Aktienpaketen, die jetzt wieder mehr Wert sind, nachdem die Verluste ausgemustert wurden.

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saul7 10.06.2010, 18:14
2. ++

Zitat von sysop
Tschüs, Finanzkrise! 2009 gab es weltweit Vermögenswerte in Höhe von 111,5 Billionen Dollar - so viel wie 2007. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung BCG hervor. Von dem Plus profitieren auch die Reichen: Die Zahl der deutschen Millionärshaushalte ist stark gestiegen.
Eine besser Vorlage für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer in D gibt es gar nicht. Ließe sich doch noch schnell ins aktuelle Sparpaket einfügen.....

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Neinsowas 10.06.2010, 18:17
3. na also!

...da sind die neuen Zahlen: 23% mehr Millionäre in der BRD, jetzt also 430.000 an der Zahl.
Von wem haben sie ihr Geld?

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cine 10.06.2010, 18:19
4. Börsenwerte sind keine reellen Werte

Die meisten (wenn nicht größten Werte) dieser Vermögenswerte sind ja Börsenwerte, d.h. kein wirklich vorhandenes Geld sondern spekulatives Vermögen. Würden die Aktienbesitzer versuchen, ihr Vermögen tatsächlich in Geld zu verwandeln, d.h. zu verkaufen, würden die Aktien ganz schnell fallen und somit auch die Vermögensstatistiken. Die Millionenwerte betrachte ich daher mit einiger Skepsis.

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running_on_empty 10.06.2010, 18:21
5. Ist doch logisch!

Bei der Umverteilung von unten nach oben kann es doch nicht nur Verlierer geben! Genau so funktioniert doch unser Geldsystem.

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tobyasd 10.06.2010, 18:23
6. Mangel

Wir haben keinen Geldmangel, aber einen Wert- und Verteilungsmangel. Das Geld ist doch hauptsächlich durch die Fantasie von Bürgschaften und Derivaten gedeckt. Außerdem ist es völlig falsch verteilt, nämlich zum Großteil an diejenigen, die diesen Fantasiehandel betreiben.

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plastikjute 10.06.2010, 18:26
7. Irre Zahlen

Irreführender Vergleich zwischen USA und Japan: In Japan gehören weit über 90% der Bevölkerung zum Mittelstand und das Sparvermögen ist das höchste der Welt. Der Abstand zwischen den reichsten und den ärmsten 20% ist um ein Vielfaches niedriger als in den USA oder Deutschland. Das nur mal als kleine Anmerkung zur möglichen Irreführung durch nackte Zahlen.

Ich hätte nichts gegen mehr Millionäre in Deutschland - wenn es dieses Wachstum nicht auf Kosten der Armen gäbe. Aber über Japan (oder Korea, wo die Verteilungsgerechtigkeit ähnlich ist wie in Japan) verbreitet man in der deutschen Presselandschaft lieber Klischees. Wie hoch ist in Japan nochmal der Spitzensteuersatz? Als ich zum letzten Mal davon hörte, lag er bei 65%, und das ohne dass die Manager zig-Millionen als Gehalt einstreichen!

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thomas bode 10.06.2010, 18:27
8. und...

...die Zeche zahlen die Armen.
Die gerne von Politik und Wirtschaft als "Empfänger von Transferleistungen" , man kann auch sagen Schmarotzer und Almosenempfänger, bezeichnet werden.
Tatsächlich büssen sie schon immer für die systemimmanenten Probleme der freien Marktwirtschaft.

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blue_plasma 10.06.2010, 18:28
9. Na dann ist ja gut?

Zitat von jojocw
Ist nicht anders zu erwarten. Die Verluste der Banken etc. wurden entweder aus den Büchern gestrichen (ausgelagert), und oder der Allgemeinheit aufgeladen. Davon profitieren natürlich vor allem die Reichen mit den Aktienpaketen, die jetzt wieder mehr Wert sind, nachdem die Verluste ausgemustert wurden.
Das seh' ich auch so. Ist es eigentlich nicht verboten so einen Sch... zu veröffentlichen? Und hurra, wir haben mehr Millionäre, die ihre Verantwortung der Gesellschaft gegenüber wahrnehmen.. zumindest hör' ich das Westerwelle schon sagen.

Wann kommt mal endlich einer auf die Idee, dass Geld seinen Zweck als Bewertungsmittel für Güter und Dienstleistungen schon lange verloren hat?

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