Forum: Wirtschaft
Globales Überangebot: Ölpreis auf tiefstem Stand seit 2009
REUTERS

Die Opec-Staaten fördern mehr, als gebraucht wird. Der Ölpreis kennt deshalb nur eine Richtung: Nach der US-Sorte WTI fiel nun auch die Nordseesorte Brent auf den tiefsten Stand seit 2009.

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Darwins Affe 11.12.2015, 09:44
10. Nicht Markt, sondern freier Markt!

Zitat von wotcom
ist schon ein komischer Markt, dieser sich selbst regulierende beste Markt, immer mit dem besten Preis, dem besten Wirken für alle in einer Gesellschaft. Da geht das Öl ganz sicher ganz bald ganz zu Ende und dann steigt der Preis, 10 Prozent, 50 Prozent, 100 Prozent, 200 Prozent. Und ALLE MACHEN MIT, die ganzen Scheine müssen doch irgendwohin, immer weiter immer weiter. MARKTWIRTSCHFT!!! Und kein einziger Ökonom der Zunft der Superökonomen will sich dazu äußern, alles Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage. Herrlich! Wir sollten unbedingt alles diesem großartigen Markt überlassen, Marktanalphabetismus!
Lieber Wotcom. Wussten Sie nicht? 1. Laut dem Club of Rome gibt es doch schon seit 25 Jahren kein Erdöl mehr. 2. Als Gegner der Marktwirtschaft müsste Ihnen doch das Preisgebaren der OPEC zusagen; diese stellt nämlich ein Kartell dar – das Gegenteil eines freien Marktes

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Natan_der_Weise 11.12.2015, 09:49
11. Niedriger Ölpreis gut?

Eigentlich ist ein niedriger Ölpreis gut, da die amerikanischen Franking Unternehmen massiven Verlust einfahren. Sie brauchen mindestens 80 Dollar pro Barrel die Saudis hingegeben nur 5 Dollar, dies hängt mit den Fördermethoden zusammen. Andererseits kann der geringe Preis auch dazu führen, dass viele denken es sei noch genug Öl für die nächsten Jahrzehnte vorhanden. Erdöl ist im Prinzip viel zu wertvoll als das man es bloß verbrennen sollte.

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kuac 11.12.2015, 09:59
12.

Zitat von n.nixdorff
...... Die Weiterentwicklung alternativer Energien und deren Speicherung werden dazu beitragen, die Nachfrage nach fossilen Energien weiter zu reduzieren .....
Wenn Öl so billig bleibt, dann gibt es auch keinen Anreiz mehr für die Weiterentwicklung von alternativen Energien. Auch wenn der Staat wenig Steuern einnimmt, so wie jetzt, wird er auch weniger in die Entwicklung von alternativen Energien stecken.

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lalito 11.12.2015, 10:01
13. wie es ist

War vorübergehend teuer, ist vorübergehend billig, wird vorübergehend . . .

Sind halt Kurven und keine flatlines.

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aurichter 11.12.2015, 10:21
14. @ Darwins Affe

Wenn Sie schon, wie so viele Erdenbürger vor Ihnen auf die ehemalige Aussage des Club of Rome herumreiten, dann sollten Sie auch einmal bedenken, daß damalige Aussagen bezüglich der Erdölvorkommen nach dem Stand der damaligen Technik und den Nachweismethoden gemacht wurden. Mit dem Einzug der Computertechnik und Innovationen auf dem Gebiet der Bohrtechnik wurden die selten dämliche Oil-Peak Aussagen peu a peu relativiert. Somit sind Witze darüber zur Belehrung anderer Mitmenschen mittlerweile unterste Schublade. In 25 bis 30 Jahren reden wir dann über andere Methoden zur Energiegewinnung auch wieder ganz anders. Was heute noch unmöglich erscheint, wird dann evtll bereits normaler Standard sein. Also vergessen Sie den Peak ganz schnell.

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aurichter 11.12.2015, 10:25
15. @ kuac

Wieso nimmt der Staat weniger Steuern ein? Das verstehe ich nicht. Bislang ist die Steuer auf Kraftstoffe bzw Heizöle immer noch eine feste Summe, also bleibt immer gleich, egal wie billig das Rohöl noch wird.

