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Globale Übersicht: Die Weltkarte der Staatsverschuldung
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Ein grüner Klecks inmitten von sehr viel Rot: Die Karte der globalen Staatsschulden zeigt, wie die Eurozone in die Krise schlitterte - und wie stabil Deutschland da steht. Aber wer sind größten Schuldenmacher der Welt?

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spätaufsteher 01.04.2015, 10:50
70. CDU wird zur Anti-Europa-Partei

Zitat von WwdW
es ist Festzuhalten ... Merkel und Schäuble mit ihrem renitentem Festhalten am Sparen sind der Sargnagel für Europa. Wegen diesen Beiden muß der Rest des Euroraumes leiden und kann nicht Konjunkturprogramme starten, weil sonst der Hammer aus Berlin angeschwungen kommt. Siehe der Fall Griechenland. Da läuft es auch so. Was die Griechen dringend gebräucht hätten nach anfänglichem Sparen wäre ein gut geplantes und von den Europartnern unterstütztes Konjunkturprogramm. Merkel und Schäuble haben das gekonnt verhindert, weil sonst hätten sie nicht recht behalten. Ich sehe schon was hier los ist. Der eiserne Stolz der Beiden ist der Sargnagel für Europa.
Ich würde die CDU nie wählen, habe Ende der 1990er wie viele gegen den bräsigen Helmut-Kohl-Wahlverein gewettert. Erst im Rückblick kann ich wertschätzen, wie sehr sich die Regierungen Kohl für die europäische Idee eingesetzt haben. In der heutigen CDU/CSU (aber in der SPD kaum weniger) scheint nur noch nationalistischer Chauvinismus am Werke. Es ist beschämend...

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Kurbelradio 01.04.2015, 10:50
71. ähm

ich bin ja jetzt kein Finanzgenie, aber wie ist die Farbe grün mit den Schulden zu rechtfertigen?

Laut Schuldenuhr: 2147 Milliarden.

das ist doch nicht grün! das ist für mich rot. Jedenfalls, wenn ich mit den Schulden zu meiner Bank gehen würde, wäre ich mit Sicherheit kein grün.

Ich kapier das nicht.

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hman2 01.04.2015, 10:51
72. Grün?

Zitat von Jan B.
Hey Deutschland ist grün auf der Karte, aber zu welchen Kosten.
Es ist mir völlig unverständlich, wie Deutschland auf der Karte grün sein kann. Wir haben über zwei BILLIONEN Euro Schulden! 2000 Milliarden...

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Mavomi1981 01.04.2015, 10:52
73. Der Euro ist nicht schuld an der Krise

Zitat von Ontologix II
Als die Einführung des Euro diskutiert wurde, warnten nur ein paar außerparlamentarische Auguren vor den Risiken der Gemeinschaftswährung. Alle Parteien, und besonders die CDU, ließen uns in dem Glauben, wir bräuchten nun im Urlaub kein Geld mehr zu wechseln. Damit habe es sich. Abstimmen durften wir sowieso nicht. Und die oppositionelle SPD erging sich einmal wieder in staatsmännischer Anpassung.
Nicht der Euro ist an der Schuldenkrise in Südeuropa und Irland schuld, sondern die unverantwortliche Immobilienblase in den PIGS-Ländern und somit alle, die an den unnatürlich steigenden Preisen profitiert hatten. Die niedrigen Zinsen Mitte der Nuller-Jahre wegen des Euros sind nur eine Ausrede für die übertriebene gierige Spekulation damals.

Die entscheidenden Fehler wurden im übrigen von der rot-grünen Regierung gemacht, die Griechenland 2001 in den Euro ließen, und die kurz darauf das deutsche Defizit von oberhalb 3% zu verantworten hatten - als schlechtes Vorbild für den Süden.

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diefans 01.04.2015, 10:53
74.

