Forum: Wirtschaft
Globales Müllproblem: Entwicklungsminister Müller will sofortiges Verbot von Plastikt
Vittorio Zunino Celotto/Getty Images

"Was Ruanda, Kenia und Uganda können, müssen wir auch schaffen": Entwicklungsminister Gerd Müller verlangt, Plastiktüten umgehend zu verbieten. Dabei müsse Deutschland vorangehen.

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descartes 10.05.2019, 18:07
250.

Zitat von moev
Weil die Importeure, die uns unseren Plastikmüllexport abkaufen, schlicht wesentlich besser dafür bezahlen als die heimischen Recycler. Wenn ich aus dem exportierten Plastikmüll aus Deutschland dann die Polyesterklamotten für die deutschen Discounter mache, ist jedes Prozent, dass der Plastikmüll weniger kostet als frisches Plastik ein Gewinn. Wenn ich aber Kunststoffhersteller bin und meinen Kunden in der Verpackungsindustrie einen höheren Recyclinganteil verkaufen will, dann bestehen die im Gegenzug u.a. auf so hohen Preisnachlässen, ist ja immerhin kein pures Virigin, das ich die Preise der asiatischen Importeure eben nicht zahlen kann ohne meine Marge abstürzen zu lassen. Die Länder, in die wir unseren Plastikmüll exportieren, bekommen nicht etwa von uns Geld dafür damit wir den dort abladen dürfen, die bezahlen uns Geld damit wir den dort hin schicken. Und das machen die dann nicht um den bei sich einfach in die Landschaft zu werfen
Aha, es macht also einen Unterschied, ob Plastik als Müll, oder irgendwann mal als abgetragene Polyesterklamotte in den Ozeanen schwimmt oder in der Landschaft landet?

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hup 10.05.2019, 18:47
251. Von fehlender Phantasie

Zitat von Haarfoen
Offensichtlich fehlt Ihnen jegliche Fantasie und Sie sind schon zu einem Klon der Plastikindustrie geworden. Jahrhunderte haben die Menschen ohne Kunststoffe existiert. Früher wurde so etwas in ein Stück Wachspapier eingeschlagen, hat bestens funktioniert.
Ja "bestens". Die Lebenserwartung lag in dieser romantisierten Vergangenheit bei ca. 45 Jahren, die Leute sind schlicht an allem gestorben und die Ärzte machten Aderlässe als Therapie...

Nur Leute die im Luxus leben können es sich erlauben so naiv über die Abschaffung vieler Errungenschaften wie Hygiene auszzulassen.

Das ist ja noch schlimmer und reaktionärer als als "MAGA".

Und was machen sie mit den Wachspapierbergen? Die Verrotten auch nicht. Man könnte sie ja verbrennen, aber dann ist man genausoweit wie mit den Plastikverpackungen heute...

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Schartin Mulz 10.05.2019, 19:57
252. Plastik

Zitat von Koda
"was dem normalen Menschen das Leben auch nur wenig leichter macht" Wenn es die Umwelt zerstört, in Fischen, und Tieren landet, die wir essen und den Äckern ( 10mal mehr als in den Weltmeeren) landet es irgendwann auch in Ihrem Körper oder spätestens in den Ihrer Enkel oder sonstigen Verwandten. "n Zukunft nehmen wir uns dann jeden Tag noch mindestens eine halbe Stunde extra, um die persönliche Einkaufslogistik zu ordnen. Jutebeutel, Faltkartons, Kaffebecher und alle Arten von anderen Behältnissen, die dann nach Gebrauch auch wieder gewaschen und getrocknet werden müssen. " Da wäre doch die Frage, ob Sie all das, was Sie aufzählen, auch wirklich so benötigen oder es einzig allein deswegen verwenden, weil Sie meinen dass es Ihnen das Leben erleichtert. => Kaffeebecher: ich bin selbst kein Kafeetrinker, aber trank man Kaffee früher nicht gemütlichj aus Tassen anstatt als Fastfood auf dem Bahnsteig? Jutebeutel: ich weiß nicht, woraus die Stofftaschen gemacht sind, die ich benutze, aber ich benutze sie zum Einkaufen bereits seit dem Jahr 2000!!! (Kein Witz!) Und halten sich immer noch.
landet nur in Fischen und Tieren, wenn es nicht ordnungsgemäß entsorgt wird.
Plastik ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Wir müssen als erstes versuchen, die wilde Entsorgung in der Natur zu unterbinden, möglichst viel zu recyceln udn den Rest ordnungsgemäß zu entsorgen.
An den Müllbergen im Ozean, die zu 80 % von Asien verursacht werden, wird ein Plastiktütenverbot nichts ändern.
Wichtiger wäre für uns z.B. ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika. Das gelangt tatsächlich über die Abwässer in den Meeren. Und damit in Fischen und Tieren (achja, Fische sind auch Tiere, aber egal).
Kaffee trinkt man übrigens auch heute noch zu einem Großteil gemütlich aus Tassen. Und Kaffeeautomaten mit Plastikbechern gab es schon in meiner Jugendzeit, und die ist schon etwas her.

