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Globales Müllproblem: Entwicklungsminister Müller will sofortiges Verbot von Plastikt
Vittorio Zunino Celotto/Getty Images

"Was Ruanda, Kenia und Uganda können, müssen wir auch schaffen": Entwicklungsminister Gerd Müller verlangt, Plastiktüten umgehend zu verbieten. Dabei müsse Deutschland vorangehen.

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Hans-Dampf 10.05.2019, 09:21
50.

Plastikmüll ist ein globales Problem. Da die billigen Einwegprodukte nicht verrotten, belasten sie die Umwelt sehr lange.
Also ist nicht der Kunststoffmüll ein Problem, sondern der Mensch, der die Verpackung achtlos wegwirft (ist dies auch in Deutschland so? Wurde das mal untersucht?). Leider ist es in der Politik en vogue, eine Lösung eines Problems mittels eines Verbots zu erwirken, ohne wirklich ein Problem zu haben oder benennen zu können. Ich hingegen finde die Kunststofftragetaschen aus der Obst-/Gemüseabteilung sehr praktisch, wenn sie einmal zu Hause sind: kleine Mengen Müll passen wunderbar hinein, die man zum Mülleimer trägt. Taschen, die bereits kaputt sind, kommen bei mir in den gelben Sack. Vergleich: ein ordinärer Müllbeutel ist dickwandiger und verbraucht so mehr Rohstoffe und würde die Umwelt noch mehr belasten.

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scbonner 10.05.2019, 09:21
51. Es geht Mal wieder an all vorbei

Es wieder toll zu sehen wie die Politik an allem vorbei arbeitet.
1. Was mache ich mit feuchten Lebensmitteln? Schon Mal feuchtes in eine Papiertüte gepackt? Vermutlich nicht, geht sicher nicht mehr selber einkaufen. 2. Schlimmer als ein paar Plastiktüten ist aber das alles andere teils doppelt und dreifach in Plastik eingepackt ist (zB. Bonbons einzeln verpackt, dann im zusammen im grossen Beutel und für den Transport werden die grossen Beutel noch Mal in einem größeren verpackt und dann im Karton transportiert). Hier könnte man viel sinnvoller ansetzen als den Bürger den Einkauf zu erschweren.

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Marvin__ 10.05.2019, 09:22
52. Herr Müller ist leider ein paar Jahr zu spät dran

Inzwischen hat sich nämlich gezeigt, dass Plastiktüten aus PE die umweltfreundlichste Alternative sind: Papier- und Baumwolltüten sind in der Herstellung so aufwändig, dass die Gesamtbilanz erst nach 10 (Papier-) bis 100 (Baumwolle) Einsätzen günstiger ist.
Falls das Plastik in die Umwelt gerät, wird PE in zwei bis drei Jahren abgebaut, da es gegen Umwelteinflüsse nicht stabil ist. Anders etwa kompostierbare Kunststoffe, die nur in Kompostiereinlagen, nicht aber in der Umwelt abgebaut werden.
In Ländern ohne funktionierende Müllabfuhr mag ein Verbot von Plastiktüten sinnvoll sein, da - selbst bei Abbau nach mehreren Jahren - große Mengen an Plastiktüten die Natur verschandeln.

Was in Deutschland geändert werden müßte, sind die Recyclingregeln: Zum einen werden gerade mal 5 % des eingesammelten Plastiks zu neuen Produkten verarbeitet. Zum einen ist es immer noch möglich, eingesammeltes Plastik (unkontrolliert) zu exportieren statt es zu verwerten.

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kezia_BT 10.05.2019, 09:22
53. Es ginge ganz einfach...

... und kompatibel für Leute mit Verbotsallergie:
1 Plastiktüte kostet 1 Euro. Der Erlös des Plastiktütenverkaufs geht zu 100 % an einen deutschen Umweltverband.
Nebenbemerkung: mit den Plastiktüten, die meine Mutter im Lauf ihres Lebens gesammelt hat, kann ich locker für den Rest meiner Tage eigene Plastiktüten zum Einkaufen mitnehmen. Als nämlich die ersten Plastiktüten aufkamen, und die noch teuer waren, haben die Leute sie gewaschen, zusammengelegt, aufbewahrt und wiederverwendet. Ex und hopp kam erst später, mit dem "kostenlos" Faktor.

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parhornung 10.05.2019, 09:22
54. Upps!

Zitat von 2cv
... entzieht sich meiner Expertise: was stellt er sich denn hier als Alternativen vor?
Wenn Sie ein Fremdwort gebrauchen, sollten Sie auch wissen, was es bedeutet. Einer Expertise entzieht sich rein gar nichts; sie ist etwas, das man anfertigt, ausstellt, einholt usw (https://de.wiktionary.org/wiki/Expertise). Das hat sich wohl Ihrer Kenntnis entzogen?

