Forum: Wirtschaft
Globales Müllproblem: Entwicklungsminister Müller will sofortiges Verbot von Plastikt
Vittorio Zunino Celotto/Getty Images

"Was Ruanda, Kenia und Uganda können, müssen wir auch schaffen": Entwicklungsminister Gerd Müller verlangt, Plastiktüten umgehend zu verbieten. Dabei müsse Deutschland vorangehen.

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querulant_99 12.05.2019, 09:00
260. Wirft denn keiner mal einen Blick in den gelben Müllcontainer?

Darin sehe ich keine Einkaufstüten aus Plastik.
Ich sehe darin nur Unmengen an Verpackungsmuell: Milchkaennchen, Joghurtbecher, und alle Arten von Lebensmittelverpackungen, Verpackungen für Werkzeug und Elektroartikel, Verpackungen für Kosmetika, voluminöse Plastikflaschen für Reinigungsmittel und Waschmittel, usw.
Nichts davon will unser Minister verbieten. Der gelbe Müllcontainer wird also nicht leerer.
Alles nur Symbolpolitik und alle jubeln...

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intercooler61 12.05.2019, 13:06
261. Naheliegende, wirksame Lösungen statt Symbolpolitik

1. Wo Schmutz und Nässe keine Rolle spielen, sind Baumwollbeutel bequemer, tragfähiger (Getränke, Konserven) und 100-fach haltbarer. Am besten mit langer Trageschlaufe für die Schulter. Offensiver anbieten, als Aktion vielleicht auch mal für umme.

2. In allen anderen Fällen ist Plastik auch ökologisch kaum zu schlagen, _wenn_ es mehrfach verwendet und sachgerecht entsorgt wird - was in DE leicht erreichbar wäre (siehe 3.).

Mehrfachnutzung (öfter als 1x als Verpackung + 1x als Müllbeutel) lässt sich über einen Preis von 0,50 - 1,00 Euro je nach Haltbarkeit und Größe bewerkstelligen.

Einweg-Obsttüten sind mit ihrer winzigen Materialmasse ressourcenschonender als die neuerdings propagierten Papiertüten, die auch nur einmal nutzbar und nicht nässedicht sind. Dafür sind 0-5 Cent völlig OK. Auch das Reinigen von Tupperdosen kostet übrigens Energie.

3. Den unkontrollierten Plastikmüllexport (Abkippen statt Recycling) unterbinden - oder, wenn unser Staat dazu nicht willens oder nicht fähig ist: Plastiktüten nicht mehr in die gelbe, sondern in die graue Tonne und thermisch verwerten. Ansage reicht, Thema erledigt.

Die Erlöse aus dem Plastiktütenverkauf könnte man dann für bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von Zwangsstörungen (wie z.B. Materialfetischismus oder Savonarola-Syndrom) verwenden.

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