Zitat von Jan B.
Hey Deutschland ist grün auf der Karte, aber zu welchen Kosten.
Deutschland IST NICHT "grün"! Die Karte auf dem Titelbild zeigt die relative Entwicklung, d.h. Deutschland wurde "grüner" von 2010 - 2015. In der Karte von 2015 ist Deutschland und der gesamte Westblock nicht grün.
Sieht man sich zum Beispiel Russland an, dann erkennt man, daß sämtliche Hiobsbotschaften, über die schlechte Situation des russischen Staats der Grundlage entbehren...

Wiedemal eine Irreführung!

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spon-facebook-10000164611 01.04.2015, 10:55
75. Schulden

Gooldmann-Sachs der Urheber der Kriese in Griechenland ,hat die Schulden der Griechen verschleiert.Herr Dragi gehörte dazu,jetzt Chef der EZB,Toll!

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Christian Weiss 01.04.2015, 10:56
76. Immer weiter aufgeblasene Staatshaushalte

Zitat von happy2010
Unternehmenssteuern bis in die 90er: bis zu 90% Steuern für den Bürger: Moderat HEUTE: Unternehmenssetuern auf historischen Tiefsständen Steuern für den Bürger: astronomisch hoch Wo ist das so: Nahezu weltweit in allen Industriestaaten Warum: Immer mehr Konzerne wandern steuerlich in die Schweiz, nach Lux, in die Bahmamas und Co aus Die Trottel, die das nicht machen, die müssen deren Steuerausfall durch höhere steuern kompensieren Irgendwann sollte der allerletzte Hinterwäldler, auch SPON, bemerken, dass wir eine Weltverschudungskarte haben, und nur die typischen Steueroasen gut dastehen Und wenn dank dieser Steuerparasiten immer mehr Gewinn woanders versteuert wird, dann wird die Welt irgendwann in Hunger und Krieg versinken, denn das steht am Ende dieser Gewinnverschiebung!
Der einzige Grund für die immer höhere Steuerlast ist der stetig wachsende Staatsapparat. Insbesondere die Schweiz hat deshalb eine vergleichsweise moderate Steuerlast, weil der Staat mit einer Staatsquote von 34 Prozent noch vergleichsweise schlank ist. Föderalismus und Subsidiarität führen zu einem wünschenswerten Bremseffekt beim Ausbau der Staatsaufgaben. Dass die Schweizer Weltmeister in ehrenamtlicher Tätigkeit sind, hilft dabei entscheidend mit.

Wenn auch Leute wie "Happy2010" sich immer und immer wieder in übler Nachrede und Verleumdung versuchen, so ist die relativ tiefe Steuerlast in den vermeintlichen "Oasen" gerade nicht einem parasitären Wesen, sondern im Gegenteil einer produktiven und genügsamen Gesellschaft geschuldet, die für ihre Ausgaben selber aufkommt und nicht das Gefühl hat, sie könne einfach andere Staaten oder künftige Generationen anpumpen.

Unternehmenssteuern bis zu 90% haben nichts mehr mit "Abgaben" zu tun, sondern stellen und schlicht und ergreifend staatlichen Diebstahl dar. Damit wird ganz eindeutig das Grundrecht auf Eigentum verletzt. Dass Unternehmen solche Raubrittervereinigungen hinter sich lassen, kann kaum verwundern und wir können nur froh sein, dass die Abwanderung in Staaten mit vernünftiger Fiskalpolitik noch möglich ist. Nicht auszudenken, wie der Bürger und der Unternehmer geplündert wird, wenn die grosse Enteignung unter dem Deckmantel der "Stopfung der Steuerschlupflöcher", "Bekämpfung des Steuerdumpings" und dergleichen richtig losgeht. Dann herrschen bald wieder Zustände wie in der Sowjetunion.

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happy2010 01.04.2015, 10:56
77.