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Zeitwesen 10.05.2019, 20:08
253. Verbietet den gelben Sack

Verbietet den gelben Sack.
Das wäre schonmal ein Anfang. Gelbe Säcke sind Plastkmüll der produziert wird um Müll zu verpacken und dort wo der gelbe Sack "herrscht" darf entsprechender Müll nur in entsprechende gelbe Säcke verpackt werden.
Wie irrsinnig ist das denn?
Anstatt Mülltonnen aus Plastikabfällen zu produzieren, was ja durchaus möglich ist und sinnvoll wäre, werden Plastikverpackungen für Plastikmüll extra produziert.

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pierrotlalune 10.05.2019, 21:15
254.

Zitat von vincent-april
und da diese bei mir im Hausmüll landen oder beim grünen Punkt, dürften sie kein Problem verursachen.
Warum das, glauben sie dass damit eine entsorgung gewahrleistet wird, haben sie kinder, die platiktute derart zu entsorgen, zeigt wie fern von der realitat die menschen sind.. vollig verkehrt diese denkweise.

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pierrotlalune 10.05.2019, 21:21
255.

Zitat von effing
dass deutsche Minister, die solche Themen als Priorität erachten, zügig ihres Amtes enthoben werden. Erstens sind Plastiktüten in der Energiebilanz besser als Papiertüten, darüber hinaus stabiler und für manche Zwecke hygienischer. Zweitens kann man sie prima doppelt verwenden anstatt extra Mülltüten zu kaufen. Und Drittens und in diesem Kontext am wichtigsten: Deutschland hat NICHT die selben Probleme mit Plastik wie andere Länder. Bei uns landen 99.9% der Plastiktüten im Müll und nicht wie in Afrika 99.9% im nächsten Fluss. Ist ja schön für den Herrn Entwicklungsminister, wenn er auf seiner letzten Reise was Spannendes erlebt hat. Aber jetzt bitte wieder auf erste Welt umschalten. Vielleicht sollte mal lieber unsere katastrophale Entwicklungshilfepolitik überdacht werden, Herr Minister. Ist natürlich ein klein wenig komplexer als Plastiktüten zu verbieten.
Träumen sie weiter und suhlen im wohlstnd. Plastik wird seit jahren exportiert um hier die illusion aufrecht zu halten von einem sauberen land. An jeder autoobahnausfahrt sieht man im grgensatz zu von dem von ihnen erwahnten afrika. Wie sorgsam hier mit dem mūll umgegangen wird, aus dem fenster geschmissen. Schlimm ist hslt die arroganz die aus ihrem text entspricht.

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pierrotlalune 10.05.2019, 21:26
256.