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Jolande9 10.05.2019, 09:23
55. Plastikeinweg verteuern, Verpackungen reduzieren

Plastiktüten ganz zu verbieten halte ich für den falschen Weg. Zumal, wie bereits bemerkt, die Papier- oder Stoffalternative oft von der Ökobilanz her nicht zwingend besser ist. Man sollte Mehrweg fördern indem Einweg verteuert wird. Wenn eine Tüte richtig kostet, überlegt man sich das dreimal, im Notfall ist sie aber verfügbar.
Viel problematischer sind Einweg-Plastikflaschen, vor allem die ohne Pfand. Hier auch der Anreiz über einen erhöhten Pfand, damit die nicht länger einfach in die Umwelt entsorgt werden.
Wichtig sind sortenreine Produkte, die einfach recycelbar sind sowie Produkte ohne überflüssige Umverpackung und in einer Größe, die dem Inhalt gerecht wird (bei einigen Produkten kann da bis zu 30% Material eingespart werden). Und da sind klar die Produzenten und nicht die Verbraucher angesprochen, wir Verbraucher können sie aber dazu zwingen.
Des weiteren bin ich absolut empört, genau gesagt stinksauer, lieber Herr Müller, dass Verbraucher nach wie vor für diesen unsäglichen Grünen Punkt Geld berappen - damit der Krempel irgendwo rumliegt oder in arme Länder rund um die Welt verschippert wird. Da muss dringend was getan werden!
Wir Verbraucher sind uns einfach mal nicht zu schade, unseren (oder auch mal den von anderen) Dreck vom Picknick wegzuräumen und unsere Kinder entsprechend zu erziehen. So trägt jeder seinen Teil bei, dieses unsägliche Problem zu beheben.

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ronald1952 10.05.2019, 09:23
56. Ja, genau

wir die Deutschen müssen voran gehen.Bei allem, bei was eigentlich.
Ich kann dieses dumme Geschwätz unserer Politiker/innen kaum noch Ertragen denn es ist immer das gleiche. Nachplapper, Nachäffen
darin sind unsere Politiker/innen an erster Stelle. Wie wäre es denn mal das Gehirn falls vorhanden einschalten um eigene Gedanken und Wege gehen zu können? Was sind wir nur für ein Land geworden? Sind wir denn wirklich so Unfähig geworden, wenn das so ist warum?
Oder sind wir Menschen einfach zu Faul und zu Blöde das Offensichtliche gleich zu tun wenn es nötig ist, sogar dringend.
schönen Tag noch,

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bauern-muenchen 10.05.2019, 09:24
57. @1 Mit jeder Plastiktüte...

...enteignen Sie unseren Kindern und Enkelkindern ein Stück Zukunft!

Ansonsten: Habe vor einigen Monaten ein Foto irgendeiner EU-Sitzung gesehen. Die Tische waren voller Einweg-Plastikflaschen. Ist das Trinkwasser in Brüssel und Strassburg so schlecht, dass man es nicht trinken kann?

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hiddensen 10.05.2019, 09:24
58. Deutschland hat den grünen Punkt !

Studien zeigen, das wiederverwendete Plastiktüten umweltschonender sind als Papier ! Und Plastik hält ja bekanntlich länger ! Sollte die Plastiktüte doch Ihren Geist aufgeben, kommt Sie in den gelben Sack . Und welch Wunder, sie wird in der Zementfabrik komplett verbrannt, also 100 % der Energie verwendet.
Irgendwie fehlt mir in Deutschland der Punkt mit Wasser bzw. Meer.

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rainer-rau 10.05.2019, 09:24
59. Minister müssen

Zitat von ein-berliner
Hat dieser Entwicklungsminister etwa was entwickelt? Langweilig.
nichts entwickeln. Sie müssen dafür sorgen, dass mit vernünftigen Entwicklungen Probleme beseitigt werden. Gewohnheiten, Trägheit, Maßlosigkeit, Gier - dagegen müssen sie gegen den starken Widerstand aus dem Teil der Bevölkerung, die zum Denken nicht bereit ist, ankämpfen. Es wäre leichter, Ryanair und Aida staatlich zu subventionieren - geschieht eigentlich schon - als einen Audifahrer dazu zu bewegen, mit 3 PS weniger im Stau zu stehen und seinen Coffee-to-go im Sitzen aus einer Tasse zu trinken. Es sind nicht die Minister, es sind die Wähler! Jeden Konsum-Schwachsinn unterstützen ist einfach, ein wenig reale und notwendige "Unbequemlichkeit" führt zu Panik.

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