Zitat von broccoli
Das hätte ich nicht gedacht, dass ich mal mit Ihnen übereinstimme. Es freut mich zu sehen, dass Sie für einmal nicht nur die Schweiz an den Pranger stellen. (Wo sie in diesem Punkt auch hingehört.) Eine der grössten Steuer-Oasen haben Sie aber vergessen: Delaware in den USA. Denn dies sind für mich die grössten Heuchler. Sie verfolgen alle rigoros, die gegen US-Steuer-Gesetze verstossen haben. Gleichzeitig protegieren die USA aber Ihren Briefkasten-Finanzplatz Delaware. Das macht die anderen nicht besser, muss aber auch mal gesagt sein.
Sie irren

Ich habe schon immer alle Steueroasen angegriffen, da Steueroasen in meinen Augen das mit riesegem Abstand schlimmste Übel dieses Planeten darstellen

Wenn es in einem Themenstrang jedoch um die Schweiz geht, dann ist die Schweiz eben die erstgenannte

Und in der Schadensreihenfolge WELTWEIT belegt die Schweiz Platz 1, Luxemburg Platz 2

An dem Beispiel sollte man vllt mal Luxemburg und Irland mit Apple heranziehen

(Zahlen sehr pauschalisiert)

Apple "sparte" sich 50 MILLIARDEN Steuerabgaben in der EU, im Gegenzug kassierte Luxembug etwa 1 Milliarde für einen Blancosteuerbescheid

Das bedeutet Luxemburg, trieb die europäische Staatsverschuldung nur am Beispiel EINES KONZERNES um 49 Milliarden nach oben.

Und als weitere Zahlen:
Schweiz: Briefkasenanteil 17%
Luxemburg: 30%
Malta: 80%
.........
Caymans: Pro ur-Einwohner 100 gemeldete Firmen
Bsp Ugland House, 18.000 gemeldete Firmen in einem besseren Mehrfamilienhaus

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mosquitojg 01.04.2015, 10:56
78.

Zitat von roby
Es war keine Finanzkrise, die Ursache war, sondern eine Bankenkrise.. und es war/und ist keine Bankenkrise sondern ein großer Bankenbetrug. Heute nennt man es Schuldenkrise um die Schuld auf Staaten abzuwälzen. Es werden gezielt, Staaten, Sozialkassen und breite Bevölkerungsschichten, einer nach dem anderen, ausgenommen um Gewinne zu generieren. Und Schäuble macht kräftig mit. Alle fünf Sekunden stirbt auf dieser Welt ein Kind an Hunger oder Unterernährung, obwohl die Welt 12 Mrd Menschen versorgen könnte. Wir leben im Überfluß und lassen Menschen verhungern um unsere Konten zu füllen...
Ich glaube nicht, dass 12 Mrd Menschen einen grösseren Gewinn für diesen Planeten bedeuten als die jetzt schon da sind.

So wie die 3.-Welt-Staaten ihre Übervölkerung abbauen sollten, sollten die Industriestaaten ihre Schulden abbauen. Dann würde jeder jeweils an seinem eigenen grössten Übel etwas tun.

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Mavomi1981 01.04.2015, 10:56
79. Russland

Zitat von Don_Draper
Russland hat eine niedrige Staatsverschuldungsquote und steht doch angeblich wirtschaftlich so so nah am Abgrund.
Das liegt aber auch daran, dass Russland, u.a. wegen der extrem instabilen Währung, schlechten Ratings und einer wenig diversifizierten Wirtschaft, die zudem extrem von den Rohstoffpreisen abhängt, kaum Kredite erhält. Ähnlich verhält es sich übrigens mit vielen Entwicklungsländern.

Länder wie USA, Deutschland oder Niederlande sind zwar deutlich höher verschuldet, sie haben wegen eines sehr guten Ratings, stabilerer Währung und diversifizierter Wirtschaft aber auch weitaus besseren Zugang zu Investoren, die in ihre als Top-Anlage gesehenen Staatsanleihen investieren wollen.

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