Zitat von LJA
zu sehen, wie manche Politiker bestrebt sind, alles zu beseitigen, was dem normalen Menschen das Leben auch nur wenig leichter macht. Seien es Autos, Plastiktüten, Kaffee-to-go Becher und was demnächst noch so kommt. Klar, in Zukunft nehmen wir uns dann jeden Tag noch mindestens eine halbe Stunde extra, um die persönliche Einkaufslogistik zu ordnen. Jutebeutel, Faltkartons, Kaffebecher und alle Arten von anderen Behältnissen, die dann nach Gebrauch auch wieder gewaschen und getrocknet werden müssen. Ist alles kein Problem, schließlich haben wir im Jahre 2019 doch alle massenhaft freie Zeit, die sich dafür verwenden lässt. Oder nein. Es könnte auch sein, daß es nur die Politiker, Universitätsbeschäftigten und Medienschaffenden sind, die über viel Zeit verfügen. Der normalsterbliche Zeitgenosse geht zeitlich meistens schon jetzt auf dem Zahnfleisch. Wirklich komisch, daß viele Menschen etwas bissig reagieren, wenn man ihnen da noch zusätzliche Belastungen aufdrücken will.
Aus dem leichten Leben wird mit dieser Einstellung ein schweres werden. Wunsche guten appetit mit dem Fisch oder dem getreide welches auf einem feld mit microplatik gewachsen, viel spass beim liegen auf dem vermeintlichen Strand der aus plastik besteht. Ihren kindern und enkelkindern liebe grūsse

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etwas-andere-sichtweise 10.05.2019, 22:58
257. Kenia ist dadurch viel sauberer geworden

Ich war vor drei Jahren in Kenia im Urlaub. Überall am Straßenrand sah man Plastikmüll und vorallem die leichten Plastiktüten wurden übers Land geweht. Sah echt schlimm aus.
Als ich letztes Jahr wieder in Kenia war, war der Straßenrand sauber und keine Plastiktüten wurden mehr übers Land geweht. Dagegen sieht es in Deutschland teilweise schlimm aus.
Was immer nie erwähnt wird, ist das in Kenia nicht nur die Plastiktüten verboten wurde, sonder auch das wilde wegwerfen von Müll in den Strassengraben unter Strafe gestellt wurde. Die Strafen dafür sind echt happig, bis zu einem halben Monatsgehalt oder ersatzweise ein Gefängnisaufenthalt.
Aber wie man hier im Forum so liest, möchten viele auf ein Plastiktüte verzichten, weil entweder zu bequem oder es nicht auf die Reihe bringen eine Tüte zum einkaufen mitzubringen. Die fressen dann halt lieber Microplastik. Und es ist prozentual mehr Microplastik auf unsere Feldern als im Ozean.

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effing 11.05.2019, 09:35
258. @#6

An all die Schlauberger, die meinen Kommentar no 6 dahingehend kritisiert haben, dass unser deutscher Müll im Ausland in die Umwelt gelangt und deshalb ein Plastiktüten Verbot notwendig ist: nicht ein Verbot der Plastiktüten greift die Ursache, sondern ein Verbot der Müllexporte und zwang zum Recyclen oder zum thermischen Verwerten. Des weiteren: dass Müller dieses Thema als eine Priorität eines Schaffens erachtet zeigt das Wort "sofort" mit dem er den Umsetzungszeitraum seiner Idee beschreibt. Daraus kann man eine Priorität ableiten, das ist die Funktion von Sprache.

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thomas_linz 11.05.2019, 11:57
259. Das ist nicht nur in Kenia so

Zitat von etwas-andere-sichtweise
Ich war vor drei Jahren in Kenia im Urlaub. Überall am Straßenrand sah man Plastikmüll und vorallem die leichten Plastiktüten wurden übers Land geweht. Sah echt schlimm aus. Als ich letztes Jahr wieder in Kenia war, war der Straßenrand sauber und keine Plastiktüten wurden mehr übers Land geweht. Dagegen sieht es in Deutschland teilweise schlimm aus. Was immer nie erwähnt wird, ist das in Kenia nicht nur die Plastiktüten verboten wurde, sonder auch das wilde wegwerfen von Müll in den Strassengraben unter Strafe gestellt wurde. Die Strafen dafür sind echt happig, bis zu einem halben Monatsgehalt oder ersatzweise ein Gefängnisaufenthalt. Aber wie man hier im Forum so liest, möchten viele auf ein Plastiktüte verzichten, weil entweder zu bequem oder es nicht auf die Reihe bringen eine Tüte zum einkaufen mitzubringen. Die fressen dann halt lieber Microplastik. Und es ist prozentual mehr Microplastik auf unsere Feldern als im Ozean.
Das selbe passiert in Afrika und Asien fast ueberall und zwar ziemlich schnell. Es wird immer suggeriert, in Deutschland passiert was und der Rest pfeift auf Umwelt- und Klimaschutz. Genau das Gegenteil ist der Fall.

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