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rudi_ralala 11.12.2015, 10:28
16.

Zitat von wotcom
ist schon ein komischer Markt, dieser sich selbst regulierende beste Markt, immer mit dem besten Preis, dem besten Wirken für alle in einer Gesellschaft. Da geht das Öl ganz sicher ganz bald ganz zu Ende und dann steigt der Preis, 10 Prozent, 50 Prozent, 100 Prozent, 200 Prozent. Und ALLE MACHEN MIT, die ganzen Scheine müssen doch irgendwohin, immer weiter immer weiter. MARKTWIRTSCHFT!!! ...
Ja und der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt.
Dieses Märchen erzählte man uns in der Vergangenheit.
Solange der Ölpreis stieg und stieg und stieg..., konnten man das sogar glauben

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kuac 11.12.2015, 10:35
17.

Zitat von Darwins Affe
Lieber Wotcom. Wussten Sie nicht? 1. Laut dem Club of Rome gibt es doch schon seit 25 Jahren kein Erdöl mehr. 2. Als Gegner der Marktwirtschaft müsste Ihnen doch das Preisgebaren der OPEC zusagen; diese stellt nämlich ein Kartell dar – das Gegenteil eines freien Marktes
1. Das Ölvorkommen ist nicht unendlich. Davon gehen auch die Kapitalisten aus.
2. Rohstoffe (allgemein gesprochen) billig kaufen und denen teure Endprodukte verkaufen. Das heist, ein schönes Leben auf Kosten der anderen. Bleiben Sie fair, sonst kommen noch mehr Wirtschaftsfluechtlinge.

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Darwins Affe 11.12.2015, 10:35
18. Fracking

Zitat von Natan_der_Weise
Eigentlich ist ein niedriger Ölpreis gut, da die amerikanischen Franking Unternehmen massiven Verlust einfahren. Sie brauchen mindestens 80 Dollar pro Barrel die Saudis hingegeben nur 5 Dollar, dies hängt mit den Fördermethoden zusammen. Andererseits kann der geringe Preis auch dazu führen, dass viele denken es sei noch genug Öl für die nächsten Jahrzehnte vorhanden. Erdöl ist im Prinzip viel zu wertvoll als das man es bloß verbrennen sollte.
1. Die US Fracking Unternehmen mussten große Investitionen tätigen. Sind diese abgeschlossen, wird die Förderung wesentlich billiger. Zudem gibt’s laufend technologische Fortschritte. Die durchschnittliche Gewinnzone liegt derzeit eher bei 60 als bei 80 USD pro Barrel, bei manchen Vorkommen reichen auch 40 2. Den niedrigeren Förderkosten vieler erdölexportierender Länder steht eine hohe Abhängigkeit der Ölpreise für den Staatshaushalt entgegen. 3. Das Fracking sehe ich eher als Regulativ, um das Erpressungspotenzial mit exorbitanten Ölpreisen eines Kartells wie der OPEC zu brechen. 3. Natürlich stimme ich Ihnen zu, dass Öl eigentlich viel zu kostbar ist, um in die Luft zu pusten.

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dani216 11.12.2015, 10:36
19. Der Staat nimmt genauso viel oder eher noch mehr

Zitat von kuac
Wenn Öl so billig bleibt, dann gibt es auch keinen Anreiz mehr für die Weiterentwicklung von alternativen Energien. Auch wenn der Staat wenig Steuern einnimmt, so wie jetzt, wird er auch weniger in die Entwicklung von alternativen Energien stecken.
Steuern ein, denn die Mineralölsteuer bezieht sich auf die Menge und nicht auf den Preis. Und bei billigem Kraftstoff wird eher mehr als weniger gefahren - also mehr Verbrauch, der mehr Steuereinnahmen bringt.
Günstig wirkt sich das allerdings auf unsere Außenhandelsbilanz aus. D gibt weniger Geld für Öl aus. Genau genommen ist exakt jetzt der Punkt gekommen, das gesparte Geld in die Entwicklung alternativer Energieformen und Antriebe zu stecken. Ich fürchte aber, unsere Regierung tut auch hier das, was sie am besten kann: nämlich nichts.

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